II
Executive Summary
Auf Grund der fortschreitenden Globalisierung und des damit verbundenen immer größer werdenden Konkurrenzkampfes in der Automobilindustrie werden Kooperationen in den rückläufigen deutschen und amerikanischen Märkten in Zukunft unausweichlich sein. Doch diese Kooperationen werden nicht nur positive Aspekte mit sich bringen, sondern man wird auch auf interkulturelle Probleme stoßen.
Kultur ist etwas, das sich nur sehr schwer greifen, verstehen oder messen lässt. Zwei die dies sehr erfolgreich durchführten sind Geert Hofstede und Edward Hall. Sie stellten damit die wichtigsten Theorien der Neuzeit auf. Die früher so oft vernachlässigte Unternehmenskultur spielt für den Erfolg von Kooperation ebenso eine wichtige Rolle. Um kulturelle Variablen der einzelnen Länder besser miteinander vergleichen zu können, kann man sie in verschiedene Kategorien einteilen. Zum einen können sich Unterschiede auf den Einzelnen beziehen, aber auf der anderen Seite gibt es auch welche, die sich auf eine ganze Gesellschaft beziehen. Sie liefern die Basis, um sich überhaupt mit anderen Kulturen auseinandersetzen zu können. Etwas mehr ins Detail gehen dann schon die Unterschiede in der Geschäftswelt. Das Beherrschen dieser ist ausschlaggebend für den Verlauf der Zusammenarbeit.
Um die so genannte „interkulturelle Kompetenz“ zu erreichen bzw. zu verbessern gibt es eine Reihe sehr guter Trainingsmöglichkeiten, welche zum Teil auf der Basis der Kulturstandards von A. Thomas beruhen. Für viele große Unternehmen ist eine derartige Schulung ihrer internationalen Mitarbeiter in den letzten Jahren selbstverständlich geworden. Das Fallbeispiel Daimler-Chrysler zeigt, wie stark sich interkulturelle Diffe- renzen in der Praxis negativ auf eine Kooperation auswirken können.
III
Inhaltsverzeichnis
Executive Summary. II
Inhaltsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VI
1 Einleitung. 1
1.1 Einführung in die Problematik. 1
1.2 Ziele der Arbeit. 1
1.3 Vorgehensweise. 2
2 Überblick Automobilindustrie 3
2.1 Grundlagen und Entwicklung 3
2.2 Der deutsche Automobilmarkt. 3
2.3 Der amerikanische Automobilmarkt. 5
2.4 Zukunftsaussichten 6
3 Kultur im Allgemeinen 8
3.1 Was ist Kultur? 8
3.2 Kulturmodelle 9
3.2.1 Hofstedes Modell 9
3.2.2 Halls Modell. 10
3.3 Unternehmenskultur 11
3.4 Kulturstandards. 12
3.5 Zusammenfassung 13
4 Vergleich kultureller Variablen 14
4.1 Variablen im Bezug auf den Einzelnen 14
4.1.1 Vorurteile und Stereotypen 14
4.1.2 Auffassung von Zeit und Raum 15
4.1.3 Moral und Wertvorstellung 16
4.1.4 Kommunikationsstil 17
4.1.4.1 Informationsaustausch. 17
4.1.4.2 Verbale und Nonverbale Kommunikation. 17
4.1.5 Religion 18
4.1.6 Soziales Verhalten und Aufbau von Vertrauen. 19
4.2 Variablen im Bezug auf die Gesellschaft 19
4.2.1 Personalbeschaffung. 19
4.2.2 Lohnstruktur 20
4.2.3 Rechtssystem. 20
4.2.3.1 Fallbeispiel: BMW verklagt wegen Neuanstrich 20
4.2.3.2 Unterschiede 21
4.2.4 Ausbildungssystem. 21
4.3 Zusammenfassung 22
IV
5 Kulturelle Unterschiede in der Geschäftswelt 23
5.1 Manager und Führungsstile 23
5.2 Aufgabenorientiert vs. Ergebnisorientiert 25
5.3 Motivation und Teamwork 25
5.4 Verhältnis zur Wirtschaft. 26
5.5 Gleichheit der Geschlechter. 26
5.6 Verhalten bei Verhandlungen 27
5.7 Zusammenfassung 28
6 Interkulturelle Kompetenz und Möglichkeiten zur Erlangung 29
6.1 Interkulturelle Kompetenz 29
6.2 Trainingsmöglichkeiten 30
6.2.1 Informationsorientiertes Training 31
6.2.2 Kulturorientiertes Training. 32
6.2.3 Interaktionsorientiertes Training 32
6.2.4 Culture Assimilator Training 33
6.3 Beispiele für die praktische Umsetzungen 33
6.3.1 BMW. 33
6.3.2 VW 34
6.4 Zusammenfassung 35
7 Fallbeispiel: DaimlerChrysler AG 36
7.1 Vor der Fusion 36
7.2 Während der Fusion. 37
7.3 Nach der Fusion. 38
8 Zusammenfassung 39
Literaturverzeichnis VIII
Quellenverzeichnis X
V
AG
Aufl.
BMW
bzw.
ca.
Co.
Corp.
D
Ed.
FH Fernhochschule
Hrsg.
IBM
IDV Individualismus
Mar08 März 2008
Mill.
Mrd. Milliarden
Nr. Nummer
o. O.
PDI
S. Seite
u. a.
UK
US
USA
v. a. vor allem
vgl.
vs.
Yr
z. B. zum Beispiel
VI
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2.1 Anzahl Unternehmen der Autoindustrie
Abb. 2.2 Top Neuzulassungen in Deutschland 2006 nach Herstellern
Abb. 2.3 Marktanteile 03/2008 USA nach Herstellern.
Abb. 3.1 Die Kulturzwiebel.
Abb. 3.2.1 Hofstedes Grundwerte von 1980
Abb. 3.3a Das Dualitätsprinzip.
Abb. 3.3b Unternehmensphilosophien.
Abb. 3.4 Kulturstandards
Abb. 4.1.1 Vorurteile und Stereotypen
Abb. 4.1.5a Religionszugehörigkeit USA
Abb. 4.1.5b Religionszugehörigkeit Deutschland
Abb. 4.3 Zusammenfassung interkultureller Variablen.
Abb. 5.1b Führungsstilpräferenzen nach Ländergruppen.
Abb. 6.1a Interkulturelle Kompetenz
Abb. 6.1b Interkulturelles Handeln
Abb 6 2 Interkulturelle Trainingsformen
1
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Problematik
Die Notwendigkeit von interkulturellem Handeln in der Geschäftswelt ist im Allgemeinen eng mit der mittlerweile stark fortgeschrittenen Globalisierung verbunden. Das Internet, neue Technik und die damit verbundenen neuen Transportmöglichkeiten für Mensch und Produkt lassen die Welt immer kleiner erscheinen. Diesen Effekt machten sich natürlich auch immer mehr Firmen zu nutze. Es tauchten immer neue Absatzmärkte, Produktionsstädte, Konkurrenten, aber auch Kooperationspartner auf. In diesem Zuge versuchte auch die Automobilindustrie ihre Chance zu nutzen und durch Exporte und Kooperationen sich neue Türen zu öffnen. Um dieses noch zu verdeutlichen, folgen die zwei größten deutschen Automobilhersteller mit deren Umsatz- und Mitarbeiteranteilen im Ausland: VW - Umsatz: 64% im Ausland, Mitarbeiter: 47% im Ausland; Daimler-Benz - Umsatz: 63% im Ausland, Mitarbeiter: 23 % im Ausland. 1 Doch neue Länder heißt auch; neue Kulturen. Ein altes Sprichwort besagt: „Andere Länder, andere Sitten“, und so einfach sich das auch anhören mag, so komplex und schwierig sind die Unterschiede und der Umgang mit den verschiedenen Kulturen. Mit der deutschen und der amerikanischen treffen zwei grundverschiedene Welten aufeinander, das heißt Vorurteile, Missverständnisse und andere Schwierigkeiten sind vorprogrammiert. Die Kultur beider Länder hat sich seit Jahrhunderten zu dem entwickelt was sie nun ist, jetzt heißt es richtig damit umzugehen, um Geschäftsbeziehungen als allererstes einmal zu Stande kommen zu lassen und diese dann so angenehm wie möglich zu gestalten.
1.2 Ziele der Arbeit
Geschäftsbeziehungen für die Automobilindustrie v. a. im internationalen Bereich werden immer wichtiger. Der einheimische Markt ist bis ins Letzte ausgereizt, es heißt sich neue Möglichkeiten zu suchen. Ziel dieser Arbeit soll nun sein, die Nutzung dieser Möglichkeiten zu erleichtern. Sie soll die Situationen analysieren und die Unterschiede aufzeigen, um so ein besseres Verständnis für beide Seiten zu schaffen. Durch dieses Verständnis sollen Vorurteile abgebaut und Missverständnisse ausgeräumt werden. Um sein Gegenüber zu verstehen, bedarf es nicht nur der Sprachkenntnisse, sondern auch eines fundierten Wissens über dessen kulturellen Hintergrund, um das Handeln, Denken 1 Vgl. Welge/Holtbrügge (1998), S. 32.
2
und Fühlen zu verstehen. Fragen wie „Warum handelt mein deutscher/amerikanischer Geschäftpartner in verschiedenen Situationen so wie er es tut? Wie habe ich mich zu verhalten? Was denkt er über mein Verhalten?“ gilt es zu klären, um so erfolgreiche Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen.
1.3 Vorgehensweise
Nach einem kurzen Einblick in die Automobilindustrie, sowohl allgemein, als auch speziell für beide Länder, wird versucht zukünftige Entwicklungen abzuschätzen. Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich dann hauptsächlich mit kulturellen Themen. Dabei soll auf die Kultur im Allgemeinen, Klärung des Begriffes, Vorstellung der wichtigsten Modelle und unternehmenskulturelle Themen eingegangen werden. Die anschließenden Kapitel widmen sich dem Vergleich der beiden Kulturen. Allgemeine aber auch geschäftliche Kulturvariablen werden miteinander verglichen. Dies soll einen guten Überblick über beide Kulturen liefern und kann auch als kurzes Nachschlagwerk für Verhaltensmuster dienen. Der nächste Abschnitt beschäftigt sich dann mit interkultureller Kompetenz und deren Trainingsmethoden, es werden auch praktische Beispiele aus der Automobilbranche geliefert. Das letzte Kapitel zeigt schließlich ein Fallbeispiel anhand der ehemaligen deutsch-amerikanischen Daimler-Chrysler Kooperation auf.
3
2 Überblick Automobilindustrie
2.1 Grundlagen und Entwicklung
Seit der Entwicklung des ersten Autos im 19. Jahrhundert durch den Deutschen Carl Benz hat sich einiges in der Automobilindustrie getan. In ihren Anfängen gab es viele hunderte Autobauer. Die Konzentration auf den technischen Fortschritt ließ damals den Konkurrenzkampf in den Hintergrund rücken. Dies änderte sich erst mit Einführung der Massenproduktion, initiiert v. a. durch den Amerikaner Henry Ford. Mittlerweile ist der Konkurrenzkampf auf dem globalen Markt immer schärfer geworden, was zu vielen Kooperationen und Übernahmen führte. An viele in der Vergangenheit erfolgreiche Autobauer erinnert heute nur noch der Firmenname. Die immer weniger werdenden Autohersteller wurden somit im Gegenzug immer größer und mächtiger. In Ländern wie Deutschland oder Amerika ist die Automobilindustrie eine der wichtigsten wirtschaftlichen Stützen. 2
Abb. 2.1 Anzahl Unternehmen der Autoindustrie 3
2.2 Der deutsche Automobilmarkt
Nirgendwo anders auf der Welt ist die Automobilindustrie so wichtig wie in Deutsch-land. Dies ist daran zu sehen, dass jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt von ihr
2 Vgl. wikipedia (2008), Automobilindustrie,
http://de.wikipedia.org/wiki/Automobilindustrie.
3 Frauenhofer-Gesellschaft (2003), Anzahl Unternehmen der Autoindustrie,
http://www.heilbronn.ihk.de/meetings/nachlese/IHK-Forum/ChartsFAST2015d.PDF.
4
abhängig ist. 4 Außerdem ist Deutschland neben Asien Weltmeister im Hinblick auf Automobilexport. Im Jahre 2006 wurden 71,9 % oder 3,8 Mill. Autos ins Ausland ex-portiert, darunter knapp 556.000 in die USA. 5 Auf dem einheimischen deutschen Markt sieht die Lage hingegen etwas anders aus. Im Jahr 2007 konnte man den guten Trend des Vorjahres nicht wiederholen und man musste einen deutlichen Einbruch der Verkäufe hinnehmen, dies lag v. a. an der Mehrwertsteuererhöhung. Das Jahr 2008 lässt allerdings auf Besserung hoffen, im Januar stieg die Anzahl der Neuzulassungen um 10,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Gefragt bei den Deutschen sind zurzeit hauptsächlich Kleinwagen und Importfahrzeuge. Auch der amerikanische Automarkt (der größte der Welt), welcher für deutsche Hersteller immer noch boomt, verliert auf Grund des starken Euros momentan an Attraktivität. 6 Nach wie vor beherrschen die deutschen Hersteller den einheimischen Markt und genießen weltweit einen guten Ruf. Allerdings wird allgemein eher von einem dauerhaften Rückgang des Automarktes auf Grund des demographischen Wandels und der längeren Haltbarkeit der Fahrzeuge ausgegangen. 7
Abb. 2.2 Top Neuzulassungen in Deutschland 2006 nach Herstellern 8
4 Vgl. Born (2007), Die deutsche Automobilindustrie in Zahlen und Fakten,
http://www.goethe.de/ges/wrt/dos/aut/wia/de2224047.htm.
5 Vgl. VDA (2006), Jahreszahlen - Export,
http://www.vda.de/de/aktuell/statistik/jahreszahlen/export/index.html.
6 Vgl. Reuters (2008), Deutscher Automarkt lässt wieder hoffen,
http://www.ftd.de/unternehmen/autoindustrie/:Deutscher%20Automarkt/312389.html.
7 Vgl. Spiegel-Online (2007), Deutscher Automarkt wird dauerhaft schwächeln,
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,496499,00.html.
8 Vgl. VDA (2006), Jahreszahlen, Neuzulassungen,
…
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Stefan Laberer, 2008, Interkulturelle Herausforderungen bei Kooperationen zwischen deutschen und amerikanischen Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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