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Credit Risk Mitigation - Optimierung von Kreditportfolios

Title: Credit Risk Mitigation - Optimierung von Kreditportfolios

Seminar Paper , 2001 , 52 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Hort (Author), Sebastian Simon (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

[...] Ein weiteres Ziel des Basler Komitees ist es, die Entwicklung des
Kreditrisikomanagements in den Banken selbst zu provozieren. Als Anreiz soll die
Aussicht auf eine im Mittel verminderte Eigenkapitalanforderung im Gegenzug zu der
Implementierung fortgeschrittener Modelle dienen.3
Bevor eine angemessene Regelung gefunden werden kann, sind viele
Interessenkonflikte zu lösen. Zum Beispiel können Konflikte auftreten zwischen der
Flexibilität der Regelungen hinsichtlich nationaler Unterschiede und der Herstellung
international gleicher Wettbewerbsvoraussetzungen (engl.: level playing field). Weitere
Konflikte können auftreten zwischen hoch entwickelten Modellen und leicht
verständlichen und einfach anwendbaren Vorschriften sowie zwischen der Förderung der Stabilität des Finanzsystems und der Förderung des Wirtschaftswachstums.4
Das neue Konzept „Basel II“ beinhaltet Vorschläge zur Lösung dieser Konflikte.
Inwieweit die Prioritäten zum einen richtig gesetzt wurden und zum anderen die
gesetzten Prioritäten effizient umgesetzt wurden, ist Gegenstand der aktuellen
Diskussion.
Die vorliegende Arbeit soll die Methoden zur Kreditrisikominderung darstellen (Kapitel
II), die Anerkennung dieser Methoden im Rahmen der zur Zeit gültigen Regelung
(Kapitel III) und im Entwurf zu Basel II erläutern (Kapitel IV) und die aktuelle
Diskussion der Fachvertreter, Zentralbanken und Kreditinstitute beleuchten (Kapitel V).
Das Resümee muß anschließend beurteilen, ob die Anerkennung der CRM-Instrumente
im Entwurf zu Basel II angemessen ist und es soll Verdienste und Mängel des
Entwurfes hervorheben.
Der Anhang enthält eine Darstellung der Ableitung der Risikogewichte nach der
Standardmethode und Beispiele für die Berechnung des Risikogewichts bei
unterschiedlichen Instrumenten und im Vergleich zu Basel I.

3 Vgl. Basler Komitee, 2001, S. 5 (The New Basel Capital Accord: An explanatory note).
4 Vgl. Walter, 2001, S. 11. Nicole Walter setzt der aktuellen Diskussion um mögliche schädliche
Auswirkungen von Basel II für die Wirtschaft entgegen, daß vorrangiges Ziel der
Eigenkapitalvereinbarung die Stabilität des Finanzsystems sei. Somit sei der Verweis auf die angebliche
Mittelstandsfeindlichkeit des neuen Entwurfs verfehlt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. CREDIT RISK MITIGATION INSTRUMENTE

1. Kreditsicherheiten

1.1 Vergleich zwischen Real- und Personalsicherheiten

1.2 Collateral Management

2. Netting

3. Kreditderivate

3.1 Credit Default Swap

3.2 Total Rate of Return Swap

3.3 Credit Linked Note

3.4 Markt der Kreditderivate

4. Andere Instrumente

III. CREDIT RISK MITIGATION IN DER ALTEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG

IV. CREDIT RISK MITIGATION IN DER NEUEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG

1. Standardansatz

1.1 Einzelne Instrumente

1.1.1 Sicherheiten

1.1.2 Netting

1.1.3 Garantien und Kreditderivate

1.1.4 Andere Instrumente

1.2 Berechnungsgrundlagen

1.2.1 Haircuts

1.2.2 Laufzeitinkongruenzen

2. IRB-Ansätze

2.1 Einfacher IRB-Ansatz

2.2 Fortgeschrittener IRB-Ansatz

V. AKTUELLE DISKUSSION DER NEUEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG

1. Allgemeine Kritikpunkte

2. Standardansatz

2.1 Sicherheiten

2.2 Netting

2.3 Garantien und Kreditderivate

2.4 Andere Instrumente

3. IRB-Ansatz

3.1 Sicherheiten

3.2 Andere Instrumente

VI. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Instrumente zur Kreditrisikominderung (Credit Risk Mitigation) und deren regulatorische Berücksichtigung im Rahmen der bisherigen und der geplanten Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II). Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung hin zu risikosensitiveren Modellen darzustellen und die aktuelle Diskussion der Fachwelt zu beleuchten.

  • Klassische Kreditsicherheiten (Personal- und Realsicherheiten)
  • Netting-Verfahren und deren rechtliche sowie ökonomische Einordnung
  • Kreditderivate (CDS, TRS, CLN) und deren Rolle im Portfoliomanagement
  • Regulatorische Anforderungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung
  • Diskussion der Interessenkonflikte und Kritikpunkte aus der Bankenpraxis

Auszug aus dem Buch

1.2 Collateral Management

Unter Collateral Management (CM) ist die systematische Besicherung von Adressenausfallrisiken unter Einsatz international standardisierter und aufsichtsrechtlich anerkannter Sicherungsvereinbarungen zu verstehen.24 Der Anwenderfokus liegt auf professionellen Marktteilnehmern aus dem Bereich des Investment Banking und nicht bei den Privat- und Firmenanwendern der traditionellen Besicherungsverfahren. Die traditionellen Besicherungsansätze sind Lombardierung, Eigentumsübertrag, Verpfändung und Bürgschaften. Die Besicherungsverfahren bei CM sind Wertpapierpensionsgeschäfte, Wertpapierleihen, FX Margining und Besicherung von OTC-Derivate-Geschäften.25

Zeitnahe Informationen bezüglich des erzielbaren Verwertungserlöses und vor allem des Zeitpunktes sind im Investment Banking wegen enorm ansteigenden und sehr volatilen Kreditrisiken von großer Bedeutung.26 Die traditionellen Besicherungsverfahren haben zum Nachteil, dass täglich abrufbare objektive Bewertungsmöglichkeiten fehlen. Mit CM ist eine tägliche Überwachungsperiode erreichbar. Ein weiterer Vorteil von CM ist in der hohen Standardisierungs- und Automatisierungsmöglichkeit zu sehen. Problematisch bei CM ist die bislang geringe Akzeptanz und eine teilweise ungeklärte Rechtslage. Bei Collateral-Vereinbarungen müssen separate Sicherungsvereinbarungen getroffen werden. Bei den klassischen Verfahren sind diese Vereinbarungen Bestandteil der Kreditverträge. Der Abschluss von Collateral-Verträgen innerhalb der G7-Länder mit Einschränkungen bei Japan ist weitgehend unproblematisch.27 Dennoch werden bei der Vertragsgestaltung oft sehr hohe Anforderungen an die Kenntnis der verschiedenen nationalen Insolvenzrechtslagen und Steuerrechte gestellt. An einer stärkeren Standardisierung der Sicherungsvereinbarungen arbeitet zur Zeit die International Swap and Derivatives Association (ISDA).28

Kapitelzusammenfassungen

I. EINLEITUNG: Darstellung der Entwicklung von Kreditrisikoinstrumenten seit 1988 und Erläuterung der Zielsetzung der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung.

II. CREDIT RISK MITIGATION INSTRUMENTE: Übersicht und methodische Beschreibung von Sicherheiten, Netting, Kreditderivaten sowie weiteren Instrumenten wie der Forderungsverbriefung.

III. CREDIT RISK MITIGATION IN DER ALTEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Analyse der Behandlung von Kreditrisikominderung unter dem 1988 veröffentlichten Regelwerk.

IV. CREDIT RISK MITIGATION IN DER NEUEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Detaillierte Betrachtung der neuen Bewertungsansätze (Standardansatz und IRB-Ansätze) im Kontext von Basel II.

V. AKTUELLE DISKUSSION DER NEUEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Beleuchtung der kritischen Stellungnahmen von Fachvertretern, Zentralbanken und Instituten zur Konsistenz und Ausgestaltung der neuen Regeln.

VI. RESÜMEE: Beurteilung der Angemessenheit der vorgeschlagenen Änderungen und Zusammenfassung der Verdienste sowie Mängel des Entwurfs.

Schlüsselwörter

Credit Risk Mitigation, Basel II, Kreditsicherheiten, Netting, Kreditderivate, Eigenkapitalvereinbarung, Risikogewichtung, Standardansatz, IRB-Ansatz, Forderungsverbriefung, Ausfallrisiko, Bonitätsrisiko, Collateral Management, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Methoden zur Reduzierung von Kreditrisiken bei Banken und wie diese im Rahmen der Basler Eigenkapitalvereinbarungen regulatorisch berücksichtigt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Vergleich zwischen alten und neuen Basler Regeln, die Anwendung von Sicherheiten, Netting, Kreditderivaten sowie die Diskussion über deren ökonomische Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Anforderungen an die Kreditrisikominderung aufzuzeigen und die aktuelle fachliche Kritik an den Entwürfen zu Basel II zu systematisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Diskussionsanalyse, die aktuelle Konsultationspapiere des Basler Komitees sowie Stellungnahmen von Bankenverbänden und Institutionen auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Instrumente, die regulatorische Anerkennung unter der alten Regelung, die Neuerungen in Basel II und eine umfangreiche Diskussion der aktuellen Kritikpunkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Credit Risk Mitigation, Basel II, Kreditsicherheiten, Risikogewichtung und IRB-Ansatz charakterisieren.

Was ist der Unterschied zwischen dem einfachen und dem fortgeschrittenen IRB-Ansatz?

Der Hauptunterschied liegt im Grad der bankinternen Parameterschätzung; der fortgeschrittene Ansatz erfordert eine eigenständige Schätzung von LGD, M und EAD durch das Institut.

Warum ist die Kritik am sogenannten w-Faktor für Banken relevant?

Der w-Faktor wurde als mindestkapitalerhöhender Sicherheitsfaktor kritisiert, da er die Attraktivität von CRM-Instrumenten minderte, weshalb seine Streichung durch das Komitee bereits angekündigt wurde.

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Details

Title
Credit Risk Mitigation - Optimierung von Kreditportfolios
College
Technical University of Darmstadt  (Fachgebiet Finanzierung und Bankbetriebslehre)
Course
BASEL II Seminar
Grade
1,0
Authors
Christian Hort (Author), Sebastian Simon (Author)
Publication Year
2001
Pages
52
Catalog Number
V11751
ISBN (eBook)
9783638178198
Language
German
Tags
BASEL II Kredit Derivate Standardansatz IRB-Ansatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hort (Author), Sebastian Simon (Author), 2001, Credit Risk Mitigation - Optimierung von Kreditportfolios, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11751
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