2 / 15
I n n h h a a l l t t s s v v e e r r z z e e i i c c h h n n i i s s I
1. EINLEITUNG 3
2. POPULÄRWISSENSCHAFTLICHE ANSÄTZE ZU
SCHNELLLESETECHNIKEN 4
3. THEORETISCHE VERTIEFUNG 6
3.1 Okulomotorik 6
3.2 Lokale Prozesse. 7
3.3 Wort- und Satzebene 7
3.4 Globale Textebene 9
4. PRAXIS: SCHNELLLESEN IM SCHULUNTERRICHT 11
4.1 Literaturdidaktischer Einstieg 11
4.2 Konzentration 12
4.3 Motivation 13
5. FAZIT. 14
6. LITERATURVERZEICHNIS 15
3 / 15
1 . . E i i n n l l e e i i t t u u n n g g 1 E
Im oft zitierten „medialen Zeitalter“ gibt es zahlreiche Alternativen zur klassischen Informationsbeschaffung „Lesen“. Zwar lesen Jugendliche, vor allem Mädchen, bis zu einem pubertären Alter in hohem Maße, aber auch aufgrund der Tatsache, dass neben der Konkurrenz vieler anderer Medien die Schülerinnen und Schüler (SuS) scheinbar negative Erfahrungen mit der Textlektüre im Schulunterricht machen, entwickeln längst nicht alle SuS ein lebenslanges Lesevergnügen. 1 Dennoch ist das Lesen für ein mündiges Leben in der Gesellschaft nötig.
Neben zahlreichen anderen Ansätzen stellt sich die Frage, ob die Kunst des Schnelllesens eine Möglichkeit bietet, den SuS zum einen eine Fähigkeit näher zu bringen, die ein zügiges Verständnis von Texten ermöglicht und zum anderen dadurch auch die „Lust zu lesen“ zu steigern imstande ist.
In dieser Arbeit werden Ansätze zur Erlernung des Schnelllesens und -verstehens diskutiert und mit Erkenntnissen der aktuellen Forschungsliteratur verglichen, um schließlich zu überprüfen, ob Thematisierung und Erlernung dieser Techniken im Schulgebrauch sinnvoll sind.
1 vgl. Dehn, Mechthild / Payrhuber, Franz-Josef / Schulz, Gudrun / Spinner, Kaspar H.: Lesesozialisation,
Literaturunterricht und Leseförderung in der Schule. In: Franzmann, Bodo u. a. (Hrsg.): Handbuch Lesen.
München 1999. Seite 590-592.
4 / 15
Befragt man Suchmaschinen im Internet zum Thema Schnelllesen, wird die Fülle von Seminaren und Büchern schnell unüberschaubar. Dies hat vor allem damit zu tun, dass dem Kunden vermittelt wird, man könne mit Leichtigkeit seine eigene Lesegeschwindigkeit - und demnach die Anzahl der Texte, die man in einem gewissen Zeitraum lesen kann - mit steigendem Textverständnis vervielfachen. Exemplarisch wird hier die Methodik aufgezeigt, mit Hilfe derer der Psychologe Tony Buzan 2 dem Leser verspricht, Lesegeschwindigkeit und -verständnis erheblich zu steigern. 3
Das Buch an sich ist als Seminar in vorher definiertem Zeitraum konzipiert. Der Leser hat die Möglichkeit, nach jeder neu erlernten Methode seine Lesegeschwindigkeit und sein Textverständnis zu testen, woraus der Leistungszuwachs deutlich werden soll.
Nach einem ersten Geschwindigkeits- und Verständnistest, der die gegenwärtige Situation des Lesers veranschaulicht, befasst sich Buzan mit den neuronalen Möglichkeiten des Sehorgans. Hierbei wird besonderer Wert auf die bewusste Konzentration und Steuerung der Augen durch Unterstützung von Lesehilfen (z. B. Stift als Hilfe zur Steuerung der Augen) gelegt. Der Leser soll bei dieser Technik den Text nicht „überfliegen“, sondern vielmehr versuchen sämtliche Informationen des Textes aufzunehmen. Dies bedeutet, dass das Sehfeld der einzelnen Fixationspunkte so erweitert wird, dass mit jeder Augenbewegung eine höhere Anzahl von Wörtern wahrgenommen werden kann. Das Auge sei auch problemlos zu dieser Sehfelderweiterung imstande, da neurobiologische Voraussetzungen schon durch einfache Tests der okulomotorischen Fähigkeiten zu identifizieren seien. 4 Im nächsten Schritt werden Konzentrationsprobleme, die während des Leseprozesses bei einem Großteil der Gesellschaft auftreten, behandelt. Besonders ablenkende äußere Einflüsse, fehlende Motivation und mangelndes Interesse am zu lesenden Stoff seien die Hauptgründe für Konzentrationsschwächen während der Lesezeit. 5
2 Tony Buzan ist US-amerikanischer Psychologe und u. a. als Erfinder der “Mind Maps” bekannt.
3 vgl. Buzan, Tony: Speed Reading. Schneller lesen. Mehr verstehen. Mehr behalten. 3. Auflage. München 2000.
4 vgl. Buzan, S. 65f.
5 vgl. Buzan, S. 198f.
5 / 15
Schließlich werden Techniken vorgestellt, durch die strukturiertes Lesen, beispielsweise durch Verschaffen eines Überblicks über den zu lesenden Text schon vor dem eigentlichen Beginn des Lesevorgangs oder durch das Erstellen von Mind Maps, ermöglicht wird. Auch die Erweiterung des aktiven Wortschatzes sei zu thematisieren, um fremdwortbedingte Regression, also einen Rückgang im Text, der durch Fremdwörter ausgelöst wird, zu vermeiden und den Lesefluss nicht zu behindern. Im Laufe des Seminars finden weiterhin Lesetests zur aktuellen Entwicklung des Schnelllesevorgangs statt, sodass dem Leser verdeutlicht werden soll, dass sich das Leseverhalten verbessert bzw. in welche Abschnitte der Leser noch Zeit investieren muss.
Arbeit zitieren:
Stefan Rohde, 2008, Schnelllesen im Schulunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Methoden der statischen Investitionsrechnung im Überblick
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 15 Seiten
Stefan Rohde's Text Schnelllesen im Schulunterricht ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Stefan Rohde hat den Text Schnelllesen im Schulunterricht veröffentlicht
Stefan Rohde hat einen neuen Text hochgeladen
Literalität, Grundbildung oder Lesekompetenz?
Beiträge zu einer Theorie-Prax...
Anke Grotlüschen, Andrea Linde
Trainingsprogramm zur Steigerung der Lesekompetenz
Ab Klasse 5
Erik Dinges, Heinz-Lothar Worm
Lesekompetenz-Tests für die Klassen 5 und 6. Teil 2
Mit Kopiervorlagen
Irmgard Honnef-Becker, Peter Kühn
Lesekompetenzen Luxemburger Schülerinnen und Schüler auf dem Prüfstand
Ergebnisse, Analysen und Persp...
Charles Berg, Wilfried Bos, Sabine Hornberg, Peter Kühn, Pierre Reding, Renate Valtin
Die Bedeutung von Strategien, ...
Stephanie Schreblowski, Detlef H. Rost
0 Kommentare