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Soziales Lernen - ein kurzer Überblick

Title: Soziales Lernen - ein kurzer Überblick

Term Paper (Advanced seminar) , 1998 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hanno Frey (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Der Begriff des „Sozialen Lernens“ ist spätestens seit den 70er Jahren Diskussionsgegenstand der Öffentlichkeit. Es gab (und gibt) jedoch verschiedene Auffassungen darüber, was unter dem Begriff zu verstehen sei, so daß er mit vielen unterschiedlichen Zielsetzungen verbunden wurde und in dementsprechend unterschiedlichen Zusammensetzungen auftauchte. Es kann deshalb in dieser Hausarbeit kein Anspruch auf vollständige Behandlung der verschiedenen Ansätze erhoben werden. Vielmehr soll zunächst einmal auf die Geschichte des Begriffs des „Sozialen Lernens“ eingegangen werden, um anschließend die vier meistdiskutierten Lesarten in einer Übersicht darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte und Begriffsdefinition des „Sozialen Lernens“

3 Richtungen des sozialen Lernens

3.1 Soziales Lernen als angstfreies Lernen

3.2 Soziales Lernen als Sozialerziehung

3.3 Soziales Lernen als soziale Integration

3.4 Soziales Lernen als soziale Interaktion

4 Fazit

5 Bibliographie

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den vielschichtigen Begriff des „Sozialen Lernens“ und beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie die unterschiedlichen pädagogischen Auffassungen. Ziel ist es, die vier maßgeblichen theoretischen Strömungen einzuordnen und zu diskutieren, inwieweit diese Ansätze eine notwendige Ergänzung zum fachorientierten Lernen in der Schule darstellen.

  • Historische Herleitung des Begriffs aus dem Behaviorismus und Sozialisationstheorien
  • Analyse von vier zentralen Strömungen: angstfreies Lernen, soziale Integration, Sozialerziehung und soziale Interaktion
  • Diskussion der schulischen Verantwortung im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen
  • Bewertung des Verhältnisses zwischen fachlicher Wissensvermittlung und sozialem Lernen

Auszug aus dem Buch

3.1 Soziales Lernen als angstfreies Lernen

Die theoretische Grundlage dieses Verständnisses findet sich in der Psychoanalyse Sigmund Freuds, obwohl - von ihr unabhängig - der Zusammenhang zwischen Angst und Leistung schon länger bekannt ist. Angst kann so überwiegend als „Gefahrensignal“ verstanden werden. Der Körper reagiert auf Angstgefühle meist mit reflexartigen oder instinktiven Handlungen. Die eigentliche Denkfähigkeit wird durch Angst verhindert, da die bei Angstreaktionen freiwerdenden Hormone ( Adrenalin und Noradrenalin) die Stellen im Gehirn, die zur Weiterleitung von Informationen benötigt werden, blockieren. Dieser Prozeß, der durchaus „im Sinne der Selbsterhaltung verstanden werden muß, wo jedes Nachdenken den rettenden Sprung vor dem Feind verzögern würde“ macht im Zusammenhang mit der Arterhaltung Sinn. Die Tatsache, „daß unsere moderne Gesellschaft einmal Streß- und Alarmreaktionen ausgerechnet mit dem Lernen und Denken verknüpft hat“ ist jedoch höchst fragwürdig und mag zur Erklärung zahlreicher Fehlleistungen (nicht nur der Schüler) herangezogen werden.

Daß angstfreies Lernen zum ersten Mal in der antiautoritären Erziehungsbewegung offen gefordert wurde, verstärkt die Vermutung, die Nahbedürfnisse des Schülers ständen hier im Vordergrund. Es geht bei dieser Lerntheorie darum, Schülern die Möglichkeit zu geben, gemäß ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu lernen und dies (zunächst) eben ohne Leistungsdruck.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die begriffliche Vielfalt des „Sozialen Lernens“ ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die wichtigsten Strömungen darzustellen.

2 Geschichte und Begriffsdefinition des „Sozialen Lernens“: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Begriffs vom behavioristischen Verständnis hin zur soziologischen „learning of a culture“-Perspektive nach.

3 Richtungen des sozialen Lernens: Es werden vier verschiedene theoretische Ansätze gegenübergestellt, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Lernens in sozialen Zusammenhängen fokussieren.

3.1 Soziales Lernen als angstfreies Lernen: Hier wird der Zusammenhang von Angst, psychischer Blockade und der Forderung nach einer Schule ohne Leistungsdruck behandelt.

3.2 Soziales Lernen als Sozialerziehung: Dieser Abschnitt thematisiert die Vermittlung von Sozialtugenden und die Befähigung zum Lernen in der Gemeinschaft.

3.3 Soziales Lernen als soziale Integration: Der Fokus liegt auf der politischen Dimension, insbesondere dem Abbau sozialer Ungleichheit im Bildungssystem.

3.4 Soziales Lernen als soziale Interaktion: Dieser Ansatz betrachtet Lernen als aktiven Identitätsbildungsprozess im Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine gleichberechtigte Integration sozialen Lernens neben der fachlichen Wissensvermittlung im Schulalltag.

5 Bibliographie: Die Bibliographie listet die verwendeten Quellen und pädagogische Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Soziales Lernen, Pädagogik, Sozialisation, Schule, angstfreies Lernen, Sozialerziehung, soziale Integration, soziale Interaktion, Leistungsdruck, demokratische Erziehung, Bildungsauftrag, Verhaltenslehre, Identitätsbildung, Schulpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Konzept des „Sozialen Lernens“ und zeigt auf, dass der Begriff historisch und inhaltlich sehr unterschiedlich interpretiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die historischen Hintergründe, die Abgrenzung verschiedener pädagogischer Lehrmeinungen und die Rolle der Schule in der modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine systematische Übersicht über die vier Hauptströmungen des sozialen Lernens zu geben und die Notwendigkeit dieser Lernformen für die Vorbereitung auf ein demokratisches Leben zu begründen.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung und Gegenüberstellung bestehender pädagogischer Diskurse und Quellen durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des Begriffs und eine detaillierte Analyse der vier Richtungen: angstfreies Lernen, Sozialerziehung, soziale Integration und soziale Interaktion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialisation, demokratische Primärerfahrung, Lernpsychologie und Schulpädagogik charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Psychoanalyse beim „angstfreien Lernen“?

Die Psychoanalyse nach Freud dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, wie Angst die Denkfähigkeit und den Lernprozess physiologisch blockiert.

Inwiefern unterscheidet sich „soziale Integration“ von „sozialer Interaktion“?

Während die Integration primär Chancengleichheit und politische Teilhabe anstrebt, betont die Interaktion das Wechselspiel zwischen dem Individuum und der Gesellschaft bei der Identitätsentwicklung.

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Details

Title
Soziales Lernen - ein kurzer Überblick
College
University of Hamburg  (FB Pädagogik)
Course
Einführung in die Aufgaben und Arbeitsweisen der Vor - und Grundschulpädagogik
Grade
1,0
Author
Hanno Frey (Author)
Publication Year
1998
Pages
10
Catalog Number
V11815
ISBN (eBook)
9783638178709
ISBN (Book)
9783638932196
Language
German
Tags
Soziales Lernen Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanno Frey (Author), 1998, Soziales Lernen - ein kurzer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11815
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