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Der Zypernkonflikt - Eine Analyse

Title: Der Zypernkonflikt - Eine Analyse

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Schoener (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Die Situation in Zypern offenbart sich somit als ein Konglomerat von Konfliktherden. Dies soll zum Anlass genommen werden, den Zypernkonflikt in der vorliegenden Arbeit näher zu beleuchten. Dabei wird zunächst etymologisch auf den Begriff des ‚Konfliktes’ eingegangen, ehe die sozialwissenschaftliche Definition eben dieses der Arbeit zugrundegelegten Terminus aufgeführt, dabei Bezug zu weiteren Konfliktformen und schließlich der Theorie des Neoinstitutionalismus mit seinem vorherrschenden Konfliktverständnis, genommen wird. Weiterhin wird die Konfliktursache beschrieben und hauptsächlich auf die politischen, aber auch die historischen Gründe für den Konflikt eingegangen. Der eigentliche Konfliktgegenstand soll schließlich charakterisiert werden, indem weiter die intern wie extern beteiligten Parteien ihre Erwähnung finden. Die Arbeit schließt mit der Vorstellung institutioneller Lösungsstrategien. Auf diese Weise wird sich letztlich das Ausmaß des Zypernkonfliktes genauer erschließen lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Konflikt: etymologisch

2.2 Konflikt: sozialwissenschaftlich

2.2.1 Formen und Funktion von Konflikten

2.2.2 neoinstitutionalistische Konflikttheorie

2.3 Historische Hinführung

2.4 Konfliktursache

2.5 Konfliktgegenstand

2.6 institutionelle Lösungsstrategien

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Zypernkonflikt unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen des Konfliktbegriffs sowie neoinstitutionalistischer Perspektiven, um das komplexe Zusammenspiel historischer und politischer Ursachen sowie die Rolle internationaler Akteure zu beleuchten.

  • Etymologische und sozialwissenschaftliche Fundierung des Konfliktbegriffs
  • Analyse der neoinstitutionalistischen Theorie in Bezug auf Konfliktlösungen
  • Historische Einflüsse und Siedlungsgeschichte als Basis für heutige Spannungen
  • Untersuchung der strukturellen Ursachen und des Konfliktgegenstands seit 1960
  • Evaluierung institutioneller Lösungsstrategien durch internationale Organisationen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Formen und Funktion von Konflikten:

Konflikte „sind unvereinbare Positions- bzw. Interessendifferenzen zwischen mindestens zwei Akteuren“, wobei „der Begriff >Konflikt< [...] kein Verhalten von Akteuren, sondern eine Interessenkonstellation zwischen Akteuren“ bezeichnet. Die große unterschiedliche Vielfalt an Konfliktverständnissen führt zu einer Fülle entsprechender Lösungsstrategien. Aufgrund der differierenden Systeme in denen sie existent sind, lassen sich Konflikte systemübergreifend zunächst allgemein in „gegenständliche und nichtgegenständliche“ Konflikte unterscheiden. Diese Differenzierung Meyers ist gleichbedeutend mit der von Lewis Coser aufgestellten Terminologie des „echten“ bzw. „unechten“ Konfliktes. In beiden Fällen wird die Frage nach „Anlass und Funktion“ gestellt. Beim gegenständlichen Konflikt wird der Anlass definiert als ein „Zusammenprall von Individuen bei der Verfolgung von Zielen, Ansprüchen und erwarteten Gewinnen“, funktionell gesehen also der Konflikt als Mittel zum Zweck, wohingegen man beim nichtgegenständlichen Konflikt einen wirklichen Anlass sucht, da er schlicht „einen Ausdruck aggressiver Impulse“ darstellt. Dieser ist in seiner Funktion nicht auf ein Ziel ausgerichtet, sondern dient vielmehr als Spannungs- bzw. Aggressionsabbau, wobei „Konflikt und Konfliktparteien [...] beliebig“ sind. Bei der Bearbeitung des vorliegenden Themas ist nur eine Berücksichtigung der erstgenannten Konfliktart förderlich, da der Konflikt in der Zypernproblematik durchaus das Mittel zur Durchsetzung der eigenen Ziele der jeweilig involvierten Parteien darstellt. Insgesamt reicht das Empfinden der Funktion von Konflikten in sozialwissenschaftlichen Theorien von negativen, als Bedrohung der

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Komplexität Zyperns ein und skizziert den Aufbau der Analyse, die den Konflikt ausgehend von soziologischen Begriffsbestimmungen beleuchtet.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine historische Herleitung der Konfliktursachen sowie eine spezifische Untersuchung der institutionellen Lösungsversuche.

3. Schluss: Das Fazit fasst den Zypernkonflikt als gegenständlichen Konflikt zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten unter Einbeziehung des EU-Beitritts der Türkei sowie der anhaltenden Rolle internationaler Vermittler.

Schlüsselwörter

Zypernkonflikt, Konflikttheorie, Neoinstitutionalismus, Enosis, Taksim, Vereinte Nationen, UNIFICYP, Konfliktursache, Interessendifferenzen, Republik Zypern, Nordzypern, institutionelle Lösungsstrategien, ethnische Minderheiten, internationale Organisationen, green-line.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zypernkonflikt als ein komplexes Konglomerat politischer und historischer Spannungen und analysiert ihn mithilfe sozialwissenschaftlicher Konflikttheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die theoretische Definition von Konflikten, die historische Siedlungsgeschichte Zyperns, die Rolle der Verfassung von 1960 sowie der Einfluss internationaler Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Ausmaß des Zypernkonflikts durch die Anwendung neoinstitutionalistischer Ansätze und eine detaillierte Analyse der Konfliktursachen und -gegenstände tiefergehend zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch geleitete Analyse, die Begriffsdefinitionen aus der Friedens- und Konfliktforschung mit der historischen Entwicklung des Inselkonflikts verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst etymologische und sozialwissenschaftliche Grundlagen von Konflikten, die Historie der Insel, die Ursachen der verfassungsrechtlichen Krise ab 1960 sowie institutionelle Lösungsversuche.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Konfliktgegenstand, Garantiemächte, Institutionen, Enosis, Taksim, Souveränität und internationale Vermittlung.

Welche Rolle spielte die Verfassung von 1960 für den Konflikt?

Die Verfassung von 1960 wird als oktroyiertes Dokument beschrieben, das die divergierenden Interessen von Zyperngriechen (Enosis) und Zyperntürken (Taksim) nicht vereinen konnte und somit zur Stagnation des Staates beitrug.

Warum wird der Neoinstitutionalismus als Theorieansatz gewählt?

Dieser Ansatz wird als besonders geeignet erachtet, da er die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Akteuren durch internationale Institutionen untersucht, was für die Analyse der UNO-Vermittlungen im Zypernkonflikt zentral ist.

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Details

Title
Der Zypernkonflikt - Eine Analyse
College
University of Mannheim
Course
Einführung in die Internationalen Beziehungen als akademische Disziplin
Grade
1,7
Author
Sebastian Schoener (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V117685
ISBN (eBook)
9783640200597
Language
German
Tags
Zypernkonflikt Analyse Beziehungen Zypern Internationale Griechenland Türkei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schoener (Author), 2005, Der Zypernkonflikt - Eine Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117685
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