Inhaltsverzeichnis:
Einleitung Seite 3
Definition Seite 4
Memorandum über lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission Seite 4
Botschaft 1: Neue Basisqualifikation für Alle Seite 5
Botschaft 2: Höhere Investitionen in die Humanressourcen Seite 5
Botschaft 3: Innovationen bei Lehren und Lernen Seite 6
Botschaft 4: Bewertung des Lernens Seite 6
Botschaft 5: Umdenken in Berufsberatung und Berufsorientierung Seite 7
Botschaft 6: Das Lernen den Lernenden auch räumlich näherbringen Seite 7
Programm „Lebenslanges Lernen“ 2007-2013 Seite 7
Comenius Seite 7
Erasmus Seite 8
Leonardo da Vinci Seite 9
Jean Monnet Seite 11
Grundtvig Seite 12
Reflexion Seite 13
Literaturverzeichnis Seite 15
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Einleitung:
Lebenslanges Lernen ist heute ein wichtiger und viel diskutierter Bildungspolitischer Schwerpunkt. Gerade zur heutigen Zeit, wo hohe Flexibilität und mehrmaliges Umschulen nichts Außergewöhnliches sind und noch dazu von dem sich ständig ändernden Arbeitsmarkt erzwungen werden, ist es nötig die Bildungslandschaft zu verbessern. Aus diesem Grund ernannte die Europäische Union das Jahr 1996 zum Jahr des Lebenslangen Lernens. Freilich gab es Lebenslanges Lernen schon immer, doch der heutige schnelle wirtschaftliche und technische Wandel macht Schlüsselqualifikationen, sowie technische, soziale und kommunikative Kompetenzen immer wichtiger. Der technische Fortschritt macht uns zu einer Lerngesellschaft, in der man nur durch Selbstlernen erfolgreich bestehen kann (vgl: http://www.bmbf.de/de/411.php). Für die EU dient das Konzept des Lebenslangen Lernens als Bewältigungsstrategie um dem sozialen und technischen Wandel gerecht zu werden.
Unterschiedliche Menschen lernen auch unterschiedlich. Nicht alle können und wollen sich ständig weiterbilden. Doch unser Bildungssystem sollte für jeden/jede immer zugänglich sein. Da der Mensch als Individuum im Mittelpunkt steht, muss auf die verschiedenen Lernprozesse jeden Alters eingegangen werden. Trotzdem steht oft nur die Beschäftigungsfähigkeit im Vordergrund. Um dieser einseitigen Bildung entgegen zu wirken arbeitete die EU an einer ganzheitlichen Sichtweise, die gegen Benachteiligungen und Ausgrenzungen wirken soll. Damit sollen gleiche Chancen für alle Menschen in Europa entstehen, um dem sozialen und wirtschaftlichen Wandel zu folgen und aktiv an der Gestaltung Europas mitwirken zu können. Um das Ziel der aktiven Staatsbürgerschaft und der allgemeinen Beschäftigungsfähigkeit zu erreichen entstand nach dem Jahr des Lebenslangen Lernens das EU Memorandum für lebenslanges Lernen, an dem alle Mitgliedstaaten beteiligt wurden. Fertiggestellt und veröffentlicht wurde das Memorandum im Jahr 2000, aus dem ich die wichtigsten Grundbotschaften in weiteren Verlauf meiner Arbeit vorstellen möchte. Wie entstand eigentlich der Begriff lebenslanges Lernen, der heute so wichtig für unsere berufliche Zukunft ist? 1970 wurde die Bildungsdiskussion von drei großen Organisationen aufgenommen: dem Europarat, der UNESCO und der OECD. Ihr Ziel war es, die moderne Gesellschaft zu einer Lerngesellschaft zu machen, um den schnellen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt bewältigen zu können
(vgl:http://erwachsenenbildung.at/fachthemen/lebenslangeslernen/rueckblick_anfaenge.php).
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Nachdem die europäische Kommission im Jahr 1995 das Weißbuch „Lehren und Lernen. Auf dem Weg zur kognitiven Gesellschaft“ veröffentlichte, erklärte die EU das Jahr 1996 zum europäischen Jahr des lebenslangen Lernen, dessen Erfahrungen dann im Jahr 2000 in das Memorandum über Lebenslanges Lernen einflossen (vgl. Löcker 2003, S.48).
Definition:
„Lebenslanges oder lebensbegleitendes Lernen umfasst alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen, bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt...Lebenslanges Lernen umfasst demnach alle Lernformen in allen Lebensaltern. Es ist also weder nur auf Erwachsene beschränkt noch auf Lernen in formalen Prozessen“ (http://erwachsenenbildung.at/fachthemen/lebenslangeslernen/lll_heute_definition.php). Eine einheitliche Begriffsdefinition ist in der Literatur nicht zu finden. Ich entschied mich für die Definition auf der Homepage www.erwachsenenbildung.at, weil ich sie für aktuell und leicht verständlich halte. Diese Definition ist EU weit und trifft somit auch auf Österreich zu, allerdings verstehen die österreichischen Sozialpartner unter lebenslanges Lernen auch "Menschen zu befähigen, über ihre gesamte Lebensspanne Bildungsprozesse aufzunehmen und zu lernen. Es dient der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, der sozialen Eingliederung wie auch der persönlichen Entwicklung"
(http://erwachsenenbildung.at/fachthemen/lebenslangeslernen/lll_heute_definition.php.
Memorandum über lebenslanges Lernen der Europäischen
Kommission
Ich werde nun genauer auf die 6 Grundbotschaften anhand des Hintergrundberichtes zum Memorandum über lebenslanges Lernens eingehen. Der Hintergrundbericht stammt aus dem Jahr 2001 und wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Auftrag gegeben. Die Autoren sind Dr. Arthur Schneeberger und Mag. Peter Schlögl.
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Botschaft 1: Neue Basisqualifikation für Alle
Allen Mitgliedern der EU soll ein ständiger Zugang zum Lernen ermöglicht werden. Die Teilhabe an der Wissensgesellschaft soll allgemein und selbst organisiert sein. Fünf Basisqualifikationen sollte sich jeder EU Bürger, jede EU Bürgerin aneignen, um den sich stets wandelnden Anforderungsprofilen des Arbeitsmarktes gewachsen zu sein: IT-Fertigkeiten, Fremdsprachen, Technologiekultur, Unternehmergeist und Sozialkompetenzen.
Um einen allgemeinen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, ist als erster Schritt eine Förderung des Erreichens des Pflichtschulabschlusses von Nöten. Denn wer keinen Pflichtschulabschluss erreicht hat, wird auch in seinem/ihrem weiteren Leben keine Motivation zum Weiterbilden haben. Des Weiteren hat das Memorandum auch eine Entlastung der Lehrpläne der Schulen und Hochschulen zum Ziel. Das lebensbegleitende Lernen soll bereits in der Schule „zur selbstständigen, aktiven Aneignung, aber auch zu einer kritisch-prüfenden Auseinandersetzung mit dem verfügbaren Wissen“ führen. In den Lehrplänen soll der Projektarbeit und der fächerübergreifenden Arbeit mehr Priorität zukommen, um nicht nur das Wissen zu vergrößern, sondern auch um soziale Kompetenz ausbilden zu können.
Durch die Initiative eLearning hat Österreich eine Niveauanhebung im IT Bereich vollzogen. Jedoch soll durch die Einführung dieses Konzeptes bereits in der Grundschule ein breiter und allgemeiner Zugang erreicht werden (vgl. Schneeberger/Schlögl 2001, S. 13-20).
Botschaft 2: Höhere Investitionen in die Humanressourcen
Die Pro-Kopf Investition für Weiterbildung soll in Zukunft erhöht werden. Anreizmaßnahmen sollen vor allem für Personen über 35 verstärkt werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung werden ältere ArbeitnehmerInnen immer wichtiger. Leider wurde in den vergangenen Jahren in Österreich diesem Punkt keine Aufmerksamkeit geschenkt. Gemessen am BIP ist ein Rückgang der Investitionen in den Bildungsbereich, besonders in den Bereich der Erwachsenenbildung zu beobachten. Bildungsinvestitionen bringen keinen Gewinn, wie in anderen Bereichen, jedoch können sie den ökonomischen Wachstum verstärken, da durch bessere Ausbildung eine „...höhere Wertschöpfung durch qualifizierte Arbeit entsteht“ (Schneeberger/Schlögl 2001, S.43).
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Arbeit zitieren:
Michaela Kayer, 2008, Lebenslanges Lernen in der Europäischen Union, München, GRIN Verlag GmbH
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