Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1. Einleitung 3
2.1. Definitionsansätze 4
2.2. Höflichkeit in der Sprachwissenschaft. 6
2.3. Das face-Modell 7
3. Höflichkeit durch grammatische Strukturen? 8
3.1. Modalverben / Konjunktiv 9
3.2. Partikel 11
4.1. Anrede 15
4.2. Aufforderungen 20
5. Ergebnisse des Vergleiches Spanisch / Deutsch 24
6. Fazit. 27
7. Bibliografie. 29
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1. Einleitung
„Höflichkeit und gute Sitten machen wohlgelitten.“
Dieses und andere Sprichwörter versprechen ein sorgenfreieres Leben und mehr gesellschaftlichen Erfolg durch sittsames Auftreten und höfliches Sprechen. Doch auf was genau bezieht sich dieses 'höfliche Sprechen', wodurch wird es allgemein gekennzeichnet und welchen Stellenwert hat es in der Sprachwissenschaft?
Höflichkeit ist ein alltägliches und allgegenwärtiges Phänomen, ein normaler Bestandteil der Alltagskommunikation, das die Haltung des Sprechers gegenüber dem Adressaten verdeutlicht. Es kann somit das Selbstwertgefühl und den Grad der Zufriedenheit des Adressaten mit der Kommunikationssituation fördern. Höflichkeit dient also allgemein der Regulierung des menschlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft. Sie umfasst einen Kanon von Regeln oder Konventionen, die allerdings keinem hohen Verbindlichkeitsgrad unterliegen; aufgrund von unhöflichem Verhalten oder Äußerungen können keine rechtlichen Maßnahmen ergriffen werden.
Aber ein anderes Sprichwort warnt: „Ist die Höflichkeit zu groß, sitzt der Teufel ihr im Schoß.“ In manchen theoretischen Ansätzen findet man sogar eine Gleichsetzung von Höflichkeit und Unehrlichkeit, die sogenannte Höflichkeitslüge. Es gilt also auch gewissen Gefahren der falschen Graduierung von Höflichkeit vorzubeugen. Ehrhardt fasst diesbezüglich zusammen: „[...] man kann zu viel Höflichkeit für die Situation an den Tag legen und wird dann als unehrlich oder schmeichelhaft empfunden oder im Gegenteil zu wenig höflich sein und wird dann als unsozial, respektlos, gleichgültig gegenüber anderen angesehen.“ (Ehrhardt 2002: 31)
Sprache bietet einem also ein breites Spektrum an Ausdrucksmustern und gruppenspezifisch oder kulturell liegen unterschiedliche Erwartungen vor, was denn nun höflich sei. Daher gelten universelle Höflichkeitsmodelle auch als eher fragwürdig und einzelne Sprachvergleiche müssen betrachtet werden. Speziell im Bereich der spanischen und deutschen Sprache gibt es allerdings recht wenig sprachvergleichende Studien, vor allem nicht in Bezug auf Höflichkeit. Der Forschungsstand zur Höflichkeit ist generell sehr komplex und heterogen und bis jetzt liegt das wissenschaftliche Interesse mehr in Einzelanalysen zur Sprechakttheorie 1 .
1 Definition Wikipedia: „Die Sprechakttheorie, auch Sprechhandlungstheorie, basiert auf der von manchen
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Daher soll im Folgenden etwas mehr auf das Phänomen Höflichkeit eingegangen werden und ihr Stellenwert in der Sprachwissenschaft ein wenig genauer umrissen werden. Dabei soll der Fokus immer von einem Blickwinkel des spanisch / deutschen Sprachvergleiches ausgehen. Begonnen werden soll mit einer kleinen Übersicht, was Höflichkeit allgemein ist und welche Funktionen sie in einem Gespräch hat. Dann soll das Ganze aus einer eher sprachwissenschaftlichen Perspektive betrachtet werden und es wird untersucht, welche Rolle Höflichkeit in den einzelnen Bereichen der Sprachwissenschaft spielt. Detaillierter soll dann das face-Modell von Brown und Levinson vorgestellt werden, da es eines der einflussreichsten Ansätze der Höflichkeitsforschung darstellt. Nach diesen allgemeinen Ausführungen soll dann das Interesse vor allem auf dem Grammatikbereich liegen und es soll untersucht werden, ob Höflichkeit allein durch bestimmte grammatische Strukturen erzeugt werden kann. Als beispielhafte Analysen wird dann auf die Verwendung der Modalverben und des Konjunktivs sowie der Partikel im Deutschen und im Spanischen eingegangen. Des weiteren werden zwei bedeutende Forschungsbereiche der Höflichkeit vorgestellt, nämlich die Anrede und die Aufforderung. Der Vergleich der Höflichkeitsstrukturen im Deutschen und Spanischen soll dabei immer im Hinterkopf behalten werden und in Kapitel 5 mithilfe der Frage, ob man die Höflichkeit zweier Sprachen überhaupt hierarchisch vergleichen kann, ausgewertet werden. Ein abschließendes Fazit wird dann die Ergebnisse noch einmal kurz zusammenfassen.
2.1. Definitionsansätze
Den geschichtlichen Hintergrund des Höflichkeitskonzeptes bilden der Hof und die höfische Gesellschaft im europäischen Kontext als Ursprungs- und Ausgangsort besonderer Verhaltensweisen.
Heutzutage ist Höflichkeit ein gut erforschtes, aber dennoch schwierig zu definierendes Phänomen, welches auf einem dynamischen, veränderlichen Konzept beruht. Als sprachlicher Ausdruck spricht man auch von Höflichkeit als sekundärem kommunikativen Effekt, womit
Richtungen der Sprachwissenschaft und Sprachphilosophie nicht oder nicht genügend beachteten Tatsache,
dass man mit sprachlichen Äußerungen (Reden) nicht nur Sachverhalte beschreibt und sich für deren
Existenz verbürgt (Behauptung), sondern darüber hinaus Handlungen (Akte) vollzieht, zum Beispiel etwas
anordnet (Befehl, gerichtliche Verfügung), einer Person oder Sache einen Namen gibt (Taufe, Benennung),
sich selbst zu einem Tun verpflichtet (Versprechen), jemanden auf eine Gefahr hinweist (Warnung) oder
jemanden seelisch verletzt (Beleidigung). Die Sprechakttheorie untersucht das Wesen sprachlicher
Handlungen, ihre Klassifikation und ihre Erklärung.“
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die konfliktvermeidende, beziehungs- und identitätsbildende Funktion gemeint ist. Allgemein dient Höflichkeit dem Selbstschutz und der Erhaltung eines positiven Selbstbildes 2 . Als Gegenteil von Höflichkeit seien laut Machwirth „alle jene Verhaltensweisen zu definieren, die präzis und eindeutig den Sachverhalt zum Ausdruck bringen und damit die kürzeste Verbindung zum anderen Menschen herstellen.“ (Machwirth, 285) Unhöfliche Äußerungen sind also in der Regel kürzer und weniger redundant als höfliche. Ein Sprecher hat folglich bei jeder Aussage die Auswahl zwischen direkten, eindeutigen, sprachlichökonomischen Formulierungen (einem Befehl z.B.) oder höflichkeitsfunktional modifizierten Ausführungen.
Wichtig zur Errechnung der anzuwendenden Höflichkeitsstrategie sind vor allem die soziale Distanz zwischen Sprecher und Hörer, die relative Macht des Sprechers bezüglich des Angesprochenen und besonders das kulturspezifisch bestimmte Gewicht der Handlung. Höflichkeit muss auch immer als eine interaktive Kategorie angesehen werden, denn die Höflichkeitsgrade stehen nicht fest und können nicht festgelegt werden, sondern ergeben sich in dialogischen Kommunikationen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die in Genzmers Grammatik zu findende Verallgemeinerung: „Höflichkeit ist nichts anderes als das sprachliche Offenlassen von Optionen.“ (Genzmer 1998: 126). Ehrhardt dagegen stellt fest, dass der Hörer durch eine höfliche Bitte weit mehr zu einer positiven Antwort verpflichtet wird (vgl. Ehrhardt 2002 S.123). Er schränkt Genzmers Aussage ein, in dem er auf den höheren Grad an Vagheit einer höflichen Formulierung hinweist: „Es ist unmittelbar einleichtend, dass Äußerungen mit niedrigerem Geltungsanspruch zurückhaltender wirken, dem Hörer mehr
Reaktionsmöglichkeiten offen lassen und damit als höflicher angesehen werden.“ (Ehrhardt 2002: 126).
An dieser Stelle soll auch noch einmal betont werden, dass Höflichkeitsstrategien in jeder Sprache oder Kultur verschiedene Verfahren und Mittel der Abschwächung, Indirektheit und Dämpfung aufzeigen und dass Kommunkationsprobleme oder -missverständnisse oft aufgrund mangelnder Kenntnisse einer Zielkultur und deren divergierenden Höflichkeitsstilen auftreten. Besonders schwierig gestaltet sich daher ein höfliches Gespräch in einer Fremdsprache, da die Sprecher meist nicht verletztend wirken wollen, aber eine angemessene sprachliche Höflichkeit doch ein sehr hohes Maß an grammatischen Auswahlmöglichkeiten und Kenntnissen sowie sprachlichen Relativierungstechniken erfordert.
2 Zur Erläuterung des face- bzw. Gesicht-Konzeptes von Brown und Levinson siehe weiter unten
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Nachdem Höflichkeit in diesem Kapitel nur sehr allgemein beschrieben wurde, soll im nächsten Abschnitt die Situation in der sprachwissenschaftlichen Forschung zum Thema Höflichkeit etwas genauer umrissen werden.
2.2. Höflichkeit in der Sprachwissenschaft
In den siebziger Jahren wurden im Zuge einer kontrastiven Welle die ersten Vergleiche von Höflichkeitsphänomenen (oft das Anredesystem) durchgeführt. Besondere
Forschungsbereiche waren zum Beispiel Entschuldigungen, Kritik, Zurückweisungen, Beleidigungen und Verbote auf der einen Seite und Versprechen, Aufforderungen, Komplimente, Danksagungen sowie Begrüßungen und Verabschiedungen anderseits. Es gab immer wieder Zweifel, ob man die Höflichkeit nicht eher der soziologischen Terminologie zuordnen sollte und die Sprachwissenschaft mit ihren genuin linguistischen Untersuchungsobjekten wie Wort, Kasus, Bedeutung, Satzstruktur usw. für unzuständig erklären müsste. Aber heutzutage beschäftigen sich zahlreiche Studien mit der Höflickeit, die zunehmend in linguistische Ansätze und die Terminologie eingeordnet wird. Oft wird Höflichkeit noch aus einer kommunkationstheoretischen Perspektive betrachtet und erst pragmatische Ansätze haben sich eingehender mit den Zusammenhängen von Sprache und Höflichkeit auseinandergesetzt. Die Feststellung, dass das Sprachsystem vieler, möglicherweise sogar aller Sprachen Strukturen aufweist, die ausschließlich oder teilweise dem Ausdruck von Höflichkeit dienen (auf eine verallgemeinernde Universalität muss an dieser Stelle natürlich verzichtet werden) macht sie zunehmend zum
Untersuchungsgegenstand der Linguistik.
In fast allen gängigen Grammatiken ist mittlerweile das Schlagwort Höflichkeit enthalten, auch wenn es in DaF-Grammatiken noch nicht als seperates Thema (nur in Form von einigen situationstypischen Routineformeln) behandelt wird.
Bezüglich der Höflichkeitsforschung in der spanischen Sprache beobachten Placencia und Bravo Folgendes: „Este tipo de investigación no ha alcanzado en el español el grado de interés y de difusión que ha tenido en otras lenguas [...]“ (Placencia / Bravo 2002: III). Im Spanischen scheint es bereits schwierig zu sein, der Höflichkeitsforschung einen passenden Namen zu geben. Das Wort cortesía ist wohl am naheliegendsten, auch wenn die Definition, die einem das Salamanca Diccionario bietet, doch recht offen bleibt: cortesía - Educación, respeto y amabilidad hacia una persona. In manchen Aufsätzen ist daher die Rede von der
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'cortesiología', wobei dieser Begriff wohl noch keine allgemeingültige Anerkennung oder Verbreitung gefunden zu haben scheint.
2.3. Das face-Modell
Die bekannteste und bis jetzt wichtigste Höflichkeitstheorie stammt von Brown und Levinson. In ihr wird Höflichkeit als ein universales Prinzip verstanden, welches den konkreten kulturspezifisch geprägten verbalen Manifestationsformen höflichen Verhaltens unterliegt, wobei anzumerken bleibt, dass das Modell u.a. wegen dem unterschwelligen angelsächsischen Ethnozentrismus kritisiert wird. Vor allem die Weiterentwicklung bzw. Übertragung des 1971 von Goffmann entwickelten face / Gesicht-Begriffes hat sehr viel Einfluss auf weitere Theorien ausgeübt: „Central to our model is a highly abstract notion of „face“ which consists of two specific kinds of desire („face wants“) attributed by interactants to one another: the desire to be unimpeded in one's actions (negative face), and the desire (in some respects) to be approved of (positive face).“ (Brown / Levinson 1987: 3) Brown und Levinson unterscheiden also zwischen einem positiven und einem negativen face. Das Positive steht für den Wunsch, grundsätzlich anerkannt, geschätzt und unterstützt zu werden; mögliche Gefährdungen können für den Sprecher durch Selbstkritik, Entschuldigungen und Schuldeingeständnisse entstehen, für den Hörer durch Kritik, Zurückweisungen sowie Beleidigungen. Das negative Gesicht steht für die Handlungsfreiheit, sprich für das Bedürfnis, das eigene Territorium, den persönlichen Handlungsspielraum, so wenig wie möglich einschränken zu lassen; es kann auf der Sprecherseite durch Versprechen oder andere Festlegungen und auf der Hörerseite durch Verbote und Aufforderungen gefährdet werden. Lüger fasst zusammen:„In der zwischenmenschlichen Kommunikation geht es meist nicht allein um effktiven Informationsaustausch, um Sachverhalts-Mitteilungen im engeren Sinne; konstituiv ist ebenfalls das Bemühen der Kommunikationspartner, ihre Identitäten zu wahren, zu bilden oder zu stärken.“ (Lüger 2002: 5). Die faces entwickeln sich also erst in der Kommunkation, und es ist wichtig, dass beide Gesprächspartner ihre Aufmerksamkeit auf gesichtsstärkende Handlungen richten, wie z.B. Komplimente oder Sympathiekundgaben. Derartige Höflichkeitsstrategien stehen im Zentrum der Wahrung des Gesichts, aber es gibt auch die oben bereits aufgezählten gesichtsbedrohenden Akte, die sogenannten „face- threatening-acs(FTA)“ (Brown/ Levinson 1987: 65ff.).
Höflichkeit ist laut dem Modell von Brown und Levinson als die Gesamtheit der Maßnahmen
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zu verstehen, die die Interagierenden ergreifen, um - auch bei gegenläufigen Interessen - die gegenseitigen Gesichter zu wahren, d.h. die gesichtsverletztenden Akte zu vermeiden, zu neutralisieren oder zu mindern.
3. Höflichkeit durch grammatische Strukturen?
Nachdem kurz die Rolle der Höflichkeit in der Sprachwissenschaft allgemein erläutert wurde und mit dem Modell von Brown und Levinson auch ein kommunikationstheoretischer Ansatz betrachtet wurde, soll der Fokus der weiteren Untersuchungen vor allem auf dem Stellenwert der Höflichkeit in der Grammatik gerichtet werden.
Bisher konnte das genaue Verhältnis von grammatischer Form, Beziehungsausdruck und Höflichkeit noch nicht geklärt werden. Außerdem gibt es relativ wenig sprachwissenschaftliche Texte, die sich ausschließlich mit Höflichkeit innerhalb eines grammatischen Kontextes beschäftigen, es werden eher spezifische Unterpunkte als extra Kapitel bei anderen Themenbereichen oder in Essaysammlungen behandelt. Höflichkeit erscheint z.B. oft als Unterkapitel zum Thema „sprachliche Indirektheit“, da sich Höflichkeit oft durch Formen der Abschwächung oder Indirektheit äußert. Durch die Indirektheit einer Aussage kann sich ein Sprecher selbst schützen; aus demselben Grund wird auch Ironie zur Abschwächung verbaler Angriffe eingesetzt.
Einige Autoren in der Romanistik ordnen die sogenannte 'Höflichkeitssprache' gar als eigenes Subsystem der langue ein, aber Lüger warnt:
Das Phänomen sprachlicher Höflichkeit umfasst mehr als eine abgegrenzte Höflichkeitssprache und lässt sich nicht auf ein bestimmtes Subsystem mit entsprechenden lexikalischen, morphologischen oder syntaktischen Mitteln reduzieren. Auch wenn sich verschiedene sprachliche Verfahren feststellen lassen, die - z.B. bei Aufforderungen - besonders für Zwecke der Dämpfung oder Abschwächung geeignet sind, ergibt sich daraus noch kein geschlossenes höflichkeitsspezifisches Inventar. (Lüger 2002: 22) Auch wenn Höflichkeit sich zwar nicht als quasi Parallelsprache definieren lässt, so finden sich doch einige grammatische Modulierungen, die eine Aussage scheinbar höflicher werden lassen, so z.B. Präsätze (ich mein / es tut mir leid, aber ich glaub nicht, dass), Adverbien und Partikel ( geht einfach / wirklich nicht) sowie der explizit für die Abschwächung eingesetzte Modusgebrauch (wenn mir das möglich wäre ..., würde ich es ja machen). Darüber hinaus wird die positive Sichtweise stark eingeschränkt (es wird dir nicht viel helfen) und fast
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Arbeit zitieren:
Stefanie Brunn, 2008, Höflichkeit im deutsch-spanischen Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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