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Inhaltsverzeichnis:
1. Sachanalyse 3-5
1.1 Allgemeines 3
1.2 Einführung in Geschichte und Funktion des Fremdworts 3-5
2. Didaktische Analyse 6
2.1 Lehrplanbezug / Bildungsgehalt 6
2.2 Begründung der Schwerpunktsetzung 6
3. Methodische Analyse 7-8
4. Bemerkungen zur Klasse 9
5. Unterrichtsverlaufsplan 10-11
6. Literaturverzeichnis S 12
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1.1 Allgemeines
Der Wandel, dem unser Wortschatz unterliegt, zeigt sich besonders deutlich im Bereich des Fremdworts. Besonders in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften werden heutzutage neue Wörter aus fremdsprachlichen Bestandteilen geprägt. Dieser permanente Zuwachs von Wörtern aus fremden Sprachen geht u.a. auf den engen Kontakt mit anderen Völkern und der Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg zurück. Der Wortschatz einer lebenden Sprache muss also laufend aktualisiert werden, um auf dem neuesten Stand zu sein, wie die laufenden Neuauflagen des Fremdwörter
- Dudens beispielsweise zeigen. "Bustier, Camcorder, Laptop, New Age" sind nur ein kleiner Teil der aktuellen sprachlichen Entwicklung. Das Fremdwortgut wird ständig ergänzt und überarbeitet, z.B. bei grammatischen Veränderungen und neuen Bedeutungen, denn viele dieser Wörter sind wichtig für das Verständigung in unserer schnelllebigen Zeit.
1.2 Einführung in Geschichte und Funktion des Fremdworts
In der deutschen Sprache, genauso wie in allen Kultursprachen, gibt es eine große Vielfalt an Wörtern aus fremden Sprachen. Man nennt sie Fremdwörter, obwohl sie größtenteils gar keine fremden, sondern durchaus altbekannte, gebräuchliche und nötige Wörter innerhalb der deutschen Sprache sind.
Nun stellt sich wohl die Frage, was ein Fremdwort überhaupt ist bzw. woran man es erkennt. Eindeutige und zuverlässige Kriterien gibt es zwar keine, doch kann man vier Merkmale erwähnen, die ein Wort meist als nichtmuttersprachlich erkennen lassen:
1. die Bestandteile des Wortes. So werden z.B. Wörter mit bestimmten Vor - und Nachsilben als fremd angesehen (expressiv, Kapitalismus, reformieren).
2. die Lautung, d.h. die vom Deutschen abweichende Aussprache (z.B. Team [ tim ] ) und die Betonung, d.h. der nicht auf der ersten oder Stammsilbe liegende Akzent (absolut, Energie, Parität).
3. die Schreibung, d.h. das Schriftbild zeigt für das Deutsche unübliche Buchstabenfolgen, z.B. bibliographieren, Bodybuilder, Courage). Bestimmte Buchstaben- und Lautverbindungen können außerdem Fremdsprachlichkeit signalisieren.
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4. die Ungeläufigkeit oder der seltene Gebrauch eines Wortes in der Alltagssprache, z.B. extrinsisch, internalisieren, rigid. Meistens weisen die Fremdwörter aber mehr als eines der genannten Merkmale auf.
Doch all diese Merkmale sind nur Identifizierungsmöglichkeiten, aber keine sicheren Maßstäbe. Der Alltagssprecher passt fremdsprachliche Wörter den deutschen Aussprachegesetzen an, denn im Unterschied zu einem Kind, das so gut wie möglich nachzuahmen versucht, gleicht ein Erwachsener das Fremde dem Phonemsystem seiner Muttersprache an bzw. überhört die Abweichungen. Das Phänomen "Fremdwort" ist aber nicht nur als Terminus schwer abgrenzbar, sondern auch grundsätzlich zu einem umstrittenen Thema geworden, da es nicht erst in der jüngsten Vergangenheit und in der Gegenwart in die deutsche Sprache aufgenommen wurden. Im Laufe der Jahrhunderte sind sie ihr jedoch meist in solch einem Maße angeglichen worden, dass man ihnen die fremde Herkunft heute kaum noch ansieht.
Die Interaktivität mit anderen Völkern, d.h. der Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen hat im Mittelalter genauso wie heute in der Sprache seinen Niederschlag gefunden, ohne dass in dieser Zeitspanne aus der Aufnahme solcher Wörter eine nennenswerte Problematik entstand. Viele Bezeichnungen und Begriffe stammten damals - v.a. in Verbindung mit dem Rittertum - aus dem Französischen ins Deutsche, wie turnier, visier usw. Erst mit der Entstehung der deutschen Nationalsprache in der Neuzeit entwickelte sich ein Sprachbewusstsein, das den Ausgangspunkt für die Spracherweiterung bildete, woraus dann die kritische oder ablehnende Einstellung zum Fremdwort resultierte. Auch die Sprachpflege (Sprachgesellschaften im 17. Jh., z.B. um Zesen und Schottelius) im 19. und 20. Jahrhundert erschöpfte sich eine Zeitlang in Fremdwortpolemiken und in der Bekämpfung des fremden Wortes. Der Begriff Fremdwort wurde vermutlich von dem Philosophen K. C. F. Krause (1781 -1832) geprägt und durch Jean Paul im "Hesperus" (1819) verbreitet. Der Anteil der Fremdwörter am deutschen Wortschatz ist doch erheblich, was man in Fernsehen, Rundfunk und Presse, den Massenmedien, beobachten kann. Man schätzt, dass auf das gesamte deutsche Vokabular von etwa 400 000 Wörtern rund 100 000 fremde Wörter treffen, d.h., dass auf drei deutsche Wörter ein aus einer fremden Sprache übernommenes kommt. Gerade heute, wo aufgrund moderner Technologien Entfernungen keine Rolle mehr spielen, ist die gegenseitige kulturelle und somit sprachliche Beeinflussung der Völker besonders stark. Somit findet ein Austausch zwischen allen Kultursprachen statt, wenn auch gegenwärtig der Einfluss der Englisch -
Arbeit zitieren:
Kerstin Heyne, 2003, Unterrichtseinheit: Bewusster Umgang mit Fremdwörtern, München, GRIN Verlag GmbH
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