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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Hintergrund, Bildung und Arbeit der
deutsch -polnischen Schulbuchkommission 4
3. Determinanten der Empfehlungen 6
4. Die Empfehlungen und die deutsche Reaktion 7
5. Zusammenfassung 12
6. Literaturverzeichnis S 15
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1. Einleitung
Über 30 Jahre nach der Veröffentlichung der „Empfehlungen für die Schulbücher der Geschichte und Geographie in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen“ durch die gemeinsame deutsch-polnische UNESCO-Schulbuchkommission im Jahre 1976 sind sowohl die Kommission als auch das von ihr herausgegebene, kontrovers aufgenommene Papier selbst ein Stück deutsch-polnische Geschichte.
Trotz der auf den ersten Blick augenscheinlichen Spezifik des Themas „Schulbuchrevision“ spiegeln sich in der Arbeit der Kommission kondensiert die Grundprobleme der über tausendjährigen deutsch-polnischen Nachbarschaftsgeschichte wieder. In der hier im Zentrum stehenden Aufnahme der Empfehlungen in Öffentlichkeit und Politik Deutschlands Mitte der Siebziger Jahre lässt sich aus der historischen Distanz eine Momentaufnahme der Beziehungen Bonns und Warschaus unter den Bedingungen des Kalten Krieges erstellen. Nebenbei gibt ein Blick auf die Empfehlungen auch über das in den Siebziger Jahren vorherrschende Geschichtsdidaktikverständnis in Deutschland und Polen Auskunft. Man mag sogar soweit gehen, als Entstehungsgrund und -inhalt der Empfehlungen die beginnende Abkehr der (deutschen) Geschichtswissenschaft vom Leitkonzept der Nationalgeschichte zu differenzierteren Formen einer beziehungsgeschichtlich bis zu transnational orientierten Geschichtsschreibung zu sehen. 1
Die schließlich 1976 veröffentlichten 26 Empfehlungen stellen keine wissenschaftliche Arbeit im strengen Wortsinn dar, sondern sind eher als kurze Thesen, am ehesten noch vergleichbar mit Handbuchartikeln, aufzufassen. Innerhalb dieser waren es vor allem fünf Konfliktfelder, über die auch die konsensorientierten Geschichtswissenschaftler und Geographen keinen gemeinsamen Standpunkt finden konnten: Das erste ist die Besiedelung des (heutigen) polnischen Nordens durch deutschstämmige Siedler. Den zweiten Bereich stellt die Expansion durch den Deutschen Orden ausgehend von den heute deutschen Territorien gen Osten im Mittelalter dar. Über die Politik des Königreichs Preußen im 18. Jahrhundert und die Auflösung des polnischen Staates im Zuge der Teilungen wurde ebenfalls intensiv debattiert. Der vierte Problemkomplex bestand in der Gründung des neuen polnischen Staates nach dem 1. Weltkrieg, was eine Vielzahl von Fragen hinsichtlich nationaler Zugehörigkeiten und Identität aufwarf, die
1 Jeismann, Karl-Ernst: Zur Problematik der Kritik internationaler Schulbuchempfehlungen, in: in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (3) 1982, S. 147. (Jeismann, 1982)
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mit der neuen Grenzziehung verknüpft waren. Die grundsätzliche Betrachtung des Zweiten Weltkrieges als letztes großes Konfliktfeld hingegen war besonders hinsichtlich Schuldfrage und Verlauf weniger umstritten als man hätte annehmen können, doch ließen sich fundamentale Deutungsunterschiede der Aussiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung aus Polen nach 1945 nicht leugnen oder beschönigen, was weiter unten noch eingehender betrachtet wird.
Die Schulbuchkommission kam nach Sichtung vorhandenen Schulbuchmaterials, das obige Konfliktfelder behandelt, zu dem Schluss, dass in deutschen Geschichtsdarstellungen die eigenständigen Kulturleistungen der Polen häufig zu kurz kämen, während in den polnischen Pendants Deutschland primär als dominanter und expansiver Aggressor dargestellt würde.
2. Hintergrund, Bildung und Arbeit der deutsch-polnischen Schulbuchkommission
Es war keine gesellschaftliche Bewegung, die eine Korrektur der gegenseitigen Darstellung Deutscher und Polen im jeweiligen Schulunterricht forderte. Die Initiative kam direkt „aus der Politik“ und der deutsch-polnischen Diplomatie. Den (weltpolitischen) Kontext für die Aufnahme der Arbeit der deutsch-polnischen Schulbuchkommission bildete dabei die Neuorientierung der deutschen Außenpolitik gegenüber den Staaten des Ostblocks Ende der Sechziger Jahre, die als „Neue Ostpolitik“ untrennbar mit der Regierung Brandt verknüpft ist. Der bisherigen Politik der Hallstein-Doktrin und dem Primat der deutschen Einigung vor allen weiteren deutschland- und ostpolitischen Fragen wurde nun die Annahme entgegengesetzt, dass die Herrschaft der Sowjetunion über Ostmitteleuropa ein wenn auch unerwünschtes, aber trotzdem existierendes Faktum sei. Brandt und seine Berater waren der Meinung, dass dieser Zustand und damit auch die Überwindung der deutschen Teilung nur durch eine Politik der kleinen Schritte und gegenseitigem Werben um Vertrauen überwunden werden könnte.
In Bezug auf Polen wurde daraufhin im Warschauer Vertrag von 1970 durch die Bundesrepublik der status quo der Oder-Neiße-Grenze bestätigt, wobei die völkerrechtliche Verbindlichkeit dieses Abkommens unterschiedlich beurteilt wurde. Der Vertrag schuf jedoch eine Atmosphäre, in der beide Seiten zu ersten Schritten einer
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Verständigung kommen konnten. In Art. III Abs. 2 des Abkommens stimmten beide Parteien zudem explizit einer „Erweiterung ihrer Zusammenarbeit im Bereich der [...] wissenschaftlichen [...] Beziehungen“ zu.
Die gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission nahm darauf aufbauend schließlich im Februar 1972 nach Initiative der deutschen und der polnischen UNESCO-Kommission ihre Arbeit auf. Ihre erste Konferenz fand somit noch vor der Ratifizierung des Warschauer Vertrages statt! Den Vorsitz hatte auf deutscher Seite bis zu seinem Tod im Jahr 1974 Georg Eckert inne; das später nach ihm benannte Institut für Internationale Schulbuchforschung in Braunschweig koordiniert die Arbeiten der Kommission auf deutscher Seite bis heute. Auf polnischer Seite stand der Kommission Władisław Markiewicz (Polnische Akademie der Wissenschaften / Universität Warschau) vor. Die Arbeit der polnischen Kommissionsmitglieder wurde vom polnischen Ministerium für Bildung und Erziehung organisiert. Die Mitglieder der gesamten Kommissionen kamen aus verschiedenen Bereichen, so dass auf die Expertise von Historikern, Pädagogen, Schulbuchautoren und Bildungspolitiker zurückgegriffen werden konnte. 2 Die Liste der Teilnehmer zeigt, wie sehr bei der Organisation der gemeinsamen Schulbucharbeit darauf geachtet wurde, die Ergebnisse durch die Einbeziehung verschiedener Seiten auf eine breite Grundlage zu stellen, um so ihre spätere Umsetzung in die Praxis zu vereinfachen.
Zwischen 1972 und 1976 wurden abwechselnd in Polen und Deutschland Schulbuchkonferenzen organisiert, deren Ergebnis die im Anschluss an die neunte Tagung im Jahr 1976 veröffentlicht wurde. Die Kommission trifft sich aufgrund der guten Erfahrungen bis heute weiterhin, um den wissenschaftlichen Austausch über geschichtsdidaktische Fragen fortzusetzen. 2001 wurde eine überarbeitete Version der Empfehlungen in völlig anderer Form verabschiedet.
Trotz der paritätischen Besetzung der Kommission ließen sich gewisse Unterschiede der deutschen und polnischen Seite nicht ignorieren. Die Tatsache, dass in Polen ein zentralistisches Schulsystem marxistischer Prägung vorherrschte, in der Bundesrepublik hingegen sechzehn Bundesländer freiheitlich-demokratischer Grundprägung selbstständig
2 Einer der Gegner der Empfehlungen aus dem wissenschaftlichen Bereich, Josef Joachim Menzel, kritisierte die Zusammensetzung der Kommission nach politischen Motiven (SPD-lastig). Dieser Vorwurf konnte hier nicht überprüft werden - es ist jedoch nicht auszuschließen, dass er hier auf einen Schwachpunkt der gemeinsamen Kommission verweist. Siehe: Menzel, Josef Joachim: Kritik und Alternativen der deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (3) 1982, S. 132f. (Menzel, 1982)
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über den Schulbuchkanon entscheiden konnten, bestimmte auf beiden Seiten auch die Vorstellung von der Verwendung der Empfehlungen. In Deutschland wurden diese wörtlich als solche gesehen; in Polen hingegen als verbindliche Unterrichtsrichtlinien direkt angewendet. 3
3. Determinanten der Empfehlungen
Neben den Unterschieden in den Bildungssystemen und Motivationen beider Länder „steuerten“ zahlreiche weitere Faktoren die Ausarbeitung der Empfehlungen. „Geschichtsimmanent“ war dies vor allem das (unter den Kommissionsmitgliedern weitgehend akzeptierte) Ungleichgewicht der deutsch-polnischen Geschichte zwischen 1790 und 1945, in dem Deutschland bzw. Preußen als Teilungsnation und Polen als die geteilte Nation und „Opfer der Geschichte“ auftraten. Diese Bürde saß stets als „steinerner Gast mit am Tisch.“ 4
Die wirkungsmächtigsten politischen Determinanten der Gegenwart waren die Eingebundenheit Polens in die sowjetische Dominanz einerseits und die zu diesem Zeitpunkt in (West)Deutschland immer noch als unbefriedigend empfundene Grenzfrage mit der Volksrepublik Polen andererseits. Erschwert wurde die Situation für die deutsche Verhandlungsseite außerdem durch die absurde Tatsache, dass die Kommission bildungspolitisch faktisch nur für die Bundesrepublik Deutschland, nicht aber für den direkten deutschen Nachbarn Polens DDR, der eine ganz besondere (verordnete) Beziehung zu Polen unterhielt, sprechen konnte.
Auch aus diesen Gründen, besonders aufgrund der Eingebundenheit Polens in den Machtbereich der Sowjetunion, wurde als Ausgangsbasis für die gemeinsame Arbeit die spezifisch deutsch-polnische Beziehungsgeschichte gewählt und auf Aspekte des russischen Einflusses in der Geschichte auf beide Staaten ebenso verzichtet wie auf allgemeingeschichtliche oder zu stark nationalgeschichtliche Perspektiven. 5
3 Es ist hier insofern beachtlich, dass es in Polen keinen Widerstand gegen die „deutschlandfreundlichen“ Teile der Empfehlungen - etwa aus marxistisch-ideologischem Interesse - gab, sondern die Empfehlungen direkte Anwendung erfuhren.
4 Formulierung entlehnt aus: Jeismann, Karl-Ernst: Politische Determinanten der deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen und ihrer Aufnahme in der Öffentlichkeit, in: ders. und Quandt, Siegfried: Geschichtsdarstellung. Determinanten und Prinzipien, Göttingen 1982, S. 104f.
5 Wie schwierig die potenzielle Einbeziehung der sowjetischen Perspektive gewesen war, verdeutlicht die Diskussion um die Darstellung des deutschen Überfalls auf Polen. Da von der Sowjetunion die Existenz des
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Methodisch setzte die Kommission auf die Formulierung knapper Thesen zu ausgewählten Epochen und Etappen der deutsch-polnischen Geschichte 6 , die zum Teil (implizit und explizit) Unzulänglichkeiten in den bisherigen Schulbuchdarstellungen anmahnen, an anderer Stelle jedoch direkt den gemeinsamen deutsch-polnischen Wissensstand darlegen, auf den man sich einigen konnte. In manchen der 26 Empfehlungen wird auch auf ungelöste Kontroversen in der Deutung verschiedener Epochen der gemeinsamen Geschichte explizit verwiesen und weitere Diskussion hierüber auf zukünftigen Konferenzen eingefordert (vier Mal). Viele der Empfehlungen schlagen inhaltlich eine stärkere Berücksichtigung der polnischen Perspektive auf die gemeinsame Geschichte und die Würdigung polnischer Eigenleistungen vor.
Die Empfehlungen sind bewusst in einem nüchternen Ton verfasst, der den Darstellungen einen definitiven Charakter verleiht, was als problematisch aufgefasst werden kann, sollten Empfehlungen doch gerade einen verbindlichen Ton vermeiden.
Themen des 20. Jahrhunderts nehmen mit 13 von 26 Empfehlungen einen besonders großen Raum ein, was die besondere Signifikanz dieses Zeitraums für die deutschpolnischen Beziehungen hervorhebt.
4. Die Empfehlungen und die deutsche Reaktion
Die Reaktionen auf die Empfehlungen waren in beiden Ländern entsprechend des erwähnten Systemunterschiedes höchst unterschiedlich. Kritik gab es jedoch auf beiden Seiten; in Polen zielte diese vor allem gegen die angeblich „zu langsame Umsetzung“ der Empfehlungen (siehe oben), was als Vorwand zur Unterbrechung von Jugendaustauschmaßnamen mit der BRD genutzt wurde. 7 Da aber die herrschende Partei im sozialistischen polnischen Staatssystem durch das zuständige Ministerium in Polen direkt an der Entstehung der Empfehlungen beteiligt war, blieb eine breite politische Diskussion ebenso aus wie eine öffentliche Thematisierung der Empfehlungen. In Polen erreichten
Hitler-Stalin-Pakts, der den Überfall auf Polen erst möglich gemacht hatte, geleugnet wurde, konnte dieser wichtige Punkt in den gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen nicht berücksichtigt werden. Es wird lediglich erwähnt, dass Hitler 1939 „zu einer kriegerischen Lösung“ entschlossen war.
6 Diese Methodenwahl begrenzte die Darstellungsbreite innerhalb der Empfehlungen erheblich.
7 Parallel zur deutschen Kritik (siehe unten) bemühte hierbei auch die polnische regierungstreue Presse die Figur der „historischen Wahrheit“ im Bezug auf Polen, die durch die Landesregierungen (noch) verschwiegen würde. Siehe: „Schulbücher im Fadenkreuz von Wissenschaft und Politik.“ Begleitkatalog zur Ausstellung. Hrsg. vom Georgs-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung, Braunschweig 2008. (Ausstellungskatalog, 2008)
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die gedruckten Empfehlungen folglich nur die interessierte Lehrerschaft in einer Auflage von einigen hundert während die Zahl in Deutschland in die Hundertausende ging.
Eine einheitliche deutsche Reaktion auf die deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen hat es nicht gegeben. Die Positionen variierten je nach Sachkenntnis und politischer Einstellung der Personen, die die Empfehlungen kommentierten.
In den deutschen Ländern musste schließlich auf demokratischer Grundlage über die Annahme oder Nicht-Annahme der Empfehlungen entschieden werden. Einblicke in die Aufnahme des Abschlussdokumentes in der Bundesrepublik und die gleichzeitige „Politisierung“ geben Landtagsdebatten sowie Pressestimmen, von denen erstere weiter unten analysiert werden. Schon vorweggenommen werden kann an dieser Stelle, dass nur Baden-Würtemberg und Bayern sich vollständig weigerten, die Kommissionsempfehlungen bei der Schulbuchgenehmigung in Betracht zu ziehen, während besonders die drei deutschen Stadtstaaten sie ausdrücklich begrüßten und die restlichen Bundesländer ihre künftige Berücksichtigung bei der Schulbuchgestaltung und Lehrplanverfassung beteuerten.
Ansatzpunkt für die deutsche Kritik an den Empfehlungen ist die angeblich übermäßige Betonung der polnischen Perspektive im Hinblick auf manche Aspekte in den 26 Empfehlungen, die bei vielen gesellschaftlichen und politischen Kräften als ein allzu großes Zugeständnis Deutschlands gegenüber Polen aufgefasst wurde. Kulminationspunkt war jedoch der Streit um die (fehlende) bzw. zu nüchterne Darstellung des Aussiedlungsbzw. „Vertreibungsvorganges“ nach 1945 sowie die fehlende Erwähnung der (negativen) Rolle der Sowjetunion in der Gestaltung Nachkriegsdeutschlands. Schon die Vermeidung des Begriffs der „Vertreibung“ wurde von Seiten der sogenannten Vertriebenenverbände als Affront bezeichnet. 8 Dieses Argument kann kaum überzeugen, da mit Erwähnung der Begriffe „Evakuierung“, „Flucht“, „Ausweisung“ und „Zwangsumsiedlung“ keinesfalls eine Verharmlosung der Ereignisse nach Kriegsende angestrebt wurde. 9
8 In der Retrospektive gesteht auch das die deutschen-polnischen Schulbuchgespräche betreuende Georg-Eckert-Institut ein, dass die die Nichterwähnung des Hitler-Stalin-Paktes „aus wissenschaftlicher Sicht inakzeptabel“ war, verweist jedoch auch auf die schwierigen politischen Umstände dieses „Kompromisses“ (andauernder „Kalter Krieg“), die der polnischen Seite keinen Spielraum in dieser Frage ließ. (Ausstellungskatalog, 2008)
9 Sämtliche Schulbuchkonferenzen wurden ausschließlich - wie auch die Dokumentation und die Empfehlungen - in deutscher Sprache abgehalten bzw. verfasst. Es ist nicht auszuschließen, dass die
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Auffallend an den meisten politischen Debatten über die Empfehlungen in den Siebziger Jahren ist die Konzentration auf Einzelaspekte des Werkes, deren Simplifizierung sowie Verbindung mit allgemeinpolitischen Fragestellungen. Dies zeigt sich beispielhaft in der Debatte der Hamburger Bürgerschaft vom 24.11.1977, in der CDU-Abgeordnete Boysen fordert, die Empfehlungen nicht anzuwenden „weil wir glauben, dass nur Ehrlichkeit den Weg zur Versöhnung ebnen kann.“ 10 Unter anderem bezieht sich Boysen auf den Passus der Schulbuchempfehlungen, der die Verwendung deutscher wie auch polnischer Ortsnamen im Kartenwerk empfiehlt. Eine Verwendung zweisprachiger Kartenversion bezeichnet Boysen indirekt als „unseriös, weil sie hier einem politischen Verlangen nachgeht, das schlicht nur chauvinistischem Denken entspringen kann.“ Der SPD-Abgeordnete Hammerschmidt antwortet abschweifend auf Boysens Argumentation, die fortwährende Darstellung der Grenzen des Deutschen Reiches von 1937 sei für die Orientation der Schüler notwendig: „Ich weiß nicht, wie uns zumute wäre, wenn etwa in Dänemark Deutschlandkarten noch immer eine gestrichelte Linie entlang der Elbe hätten mit Altona als dänischem Hafen hätten […]. Wenn Sie das nicht sehen oder sehen wollen, muß ich befürchten, daß das bedeutet, daß Sie mit diesem Antrag im Grunde genommen nur eine Fortsetzung Ihrer Anti-Ost-Politik betreiben wollen […]“ 11
Der CDU in der Bremer Bürgerschaft diente die Debatte um die deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen ganz besonders offensichtlich dazu, mit der Ostpolitik der Brandt-Regierung abzurechnen, nicht aber dafür, sich intensiv mit Vor- und Nachteilen der Empfehlungen selbst auseinanderzusetzen.
Ein Beispiel für die positive Aufnahme der Empfehlungen zeigt sich in einer Äußerung des Abgeordneten Lund (SPD) im Schleswig-Holsteinischen Landtag auf Befürchtungen, die Schulbuchempfehlungen könnten, wenn die Landesregierung ihre Anwendung empfiehlt, zu einer Art Zulassungskriterium bzw. Maßregelung für die Lehrer des Landes werden: „Natürlich kann und will niemand die Autoren gesetzlich auf Inhalte verpflichten
kritisierten Spitzfindigkeiten um die Begriffe Vertreibung und Aussiedlung von polnischer Seite gar nicht „gefühlt“ wurden.
10 Jacobmeyer, Wolfgang: Die deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen in der öffentlichen Diskussion der Bundesrepublik Deutschland. Eine Dokumentation, Braunschweig 1979, S. 116. (Jacobmeyer, 1979)
11 Ebd., 124f.
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oder sie staatlich fesseln.“ Später zitiert Lund das Kommissionsmitglied Rhode, der bekräftigt, dass niemand im Unterricht die Lehrer an bestimmte Begriffe binden wolle. 12
Auffallend ist allgemein der hohe Grad allgemeinpolitischer Abschweifungen sowohl durch Aussagen der Oppositions- als auch der Regierungspartei, obwohl sich auch einige Abgeordnete bemühen, direkt auf die Empfehlungen einzugehen und aus ihnen zitieren. Insbesondere beim Studium der Debatte in der Bremer Bürgerschaft fällt die Schärfe der Auseinandersetzung um die Schulbuchempfehlungen auf; mehrfach mussten der Präsident die durch Zwischenrufe störenden Abgeordneten zur Ordnung weisen. 13
In den analysierten Landtagsreden 14 lassen sich vor allem zwei Argumentationsmuster erkennen. Die Gegner der Empfehlungen, meist aus CDU / CSU-Fraktion, argumentieren vor allem mit einer Verletzung der historischen Wahrheit durch die Empfehlungen, dem Verschweigen der Rolle der Sowjetunion bei der Gestaltung des Nachkriegseuropas sowie der sprachlich wie inhaltlich zu schwach betonten Ausweisung der deutschen Bevölkerung aus Polen nach 1945. Vereinzelt wird darauf verwiesen, dass die deutschen Kommissionsmitglieder mit der Akzeptanz der Betonung der Existenz zweier deutscher Staaten gegen „nationales Interesse“ verstoßen hätten. Einige wenige Abgeordnete konstatieren direkt, dass sie es für nicht möglich halten, mit polnischen Kommunisten oder deren Sympathisanten direkt zu verhandeln. Eine weitere Argumentationsfigur ist das gegenseitige Aufrechnen historischer Schuld; beispielsweise im Bezug auf die Teilungen Polens im 18. Jahrhundert, an der „ja auch Russland Schuld sei“. Die Gegner sehen außerdem in der möglichen Verpflichtung zur Umsetzung der Empfehlungen einen Eingriff in die Lehr- und Forschungsfreiheit des Grundgesetzes.
Die Befürworter von SPD und FDP berufen sich seltener auf das Konzept der „historischen Wahrheit“, das sie zum Großteil zugunsten von Multiperspektivität und parallelen Darstellungen ablehnen. Das Verschweigen der Rolle Sowjetunion lasten sie der gemeinsamen Schulbuchkommission nicht an, sondern versuchen für Verständnis dafür zu werben, dass die polnischen Kommissionsmitglieder unter außergewöhnlichem politischen Druck standen, den es jedoch als Determinante der Verhandlungen zu akzeptieren galt. Das „Vertreibungsargument“ wird in der Regel mit dem Verweis auf den
12 Jacobmeyer, 1979, S. 58.
13 Ebd., S. 31 - 45.
14 Es wurden Landtagsdebatten aus Hessen, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein analysiert.
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subsidiären Charakter der Empfehlungen, die kein Endurteil über Lehrpläne bilden, abgelehnt. 15 Vereinzelt sehen die linken und freiheitlichen Abgeordneten einen Mangel an historischem Wissen über Polen in deutschen Schulen, was sich aber durch die Umsetzung der Empfehlungen ihrer Meinung nach ändern könnte. Ausdrücklich heben sie die Ausgewogenheit der Empfehlungen mit Berücksichtigung der polnischen und deutschen Perspektive als richtungsweisend hervor. Häufig betonen die den Empfehlungen wohlgesonnenen Abgeordneten die historische Schuld Deutschlands an Polen. Durch die Umsetzung der Empfehlungen, könnte, so ihre Auffassung, ein erster Schritt in Richtung Versöhnung getan und ein Dialog eingeleitet werden.
Gemeinsam ist Gegnern und Befürwortern aus beiden politischen Lagern der Vorwurf an den jeweils anderen, die Empfehlungen zu politisieren.
Eine dem Diskussionsgrundlagencharakter der Empfehlungen angemessenen Vorschlag unterbreitete der Abgeordnete Hirsche (FDP) im Zuge der Debatte im Niedersächsischen Landtag: [...] halte ich es doch für wichtig [...] daß sich die Landeszentrale für politische Bildung einmal dieses Themas annimmt und die Empfehlungen zusammen mit einer Interpretation eines Kommissionsmitglieds, mit der Interpretation eines Gegners und eines Befürworters, dokumentarisch veröffentlicht [werden]. Auch damit würde ein konkreter Beitrag dazu geleistet, dass an unseren Schulen zur Behandlung des deutschpolnischen Verhältnisses mehr zeitgemäße Materialien vorhanden sind.“ Freilich ist dieser Vorschlag Hirsches in der hitzigen Debatte zum einen unbeachtet geblieben, zum anderen waren vermittelnde Stimmen und über die Möglichkeiten der konkreten Verwendung der Empfehlungen und der Diskussion um diese im Unterricht äußerst selten. 16
Der Großteil der Debatte um die Empfehlungen endet mit der Frage, ob es in der gemeinsamen Geschichte zweier Nationen mehr als eine einzige richtige Perspektive, eine einzige Wahrheit geben kann. Von deutscher Seite wurde dies nach 1976 zunächst heftig bestritten; teilweise argumentierten die Empfehlungsgegner ganz offen gegen Multiperspektivität in der Geschichte: „Sie [die Empfehlungen, der Verf.] verschweigen historische Fakten“ (Bayerische Staatsregierung); „[...] wird die Kultusverwaltung sich
15 Damit steht das Verständnis der Empfehlungsbefürworter diametral dem der Gegner gegenüber, die die Empfehlungen als Zulassungskriterien verstehen. Siehe: Jeismann, 1982, S. 150.
16 Jacobmeyer, 1979, S. 56.
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[...] auch davon leiten lassen, dass die deutsch-polnischen Beziehungen [...] nicht verzerrt dargestellt sind“ (Staatskanzlei des Saarlandes).
Die hier nur in Ansätzen dargestellte heftige Diskussion um die Empfehlungen gipfelte schließlich in „Alternativ-Empfehlungen zur Behandlung der deutsch-polnischen Geschichte in den Schulbüchern“ (1979) unter der maßgeblichen Anleitung von Josef Joachim Menzel und einer Gruppe von deutschen Wissenschaftlern ohne polnische Beteiligung, die dem „Bund der Vertriebenen“ nahestand. Deren Kritik an den gemeinsamen Schulbuchempfehlungen mündet jedoch nur erneut in das Argument, das mit sozialistisch geprägten Wissenschaftler historisch nicht auf einer Ebene verhandelt werden kann bzw. sollte. 17
5. Zusammenfassung
Bei aller Kritik an den Empfehlungen muss der polnischen Seite zugutegehalten werden, dass ein zu starkes Abweichen von den Vorgaben der marxistischen Ideologie sicherlich einen Abbruch der Gespräche zu Folge gehabt hätte. 18 Die Tatsache, dass die polnische Seite nur wenig Manövrierraum bei der Formulierung der Empfehlungen hatte, ist sicherlich in der deutschen Politik und Öffentlichkeit zu wenig beachtet worden. Es ist die hypothetische Frage zu stellen, wie polnische Wissenschaftler ohne diesen Druck mit der deutschen Seite zusammengearbeitet hätten. Diese Fragen würden Verfechter und Gegner der Schulbuchempfehlungen sicherlich unterschiedlich beantworten, wobei erstere - wie aus den Parlamentsquellen hervorgeht - eine kooperativere Haltung beispielsweise in der Vertreibungsfrage erwartet hätten, während letztere hier vermutlich eher skeptisch gewesen wären.
Die Brisanz der Arbeit der gemeinsamen Schulbuchkommission lag darin, dass sie während des Kalten Krieges eine der wenigen Foren geistigen Austauschs zwischen „Ost“ und „West“ darstellte. In dieser Zeit war jegliche Form „ideologischer Kooperation“ aus marxistisch-leninistischer Sicht verpönt.. Es mag zutreffen, dass an manchen Stellen die kommunistisch-klassenorientierte Geschichtsschreibung mehr Raum eingenommen hat, als man dies ihr heute noch zugestehen würde. 19 Trotzdem muss dies zunächst angesichts
17 Menzel, 1982, S. 129 - 146.
18 Ausstellungskatalog, 2008, S. 17.
19 Menzel, 1982, S. 139.
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der weitgehenden Überwindung nationalstaatlicher Denkmuster in den Empfehlungen positiv bewertet werden.
Als zumindest unglücklich muss die Tatsache bezeichnet werden, dass die Empfehlungen so weit in die Gegenwart reichen, dass in der 26. These der Warschauer Vertrag als Grundlage der Gespräche selbst schon als historisches Ereignis bewertet wird. Hier hätte etwas mehr historische Distanz den Empfehlungen sicher gut getan.
Aus Sicht der Autoren und Geschichtsdidaktikern wurde häufig die Tatsache kritisiert, dass die Schulbuchempfehlungen, ursprünglich ein Dokument für Schulbuchautoren sowie Lehrer und Schüler, politisch missbraucht wurden. 20
Aus historischer wie aus politikwissenschaftlicher Sicht kann jedoch heute festgestellt werden, dass Bildungspolitik besonders im internationalen Rahmen nicht nur unter Experten (Wissenschaftlern) stattfinden kann und auch nicht sollte. Schließlich war der Streit um die Empfehlungen der freiheitlich-demokratischen Atmosphäre in Deutschland sehr nützlich, um zu einem neuen gesellschaftlichen Konsens in Bezug auf die Beziehung zu Polen zu gelangen. Wäre eine stillschweigende Umsetzung erfolgt, so wären die Empfehlungen in gewissem Sinne „verpufft“. Den kritischen Stimmen aus der deutschen Geschichtsdidaktik, die eine „Politisierung“ der Empfehlungen beklagten, kann aus der Rückschau nur entgegnet werden, dass auch auf eine auch „nur“ historische Stellungnahme zu einem so brisanten Thema wie den deutsch-polnischen Beziehungen in den Siebziger Jahren ein politisches Echo folgen musste, da Zeitgeschichte sich nicht in den vorpolitischen Raum „einsperren“ lässt. Die Schulbuchempfehlungen waren ein politisches Dokument und eine direkte Folge des Warschauer Vertrages. Dies zeigt auch ihr Charakter: In den einzelnen „Thesen“ wurde wenig Rücksicht auf didaktische Gesichtspunkte genommen und somit der Schüler als Bezugssubjekt ebenso wie der Lehrer „ausgeklammert“, was diesen qualitativ geschadet hat. 21
20 Borodziej, Włodzimierz: Die Deutsch-Polnische Schulbuchkommission 1972-1999, in: Internationale Verständigung. 25 Jahre Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, hrsg. von Ursula A. J. Becher und Rainer Riemenschneider, Hannover 2000, S. 114.
21 Die Entfernung des Streits um die Empfehlungen von der Unterrichtswirklichkeit zeigt sich beispielweise im häufig von konservativer bzw. CDU-Seite wiederholter Anklage in den Landtagen, die Empfehlungen würden „unbequeme“ Momente der gemeinsamen Geschichte (polnische „Westverschiebung“) aussparen. Aufgrund des offenen Charakters der Empfehlungen, die eindeutig nicht Alleingeltungsanspruch für sich beanspruchen und es den Lehrern freistellen, mehr als das empfohlene Material im Unterricht zu behandeln, zielt diese Kritik jedoch ins Leere und offenbart nur, wie wenig es vielen Politikern um eine didaktische Verbesserung des deutsch-polnischen Geschichtsunterrichts ging.
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Aus geschichtstheoretischer Sicht war die Arbeit der deutsch-polnischen Schulbuchkommission der Versuch, Vermittlung von Geschichtswissen in Schulen, das immer auch der durch Politik und Bürokratie formulierte Ausfluss des Geschichtsverständnisses (der Mehrheit) einer Gesellschaft ist, vom ausschließlichen Primat der nationalen „Meistererzählung“ zu befreien. Ziel war eine ausgewogene, multiperspektivische Vermittlung von Beziehungsgeschichte in den Schulen diesseits und jenseits der Oder, die mehr umfasst als „die eine historische Wahrheit“. 22 Im heutigen Zeitalter von Internet und Fernsehen muss allerdings die Grundannahme jeglicher Form der Schulbuchrevision, dass der Schüler sein geschichtliches Wissen hauptsächlich über die Lehrwerke bezieht, als überholt gelten. Dies stellt völlig neue Herausforderungen an die Schulbuchdidaktik, auf die diese als Einzeldisziplin nur schwer eine Antwort finden wird.
22 Einen konservativen Rückschritt stellen in diesem Zusammenhang die „Grundsätze für die Darstellung Deutschlands in Schulbüchern und kartographischen Werken für den Schulunterricht der Kulturministerkonferenz aus dem Jahr 1981 dar. Auch wenn es sich hierbei hauptsächlich um unverbindliche Richtlinien zu den innerdeutschen Beziehungen handelt, so soll doch die Darstellung des Deutschen Reiches in den Grenzen vom 31.12.1937 verbindlich erfolgen, was gegen den Geist des Warschauer Vertrages und die Empfehlungen zweifellos verstößt. Siehe: Grundsätze für die Darstellung Deutschlands in Schulbüchern und kartographischen Werken für den Schulunterricht, Beschluß der KMK vom 12.2. 1981, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 1 (1982), S. 12 - 13.
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Literaturverzeichnis
- Borodziej, Włodzimierz: Die Deutsch-Polnische Schulbuchkommission 1972-1999, in: Internationale Verständigung. 25 Jahre Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuch-forschung in Braunschweig, hrsg. von Ursula A. J. Becher und Rainer Riemenschneider, Hannover 2000
- Deutschland und Polen im zwanzigsten Jahrhundert. Analysen - Quellen -Didaktische Hinweise, hrsg. von Ursula A. J. Becher, Włodzimierz Borodziej und Robert Maier (=Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts, Bd. 82/C), Hannover 2001
- Gemeinsame deutsch-polnische Schulbuchkommission: Empfehlungen für Schulbücher der Geschichte und Geographie in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen, in: Internationales Jahrbuch für Geschichts- und Geographie-Unterricht (17) 1976
- Grundsätze für die Darstellung Deutschlands in Schulbüchern und kartographischen Werken für den Schulunterricht, Beschluß der KMK vom 12.2. 1981, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 1 (1982), S. 12 - 13.
- Jacobmeyer, Wolfgang: Die deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen in der öffentlichen Diskussion der Bundesrepublik Deutschland. Eine Dokumentation, Braunschweig 1979
- Jeismann, Karl-Ernst: Politische Determinanten der deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen und ihrer Aufnahme in der Öffentlichkeit, in: Geschichtsdarstellung. Determinanten und Prinzipien, hrsg. von ders. und Siegfried Quandt. Göttingen 1982
- Jeismann, Karl-Ernst: Zur Problematik der Kritik internationaler Schulbuchempfehlungen, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (3) 1982, S. 147 - 161.
- Menzel, Josef Joachim: Kritik und Alternativen der deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (3) 1982, S. 129 - 146.
- Schmidt, Benjamin: Internationale Schulbuchforschung - Aufgaben, Probleme, Beispiele. Examensarbeit im Fach Geschichtswissenschaft, Universität Münster, Münster 2008
- Schönemann, Bernd: Determinanten der Darstellung der polnischen Geschichte am Beispiel des dreibändigen Schullehrbuchs „Geschichtliche Weltkunde“, in: Geschichtsdarstellung. Determinanten und Prinzipien, hrsg. von Karl-Ernst Jeismann & Siegfried Quandt. Göttingen 1982
- Schröder, Carl: Auswirkungen der deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen auf die Arbeit der Schulbuchverlage in der Bundesrepublik Deutschland, in: Blickpunkt Schulbuch 22 (1979)
16
- „Schulbücher im Fadenkreuz von Wissenschaft und Politik.“ Begleitkatalog zur Ausstellung. Hrsg. vom Georgs-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung, Braunschweig 2008
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Malte Koppe, 2008, Die Arbeit der deutsch-polnischen Schulbuchkommission und ihr historischer Kontext mit besonderem Schwerpunkt auf die Rezeption der Empfehlungen von 1976 in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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