Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung 3
2.Die geografische Lage 6
3.'LHHWKLVFKH+HWHURJHQLWlWXQGGHU%HUJ-Karabach- Konflikt. 7
4.'LH,QWHUHVVHQGHU*UR PlFKWH 9
4.1. Russland 9
4.2. Der Iran 12
4.3. 'LH7 UNHL 15
4.4. Die USA 18
5.Zusammenfassung 21
6.Anhang 23
7.Literaturverzeichnis 24
2
1.Einleitung
(QGH EUDFK PLW GHU 6RZMHWXQLRQ HLQHU GHU PlFKWLJVWHQ 6WDDWen der Welt ]XVDPPHQ ZDV LQ GHQ 6WDDWHQ GHV 6G-Kaukasus eine dramatische Wende KHUEHLIKUWH 0LW QXU JHULQJHQ (UIDKUXQJHQ DOV XQDEKlQJLJH $NWHXUH DXI GHU LQWHUQDWLRQDOHQ %KQH VDKHQ VLFK GLH MXQJHQ 5HSXEOLNHQ PLW YLHOHQ JHZLFKWLJHQ Herausforderungen und Problemen konfrontiert, YHUIJWHQ GDEHL DEHU ZHGHU EHU HLQ VWDELOHVSROLWLVFKHV6\VWHPQRFKEHUDN]HSWDEOHZLUWVFKDIWOLFKH9HUKlOWQLVVH Mit vielen 6FKZLHULJNHLWHQ KDW HLQH 3KDVH GHU 8QDEKlQJLJNHLW DQJHIDQJHQ GLH LQ LKUHU (QWZLFNOXQJ GXUFK VROFKH 3Klnomene wie ReJLPHZHFKVHO %UJHUNULHJH 3UREOHPH EHLP hEHUJDQJ ]XP 0DUNWZLUWVFKDIW DOV DXFK QHXH Great Game GHU :HOWPlFKWH gekennzeichnet wurde.
Heutzutage JHZLQQWGHU6GNDXNDVXVVHLQHVHLW-DKUKXQGHUWYHUORUHQH5ROOHDOV7HLO GHU JHRSROLWLVFKHQ 6SKlUH ]XUFN (U VWHKW SO|tzlich wieder im Mittelpunkt der internationalen Interessen. Diesmal geht es einerseits wieder um Handelswege ± als ein 7HLO GHU 6HLGHQVWUDVVH DQGHUHUVHLWV DEHU KDXSWVlFKOLFK XP GDV (UG|O XQG (UGJDV ,Q diesem Sinne ist die Bedeutung vRQ $VHUEDLGVFKDQ IU GLH :HOWPlFKWH HLQGHXWLJ JHZDFKVHQ ZHLO GLH ZLFKWLJVWHQ (UG|O- und Erdgasquellen sich in diesem Land befinden. Und wenn HLQ VHKU JURHU $QWHLO GHV (UG|OPDUNWHV YRQ
einer³XQ]XYHUOlVVLJHQ³ Staatengruppe wie z.B Golfstaaten beherrscht wird kann die relativ unsichere politische Lage im Golfgebiet jederzeit eine Unterbrechung der (UG|OOLHIHUXQJ EHGHXWHQ 'DYRQ DXVJHJDQJHQ ZLUG $VHUEDLGVFKDQ ± nicht zuletzt auch ZHJHQ VHLQHUVWUDWHJLVFK JQVWLJHQ /DJH DOV .RUULGRU]ZLVFKHQ 2VWen und Westen als YHUOlVVLJH Alternative angesehen.
'LH %HPKXQJHQ H[WHUQHU $NWHXUH XP die Kontrolle LQ .DXNDVXV XQG EHU die Energieressourcen des Kaspischen Raumes zu gewiinen ZHUGHQ DOVHLQ QHXHV Ä*UHDW *DPH³ bezeichnet- ein an den Wettlauf zwischen dem zaristischen Russland,
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*UREULWDQQLHQ und dem Deutschen Reich aus dem 19. Jahrhundert angelehntes Ä6SLHO³ +HLQ] .UDPHU QHQQW HV ÄRQH RI WKH ODVW SOD\JURXQGV RI FODVVLFDO JHRSROLWLFV³ 1 Waren damals Eisenwege von geostrategischem Wert, so sind es heutzutage Pipelines, GLHEHU.RQWUROOHXQG(LQIOXVVHQWVFKHLGHQ 2
Den Wettlauf bestimmen eine Reihe interner und externer Akteure: Russland, die 86$ GLH 7UNHL GHU ,UDQ XQG PXOWLQDWLRQDOH gOILUPHQ, die zu den Global Playern JHK|UHQ und YRQDXHQGLH(QWZLFNOXQJYRQ7UDQVIHUURXWHQJHPlGHQMHZHLOVHLJHQHQ Interessen zu beeinflussen suchen.
)U 5XVVODQG LVW $VHUEDLGVFKDQ ein Tor zum Nahen Osten und zugleich eine Ä6FKXW]ZDQG³ gegen die Ausbreitung GHV ZHVWOLFKHQ XQG WUNLVFKHQ Einflusses an seinen grenzen im 6GHQ :HLWHUKLn will Russland seinen historisch gewachsenen Einfluss in der ganzen Region XQG EH]LHKXQJVZHLVH GLH .RQWUROOH EHU die Energieressourcen am Kaspischen Meer nicht verlieren. Die von US Politikerin 5RVHPDULH )RUV\WKH GLVNXWLHUWH +HUDXVIRUGHUXQJ IU GLH ]XNQftige US-Politik besteht darin, ihre ]XP JU|WHQ 7HLO NRPPHU]LHOOHQ ,QWHUHVVHQ PLW DXHQSROLWLVFKHQ =LHOHQ LQ (LQNODQJ]XEULQJHQGDVKHLWGDVVQHEHQGHU8QWHUVWW]XQJNRPPHU]LHOOHU%HWHiligung von US-Firmen, sowie der Integration von Aserbaidschan in den Weltmarkt und der StreuXQJ GHU (QHUJLHTXHOOHQ XP GHQ %HGDUI DQ (UG|O DXV GHP 3HUVLVFKHQ *ROI ]X entlasten, VLQG GLH (LQGlPPXQJ von Iran, die Integration Russlands und dessen )|UGHUXQJ]XZHLWHUHQ5HIRUPHQGLHIULHGOLFKH%HLOHJXQJUHJLRQDOHU.RQIOLNWH 3 und der Erhalt guter %H]LHKXQJHQ ]XP WUNLVFKHQ 9HUEQGHWHQ von Bedeutung, der wegen seiner kulturellen und JHRJUDILVFKHQ1lKH]X Aserbaidschan IUGLH:HOWPDFKt USA ein wichtiger Partner ist. 4
1 <ulDºooUZo]}vÁ]ZdµlÇvZ]v]v}µv]U]vWolÁ]ooUZ}Xl^ºuU
Michael (Hg.), Allies Divided. Transatlantic Policies for the Greater Middle East, CSIA Studies in International
Security, the MIT Press, Cambridge/Massachusetts, 1997, S. 192. Vgl. ferner Jaffe, Amy Myers/Manning, Robert
XUdZDÇZ}(Z]v^''u_XdZo'}}o]]}(vPÇU]vW^µÀ]ÀoUs}oXðìlE}XðUt]v
1998/99, S. 112-131
2 Larrabee, U.S. and European Policy toward Turkey and Z]v]vU]vWolÁ]ool^ºu~,PXU2004 S. 161.
3 Hier sind v. a. der armenisch-aserbaidschanische Konflikt um Berg-Karabach, der Tschetschenienkonflikt und
]]]ZvuºZµvPvlZ]ZvZP]}v]v'}P]v̵ÁZvvX
4 Forsythe, Rosemarie, The Politics of Oil in the Caucasus and Central Asia, in: Adelphi Paper 300, S. 17 f.
4
'LH 7UNHL XQG GHU ,UDQ VLQG ZLHGHUXP EHVWUHEW GLH QHXH KLstorische Chance zu QXW]HQ XQG LKUHQ HLJHQHQ 0DFKWEHUHLFK LQ GHU 5HJLRQ DXV]XGHKQHQ 0LW 5FNVLFKW darauf, dass das Kaspische Meer keinen Zugang zum Weltmeer hat kann man verstehen dass zwischen allen diesen Akteuren eine regelrechte Konkurrenz um die bestHQ7UDQVSRUWRSWLRQHQIUGDVDVHUEDLGVFKDQLVFKHgOXQG*DV entsteht. So versucht Russland sich sein bisheriges Transportmonopol zu sichern, dagegen versuchen die 7UNHL XQG 86$ HLQHUVHLWV XQG der Iran andererseits dieses zu brechen und eigenen Einfluss in GLHVHP *HELHW ]X VWlUNHQ So kann man daraus schliessen dass die Interssen in der ganzen Region einen antagonistischen Charakter haben. So entstehen in diesem ÄGreat Game³ zwei geostrategische Achsen - eine West-Ost Achse Ä:DVKLQJWRQ- Ankara - Baku-7LIOLV³ und eine Nord-6G $FKVH Ä0RVNDX - Yerewan- 7HKHUDQ³
Neben den multilateralen Aspekten spielen auch die internen politischen, ZLUWVFKDIWOLFKHQXQGVR]LDOHQ%HGLQJXQJHQ5ROOHIUGLH(QWZLFNOXQJ$VHUEDLGVFKDQV Als Hauptproblem der Entwicklung der Staatlichkeit wird die Tatsache gesehen, dass das Land sich seit 1988 in einem Kriegszustand mit dem Nachbarland Armenien befindet, Der Krieg dauerte bis 1994 und ist seitdem nur durch einen Waffenstillstand DXVJHVHW]W(LQQHXHU$XVEUXFKGHV.ULHJHVN|QQWHDOOHELVKHULJHQ|NRQRPLVFKHQXQG SROLWLVFKHQ )RUWVFKULWWH UFNJlQJLJ PDFKHQ 'DUEHU KLQDXV gibt es eine Reihe von Problemen im Bereich der Demokratisierung, Menschenrechte u.s.w. die die Transformation von einem postsowjetischen Staat in einen modernen und auf den westlichen Werten basierendes System lXHUVWerschweren.
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die geopolitische Situation in Aserbaidschan nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eingehend zu untersuchen und sie P|JOLFKVWGHXWOLFKGDU]XVWHOOHQ sowie und GLH]XNQIWLJH5ROOH$VHUEDLGVFKDQVLQGHULQ der politischen Konjunktur der Region zu bewerten.
5
=XU 0HWKRGLN GLHVHU $UEHLW VHL ]X HUZlKQHQ, dass sie einerseits auf die eigenen Untersuchungen von Autor und andererseits auf die Analyse der aktueOOHQ /LWHUDWXU EHU die in der Arbeit angesprochenen Themenbereiche basiert.
2.Die geografische Lage
'LH NDXNDVLVFKH 5HJLRQ LVW GHU ZHVWOLFKH $EVFKQLWW GHV JU|HUHQ NDVSLVFKHQ 5DXPV, der im letzten Jahrzehnt dank umfangreichen (QHUJLHODJHUVWlWWHQ XQG 3Lpelineprojekte $NWXDOLWlW erlangte. Deswegen wurden die politisch-|NRQRPLVFKHn Rahmenbedingungen der regionalen Konflikte im geopolitischen Kontext des so genannten neuen Great Game gesucht, das eine Konkurrenz zwischen Russland, den USA und der regionalen 0lFKWHQ± 7UNHLXQG,UDQ- um wirtschaftlichen und strategischen Einfluss in diesem Raum darstellt. 5 Der Ausbruch und die Eskalation der meisten lokalen Konflikte stehen allerdings im =XVDPPHQKDQJPLWGLHVHPJHRSROLWLVFKHQE]ZJHR|NRQRPLVFKHQ.RQWH[W'er Zerfall der VRZMHWLVFKHQ =HQWUDOJHZDOW VFKXI $QUHL]H XQG *HOHJHQKHLWHQ IU HLQH HWKQR-politischen Mobilisierung. In dieser Phase spielten in Aserbaidschan die ethno-politischen und geografischen Belange eine zentrale Rolle.
'LH 9LHOIlOWLJNHLW YRQ $VHUbaidschan sowie seines Volkes OlVVW sich geografisch, politisch und historish schwierig definieren *HRJUDILVFK EHWUDFKWHW JHK|UW $VHUEDLGVFKDQ zu Asien, da die Trennlinie zwiVFKHQ (XURSD XQG $VLHQ Q|UGOLFK GHV .DXNDVXV YHUOlXIW Aserbaidschan wird politisch jedoch in der Regel zuP(XURSDJH]lKOW. GU|WHQWHLOV JHK|UW das Gebiet des heutigen Aserbaidschans (das in der Antike Albanien genannt wurde) dem transkaukasischen Nachfolgestaat der 1991 untergegangen Sowjetunion. Ein Teil von Aserbaidshan ist eine Provinz in Iran. In der griechisch-U|PLVFKHQ$QWLNHZXUGHGLH5HJLRQ GHV .DXNDVXV =LVNDXNDVLHQ Ä/DQG GLHVVHLWV GHV .DXNDVXV³ JHQDQQW IU 5XVVODQG ZDU es jedoch immer der Transkaukasus. Es kommt scheinbar auf den politischen Standpunkt an ob Aserbaidschan dem Transkaukasus oder der Kaukasus-Region anJHK|UW Richtige
5 s]lvUZ]vW^]o]}(Zv]}v(o]vK]oW}i]vZµµ_W^/^K]}voWE}íXl
1997.
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Bezeichnung ZlUH Ä6GOLFKHU .DXNDVXV³ , obwohl ÄTranskaukasus³ DOOJHPHLQ EOLFK geblieben ist.
Die aserbaidschanische Politik wird stark von der geografischen Lage beeinflusst. Durch die ÄpoliWLVFKH gIIQXQJ³ $VHUEDLGVFKDQV XQG GLH GDUDXV UHVXOWLHUHQGHQ 9HUlQGHUXQJHQ LQ der Innen- $XHQ- und Wirtschaftspolitik ergeben VLFK QHXH 0|JOLFKNHLWHQ IU GHQ Ausbau der Infrastruktur. )UGLHDXVOlQGLFKHQ8QWHUQHKPHQPDFKen diese Reformen jetzt profitabel PLW$VHUEDLGVFKDQ*HVFKlIWDE]XVFKOLHHQ'DVPDJGDUDXIKLQZHLVHQGDVVGLH geografischen Betrachtungen IU GLH Dserbaidschanische Wirtschaft in Bezug auf Transportrouten durchaus bedeutsam sind. Die geopolitischen und geografischen
Gegebenheiten AsHUEDLGVFKDQVKDEHQVLFKLQGHQOHW]WHQ-DKUKXQGHUWHQZHQLJYHUlQGHUW Isolation durch Hochgebirge, der Zugang zum offenen Meer fehlt, die Region ist tektonisch LQVWDELOGDV/DQGLVWHLQJHVFKORVVHQYRQPlFKWLJHQ1DFKEDUQZLH5XVVODQG,UDQXQGGHU 7UNHL die als historischen Rivalen Aserbaidschan als Pufferzone zwischen dem Christentum und dem muslimischen Mittleren Osten betrachten. Trotz seiner geringen )OlFKHLVWGLH.DXNDVXV- Region extrem EXQWXQGYLHOIlOWLJ. Mit dem Zerfall der Sowjetunion ist der TUDQVNDXNDVXV HLQ 0LURNRVPRV IU DOOH 5HOLJL|VHQ HWKQLVFKHQ XQG SROLWLVFK|NRQRPLVFKHQ 6SDQQXQJHQ .RQIOLNWH XQG :LGHUVSUFKH GHV IUKHUHQ Imperiums geworden. Die seit $XJXVW XQDEKlQJLJH $VHUEDLGVFKDQLVFKH 5HSXEOLN PLW GHU Hauptstadt Baku, die an GHU.VWH GHV .DVSLVFKHQ 0HHUHV OLHJW JUHQ]W LP 1RUG-Westen DQ*HRUJLHQLP1RUGHQDQGLH5XVVLVFKH)|GHUDWLRQLP2VWHQDQGDV.DVSLVFKH0HHULP 6GHQDQ,UDQXQGGLH7UNHLVRZLHLP:HVWHQDQ$UPHQLHQ
3.'LHHWKQLVFKH+HWHURJHQLWlWXQGGHU%HUJ-Karabach Konflikt
Seit 1988 befindet sich Aserbaidschan in einem DQVFKHLQHQG XQO|VEDUHQ ethinschen Konflikt mit Armenien- der Karabach ± Konflikt, der von der Regierung in Russland PDQLSXOLHUWZXUGHGLHHUQHXWYHUVXFKWHVLFKHLQH(LQIOXVVVSKlUH]XVFKDIIHQ. 'HU .RQIOLNW UXKWH ZlKUHQ GHU 6RZMHWKHUUVFKDIW XQG EUDFK LP )HEUXDU HUQHXHUW aus. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat sich der Konflikt internationalisiert. 8P GHQ .RQIOLNW ]X O|VHQ ZXUGH LP 0lU] GLH sogennante Ä0LQVN *UXSSH³ GHU
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Arbeit zitieren:
Anar Nadschafov, 2007, Der Untergang der Sowjetunion und seine Folgen - Im Fokus: Aserbaidschan, München, GRIN Verlag GmbH
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