Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Südafrikanische Krieg 1899-1902
2.1 Ursachen des Krieges 6
2.2 Die unterschiedlichen Phasen des Krieges
2.2.1 Erste Phase: Teilerfolge der Buren 9
2.2.2 Zweite Phase: Vordringen der britischen Armee 14
2.2.3 Dritte Phase: Guerillakrieg und Friedensschluss 15
3. Die Schwarze Bevölkerungsmehrheit und der Krieg
3.1 Die Rolle der Schwarzen in früheren bewaffneten Konflikten 19
3.2 Die Belagerung von Mafeking: Ein durch das Tagebuch Sol Plaatjes
dokumentiertes Beispiel für die Beteiligung der Schwarzen am Südafrikanischen
Krieg
3.2.1 Die Belagerung von Mafeking 21
3.2.2 Das Tagebuch Sol Plaatjes von Oktober 1899 bis März 1900 33
3.2.3 Mafeking am Ende der Belagerung und die Befreiung
am 17.Mai 1900. 50
3.3 Andere Beispiele der Beteiligung Schwarzer am Krieg 55
4. Die Wahrnehmung der Beteiligung der Schwarzen in der
Geschichtsschreibung 66
5. Fazit- Die Schwarzen als doppelte Opfer des Krieges 71
Literaturverzeichnis 83
1. Einleitung
Der Südafrikanische Krieg von 1899-1902 ist ein einschneidendes Ereignis in der jüngeren Geschichte Südafrikas und hat wesentlichen Anteil an den Entwicklungen, die die weitere Geschichte des Landes genommen hat. Als Folge des Krieges verschwanden die selbständigen Burenrepubliken, das gesamte spätere Südafrika kam unter die uneingeschränkte Kontrolle Großbritanniens, was letztendlich den Weg freimachte für die Gründung der Südafrikanischen Union 1910.
Dieser Krieg wird häufig auch als Burenkrieg, englisch Boer War -Arthur Conan Doyle spricht vom „Great Boer War“ 1 -, oder Anglo-Boer War bezeichnet, mithin als ein Krieg zwischen Weißen, ein „white man’s war“.
Diese Terminologie gibt bereits einen Hinweis auf die Frage, die im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen soll: War es tatsächlich ein Krieg ausschließlich zwischen Engländern und Buren, zwischen der Kolonialmacht, die 1795 die Macht am Kap übernahm und nach kurzer Unterbrechung dann ab 1806 nicht mehr aus der Hand gab 2 auf der einen, und den Nachkommen der ersten weißen Einwanderer, überwiegend Niederländer, zum kleineren Teil auch Deutsche und französische Hugenotten, auf der anderen Seite? Welche Rolle spielten die Schwarzen, die große Mehrheit der Bewohner Südafrikas?
Von den rein äußeren Fakten war es in der Tat ein Krieg zwischen Briten und Buren. Der Krieg kostete Großbritannien über 200 Millionen Pfund, und von den fast 450000 Soldaten auf der Seite der Briten kamen 22000 in Südafrika ums Leben; unter den 87000 Buren, die gegen die Briten kämpften, gab es über 7000 Tote. 3
Wie kann es aber sein, dass die große Bevölkerungsmehrheit der Schwarzen angeblich von diesem Krieg, der in weiten Teilen des Landes ausgefochten wurde, nicht oder nur am Rande betroffen war? Dieser Versuch, die große Mehrheit der Bevölkerung gewissermaßen zu unbeteiligten Zuschauern zu erklären, lässt allein aufgrund der Dauer und der räumlichen Ausdehnung des Konfliktes Zweifel aufkommen. Die wiederholten Beteuerungen beider Seiten, am Grundsatz eines
1 Doyle, Arthur Donan: The Great Boer War. London 2002 (Erstveröffentlichung London 1900)
2 Jörg Fisch: Geschichte Südafrikas. München 1990. S. 89 f.
3 Pakenham, Thomas: The Boer War. London 1991 (Erstveröffentlichung 1979), S. 572
Krieges zwischen Weißen festzuhalten und daher die Schwarzen nicht in den Konflikt mit einbeziehen zu wollen, geschweige denn sie im Kampfe einzusetzen, 4 macht die Zweifel nicht geringer. Und tatsächlich häufen sich gerade in der Schlussphase des Krieges die gegenseitigen Vorwürfe, der Gegner würde trotz Behauptung des Gegenteils doch Schwarze zur Unterstützung einsetzen, und damit quasi ein unfaires Spiel spielen.
Nachdem lange Zeit auch in der Geschichtsschreibung die These vom „white man’s war“ weitgehend übernommen und nicht ausreichend kritisch hinterfragt wurde, hat sich das Bild in der jüngeren Vergangenheit gewandelt. Einen wichtigen Einblick in die Beteiligung der Schwarzen in den Burenkrieg gibt das Tagebuch von Sol Plaatje, 5 der später als einer der Mitbegründer und erster Präsident des South African Native National Congress (SANNC, später umbenannt in African National Congress, ANC, und unter diesem Namen noch heute aktiv, und inzwischen die entscheidende politische Kraft in Südafrika) große Bekanntheit erlangte. Sein Tagebuch aus der Zeit der Belagerung von Mafeking zeigt eindrücklich, wie die schwarze Bevölkerungsmehrheit genauso wie die Weißen unter diesem Krieg zu leiden hatte, und entgegen anders lautenden Beteuerungen in vielfältiger Weise von beiden Kriegsparteien für ihre Zwecke eingesetzt wurde.
Eine andere Tatsache, die lange verschwiegen wurde, betrifft die sogenannten Concentration Camps, in denen viele Buren, aber eben nicht nur diese, sondern auch eine große Anzahl Schwarzer interniert waren. Dass deren Sterblichkeitsrate während des Lageraufenthaltes höher als unter den Weißen war, 6 aber das Schicksal dieser Schwarzen dennoch weitgehend unbekannt blieb, zeigt erneut eindringlich wie sehr das Bild dieses Krieges verzerrt dargestellt wurde, wenn man auf die daran Beteiligten blickt. Wesentlichen Anteil hieran hat die lange Zeit beschränkte politische Handlungsfähigkeit der Schwarzen in Südafrika insgesamt, die erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts zu gleichberechtigten Bürgern des Landes wurden.
4 Im Gegensatz dazu wurden im Ersten Weltkrieg nicht-weiße Truppen ohne Bedenken auf den europäischen Schauplätzen des Krieges eingesetzt. Nasson, Bill: Abraham Esau’s war: A Black South African War in the Cape, 1899-1902. Cambridge 1991. African Studies Series 68, S. 12 f.
5 Plaatje, Sol T.: Mafeking diary: a black man’s view of a white man’s war. Ed. by John Comaroff. Cambridge 1990 (Erstveröffentlichung 1973)
6 Warwick, Peter: Black People and the South African War 1899-1902. Cambridge 2004 (Erstveröffentlichung 1983). African Studies Series 40, S. 145
4
So wurde ihre Behandlung durch die Regierungen der Burenrepubliken, namentlich durch die der Südafrikanischen Republik, dem Transvaal, zwar von der Propaganda der Briten kritisiert 7 und mit als ein Grund aufgeführt, diese Republik bekämpfen zu müssen, als dann aber tatsächlich die Vorherrschaft der Buren gebrochen und die beiden Republiken annektiert wurden, wollte man vom Ziel einer Verbesserung der Lage der Schwarzen nichts mehr wissen.
Dass das zu Enttäuschung und Verbitterung unter den Schwarzen geführt hat verwundert nicht.
In dieser Arbeit stehen nach einem kurzen Überblick über die Vorgeschichte sowie die Ursachen und den Verlauf des Krieges die Schilderungen Sol Plaatjes über die Belagerung von Mafeking im Zentrum der Untersuchung, gefolgt von einem Blick auf andere Beispiele der Verwicklung der schwarzen Bevölkerung in die Auseinandersetzungen, sowie die Art wie diese Beteiligung in der Geschichtsschreibung gewürdigt wurde.
Abschließend werden die Auswirkungen des Südafrikanischen Krieges auf die Schwarze Bevölkerungsmehrheit und deren weitere Rolle innerhalb Südafrikas dargestellt.
Für die eingeborene, afrikanische Bevölkerung, in zeitgenössischen Dokumenten meist als „Natives“ oder „Kaffirs“ bezeichnet, wird durchgehend die Bezeichnung „Schwarze“ verwendet, was einer in der Forschung durchaus üblichen Terminologie entspricht (Vgl. den Titel der Untersuchung von Peter Warwick: „Black People an the South African War 1899-1902). 8 Eine explizite Unterscheidung zwischen Schwarzen und Mischlingen bzw. Farbigen, im Englischen meist als Coloured People bezeichnet, schien im Kontext dieser Arbeit in der Regel nicht zwingend erforderlich, lediglich in einigen Fällen, in denen es um Ereignisse in der Kapkolonie geht, schien es nötig zu berücksichtigen, dass es sich um unterschiedliche Bevölkerungsgruppen handelt. Die später zugewanderten Europäer werden hier als „Weiße“ bezeichnet.
Die früher gebräuchlichen Bezeichnungen „Burenkrieg“ bzw. „Boer War“ oder „Anglo-Boer War“ sind ungenau, da sie genau das suggerieren, was im Rahmen dieser Arbeit als nicht zutreffend gezeigt werden soll, nämlich den Mythos vom „white man’s war“.
7 Thomson, Leonhard: A history of South Africa. Yale 2001, S. 144
8 Hervorhebung A.v.B.
5
Daher ist die Bezeichnung „Südafrikanischer Krieg“ zu bevorzugen, da es in der Tat,
wie noch zu zeigen sein wird, ein Konflikt war der alle Bewohner der Gebiete Südafrikas betraf.
Die Südafrikanische Union wurde 1910 gegründet, aus den vier zum Britischen Empire gehörenden, aber sich weitgehend selbst verwaltenden Gebieten, die sich in diesem Jahr auf die Union verständigten: Der Kapkolonie, Natal, der Transvaalkolonie und der Orange River Kolonie. Die heutige Republik Südafrika besteht nach wie vor aus diesem Territorium.
Wenn in dieser Arbeit von Südafrika die Rede ist, so ist damit, auch wenn es sich, wie es angesichts des hier untersuchten Zeitraumes naturgemäß ganz überwiegend der Fall ist, um die Zeit vor dem Zusammenschluss von 1910 handelt, das Gebiet der späteren Südafrikanische Union und der heutigen Republik Südafrika gemeint.
2. Der Südafrikanische Krieg 1899-1902
2.1 Ursachen des Krieges
Seit der endgültigen Machtübernahme Großbritanniens im Jahre 1806 zieht sich der Konflikt zwischen der Kolonialmacht und den Buren wie ein roter Faden durch die Geschichte Südafrikas. Für die überwiegend niederländisch geprägte weiße Bevölkerung von ungefähr 20000 Personen war die Herrschaft Großbritanniens eine Fremdherrschaft, auch wenn die Briten zumindest bis 1814 die bereits bestehenden Einrichtungen überwiegend unangetastet ließen, um sich das Wohlwollen der weißen Bevölkerung zu sichern. 9 Nach 1820 jedoch wurden 5000 englischsprachige Einwanderer angesiedelt, und bereits 1825 löste Englisch das Niederländische als Amtssprache ab. 10
In den staatlichen Schulen wurde ausschließlich in Englisch unterrichtet. Bis dahin war das Schulwesen Sache der Niederländischen Reformierten Kirche gewesen. Im Gegenzug wurden vermehrt private, niederländische kirchliche Schulen gegründet. Das neue System wurde von den Buren deutlich als Bedrohung empfunden, vor allem aus religiösen Gründen. 11
9 Fisch: Geschichte Südafrikas, S. 90
10 Ebd., S. 114
11 Ebd., S. 114 f.
6
Seit Ende 1835, verstärkt seit 1836 machten sich einige Buren aus der Kapkolonie auf den Weg nach Norden und Osten, um sich der Herrschaft Großbritanniens zu entziehen. Bis 1840 verließen im Rahmen dieses so genannten Großen Trecks etwa 6000 Weiße und mit ihnen eine beträchtliche Zahl nichtweißer Dienstboten das Kap. 12
In den Jahren 1840-1845 folgten weitere 10000 Weiße. 13 Begünstigt wurde diese Wanderungsbewegung durch einschneidende
Veränderungen innerhalb der schwarzen Stammesgebiete in den Gebieten, die die Treckburen erreichten und besiedelten.
Durch die so genannte Mfecane 14 waren weite Gebiete nur noch dünn besiedelt und die dort lebenden Schwarzen oftmals zu geschwächt um effektiven Widerstand gegen die Eindringlinge leisten zu können. Auf der anderen Seite jedoch hatten einige Stämme gerade durch die Mfecane große schlagkräftige Heere gebildet und stellten sich den Buren entgegen, diese blieben am Ende jedoch siegreich. 15 1852 und 1854 schlossen die Buren Verträge mit Großbritannien und konnten zwei unabhängige Republiken gründen, den Oranje-Freistaat und die Südafrikanische Republik, vereinfacht Transvaal genannt. 16
1877 marschierten britische Truppen im Transvaal ein, 17 1880/81 gelang es jedoch den Buren den Briten einige empfindliche Niederlagen beizubringen, wobei besonders der Sieg in der Schlacht von Majuba im Februar 1881 das Selbstbewusstsein der Buren steigerte. Großbritannien gab dem Transvaal daraufhin die Souveränität erst teilweise und 1884 fast vollständig zurück. 18 Ab 1867 wurden in der Gegend des Flusses Vaal Diamanten gefunden. Es gelang Großbritannien, das Gebiet für sich zu beanspruchen und der Kapkolonie zuzuschlagen. 19
12 Ebd., S. 129 f.
13 Ebd., S. 131
14 Bei der Mfecane handelte es sich um bewaffnete Konflikte zwischen den schwarzen Stämmen in den 1820er und 1830er Jahren, die zu teils enormen Verwüstungen und zu Vertreibungen einzelner Bevölkerungsgruppen führten. Ebd., S. 119 ff. In der neueren Geschichtsforschung ist es jedoch nicht unumstritten, ob die Mfecane tatsächlich in der Form und in dem Ausmaß wie hier beschrieben stattgefunden hat. Siehe ebd., S. 128, Anm. 7
15 Ebd., S. 138
16 Ebd., S. 142 f.
17 Ebd., S. 175
18 Eine Einschränkung war das Verbot, mit anderen Staaten ohne britische Zustimmung Verträge zu schließen. Ebd., S. 180 f.
19 Ebd., S. 164 f.
7
1886 wurden auf dem Gebiet der Südafrikanischen Republik große Goldvorkommen entdeckt. Dadurch nahm die Republik einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung 20 und es strömte in großem Ausmaß ausländisches Kapitel ins Land 21 und neben vielen Schwarzen auch Weiße. In den neuen Städten im Bergbaugebiet lebten in der Folge kaum Buren, 22 sondern überwiegend so genannte uitlanders, also Ausländer, die erst nach 14 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt volle Bürgerrechte und damit das Wahlrecht erlangen konnten, 23 somit von der politischen Mitbestimmung de facto ausgeschlossen waren.
Eine andere massive Benachteiligung für die britischen Minenmagnaten war das Dynamitmonopol der Regierung, denn Dynamit war für den Bergbau am Witwatersrand unverzichtbar. 24
Die britische Politik nahm sich dieser Frage an, wobei insbesondere der Premierminister der Kapkolonie, Cecil Rhodes, versuchte das Problem zu instrumentalisieren um ganz Südafrika unter britische Herrschaft zu bekommen. 25 Ein Putschversuch 1895, der Jameson-Raid, scheiterte, Rhodes war gezwungen zurückzutreten. 26
Der Transvaal und der Orange Free State schlossen 1897 einen Vertrag der beide zu gegenseitiger Hilfe im Falle eines Konfliktes verpflichtete, 27 dieser Fall trat dann zwei Jahre später tatsächlich ein.
Ab 1898 nahm der neue Hochkommissar der Kapkolonie, Alfred Milner, die Frage der uitlanders wieder auf. Er übersandte Anfang 1899 im Namen der Kapregierung eine Petition von fast 22000 im Transvaal lebenden britischen Staatsbürgern an Königin Victoria. 28
Es gelang Milner, in solcher Form Druck auf die Südafrikanische Republik auszuüben, dass schließlich keine Verhandlungslösung mehr möglich war und im Oktober 1899 der Südafrikanische Krieg begann. 29 Es war klar Milners Absicht, einen Krieg zu erzwingen um den Transvaal -und auch den Oranje-Freistaat- annektieren
20 Ebd., S. 188 ff.
21 Ebd., S. 191
22 Ebd., S. 193
23 Ebd., S. 200
24 Hagemann, Albrecht: Kleine Geschichte Südafrikas. München 2001, S. 51
25 Fisch: Geschichte Südafrikas, S. 200
26 Ebd. Zum Jameson-Raid siehe auch Pakenham: The Boer War, S. 1 ff.
27 Hagemann: Kleine Geschichte Südafrikas, S. 52
28 Ebd.
29 Fisch: Geschichte Südafrikas, S. 201
8
zu können. 30 Milner war somit „the man chiefly responsible for making the war.” 31 Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Rolle und der Druck, den die führenden Industriellen, die Besitzer der Goldminen in der Rand-Region, bekannt als die „gold bugs“ 32 ausübten, die entgegen früherer Annahme direkt am Zustandekommen des Krieges beteiligt waren. 33 Namentlich Alfred Beit und Julius Wernher, beides Deutsche die die britische Staatsbürgerschaft angenommen hatten, drängten auf eine Lösung zugunsten Großbritanniens und waren aktive Partner Milners. 34 So finanzierten sie eine „Uitlander Army“, bestehend aus bis zu 20000 britischen Staatsbürgern, die aus dem Transvaal geflüchtet waren, 35 und spendeten 50000 Pfund als Ende 1899, nach zahllosen Rückschlägen für die Britische Armee in Südafrika, in Großbritannien eine Freiwilligentruppe aufgestellt wurde, die „Imperial Yeomanry“. 36
Neben der uitlander-Frage wurde als Argument für ein nötiges Eingreifen Großbritanniens auch wiederholt die schlechte Behandlung der Schwarzen durch die Burenregierung angeführt, 37 was auch im geplanten Ultimatum an die Regierung der Südafrikanischen Republik zum Ausdruck kam. 38 Dass dies letzten Endes nur ein rhetorisches Mittel war um Stimmung gegen die Burenregierung zu machen, und eine wirkliche Verbesserung der Situation der Schwarzen keineswegs eine ernsthafte Absicht der britischen Regierung, wird noch zu zeigen sein.
2.2 Die unterschiedlichen Phasen des Krieges
2.2.1 Erste Phase: Teilerfolge der Buren
Mit Ablauf des Ultimatums des Transvaal - der Südafrikanischen Republik- an Großbritannien am 11. Oktober begann der Südafrikanische Krieg.
30 Pakenham: The Boer War, S. 64
31 Ebd., S. XVI
32 Ebd.
33 Ebd., S. XVI f.
34 Ebd., S. 89
35 Ebd., S. 108
36 Ebd., S. 252
37 Doyle: The Great Boer War, S. 35
38 Pakenham: The Boer War, S. 112
9
Bereits am 28. September hatte im Transvaal die Mobilmachung begonnen; der Oranjefreistaat hatte noch bis zum 2. Oktober gezögert, dessen Präsident Steyn war noch nicht davon überzeugt gewesen, dass ein Krieg unausweichlich sei. 39 Am 9. Oktober waren sich schließlich beide Burenrepubliken einig und das Ultimatum wurde übergeben. 40
Das Ultimatum der Südafrikanischen Republik war so abgefasst, dass Großbritannien es auf keinen Fall annehmen konnte. Großbritannien wurde angeklagt, die Londoner Konvention von 1884 gebrochen zu haben, in der den Burenrepubliken weitgehende Unabhängigkeit zugesichert worden war. Es wurde unter anderem verlangt, dass Großbritannien alle seine an den Grenzen zum Transvaal stehenden Truppen abziehen und alle nach dem 1. Juni 1899 in Südafrika angekommenen Soldaten zurückziehen sollte, sowie alle noch auf See befindlichen Truppen keinen Hafen in Südafrika anlaufen sollten. 41 Mit diesem Ultimatum waren die Buren den Briten zuvorgekommen, deren Ultimatum schon vorbereitet war und am 11.Oktober hätte übergeben werden sollen. 42 Die in dem britischen Ultimatum gestellten Forderungen hätte der Transvaal sich kaum bereit erklären können zu erfüllen, Ziel war vielmehr, einen Krieg vor der eigenen und der Weltöffentlichkeit rechtfertigen zu können. 43 Neben der Hauptforderung, der vollen Gleichberechtigung für die „uitlanders“, wurde eine Reduzierung der Bewaffnung und ein Ende der Unterdrückung von Indern, Farbigen und Schwarzen verlangt. 44
Mit der Forderung, Nicht-Weiße nicht länger zu unterdrücken, wollte sich Großbritannien auch deren Wohlwollen und Unterstützung im sich abzeichnenden Krieg sichern. Besonders was die Schwarzen betraf, so erwarteten diese nach einer Niederlage der Buren die Ausweitung der Rechte und Freiheiten, wie sie Schwarze in der Kapkolonie hatten, auf ganz Südafrika 45 und unterstützten folglich in ihrer überwiegenden Mehrheit die Briten.
39 Ebd., S. 103
40 Ebd.
41 Ebd.
42 Ebd., S. 112
43 Ebd.
44 Ebd.
45 Warwick: Black People, S. 111 f.
10
Die erste Phase des Südafrikanischen Krieges war geprägt von Angriffen der Buren auf Britisches Territorium, und großen Problemen der Britischen Truppen die Buren zurückzuschlagen.
Die ursprünglichen Pläne Präsident Krugers, die zahlenmäßige Überlegenheit der Buren voll auszuspielen -noch im September hatte sie fast drei zu eins betragen, 40000 Buren standen 15000 Britischen Soldaten gegenüber- und so schnell wie möglich in Natal einzufallen, um die Hafenstadt Durban einzunehmen, wurden durch das Zögern Steyns zunichte gemacht, da in Großbritannien inzwischen beschlossen worden war, weitere 8000 Soldaten nach Südafrika zu entsenden, und die Mehrzahl davon am 9. Oktober in Durban eintraf. 46
Die Buren belagerten die drei grenznahen Städte Mafeking, Ladysmith und Kimberley. Sie entschieden sich aber, es nicht bei diesen Belagerungen zu belassen, sondern überschritten den Oranje Fluss und drangen in die Kapkolonie ein. 47
Im Dezember 1899 wurde sogar in Großbritannien von einer „Black Week“ für die Briten gesprochen, nach zahlreichen Niederlagen und Rückschlägen.
Der designierte britische Oberbefehlshabers für den Krieg gegen die Buren, General Buller, war noch nicht vor Ort angekommen und hatte daher auch noch nicht selber das Kommando übernommen. Er warnte davor, im Norden von Natal, der wie ein Dreieck in den Oranje-Freistaat hineinragte, um jeden Preis Truppen zu stationieren und das Gebiet gegen die Buren um jeden Preis zu halten, was ihm aus strategischen Gründen in dieser ersten Phase des Krieges zu riskant erschien. Entgegen den Warnungen Bullers machten die Kommandierenden vor Ort genau das und brachten sich dadurch in eine schwierige Lage. General Buller war seit dem 14. Oktober auf dem Weg nach Südafrika, 48 und Verstärkung in Höhe von 47000 Soldaten sollte unmittelbar folgen. 49 Gründe, warum man nicht bereit war, eine vorübergehende Besetzung des Gebietes durch die Buren in Kauf zu nehmen, waren Befürchtungen, dass ein Aufstand der in
46 Pakenham: The Boer War, S. 102 f.
47 Ebd., S. 158
48 Ebd., S. 113
49 Ebd., S. 110 f.
11
Natal lebenden Buren drohen könnte, und dass die 750000 Schwarzen im Nordosten von Natal, hauptsächlich Zulu, durch einen Einmarsch der Buren in Unruhe versetzt werden könnten und die weiße Minderheit dadurch in Gefahr geraten könnte. 50
Zu Beginn des Krieges veröffentlichten die Behörden der Kapkolonie Anordnungen, dass Schwarze nicht bewaffnet werden sollten und während der Feindseligkeiten in ihren Wohngebieten bleiben sollten. 51 Dass sich das jedoch in der Realität nicht einhalten ließ sollte sich bald zeigen.
Aufgrund der selbst auferlegten Beschränkung auf die Verwendung weißer Kräfte sollten auch keine anderen nichteuropäischen Truppen eingesetzt werden, die ansonsten bei allen Großbritannien und sein Empire betreffenden Konflikten und Kriegen zur Verfügung standen. 52
So wurden zum Beispiel das West India Regiment, das Central African Regiment und die West African Frontier Force nicht eingesetzt, und eine Kompanie von Maori Kundschaftern aus Neuseeland wurde kurz vor der Einschiffung nach Südafrika wieder zurückbeordert. 53 Konsequent ließ sich diese Beschränkung aber nicht nur bei den Schwarzen in Südafrika nicht durchhalten, es wurden auch Ägyptische Soldaten nach Südafrika gebracht für Mithilfe bei Transportangelegenheiten, sowie Indische Kavallerie, allerdings nicht um als solche eingesetzt zu werden, sondern für Hilfstätigkeiten, die im Grunde nicht den hohen militärischen Fähigkeiten dieser Soldaten entsprachen. 54
In dieser ersten Phasen des Krieges zwangen praktische Erwägungen in vielen Fällen die Verantwortlichen rasch, Bedenken gegen den Einsatz von Schwarzen und auch gegen deren Bewaffnung zurückzustellen und besonders die Gebiete an der Grenze zu den Burenrepubliken auch durch die Hilfe von Schwarzen gegen Angriffe der Buren zu schützen.
Lord Roberts, der Buller bald als Oberkommandierenden abgelöst hatte, hatte zwar gefordert, dass alle schwarzen Hilfskräfte unbewaffnet bleiben müssten, und auch
50 Ebd., S. 108
51 Hopkins, Pat, und Dugmore, Heather: The Boy. Baden-Powell and the Siege of Mafeking. Rivonia 1999, S. 67
52 Nasson: Abraham Esau’s war, S. 12
53 Ebd., S. 13
54 Ebd.
12
keine Uniformen bekommen dürften, aber diese Anordnung wurde von seinen Untergebenen vor Ort schlicht und einfach ignoriert. 55
Es musste stets wieder abgewogen werden zwischen der Furcht, durch die Bewaffnung von Schwarzen die Buren regelrecht zu provozieren, und auch Unruhe unter den auf Britischem Gebiet lebenden Buren zu verursachen, und dem praktischen Nutzen den zusätzliche bewaffnete Kräfte mit sich brachten. Diese konnten durchaus auch als Abschreckung gegen Angriffe der Buren verstanden werden. So wurde zum Beispiel im Bezirk Aliwal North erwartet, dass die Schwarzen erst dann veranlasst werden könnten, in den Kampf einzugreifen, wenn die Buren das Gebiet angreifen würden; im Bezirk Herschel gingen die Behörden davon aus, dass es von vornherein besser sei, die Buren gar nicht erst zum Angriff zu provozieren indem man Schwarze einsetzte. 56
In Herschel blieb es tatsächlich relativ ruhig; dagegen griffen die Buren gezielt Barkley East an, nachdem dort ein Sotho-Häuptling angeboten hatte, die in dieser Stadt lebenden Buren zu vertreiben. Gerechtfertigt wurde der Überfall auf Barkley East mit eben dieser drohenden Gefahr einer Einmischung der Schwarzen. Kommandos der Buren drangen noch weiter in die Kapkolonie vor, immer mit derselben Begründung, der angeblich von den Schwarzen drohenden Gefahr. In diesem Fall gab es eine Verhandlungslösung zwischen Buren und Briten, die Buren zogen sich wieder zurück gegen die Zusicherung, dass in Barkley East und Umgebung keine Schwarzen mehr gegen sie eingesetzt würden. 57 Aber auch in der nicht direkt an Burengebiet, sondern an Natal und Basutoland grenzenden Transkei wurden zum Beispiel in East Griqualand im Dezember 1899 Einheiten von Schwarzen aufgestellt, die allerdings im darauf folgenden März großenteils wieder aufgelöst wurden, weil mit einem Vordringen der Buren in die Transkei nicht mehr gerechnet wurde. 58
Im Nordosten der Kapkolonie besetzten die Buren in dieser ersten Phase des Krieges einige Gebiete, annektierten sie formal und begannen hier eine neue administrative Struktur zu installieren, was auch verschärfte Bestimmungen für die
55 Ebd., S. 21 f.
56 Ebd., S. 21
57 Ebd.
58 Ebd., S. 18
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dort lebenden Schwarzen bedeutete, die nun gezwungen wurden Pässe bei sich zu führen, und denen das Wahlrecht aberkannt wurde. 59
Nach der Gegenoffensive der deutlich verstärkten Britischen Truppen in der nächsten Phase des Krieges wurden diese Versuche der Buren, Britisches Gebiet zu annektieren, jedoch rasch beendet, und beschränkten sich im weiteren Verlauf des Krieges auf kurzzeitige Besetzungen einzelner sehr begrenzter Gebiete.
2.2.2 Zweite Phase: Vordringen der britischen Armee
Nach den anfänglichen Erfolgen der Buren zeigte sich rasch die Überlegenheit der Britischen Armee.
Für die bisherigen Rückschläge und Niederlagen wurde der Oberkommandierende Buller verantwortlich gemacht, und an seiner Stelle wurde Lord Robert als Oberkommandierender nach Südafrika geschickt, Buller blieb das Kommando über die Truppen in Natal. 60
Die drei von den Buren belagerten Städte Ladysmith, Kimberley und Mafeking wurden nacheinander befreit.
Am 13. März 1900 fiel die Hauptstadt des Oranje-Freistaates, Bloemfontein. 61 Präsident Steyn war kurz zuvor nach Norden geflohen, nun marschierte Lord Roberts in die Stadt ein 62 mit 30000 Soldaten. 63
Der Oranje-Freistaat wurde schließlich am 28. Mai von Roberts offiziell für annektiert erklärt und als Orange River Colony Teil des Britischen Empire. 64
Trotz aller Erfolge und des Vormarsches der Briten waren jedoch im März 1900 immer noch Truppen der Buren in Stärke von ungefähr 15500 Mann auf Britischem Territorium, und ungefähr 21500 im Oranje-Freistaat im Einsatz. 65
59 Warwick: Black People, S. 119
60 Pakenham: The Boer War, S. 244
61 Ebd., S. 371
62 Ebd., S. 372
63 Ebd., S. 381
64 Ebd., S. 419
65 Ebd., S. 379
14
Am 5. Juni 1900 marschierte Roberts in Pretoria, der Hauptstadt der Südafrikanischen Republik, ein. 66
Am 25. Oktober 1900 proklamierte Roberts die Annektierung der Südafrikanischen Republik. 67
In dieser zweiten Phase des Südafrikanischen Krieges, die vom Vormarsche der Briten geprägt war, war von entscheidender Bedeutung die Bewältigung der logistischen Herausforderungen, vor denen die Briten standen. Enorme Mengen von Munition und Vorräten waren nötig für den Vormarsch auf die Burenrepubliken. Hier spielten Schwarze eine entscheidende Rolle. Im Gefolge von Roberts Armee waren 2000 Schwarze mit 11000 Maultieren unterwegs, 68 um die Versorgung der Truppen sicherzustellen.
Am 10. Dezember 1900 verließ Lord Roberts Südafrika und kehrte nach Großbritannien zurück, nachdem er einen Monat zuvor das Oberkommando an Lord Kitchener übergeben hatte, 69 in der Annahme dass der Krieg praktisch beendet sei. 70
2.2.3 Dritte Phase: Guerillakrieg und Friedensschluss
Die dritte und letzte Phase des Südafrikanischen Kriegs ist die Zeit, in der die beiden Burenrepubliken als Staatswesen de facto nicht mehr existierten, nachdem sie größtenteils besetzt, ihre Hauptstädte in der Hand Großbritanniens waren und beide Republiken von Großbritannien annektiert worden waren. Ihre Regierungen waren erst an entlegenere Orte geflohen und hatten sich dann zum Teil ins Ausland abgesetzt. Präsident Kruger überschritt am 11. September 1900 die Grenze zum Portugiesischen Mozambique und floh von dort nach Europa. 71 Ende 1900 übernahm Kitchener das Oberkommando von Roberts. Kitchener legte im Gegensatz zu Roberts keinen großen Wert darauf, dass der Anschein gewahrt bleiben solle, dass Schwarze nicht bewaffnet wurden.
66 Ebd., S. 433
67 Ebd., S. 458
68 Ebd., S. 381
69 Ebd., S. 485
70 Ebd., S. 458
71 Ebd.
15
Im Juli 1901 warnten die Buren die Briten, dass sie jeden von ihnen aufgegriffenen Schwarzen erschießen würden, der auf Seiten der Briten stand, sei er bewaffnet oder nicht, selbst beim bloßen Verdacht auf Spionage für die Briten. Das bestärkte Kitchener zusätzlich in seiner Haltung, in der Frage der Bewaffnung der Schwarzen wenig Rücksicht auf die offizielle Version des „white man’s war“ zu nehmen. 72
Aus dem Britischen Unterhaus kamen Anfragen, wie viele Schwarze bewaffnet wurden seien. Kitchener versuchte erst ausweichend zu antworten, und nannte schließlich die Zahl von 10053, davon 2496 Schwarze und 2939 Farbige in der Kapkolonie, wobei diese Zahlen offensichtlich so sehr untertrieben waren, dass sie sehr wahrscheinlich willkürlich gewählt waren. 73
Die Reste der kämpfenden Buren lieferten sich einen Guerillakrieg mit den Briten. Die Antwort der Briten darauf war das System der verbrannten Erde, dass bereits in früheren Zeiten sowohl von Briten wie von Buren gegen die Afrikanischen Staatswesen und Stämme beim Kampf um die Vorherrschaft in Südafrika eingesetzt worden war. 74
Die Bewegungsfähigkeit der Buren sollte so eingeschränkt und ihre Kampfkraft gebrochen werden, indem man ihre Farmen zerstörte und ihre Nahrungsmittelvorräte vernichtete. Ungefähr 30000 Farmen wurden zerstört, gefasste Kämpfer wurden zum Teil nach St. Helena, Bermuda oder Ceylon gebracht. 75 Getreidefelder wurden abgebrannt und Viehherden getötet. Dass davon auch in großem Ausmaß die Schwarzen betroffen waren wurde in Kauf genommen. Als letzte Maßnahme, um den Widerstand der Buren zu brechen, wurde das Gebiet, in dem die Buren operierten, von 3700 Meilen Stacheldrahtzäunen und einer Kette von 8000 Blockhäusern durchzogen. 76
Bei der Bewachung der Blockhäuser spielten Schwarze eine große Rolle, ebensoweiterhin- als bewaffnete Kundschafter. 77 Ohne die Unterstützung durch die ortskundigen Schwarzen wären die Briten den ebenfalls ortskundigen Buren deutlich
72 Nasson: Abraham Esau’s war, S. 22
73 Ebd.
74 Thomson: A history of South Africa, S. 142
75 Ebd., S. 143
76 Ebd.
77 Warwick: Black People, S. 26 f.
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unterlegen gewesen, und zum Teil waren es Einheiten von Schwarzen, die in schwierigem, aber ihnen vertrautem Gelände direkt gegen Buren kämpften. 78 Kommandos der Buren drangen immer wieder in die Kapkolonie vor, und an den Orten, an den sie sich vorübergehend halten konnten, unterwarfen sie die dort lebenden Schwarzen den Gesetze der Burenrepubliken, was unter anderem bedeutete, dass Schwarze gezwungen wurden einen Pass bei sich zu tragen und ihnen andere Rechte wie das Wahlrecht aberkannt wurden. 79
Angehörigen der kämpfenden Buren sowie Flüchtlinge wurden in Lagern, den Concentration Camps, interniert. Das System der Concentration Camps war ursprünglich dazu erdacht worden, die Angehörigen der gegen die Briten kämpfenden Buren in dieser letzten Phase des Krieges, die vom Guerillakrieg der Buren geprägt war, unter Kontrolle zu halten.
Zeitweise bekamen in den Camps diejenigen Insassen, deren Angehörige noch aktiv im Kampf waren, nur die Hälfte der ohnehin spärlichen Lebensmittelration. 80 Es wurden auch Schwarze interniert, zunehmend in speziellen Lagern ausschließlich für Schwarze, insgesamt fast 116000, davon überlebten über 14000 die Lager nicht. 81 Die Zahl der Todesopfer unter den weißen Internierten wird mit mindestens 26000 beziffert. 82
Im März 1901 wurde zwischen 12000 und 15000 von ihrem Land im Zuge der Operationen der Britischen Truppen entwurzelten Schwarzen erlaubt, sich vorübergehend in Basutoland, dem heutigen Lesotho, niederzulassen, um eine weitere Überfüllung der Concentration Camps für Schwarze zu vermeiden. 83
Auch in dieser letzten Phase waren Schwarze am Kampf gegen die jetzt mit Guerillataktik kämpfenden Buren beteiligt.
78 Nasson: Abraham Esau’s war, S. 23
79 Ebd., S. 114
80 Raath, Andries W. G.: The British concentration camps of the Anglo-Boer War, 1899-1902: reports on the camps. Bloemfontein 1999, S. 110
81 Warwick: Black People, S. 145
82 Raath: British concentration camps, S. 11
83 Warwick: Black People, S. 68
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Arbeit zitieren:
Andreas von Bezold, 2008, Die Beteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit am Südafrikanischen Krieg 1899-1902, München, GRIN Verlag GmbH
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