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Inhalt
1 Einleitung 3
2 Begriffserläuterung 4
3 Grammatische Charakteristika 6
3.1 Stellungsverhalten 6
3.2 Negation und Antworten auf Fragen 8
3.3 Akzentuierung 9
4 Funktionen 10
5 Vorkommen 11
6 Pragmatische Wirkung 15
6.1 Der Aussage-Modus 15
6.2 Der Frage-Modus 16
6.2.1 tendenziöse Fragen 16
6.2.2 Ergänzungsfrage-Modus 17
6.2.3 Entscheidungsfrage-Modus 17
6.3 Der Aufforderungs-Modus 18
6.4 Der Wunsch-Modus 18
6.5 Der Heische- Modus 19
6.6 Der Exklamativ- Modus 19
7 Schlussbemerkung 20
8 Literaturverzeichnis 21
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1 Einleitung
In der folgenden Arbeit sind die deutschen Abtönungspartikeln dargestellt. Es werden die typischen grammatischen Charakteristika untersucht und es wird auf die Bedeutung und Funktionen dieser Subklasse von Partikeln eingegangen. Abtönungspartikeln, welche an ihrem Ende mit einem * versehen sind, sollen als betont verstanden werden und ist nicht zu verwechseln mit einem * vor einem Satz oder Ausdruck, welcher bekanntlich das Angegebene als ungrammatikalisch kennzeichnet.
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2 Begriffserläuterung
Der Begriff Partikel entwickelte sich aus dem Lateinischen partikula, was die Diminutivform von pars ist und im Deutschen Teil bzw. Teilchen bedeutet. In der Physik gibt es den Begriff das Partikel und bildet den Plural die Partikel oder die Partikeln und ist der Terminus für Elementarteilchen. Der Begriff Partikel wird in der Sprachwissenschaft im Singular mit femininem Artikel gebildet und bildet den Plural ausschließlich auf –n. Die Artikel und der Plural sind zwar unterschiedlich, aber die ursprüngliche Bedeutung des Teilchens ist sowohl in der Physik als auch in der Sprachwissenschaft enthalten.
In der Tat zeichnen sich die Partikeln durch ihre Kürze aus. Auch findet man unter den sprachwissenschaftlichen Begriff Partikel, die Definition „unveränderliches Redeteilchen“ (Duden, 1998, S. 377). Unveränderlich bedeutet in diesem Fall, dass sie nicht deklinier-, konjugier oder komparierbar sind. Bezüglich ihres Gebrauchs sind aber in der Sprachgeschichte bereits Änderungen aufgetreten.
Der Terminus Abtönungspartikeln stammt aus eigener Aussage von Weydt und sind Ausdrücke wie beispielsweise etwa, doch, bloß/nur, ja. (Hentschel und Weydt,1990,S. 280) Dieser Begriff impliziert, dass mittels dieser Partikeln etwas abgetönt wird. Die Abtönungspartikeln werden dazu gebraucht, einer Äußerung eine bestimmte Färbung zu geben. Hierbei ist der Terminus abtönen möglicherweise etwas ungünstig gewählt, da man mit Abtönungspartikeln das Diktum auch bekräftigen kann. Zifonun schlägt daher den Begriff Tönungspartikel (Zifonun, 1997, S. 905) vor, welcher etwas neutraler ist. Abtönungspartikeln werden auch als Modalpartikeln, Einstellungspartikeln, Flick-, Füll-, und Würzwörter bezeichnet. Der unterschiedlichen Namensgebung liegen auch verschiedene Definitionen zugrunde. Bis in die 1960iger Jahren wurden Abtönungspartikeln fast ausschließlich als Flick- und Füllwörter betrachtet. Sie wurden in der älteren Stilistik negativ bewertet. Aber vereinzelt wurden weitere Funktionen schon erahnt, wie man bei Abhandlungen von Georg von der Gabelentz aus dem Jahre 1891 erkennen kann (Weydt, 1977, S. 11). Gabelentz stellt fest, dass die Abtönungspartikeln nicht nur zum Ausfüllen genutzt werden, sondern dass diese auch dem objektiven Inhalt der Rede etwas Seelisches einhauchen (vgl. Weydt, 1977, S. 11). Er begreift, dass die Abtönungspartikeln auf der Intentionsebene funktionieren. Der Terminus Würzwörter bewertet die
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Abtönungspartikeln auch schon positiver, da durch den metaphorischen Gebrauch des Wortes Würzen impliziert wird, dass ein Satz, oder eine Rede mit Würzwörtern stilistisch etwas besser ist als ohne, eben wie bei einem kulinarischen Gericht. Die Begriffe Modalpartikeln und Einstellungspartikeln weisen schon recht deutlich auf deren Funktion hin, wobei man die Modalpartikeln aufgrund der Namensgebung auch leicht mit den Modalwörtern verwechseln kann, gerade weil sie auch ähnliche Eigenschaften haben.
Der Terminus Einstellungspartikeln deutet darauf hin, dass sie sich auf die Einstellung beziehen, wobei unklar ist auf wessen, also auf Sprecher –oder Rezipienteneinstellung. Außerdem werden die vielfältigen Funktionen der Abtönungspartikeln durch diesen Terminus eingeschränkt.
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3 Grammatische Charakteristika
Den Abtönungspartikeln spricht man in der Regel folgende grammatische Eigenschaften zu. Sie sind nicht vorfeldfähig, sie sind nicht negierbar, sie können nicht als Antworten auf Fragen fungieren, sie sind meist unbetont und können nicht koordiniert werden (vgl. Römer, 2006, S. 164) Im Folgenden möchte ich diese Charakteristika näher erläutern.
3.1 Stellungsverhalten
Nach Helbig und Buscha (vgl. 1991, S. 420) sind Abtönungspartikeln keine selbständigen Satzglieder, daher sind sie nicht erststellenfähig und aufgrund dessen können sie die Position vor dem finiten Verb nicht allein einnehmen. Dieser Umstand führt auch dazu, dass sie nicht auf Fragen antworten können. Sie stellen aber fest, dass es eine Gruppe von Abtönungspartikeln im weiten Sinne gibt, die erstellenfähig sind und auch nicht in eine andere Wortklasse als homonyme Formen übergehen. Es werden hierzu die Wörter allerdings, immerhin, eigentlich, jedenfalls und überhaupt als Beispiele angeführt. Als Beweise fungieren bei ihnen folgende Sätze:
1(a) Er hat immerhin die Prüfung bestanden.
1(b) Immerhin hat er die Prüfung bestanden. (Helbig und Buscha, 2001, S. 422)
Es gibt sicherlich Überschneidungen in den Eigenschaften verschiedener Wortarten. Daher sollte man bei Wortarten, die sich sehr ähneln zumindest eine Eigenschaft als die distinguierende festhalten und nicht konstatieren, dass es auch eine weite Gruppe gibt, welche dann doch andere Eigenschaften hat. Nach Römer beispielsweise ist das Wort immerhin in (b) keine Abtönungspartikel, sondern ein Satzadverb, welches sich gerade in der Fähigkeit zur Selbständigkeit von den Abtönungspartikeln unterscheidet.
Abtönungspartikeln können also nicht allein im Vorfeld oder Nachfeld stehen, sie sind demnach reine Mittelfeldeinheiten, in diesem aber relativ frei verteilbar (vgl. Hentschel und Weydt, 1990, S.318).
Quote paper:
Studentin Karin Schwiegerr, 2008, Die Abtönungspartikeln der deutschen Sprache, Munich, GRIN Publishing GmbH
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