Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
2 Handel mit Stiller Software und seine rechtliche Grundlage 2
2.1 Von der genutzten Software-Lizenz zur Stillen Software 2
2.2 Entwicklung des Gebrauchtsoftwaremarktes 2
2.3 Der Erschöpfungsgrundsatz im Urheberrechtsgesetz 3
3 Gerichtliche Entscheidungen 4
3.1 Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2000 4
3.2 Klage Oracle gegen Usedsoft 5
3.3 Klage eines Fachhändlers gegen Usedsoft 6
4 Aspekte des Einsatzes Stiller Software 7
4.1 Risiken für Käufer und Verkäufer Stiller Software 7
4.2 Nutzenpotentiale durch gebrauchte Software für Käufer und
Verkäufer 8
4.3 Bedeutung des Handels mit stiller Software für Softwarehersteller
11
Literaturverzeichnis 14
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1: Umfrageergebnis Gebrauchte Software Lizenzen
Quelle: www experton-group de (20 07 2007) 11
IV
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft
C’t Magazin für Computertechnik
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
IKB Deutsche Industriebank AG (Industriekreditbank AG)
OEM Original Equipment Manufacturer
UrhG Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
U-S-C Universal Software Center
ZUM Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht
1
1 Einleitung
Kaum ein Unternehmen kommt heutzutage ohne den Einsatz von Software aus. Da- bei handelt es sich in erster Linie um den Einsatz von Software-Lizenzen. Ein Unter- nehmen erwirbt folglich nicht die Software als solche, sondern lediglich die Nutzungs- rechte an dieser (vgl. Splittgerber/Schröder, 2005, S. 6) – beispielsweise durch den Kauf eines Programms auf einer CD oder durch das Herunterladen aus dem Internet. Software kommt in den verschiedensten Bereichen eines Unternehmens zum Ein- satz: Sei es die tägliche Nutzung von Textverarbeitungssoftware, die Notwendigkeit eines Betriebssystems oder die softwaregesteuerte Lagerverwaltung. Ein Unterneh- men benötigt jedoch in der Regel nicht nur eine Lizenz pro Software, sondern eine Lizenz für jeden Rechner, an dem die Software eingesetzt wird. Dementsprechend summieren sich die Kosten, die für die Nutzung einer Software entstehen.
Eine Möglichkeit zur Kostensenkung ist der Einsatz gebrauchter Software-Lizenzen. Seit rund sieben Jahren gibt es Händler, die ausschließlich gebrauchte Software- Lizenzen vertreiben, das heißt Lizenzen, die nach dem Verkauf des Herstellers an einen Kunden von diesem genutzt wurden und anschließend weiterveräußert wer- den. Die Händler kaufen Lizenzen in großen Mengen aus Konkursmassen oder von Unternehmen, bei denen ungenutzte Software-Lizenzen existieren – beispielsweise aufgrund von Personalentlassungen oder Firmenumstrukturierungen (vgl. Eisele, F., 01.10.2007, http://www.it-business.de) Software unterliegt jedoch dem Urheberrecht, womit es sich um ein geschütztes Werk handelt. Laut Gesetzgeber hat damit prinzipiell der Urheber, also der Software- hersteller oder der Programmierer, das Recht, die Verbreitung seiner Werke zu kon- trollieren. Damit stellt sich die Frage, ob ein Softwarenutzer rechtlich seine Software- lizenz veräußern darf, beziehungsweise ob der Einsatz gebrauchter Lizenzen legitim ist (vgl. Reppesgaard, L. in Wirtschaftswoche, 2007, S. 110).
Diese Hausarbeit soll dem Leser einen Überblick über die Entwicklung und die recht- liche Situation des Gebraucht-Softwaremarktes geben. Darüber hinaus werden die Nutzenpotentiale und Risiken des Einsatzes und des Handels gebrauchter Software- Lizenzen erläutert und analysiert.
2
2 Handel mit „Stiller Software“ und seine rechtliche Grundlage
2.1 Von der genutzten Software-Lizenz zur „Stillen Software“
Im Jahr 2004 existierten in deutschen Unternehmen einer Berechnung der Meta Group zufolge ungenutzte Softwarelizenzen im Wert von 250 Mio. Euro. 38% der Softwareausgaben weltweit entfielen auf Software, die nicht genutzt wird (vgl. Sohn, G., 28.09.2007, http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=040827005). Der Geschäfts- führer des Aachener Softwarehändlers Susensoftware GmbH, Axel Susen, bezeich- net diese Lizenzen als „Stille Software“, womit Softwarelizenzen gemeint sind, die nachdem sie in der Bilanz abgeschrieben worden sind nicht mehr genutzt werden (vgl. o. V., 28.09.2007, http://www.susensoftware.de/hintergrund/was-ist-stille- software.php). Die Bezeichnung „Stille Software“ ist abgeleitet aus dem Begriff „Stille Reserven“, beziehungsweise „Stille Rücklagen“. Damit werden Teile des Eigenkapi- tals eines Unternehmens bezeichnet, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind (vgl. Jung, 2004, S.1021).
Die Gründe für die hohe Anzahl an nicht benötigten Softwarelizenzen sind zahlreich. Dazu zählen Insolvenzen von Unternehmen, Mitarbeiterentlassungen, Umstrukturie- rungen, abgeschlossene Firmenprojekte oder Systemumstellungen. Durch den Ver- kauf dieser Lizenzen wird „Stille Software“ wieder zu liquiden Mitteln.
2.2 Entwicklung des Gebrauchtsoftwaremarktes
Nicht nur die Unternehmen, die ungenutzte Software-Lizenzen besitzen, können Ka- pital aus „Stiller Software“ schlagen. Einige Softwarehändler haben sich auf den Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen spezialisiert. Zu den bekanntesten Händ- lern gehören die usedSoft AG in München, die Susensoftware GmbH in Aachen, 2nd Soft in Aachen, U-S-C in München und die Preo Software AG in Hamburg. Analysten der Experton Group schätzen das Volumen des Gebrauchtsoftwaremarktes auf ca.
30 Mio. Euro, was ungefähr 2,5% des gesamten Softwaremarktes entspricht (vgl. o.
V., 28.09.2007, http://www.experton-group.de).
Axel Oppermann von der Experton Group kommt zu dem Ergebnis, dass der Markt für gebrauchte Software ein großes Potential aufweist, derzeit jedoch noch recht um- satzschwach ist. Weiterhin beschreibt er, dass sich immer mehr Unternehmen über gebrauchte Software informieren. Laut einer Analyse, in der Nutzer gebrauchter Li- zenzen befragt wurden, steht für die Unternehmen in erster Hinsicht die Möglichkeit
Quote paper:
Rebecca Baedorf, 2007, Einsatz gebrauchter Softwarelizenzen "Stille Software", Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
E-Recruiting: Grundlagen, Instrumente und Prozesse
Business economics - Personnel and Organisation
Scholarly Research Paper, 29 Pages
Anforderungen an die Implementierung eines E-Recruitings
Business economics - Personnel and Organisation
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Aktuelle Bedeutung des Electronic Recruiting im Rahmen der externen Pe...
Business economics - Personnel and Organisation
Scholarly Research Paper, 34 Pages
Zulässigkeit und Grenzen des Handels mit "gebrauchter" Softw...
Law - Media, Multimedia Law, Copyright
Scholary Paper (Seminar), 24 Pages
Management von Softwarelizenzen
Computer Science - Commercial Information Technology
Scholary Paper (Seminar), 39 Pages
Evaluierung des Content Management Systems eZ Publish
Dokumentation für das Fach „Co...
Computer Science - Internet, New Technologies
Termpaper, 91 Pages
Wahlkampfkommunikation im Überblick
Politics - Political Systems - Germany
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 35 Pages
Arbeitsschutz und Unfallverhütung - Gesetzliche Unfallversicherung und...
Scholary Paper (Seminar), 17 Pages
Effektiver Wahlkampf - Welche Informationen welchen Wähler erreichen
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 22 Pages
Der Reclam-Verlag Leipzig 1945-1989. Entwicklung und Programm
Library Science, Information- / Documentation Science
Termpaper, 23 Pages
Die Anwendung des 'Vier-Seiten-Modells' nach Schulz von Thun i...
Pedagogy - Science, Theory, Anthropology
Termpaper, 24 Pages
Aufwendungen zur Implementierung von Software und deren steuerliche Be...
Business economics - Accounting and Taxes
Scholary Paper (Seminar), 27 Pages
Rebecca Baedorf's text Einsatz gebrauchter Softwarelizenzen "Stille Software" is now available as a printed book
Rebecca Baedorf has published the text Einsatz gebrauchter Softwarelizenzen "Stille Software"
Rebecca Baedorf has uploaded a new text
Einsatz gebrauchter Komponenten in neuen Produkten der Elektrotechnik
nach DIN EN 62309 (VDE 0050): ...
Fevzi Belli, Jan Bohnstedt, Ferdinand Quella
Stille - So einfach geht das! 30 praktische Übungen zum Einsatz des Kl...
19 praktische Übungen zum Eins...
Junto A Aguas de Reposo, Volumen 2: 366 Meditaciones Diarias Con Plan ...
Renato Michel Ochoa
0 comments