Literatur:
- Anders, Wolfgang: „Ich habe mehr Kraft als ich dachte…“. In: Sportpädagogik 3 (2003). S. 24-29
- Anders, Wolfgang und Beudels, Wolfgang: Ringen und Raufen. In: Sportpädagogik 3 (2003). S. 4-9
- Bergedorfer Grundschulpraxis. Sport. 1./ 2. Klasse. Begleit- CD zu den Unterrichtshilfen der Bergedorfer Grundschulpraxis. Sport. 1./ 2. Klasse. Band 1 und 2. Horneburg: Persen Verlag GmbH, 2003
- Beudels, Wolfgang und Anders, Wolfgang: Wo rohe Kräfte sinnvoll walten. Handbuch zum Ringen, Rangeln und Raufen in Pädagogik und Therapie. (3. unveränderte Aufl.). Dortmund: Borgmann, 2001. S. 25-52, S. 91-277
- Büngers, Beate u.a.: Bergedorfer Grundschulpraxis. Sport 1./ 2. Klasse. Band 2. (3. Auflage). Horneburg: Persen Verlag GmbH, 2006. S. 133-156
- Busch, Felix: Ringen und Kämpfen. Ideen, Hintergründe und Praxisbeispiele für den Sportunterricht in der Grundschule. (1. Auflage). Donauwörth: Auer Verlag GmbH, 2002. S. 5-15, S. 18-27, S. 42-68
- Frey, Karl und Frey- Eiling, Angela: Gruppenpuzzle. In: Zwölf Unterrichtsmethoden. Vielfalt für die Praxis. (3. Aufl.). Hrsg. Von Jürgen Wiechmann. Weinheim und Basel: Beltz, 2002. S. 50-57
- Funke, Jürgen: Ringen und Raufen. In: Sportpädagogik 4 (1988). S. 13-21
- Funke, Jürgen: Unterricht öffnen - offener unterrichten. In: Sportpädagogik 2 (1991). S. 12-18
- Happ, Sigrid: Zweikämpfen mit Kontakt. In: Sportpädagogik 5 (1988), S. 13-23
- Hoof, Dieter (Hrsg.):Didaktisches Denken und Handeln. Eine Einführung in die Theorie des Unterrichts. (5. neu überarbeitete Aufl.). Braunschweig: Institut für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik der Technischen Universität Braunschweig, 2001. S. 169-178
- Lange, Harald und Sinning, Silke: Kämpfen, Ringen und Raufen im Sportunterricht. (1. Aufl.). Wiebelsheim: Limpert Verlag GmbH, 2007. S. 9-24, S. 27-114, S. 159-174
- Meier, Anja: Wie wollen wir miteinander umgehen. In: Sportpädagogik 2 (1991). S. 28-30
- Texier, A.: Kampfspiele. In: Sportpädagogik 4 (1988). S. 22-25
- Frank, Wolfgang: Rücksichtsvoll kämpfen lernen. In: Sportpädagogik 4 (1988). S. 39-46
- Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Kerncurriculum für die Grundschule. Schul- jahrgänge 1-4. Sport. Hannover, 2006
Einordnung in die fachliche Perspektive gemäß Kerncurriculum:
Angestrebte Kompetenzen der Unterrichtsstunde:
Die Schülerinnen und Schüler sollen …
1) ... in den vorgegebenen Übungsformen ihre Kräfte innerhalb der Gruppe miteinander messen (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, S. 19). 1 2) … das selbstständige Organisieren innerhalb einer Gruppe üben. 2
Schwerpunktziel der Stunde:
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Ausübung verschiedener Übungen, einen etwa gleich starken Partner finden. Dieser wird ein gleichwertiger Gegner in den weiterführenden Übungen zum Ringen und Raufen sein. 3
1. Anmerkungen zu den Lernvoraussetzungen und zum Lernstand
In der Klasse 2 sind insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler, 13 Mädchen und acht Jungen. Die Klasse 2 kenne ich bereits seit Beginn meiner Ausbildungszeit im Mai 2007, da ich die Klasse auch im betreuten Unterricht schon im Fach Sport unterrichtet habe. Mit Beginn des zweiten Quartals im August 2007 habe ich die Klasse mit zwei Wochenstunden Sport eigenverantwortlich übernommen. Zwischen mir und den Schülerinnen und Schülern besteht ein sehr gutes Verhältnis, das sowohl durch gegenseitigen Respekt und Anerkennung als auch durch Vertrauen geprägt ist. Ebenso positiv ist auch die allgemeine Arbeitsatmosphäre zu bewerten, die durch gegenseitige Wertschätzung und einander zugewandtes Verhalten bestimmt wird. Dem förderlichen Arbeitsklima entspricht gleichermaßen die hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler. Sie nehmen am Sportunterricht mit Spaß teil und zeigen dies durch ein hohes Maß an Aktivität, ihr Verhalten und auch durch ihre Äußerungen während der regelmäßigen Gesprächsphasen.
Hinsichtlich der Aufmerksamkeit und der Leistungsbereitschaft schätze ich das Arbeitsverhalten der Klasse im Fach Sport als gut ein. Jedoch gibt es einige besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler wie Bastian, Christoph, David, Jeremias, Jette, Sebastian und Victoria die auch komplexere Bewegungsaufgaben und hohe Anforderungen erfolgreich und vor allem eigenständig meistern können. Diese Kinder zeichnen sich außerdem durch eine überdurchschnittliche Beteiligung an den Unterrichtsgesprächen aus, indem sie sinnstiftende und motivierende Gesprächsteile beitragen. Im Gegensatz dazu haben Celina, Fenja, Michel, Robin und Sascha oft größere Schwierigkeiten, Bewegungsaufgaben (selbstständig) zu erschließen und
1 Prozessbezogene Kompetenz - Bewegungskönnen entwickeln - Erkenntnisse gewinnen (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, S. 9)
2 Prozessbezogene Kompetenz - Lernen lernen (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, S. 9-10)
3 Inhaltsbezogene Kompetenz - erfahren, dass Spaß und Erfolg beim Miteinander Kämpfen von einem gleich starken Partner abhängig sind (vgl. ebd., S. 19)
neue Unterrichtsinhalte nachvollziehen zu können. Sie benötigen deshalb oft zusätzliche Hilfe und Unterstützung, sowie zusätzliche Erklärungen oder Anstöße.
Bezüglich des Sozialverhaltens lässt sich sagen, dass es überwiegend positiv ist und die Schülerinnen und Schüler sehr freundlich miteinander umgehen, hilfsbereit und aufgeschlossen sind. Jedoch kommt es mit Christoph, Robin, Sascha und Wiebke immer wieder zu Konfliktsituationen. Robin und Sascha sind miteinander befreundet, können es aber nicht ertragen gegen den jeweils anderen zu verlieren und es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen. Dies hat sich nach einem gemeinsamen Gespräch bereits etwas gebessert. Wiebke kann allgemein nicht verlieren und ist schnell beleidigt. Sie verliert dann schnell die Lust am Unterricht, wird bockig und verweigert die weitere Mitarbeit. Besonderes Augenmerk muss auf Christoph gelegt werden, der häufig den Unterricht stört, indem er zum einen unaufmerksam ist und andere Schüler durch sein erhöhtes Konversationsbedürfnis ablenkt und zum anderen eine sehr geringe Regelakzeptanz aufweist. Er muss sich mehr um Einhaltung der vereinbarten Regeln bemühen und lernen mehr Rücksicht auf seine Mitschüler zu nehmen, da er nicht selten auch Klassenkameraden angreift oder unbeabsichtigt verletzt. Leider haben bisher weder die Einzelgespräche mit ihm, noch ein Gespräch zwischen Klassenlehrer, ihm und seinen Eltern eine Veränderung gebracht.
Innerhalb des zweiten Schuljahres haben die Schülerinnen und Schüler immer wieder die Möglichkeit bekommen, in verschiedenen Spielen und Übungen ihren Körper vielfältig zu erfahren und das Einschätzen ihrer eigenen Kräfte zu üben. Die Lerngruppe ist ebenfalls mit dem Unterschied des Miteinanders und Gegeneinanders vertraut, da aus gegebenem Anlass bereits zu Beginn des Schuljahres darüber gesprochen wurde.
Die Klasse 2 zeichnet sich überdies durch ein hohes Niveau koordinativer und konditioneller Fähigkeiten aus. Nur Celina, Wiebke und Robin haben teilweise Schwierigkeiten Aufgaben mit hohen koordinativen Anforderungen auszuführen. Jedoch bemühen sie sich immer um eine erfolgreiche Bewältigung.
Das selbstständige Aufbauen von Stationen wurde bereits eingeführt und in mehreren Stunden immer wieder geübt und besprochen. Die Schülerinnen und Schüler wissen, wie sie zum Beispiel die Matten tragen müssen und wo sie welche Materialien finden können. Ihnen ist auch bekannt, dass jede Gruppe dafür verantwortlich ist, ihr Arbeitsmaterial wieder an den vereinbarten Ort zurück zu bringen.
Das Arbeiten in einer Gruppe als Form des kooperativen Lernens wurde bereits in vorherigen Stunden eingeführt und in regelmäßigen Abständen geübt. Diese Form der Arbeit ist also bekannt. Allerdings ist es nach meinem Wissen die erste Stunde, in der die Gruppenarbeit von Beginn an selbstständig organisiert werden muss und sich die Gruppenmitglieder gemeinsam auf Vorgehensweise und Zusammenarbeit einigen müssen. Diese Erkenntnis hat sowohl Einfluss auf die methodischen Überlegungen als auch auf das Arbeitsverhalten der Schülerinnen und Schüler während dieser Phase der Zusammenarbeit.
Arbeit zitieren:
Sabrina Engelke, 2008, Unterrichtsstunde: Ringen und Raufen im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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