I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
1 Einführung: Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit 1
2 Begriff des Managementkonzeptes 1
3 Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus 2
4 Verbreitung von Managementkonzepten 4
4.1 Makroinstitutionalistische Analyse 4
4.1.1 Rationalitätsmythen und Legitimität 4
4.1.2 Institutioneller Isomorphismus:
Mechanismen und Prozesse 5
4.1.3 Verbreitung durch isomorphistische Prozesse 6
4.2 Mikroinstitutionalistische Analyse 7
4.2.1 Organisationale Problemstellungen und
Innovationen 7
4.2.2 Phasen von Institutionalisierungsprozessen 8
4.2.3 Verbreitung durch Institutionalisierungsprozesse 9
5 Zusammenfassende Würdigung 10
Literaturverzeichnis 11
II
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Überleben einer Organisation 4
Abb. 2: Teilprozesse der Institutionalisierung 8
1
1 Einführung: Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit
Managementkonzepte als Konzepte der Unternehmensführung bieten Orientierung im Umgang mit unternehmerischen Problemstellungen. Bezugspunkte hierbei sind Struktur und Prozesse der (Unternehmens-)Organisation. 1 Diese wiederum sind Gegenstand des Erkenntnisinteresses von Or-ganisationstheorien, die Organisationen unter verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen bzw. zu erklären suchen. 2
Grundlage und Erkenntnisinteresse der neoinstitutionellen Organisations-theorie, deren Ursprung in den USA liegt und die heute zu den führenden Organisationstheorien gehört 3 , ist der Zusammenhang zwischen Umwelteinflüssen und der Struktur einer Organisation. 4 Die makroinstitutionelle Richtung untersucht hierbei die organisationsübergreifende Verbreitung von Strukturen, die mikroinstitutionelle Richtung betrachtet die Organisation selbst als Institution und untersucht organisationsinterne Diffusionsprozesse. Ziel dieser Arbeit ist, die Verbreitung von Managementkonzepten aus makro- und aus mikroinstitutionalistischer Perspektive zu analysieren. In Kapitel 2 dieser Arbeit wird zunächst auf den Begriff des Managementkonzeptes eingegangen, bevor in Kapitel 3 die Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus dargestellt werden. Kapitel 4 als Hauptteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Verbreitung von Managementkonzepten aus makro- und mikroinstitutionalistischer Perspektive.
2 Begriff des Managementkonzeptes
Der Begriff „Managementkonzept“ wird in Wissenschaft und Praxis nicht einheitlich verwendet. Einer Vielzahl von Bedeutungen stehen synonym verwendete Begriffe wie Managementmethode, -technik, -system u. a. gegenüber. 5 Dennoch soll hier eine Begriffseingrenzung versucht werden. Unter Management können „Aufgaben der Führung in einem zweckgerichteten sozialen System“ 6 verstanden werden. Ein Konzept bezieht sich auf eine zu gestaltende Zukunft und bildet mittels eines klaren Begriffssystems und einer anschaulichen Grundstruktur wesentliche Zusammenhänge und
1 vgl. Teichert, T./Talaulicar, T.: Diskurs, 2002, S. 410.
2 vgl. Kieser, A./Walgenbach, P.: Organisation, 2007, S. 31.
3 vgl. Walgenbach, P.: Organisationstheorie, 2002, S. 157.
4 vgl. Joerges-Süß, K./Süß, S.: Ansätze, 2004, S. 316.
5 vgl. Hofmann, E: Managementkonzepte, 2002, S. 5-6.
6 Hofmann, E: Managementkonzepte, 2002, S. 6.
2
Wechselwirkungen ab. 7 Ein Managementkonzept stellt damit eine strategische Grundausrichtung dar, beruhend auf systematisch interpretiertem Erfahrungswissen, und beinhaltet Methoden und Instrumente zur Umsetzung in den einbezogenen Funktionsbereichen im Unternehmen. 8
3 Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus
Der Soziologische Neoinstitutionalismus in Soziologie und Organisationswissenschaften wendet sich, ausgehend von den Arbeiten Max Webers, Fragen der Legitimierung als rational angesehenen Handelns sowie kognitiven und kulturellen Erklärungen für organisationale Phänomene zu. 9 Ausgangspunkt sind drei Aufsätze, in denen die grundlegenden theoretischen Annahmen getroffen werden: 10 Meyer/Rowan (1977) 11 sowie DiMaggio/Powell (1983) 12 begründen die makroinstitutionalistische Perspektive, die sich zum bedeutenderen Ansatz entwickelt hat, Zuckers Beitrag (1977) 13 bildet die Grundlage für die mikroinstitutionalistische Perspektive. Obwohl unterschiedliche Schwerpunkte setzend, liegt diesen drei Aufsätzen die gemeinsame Annahme zugrunde, dass zum Verständnis von Organisationen neben den Anforderungen an die Effizienz wesentlich institutionalisierte Erwartungen der gesellschaftlichen Umwelt mitbestimmend sind, denen die Organisation nachkommen muss, um sich Legitimität zu sichern. 14 Institutionen sind hierbei „umfangreiche Muster oder Regelsysteme“ 15 und können sowohl Organisationen als auch Werte, Normen und Handlungen umfassen. 16 Unter der Legitimität einer Organisation wird die gesellschaftliche Anerkennung ihrer Daseinsberechtigung und Vertrauenswürdigkeit-verstanden, die erst den Zugang zu überlebensnotwendigen Ressourcen eröffnet. 17 Legitimität wird einem Unternehmen zugeschrieben, wenn es nach den vorherrschenden gesellschaftlichen Vorstellungen von Rationalität
7 vgl. Höllermann, S.: Auswahlproblem, 2004, S. 34-35.
8 vgl. Hofmann, E: Managementkonzepte, 2002, S. 7.
9 vgl. DiMaggio, P./Powell, W: Introduction, 1991, S. 8; Hasse, R./Krücken, G.: Neo-
Institutionalismus, 2006, S. 13; Scott, W.: Institutions, 2001, S. 152.
10 vgl. Hasse, R./Krücken, G.: Neo-Institutionalismus, 2006, S. 22, S. 27.
11 vgl. Meyer, J./Rowan, B.: Structure, 1977.
12 vgl. DiMaggio, P./Powell, W.: Iron Cage, 1983.
13 vgl. Zucker, L: Persistence, 1988.
14 vgl. Walgenbach, P.: Organisationstheorie, 2002, S 159-160.
15 Hasse, R./Krücken, G.: Neo-Institutionalismus, 2006, S. 8.
16 vgl. Senge, K./Hellmann, K.: Einleitung, 2006, S. 18.
17 vgl. Joerges-Süß, K./Süß, S.: Ansätze, 2004, S. 317.
Arbeit zitieren:
Claudia Trabold, 2007, Verbreitung von Managementkonzepten: Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze, München, GRIN Verlag GmbH
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