Die Personenkonstellation in der Antigone von Sophokles, Anouilh und Brecht
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Die Antigone des Sophokles. 5
2.1 Die Personenkonstellation. 5
2.1.1 Antigone 5
2.1.2 Kreon. 6
3 Die Antigone von Jean Anouilh. 7
3.1 Die Personenkonstellation. 7
3.1.1 Antigone 7
3.1.2 Kreon. 8
4 Die Antigone des Sophokles von Bertolt Brecht 9
4.1 Die Personenkonstellation. 9
4.1.1 Antigone 9
4.1.2 Kreon. 9
5 Zusammenfassung 10
5.1 Vergleich der drei Stücke 10
6 Literaturverzeichnis. 12
6.1 Primärliteratur 12
6.2 Sekundärliteratur 12
2
1 Einleitung
Sophokles’ Antigone ist wohl der literarische Stoff der griechischen Antike, der im Laufe der Jahrhunderte eine große Bedeutung und Verbreitung gefunden hat. Keine andere Tragödie wurde so oft bearbeitet. Immer wieder hat es Bearbeitungen, Neufassungen, Umdichtungen und Vertonungen gegeben. Mit der Antigone wurden auch gleichzeitig aktuelle Probleme und Konflikte verarbeitet und im Blick auf das antike Drama diskutiert.
Die einzelnen Elemente des Dramas sind ebenfalls griechischen Ursprungs. Der ‚Protagonist’ und der ‚Antagonist’ stammen beide von dem griechischen Wort ‚agon’ für Kampf ab und sind sogleich Helden als auch Gegenspieler der Tragödie. Das Wort ‚Tragödie’ stammt aus dem Griechischen von ‚tragos’ ab und bedeutet Ziegenbock und Ode, also Bockgesang. Der Held der Tragödie, in diesem Fall die Antigone, leidet an ‚Hybris’ (= Hochmut), wird dafür jedoch durch sein ‚Pathos’ (= Leiden) bestraft und aufgrund der tragischen Ironie, so genannter scheinbarer Glücksbegünstigung, in die Katastrophe, auch Schicksalswende genannt, geführt. 1
Der Hauptschwerpunkt dieser Seminararbeit liegt auf der Charakterisierung und Erläuterung der beiden Hauptfiguren Antigone und Kreon in den verschiedenen Antigone-Fassungen von Sophokles, Jean Anouilh und Bertolt Brecht.
Mit der folgenden Übersicht, dem Stammbaum 2 des thebanischen Königsgeschlechts, möchte ich die Personenkonstellation als Einstieg in die Thematik verdeutlichen.
1 Vgl.: Schwanitz, Dietrich: Bildung. Alles was man wissen muß. 12. Auflage. Frankfurt a. M.: Goldmann, 2002. S.
65, Stichwort: „Poesie“.
2 Vgl.: Hermes, Eberhard: Interpretationshilfen. Der Antigone-Stoff. Sophokles, Anouilh, Brecht, Hochhuth.
Stuttgart: Klett Verlag, 1992. S. 7.
3
Für die epischen Dichter ist es schwierig eine Geschichte zu erzählen, die sich über so viele Generationen hinzieht. Ihm bleibt nur die Möglichkeit, seine Erzählung zu unterteilen. Daher kommen auch in der Antigone auch nicht mehr alle Generationen vor.
Bevor ich näher auf die beiden Hauptfiguren eingehe und die Unterschiede in den einzelnen Fassungen herausarbeite, zunächst eine Kurzfassung der antiken Tragödie des griechischen Dramatikers Sophokles.
In der Schlacht ‚Sieben gegen Theben’ haben sich die verfeindeten Söhne des Ödipus, Eteokles und Polyneikes, im erbitterten Kampf um die Herrschaft von Theben gegenseitig umgebracht. Eteokles, Herrscher von Theben, wird in einem Staatsbegräbnis feierlich beigesetzt. Polyneikes, Anführer der besiegten Belagerer des Stadtstaats Theben, wird hingegen auf Befehl des neuen thebanischen Königs Kreon unbestattet auf dem Schlachtfeld liegengelassen und somit zur Beute der aasfressenden Tiere. Neben Polyneikes Leichnam wurde Wachen aufgestellt, die verhindern sollen, dass jemand heimlich den Toten mit Erde bedeckt und ihn damit beerdigt.
Antigone, die Schwester von Eteokles und Polyneikes und Kreons Nichte, die überdies mit Kreons Sohn Haimon verlobt ist, ist dem Göttergebot gehorsamer als der staatlichen Anordnung Kreons. So wird sie schließlich bei der verbotenen Bestattung von den Wächtern festgenommen.
4
Arbeit zitieren:
Anne Fuest, 2006, Die Personenkonstellation in der Antigone von Sophokles, Anouilh und Brecht, München, GRIN Verlag GmbH
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Margaret Rachel Kitzinger
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