1) Einleitung
1.1 Struktur der Hausarbeit Seite 03
2) Historische Einordnung der Quellen Seite 03
3) Religion Seite 04
4) Sozialorganisation / Verwandtschaft Seite 06
5) Politische Organisation Seite 08
5.1 Gewählte Versammlungen Seite 09
5.2 Gerichte Seite 10
6) Wirtschaft Seite 11
7) Bibliographie Seite 13
1) Einleitung
1.1 Struktur der Hausarbeit
Da die Sikhs eine Religionsgemeinschaft sind, beginne ich meine Hausarbeit mit den historischen Wurzeln dieser Gemeinschaft und den zentralen religiösen Überzeugungen, die heute noch für den Glauben von grosser Bedeutung sind. Dann gehe ich zum Thema Sozialorganisation und Verwandtschaft über, da die Familie im Leben der meisten Sikhs von zentraler Bedeutung ist. Als nächstes beschäftige ich mich mit den politischen Organisationen, in der Verwandtschaftsstrukturen weiterhin bedeutsam sind und zuletzt gebe ich einen kleinen Überblick über die Wirtschaft.
2) Historische Einordnung der Quellen Es war nicht einfach für mich, Bücher zu finden, welche die Informationen enthielten, die ich für diese Hausarbeit benötigte, da die meisten Bücher über Sikhs von ihrer Religion oder Geschichte, nicht aber (oder nur in Nebensätzen) von Wirtschaft und Politik berichten. Die neueren Bücher sind meist über die Extremisten, die einen Staat namens Khalistan fordern. Die Hauptquelle für die Bereiche Wirtschaft und Politik ist daher das Buch „Robber Noblemen“ von der Ethnologin Joyce Pettigrew, dass 1975 erschienen ist. Pettigrews Aufzeichnungen basieren auf ihrer 22-monatigen Feldforschung im Punjab von August 1965 bis Juni 1967, also vor den Unruhen von 1984, auf die im Abschnitt "Politik" kurz eingegangen wird. Zusätzlich habe ich mich erfolgreich bemüht, auch aktuellere Literatur aufzutreiben und ihre Informationen miteinzubeziehen: das 1989 erschienene Buch "The Sikhs, History, Religion and Society" von W.H. McLeod und die "Encyclopedia of Sikhism; Religion and Culture, Vol.1" von O.P. Ralhan, die 1997 erschienen ist.
3) Religion Die Sikh-Religion ist ein komplexes Glaubenssytem mit bestimmten Praktiken, dass in mehreren Jahrhunderten gewachsen ist, so lehrt Professor Wilfred Cantwell Smith (McLeod, 1989:16). Vor etwa 500 Jahren, nämlich 1469, nahm alles seinen Anfang: der Gründer der Sikh-Gemeinschaft, Guru Nanak, wurde in einer Hindu-Familie im Punjab geboren. Er verfasste die Lehre, die später von einem nachfolgenden Guru im Adi Granth aufgezeichnet wurde (mit Ergänzungen 5 späterer Gurus). Guru Nanak glaubte an Karma und Seelenwanderung, den Übergang der Seele eines Verstorbenen in einen neuen Körper. Man wird in gute oder schlechte Umstände wiedergeboren, je nachdem, ob man seine Pflichten im letzte Leben gut erfüllt hat oder nicht. Die Summe dieser früheren Taten ist das Karma: jede Tat hat in der Zukunft ihre Konsequenzen. Wenn jemand sich also aus dem Kreislauf der Seelenwanderung befreien möchte, was das ultimative Ziel ist, muss er ein Leben führen, dass ihm das entsprechende Karma verleiht. Guru Nanak lehrte nun im Gegensatz zu traditionellen Lehren der Hindus und Moslems, dass die letzte Befreiung nicht durch äußere Taten, wie Tempel-/Moscheebesuch oder Pilgerreisen erlangt werden kann, sondern allein durch innere Meditation zu Akal Purakh, dem zeitlosen Sein, indem man sich immerzu an den "nam" erinnert - die ständige Präsenz des Göttlichen in allem. Zu diesem Zweck kann man zum Beispiel singen oder meditieren. (McLeod, 1989: 2-3) Guru Nanak folgten 9 weitere Gurus, die nach dem Glauben der Sikhs aber alle der gleiche, ewige göttliche Lehrer sind.(McLeod, 1989: 6) Die Umstände, unter denen die Sikhs lebten, änderten sich jedoch dramatisch. Die Mogulen, die damals über den Punjab herrschten, wurden der neuen, wachsenden Religionsgemeinschaft gegenüber immer mißtrauischer und nach dem Tod des 5.Guru zeigten sie ihre Feindseligkeit offen. Die Gemeinschaft musste sich nach außen verteidigen. Unter dem neuen Eroberer Aurangzeb wurde 1675 der neunte Guru hingerichtet. Sein
Arbeit zitieren:
M.A. Mira Fels, 2001, Die Sikhs (im Punjab, Indien), München, GRIN Verlag GmbH
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