Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS I
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS. III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS. V
1. EINLEITUNG 1
2. GRUNDSÄTZLICHE BESONDERHEITEN BEIM TEMPERATURGEFÜHRTEN
TRANSPORT VON LEBENSMITTELN. 3
3. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER MOBILEN KÄLTETECHNIK 4
4. DIE MARKTSITUATION IN DEUTSCHLAND IM SEGMENT DER
TEMPERATURGEF ÜHRTEN LOGISTIK. 6
4.1 Vom Spediteur zum Logistikdienstleister. 7
4.2 Ist das Outsourcen von Logistikdienstleistungen eine Lösung mit Zukunft? 11
5. AUSWAHL MODERNER LOGISTIKMANAGEMENTANSÄTZE 15
5.1 Effizient Consumer Response (ECR) 15
5.2 Supply Chain Management (SCM) 18
6. ELECTRONIC DATA INTERCHANGE (EDI) 22
6.1 Standards für den elektronischen Datenaustausch. 23
6.1.1 Kommunikationsstandards für den Datenaustausch 23
6.1.2 Datenformate. 24
6.1.2.1 Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
(EDIFACT) 24
6.1.2.2 Extensible Markup Language (XML) 25
6.2 Produktidentifikation im IT-System 26
6.2.1 Internationale Artikelnummer (EAN) - Identsysteme 27
6.2.1.1 Internationale Lokalisationsnummer (ILN) 28
6.2.1.2 Nummer der Versandeinheit (NVE) 29
6.2.1.3 Internationale Artikelnummer (EAN) -13. 30
6.2.1.4 Internationale Artikelnummer (EAN)-128 Transportetikett 31
6.2.1.5 Stammdatenmanagement 32
6.2.2 Wertschöpfungspotentiale 32
6.3. Tracking Tracing 33
6.3.1 Interne und externe Traceability 35
6.3.2 Warenrückrufaktionen. 35
7. DISTRIBUTIONSSYSTEME 37
I
7.1 Warenverteilung in der temperaturgeführten Distribution 39
7.2 Auswahl an Distributionssystemen für den Handel. 42
7.2.1 Direkttransport des Herstellers. 42
7.2.2 Transport via CD (Cross-Docking) -Umschlagpunkt 43
7.2.3 Transport via Zentrallager 44
8. DIE KÜHLKETTE - BESONDERHEITEN BEIM UMSCHLAG UND
TRANSPORT VON TEMPERATURGEFÜHRTEN LEBENSMITTELN 46
8.1 Auswahl an Qualitätsvorschriften und Normen für den temperaturgeführten
Transport. 47
8.1.1 Europäische und nationale Normen i.V.m. der Verordnung (EG) 178/2002. 48
8.1.2 Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP) 49
8.1.3 ATP-Vorschriften, speziell für temperaturgeführte Lebensmittel. 49
8.1.4 International Food Standard (IFS) 51
8.1.5 Cool Chain Quality Indicator (CCQI) 52
8.2 Der temperaturgeführte Transport als Teil der Logistikkette 52
8.2.1 Bedeutung des Straßengüterverkehrs für den temperaturgeführten Transport 53
8.2.2 Transportkältesysteme im Straßengüterverkehr. 56
8.2.3. Geräte zur Temperaturmessung und -aufzeichnung. 57
8.2.4 Der temperaturgeführte Transport mittels LKW 58
8.2.5 Der Umschlagpunkt. 60
8.2.6 Alternative Transportmittel für den temperaturgeführten Transport. 61
9. TRENDS DER LOGISTIK UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DIE
TEMPERATURGEF ÜHRTE DISTRIBUTION 63
9.1 Radio Frequency Identification (RFID) 63
9.1.1 Die RFID-Technik Grundlagen. 65
9.1.2 Vorteile der RFID-Technik und die Einsatzmöglichkeiten in der Logistik. 66
9.1.3 Nachteile und derzeitige Probleme der RFID-Technologie 69
9.2 Time-Temperature-Indicator (TTI) 69
9.3 Controlled Atmosphere (CA) Modified Atmosphere Packing (MAP) 71
10. PRAXISBEISPIEL: EDEKA 72
10.1 Organisation und Aufbau der Edeka Gruppe. 72
10.2 Edeka-Handelsgesellschaft-Hessenring mbH. 75
10.2.1 Logistik, Lagerhaltung und Warenbeschaffung bei Edeka-Hessenring 75
10.2.2 Lunar-GmbH 77
11. FAZIT 79
12. LITERATURVERZEICHNIS 80
II
12.1 Bücher................................................................................................................. 80 12.2 Statistiken............................................................................................................ 82 12.3 Printmedien......................................................................................................... 83 12.4 Printmedien aus Wiso-Net .................................................................................. 84 12.5 Internetquellen .................................................................................................... 86
Abkürzungsverzeichnis
4PL
CD
EAN ECR Edeka Einkaufsgenossenschaft Deutscher Einzelhandelskaufleute
EU GEPIR Global-GAP Global Good Agricultural Practices
HACCP IFS ILN Internationale Lokationsnummer
MAP MHD NVE Nummer der Versandeinheit
RFID SC SCM Supply Chain Management TK Tiefkühl TKM Mobile Transportkältemaschine
TTI TUL VDKL Verband deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen XML Extensible Markup Language
III
Abkürzungen in den Fußnoten
BMELV
BVL
DSVL DTI DVZ Deutsche Logistik-Zeitung
FRILOG IQFS KBA Kraftfahrtbundesamt LZ Lebensmittelzeitung TD Transfrigoroute Deutschland
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Katalog logistischer Dienstleistungen : Zusammenfassung ..................... 8 Abbildung 2 - € Aufwands-Umsatzvolumen des deutschen Logistikmarkts in 15
Segmenten................................................................................................................. 9 Abbildung 3 - Entwicklungsstufen von Logistikdienstleistern....................................... 10 Abbildung 4 - Rationalisierungspotentiale durch SCM.................................................. 19 Abbildung 5 - Das Logistikverständnis im zeitlichen Ablauf ........................................ 21 Abbildung 6 - Beschaffung ohne und mit E-Purchasing ................................................ 22 Abbildung 7 - Relation EDIFACT und Subsets EANCOM, CEFIC und EDIFICI ....... 25
Abbildung 8 - Die EAN-13 ............................................................................................ 27 Abbildung 9 - Nummernsystem des EAN-Standards ..................................................... 28 Abbildung 10 - EAN....................................................................................................... 30 Abbildung 11 - Transportetikett ..................................................................................... 31 Abbildung 12 - Tracking & Tracing entlang der gesamten Lieferkette ......................... 33 Abbildung 13 - Belieferungsformen des Handels........................................................... 42 Abbildung 14 - Struktur von Transit-Termials (Cross-Docking) ................................... 43 Abbildung 15 - ATP-Zulassungsschild und ATP-Gültigkeitsaufkleber ........................ 50 Abbildung 16 - Anwendungsmöglichkeiten von RFID-Systemen ................................. 63 Abbildung 17 - Grundaufbau von RFID-Systemen........................................................ 65 Abbildung 18 - TTI der Firma Pago ............................................................................... 70 Abbildung 19 - Edeka Regionalgesellschaften............................................................... 74
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 - Verbrauch und Absatz von TK-Waren (ohne Speiseeis) in Deutschland ...... 4 Tabelle 2 - Logistische Dienstleistungen in der Spedition ............................................... 8 Tabelle 3 - Logistik- und Systemdienstleister / Spediteure .............................................. 9 Tabelle 4 - Outsourcing Motive der Verlader................................................................. 12 Tabelle 5 - Temperaturbeispiele für gekühlte und TK-Lebensmittel beim Transport.... 40 Tabelle 6 - Unterschiede in der Einzelhandelsbelieferung bei Waren in verschiedenen
Temperaturbereichen .............................................................................................. 41 Tabelle 7 - Kältebereiche der Transportmittel für den Lebensmitteltransport ............... 46 Tabelle 8 - Transportleistung der Verkehrsträger im Bundesgebiet 1950-2008 ............ 53 Tabelle 9 - Anzahl temperaturgeführter LKW und Anhänger mit maschineller Kühlung
in Deutschland ........................................................................................................ 54 Tabelle 10 - Verkehrswertigkeiten von Verkehrsträgern ............................................... 55 Tabelle 11 - RFID Investitionen in Handel .................................................................... 64 Tabelle 12 - Modellrechnung: Produktivitätseffekte durch den Einsatz von RFID in den
Transportleistungen in der Logistik........................................................................ 68 Tabelle 13 - Top 10 des Lebensmittelhandels 2006 nach (geschätzten) Gesamtumsätzen und Entwicklung der Marktanteile der Top 5 seid 1980 ........................................ 73
V
1. Einleitung
Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland unterliegt einem stetigen Wandel. Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte sinkt beständig und dies wird gleichzeitig von einer steigenden Konzentration auf Unternehmensebene begleitet. Diese Entwicklung führt zu einer erheblichen Änderung der Anbieterstruktur, deren Ursachen und Einflussgrößen vielfältig sind. 1 Mit dem Aufkommen neuer Vertriebsformen wie großen Supermärkten, Einkaufszentren oder Discountern und den veränderten Lebens- und Essgewohnheiten der Verbraucher gingen neue Überlegungen zu der Bereitstellung von Gütern einher. 2 Parallel mit der zunehmenden Sortimentsvielfalt und dem steigenden Absatz von frischen, gekühlten sowie Tiefkühl-Produkten (TK) stiegen auch die Ansprüche der Kunden, was Frische und Qualität der Produkte betrifft. 3 Gleichzeitig wollen die Handelsunternehmen die Distributions- und Lagerkosten senken, allerdings ohne den Lieferservice zu verschlechtern. 4 Man versucht dies über optimal gesteuerte und ausgelastete Supply Chain´s (SC) zu erreichen. Allerdings ist die Gestaltung der Logistikprozesse für temperaturgeführte Lebensmittel weitaus schwieriger als für ungekühlte Waren. Der Transport ist aufwendiger, und die Lebensmittel reagieren viel empfindlicher auf Fehler beim Transport.
Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über den derzeitigen Stand der Technik im Bereich der temperaturgeführten Logistik und die derzeitigen Möglichkeiten zur Überwachung der Kühl- und Logistikkette zu geben. Ebenfalls wird auf die wachsende Bedeutung von Managementsystemen in der Logistik eingegangen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Transport vom Hersteller- oder Zentrallager der Unternehmen zum Einzelhandelsgeschäft innerhalb Deutschlands.
In den ersten Kapiteln wird auf die Geschichte des temperaturgeführten Transports, die derzeitige Marktsituation, auf Logistikmanagementansätze und die Bedeutung von modernen IT- und Identsystemen zur Produktidentifikation eingegangen. In den weiteren Kapiteln werden allgemeine und spezielle Distributionssysteme dargestellt und erläutert. Zudem werden verschiedene Qualitätssysteme, die in der temperaturgeführten
1 Drescher, K.; Weiss, C. (2001), „Bestimmungsgründe der regionalen Marktstruktur im deutschen Lebensmitteleinzelhandel“, Seite 3, Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre der Uni Kiel, http://www.food-econ.uni-kiel.de/Workingpaper/Ewp0104.pdf , (Stand: 21.06.2008) und Kalka, R. (2008), „Distributionspolitik“, ProFirma, Heft 05/2008 aus Wiso-Net und Metro Group (2007), „Metro-Handelslexikon 2007/2008“, Seite 4,5,26,27.
2 Arnold, D. u.a. (2004), „Handbuch Logistik“, Seite B7-34 und Metro Group (2007), „Metro-Handelslexikon 2007/2008“, Seite 26,27.
3 Deutsches Tiefkühlinstitut (DTI) (2007), „Cool Facts“.
4 Stabenau, H. ; Baumgarten, H. (Hg) (2008), „Das Beste der Logistik“, Seite 26.
1
Logistik eine große Bedeutung haben, vorgestellt. Des Weitern wird erläutert, warum der LKW so wichtig für die Frische- und TK-Distribution ist. Die abschließenden Kapitel behandeln eine Auswahl an technischen und technologischen Entwicklungen und deren Einsatzmöglichkeiten in der temperaturgeführten Distribution. Im Praxisbeispiel wird auf die Unternehmen Edeka und die Edeka-Hessenring-Regionalgesellschaft eingegangen und deren Aufbau beschrieben. Insbesondere wird dabei die Lagerhaltung, die Transportwege und die Produktidentifikation von frischen und gekühlten Produkten bei Edeka-Hessenring dargestellt.
2
2. Grundsätzliche Besonderheiten beim temperaturgeführten
Transport von Lebensmitteln
Ein Distributionssystem für normale Güter einfach für die temperaturgeführte Distribution zu übernehmen ist nicht möglich, selbst wenn es übereinstimmende Eigenschaften wie Schnelligkeit, Genauigkeit und Sicherheit bei beiden Systemen gibt. Temperaturgeführte Lebensmittel, unabhängig davon ob gekühlt oder tiefgekühlt, sind hochempfindliche Waren, bei denen schon eine geringe Abweichungen von der Solltemperatur zu erheblichen Schäden führen kann. Um den Verbraucher mit optimalen Produkten zufrieden zu stellen, bedarf es eines besonders guten Schnittstellenmanagements bei den Verladepunkten. Um das zu realisieren benötigt man moderne Informationssysteme. Die Implementierung von Warenverfolgungs- und Qualitätssicherungssystemen entlang der gesamten SC muss ebenfalls gewährleistet sein, um Sicherheit und Qualität der Produkte sicher zu stellen. 5 Eine weitere Besonderheit, die beim Aufbau eines Distributionssystems für temperaturgeführte Waren beachtet werden muss, ist die hohe Belieferungsfrequenz mit der die Geschäfte beliefert werden. 6
Es wird unterschieden zwischen gekühlten Transporten, bei denen Lebensmittel wie z.B. Fleisch- und Milcherzeugnisse zwischen 2° - 7° C. transportiert werden, und dem Tiefkühltransport bei dem Lebensmittel wie z.B. gefrorenes Fleisch und Speiseeis zwischen -18 - -20° C. transportiert werden. 7 Dies sind die Warentemperaturen, die die Lebensmittel beim Transport bzw. Lagerung erreichen müssen. Beim Transport werden i.d.R. geringe Abweichungen akzeptiert. 8 Die Temperatur der Transportmittel bzw. der Transportkältemaschine (TKM) sollte dennoch etwas niedriger eingestellt sein, um einen zusätzlichen Sicherheitspuffer zu haben. 9 Diese Temperaturpuffer werden gebraucht, weil temperaturgeführte Lebensmittel in der Transportkette oft umgeschlagen werden und die Umschlagpunkte meist nicht oder nicht ausreichend gekühlt sind. 10
5 Peilnsteiner, J.; Truszkiewitz, G. (2002), „Handbuch temperaturgeführte Logistik“, Seite 15.
6 Peilnsteiner, J.; Truszkiewitz, G. (2002), „Handbuch temperaturgeführte Logistik“, Seite 23,24.
7 Bundesverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) und Transfrigoroute (TR) Dtl (2008), „Leitlinie für eine gute Lebensmittelhygienepraxis beim Lebensmitteltransport“, Seite 11,12.
8 Arnold, D. u.a. (2004), „Handbuch Logistik“, Seite B7-35.
9 Peilnsteiner, J.; Truszkiewitz, G. (2002), „Handbuch temperaturgeführte Logistik“, Seite 243.
10 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 107 und Arnold, D. u.a. (2004), „Handbuch Logistik“, Seite B7-37.
3
3. Historische Entwicklung der mobilen Kältetechnik
1955 wurde auf der internationalen Ernährungsmesse Anuga in Köln erstmals Tiefkühlkost gezeigt. 11 Das war sozusagen der Anfang der flächendeckenden Kältetechnik in Deutschland. Die Verbraucher erfreuten sich an den neuen Produkten in den Kühltheken der Kaufhäuser und Lebensmittelmärkte, und der Absatz stieg mit der Zeit stark an (siehe Tabelle 1).
Insbesondere bei tiefgekühlten- und Convenience-Produkten wird ein stetig wachsender Verbrauch registriert. 13 Während ein steigender Konsum in den Nahrungsmittelsegmenten des Handels zu verzeichnen ist, stagniert in den letzen Jahren die gesamte Konsumgüternachfrage und sinkt in machen Segmenten sogar. 14 Parallel mit dem Absatz steigen jedoch die Ansprüche der Kunden an die Produkte, sowohl was die Qualität als auch die Produktauswahl betrifft. 15 Das wiederum erfordert ausgeklügelte Logistik-, Transport- und Informationssysteme, um die Produkte in großer Zahl und hoher Qualität zu den Verkaufsstätten befördern zu können. Mindestens ebenso wichtig waren die stetigen Weiterentwicklungen der mobilen Transportkältemaschinen (TKM), ohne die der Transport der gekühlten oder gefrorenen Waren über weite Strecken nicht möglich gewesen wäre. 1938 entwickelten die Amerikaner Jones und Numero die erste TKM, die durch einen Benzinmotor angetrieben wurde. 16 Die Aufbauten wurden mit Kork isoliert, um die Kälte zu
11 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 16.
12 Deutsches Tiefkühlinstitut (DTI) (2007), „Cool Facts“, (Tabelle gekürzt übernommen) und Lebensmittelzeitung (LZ) (2008), „Convenience: Bestseller aus dem Eis“ LZ 07.03.2008 aus Wiso-Net.
13 Metro Group (2007), „Metro-Handelslexikon 2007/2008“, Seite 10 und Heimig, D. (2008), „Frische komponiert“, LZ 19 vom 09.05.2008, Seite 38,40,41,44 und Druck, D. (2006), „Convenience ist nicht nur bequem“, Lebensmittel Praxis 17 vom 8.9.06 aus Wiso-Net.
14 Metro Group (2007), „Metro-Handelslexikon 2007/2008“, Seite 6,7,9.
15 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 16.
16 Peilnsteiner, J.; Truszkiewitz, G. (2002), „Handbuch temperaturgeführte Logistik“, Seite 92.
4
speichern. 17 Die Entwicklungen bei den TKM, Dämmstoffen und Aufbauten haben in der Folgezeit große Fortschritte gemacht. Heute werden moderne Kunststoffe zur Isolierung eingesetzt, die gleichzeitig auch den Hygienestandards entsprechen. 18 Auch selbstreinigende Oberflächen, eingebaute Drainagesysteme und Wasseranschlüsse kann man zusätzlich zum individuellen Innenausbau als Zubehör für den Kühlaufbau bekommen. 19 Oft werden die Kühl-LKW auch mit so genannten Mehrkammersystemen bestellt. Das ermöglicht den Transport von Lebensmitteln in mehreren Klimazonen mit einem LKW. 20
Der Markt der Kühlaufbautenhersteller ist stark fragmentiert und mittelständisch geprägt. Einige Dutzend Hersteller teilen hier sich ca. 80 % des Marktes. Bei den TKM-Herstellern sieht das ganz anderes aus. Den Hauptmarkt teilen sich hier nur eine handvoll Hersteller. 21
17 Kerstner, R. (2003), „Exkurs zur Kältetechnik“, DVZ 313 vom 20.09.2003 aus Wiso-Net.
18 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 38 und
Dantzer, H. (1995), „Techniken der Qualitätssicherung im Lagerwesen und Güterversand“, Seite 68.
19 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 34.
20 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 24 und
Dantzer, H. (1995), „Techniken der Qualitätssicherung im Lagerwesen und Güterversand“, Seite 77,78.
21 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 37.
5
4. Die Marktsituation in Deutschland im Segment der
temperaturgeführten Logistik
Mit den wissenschaftlichen und technischen Fortschritten im Bereich der Kältetechnik bekamen auch der temperaturgeführte Transport und die Lagerhaltung eine immer größere Bedeutung. Der Markt für Kühltransporte war in den 50er und 60er Jahren zum großen Teil in der Hand von mittelständischen Unternehmen, die oft nur regionale Märkte belieferten. 22 Gerade die großen Handels- und Industrieunternehmen waren an klareren Strukturen in der temperaturgeführten Logistik interessiert, da die Verbraucher immer mehr gekühlte und tiefgekühlte Lebensmitteln nachfragten (siehe Tabelle 1). Durch Kooperationen und verstärkte Zusammenarbeit versuchen die Logistikdienstleister, Speditionen und Lagerhalter sich den geänderten Marktbedingungen anzupassen, um so dem steigenden Druck durch Handel und Industrie entgegen zu wirken. Dennoch ist man heute von deutschland- oder gar europaweiten Distributionsnetzen und einer homogenen Anbieterstruktur im Bereich der temperaturgeführten Logistik noch weit entfernt. 23 Rationalisierung, Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung sind unbedingte Vorraussetzungen im Logistikgewerbe, um am heutigen Markt zu bestehen. 24 Deutschland ist aufgrund der zentralen Lage in der EU und der guten Verkehrsinfrastruktur zur Logistikdrehscheibe geworden. Doch mit der EU-Osterweiterung im Jahr 2007 und dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens hat sich der geografische Schwerpunkt in der Güterverteilung innerhalb Europas nach Osten verlagert. 25 Logistikdienstleister in Deutschland müssen diesen Trend in ihren zukünftigen Planungen berücksichtigen. Weitere Probleme für die deutschen Logistikunternehmen sind die steigenden und im Vergleich zum europäischen Ausland hohen Dieselpreise, steigende staatliche Abgaben, hohe Personalkosten und die Kosten für Autobahnmaut. 26 Der Aufbau von modernen IT-Systemen zur Steuerung der logistischen Prozesse und zur Warenverfolgung wird immer wichtiger. Weil der Handel
22 Peilnsteiner, J.; Truszkiewitz, G. (2002), „Handbuch temperaturgeführte Logistik“, Seite 6.
23 Littek, F. (2005), „Kühltransport“, Seite 17 und
Kille, Chr. (2008),„Europäische Kühllogistiknetze lassen auf sich warten“,LZ 01.02.08 aus Wiso-Net und Müller-Daupert, B. (2005), „Logistik-Outsourcing“, Seite 171 und Arnold, D. u.a. (2004), „Handbuch Logistik“, Seite B7-35 und Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 127.
24 Oelfke, W. u.a. (2002), „Güterverkehr, Spedition, Logistik“, Seite 498,499.
25 Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV) (2007), „Jahresbericht 2007“, Seite 15 und Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 133,134 und
Loderhose, B. (2006), „Spezialisten für sensible Produkte“, LZ 05 03.02.2006 aus Wiso-Net.
26 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 255,256 und DSLV (2007), „Jahresbericht 2007“, Seite 10,11,14,15 und
Kapell, E.; Loderhose, B. (2007), „Stillstand kommt erheblich teurer“, LZ 06.09.2007 aus Wiso-Net und Kapell, E.; Loderhose, B. (2008), „Profis: Rollen gut gekühlt zum Kunden“, LZ 01.02.2008 aus Wiso-Net.
6
immer mehr IT-Systeme in seine logistischen und administrativen Prozesse implementiert müssen die Lieferanten das ebenfalls tun. 27 Ähnliches gilt für Qualitäts-und Hygienestandards. Auch hier sind die Lieferanten gezwungen die vorgegebenen Standards zu erfüllen.
Eine Vielzahl unterschiedlicher Logistikdienstleister sind in Deutschland ansässig, vom einfachen Transporteur bis zum globalen Kontraktdienstleister, der die gesamte Logistik seines Kunden steuert.
Der Lebensmittel-Logistikmarkt hat in Europa ein jährliches Gesamtvolumen von ca. 70 Mrd. €, davon entfallen ca. 25 Mrd. € auf gekühlte und tiefgekühlte Lebensmittel, davon allein auf Deutschland ca. 4,41 Mrd. €. 28 Die Logistikbranche in Deutschland und Europa ist ein Wachstumsmarkt. Ein Wachstumstreiber ist und bleibt das Outsourcing von Logistikdienstleistungen. 29 Studien zufolge sind bis zu 80 % der logistischen Dienstleistungen auslagerbar. 30
4.1 Vom Spediteur zum Logistikdienstleister
Speditionen sind i.d.R. Unternehmen, deren primärer Unternehmenszweck es ist Waren zu transportieren, umzuschlagen und ggf. zu lagern (TUL). Der Spediteur organisiert den Transport mit dem optimalen Verkehrsträger unter Berücksichtigung der Aspekte Kosten, Schnelligkeit, Sicherheit und Qualität. 31
Im Speditions- und Logistikgewerbe gibt es die Entwicklung, dass man als Spediteur nicht mehr nur die einfache TUL-Leistungen anbietet, sondern dem Kunden noch weitere Arbeiten, so genannte Value-Added-Services anbietet. Man nimmt dem Kunden Arbeiten, die in Verbindung mit der zu transportierenden Ware stehen, ab (siehe Abbildung 1). 32
27 Kromer, S. (2006), „Shared-Information-Prinzip: Wissen für alle Teile der Lieferkette“, LZ 24.11.06, http://www.lz-net.de/dossiers/itlogistik/pages/show.prl?id=2843&backid=2844 , (Stand: 28.04.2008).
28 Kille, Chr. (2008), „Europäische Kühllogistiknetze lassen auf sich warten“, LZ 01.02.08 aus Wiso-Net und Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“, Seite 102.
29 Granzow, A. (2006), „Logistik ist Deutschlands heimliche Paradedisziplin“, Handelsblatt 08.02.2006, http://www.handelsblatt.com/News/printpage.aspx?_p=301292&_t=ftprint&_b=1031565 , (Stand: 02.06.2008) und
Gleißner, H.; Femerling, Chr. (2008), „Logistik“, Seite 85.
30 Stabenau, H. ; Baumgarten, H. (Hg) (2008), „Das Beste der Logistik“, Seite 26.
31 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 47.
32 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 48,49 und Oelfke, W. u.a. (2002), „Güterverkehr, Spedition, Logistik“, Seite 30 und Hauptmann, S. (2007), „Gestaltung des Outsourcings von Logistikdienstleistungen“, Seite 98,99.
7
Dieser Entwicklung trifft im Besonderen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die nicht in der Lage sind ihren Kunden solche logistischen Zusatzdienstleistungen (siehe Tabelle 2) anzubieten. Aus diesem Grund werden die KMU oft nur noch als Subunternehmer, für die reine Transportleistung, eingesetzt. Der Logistikdienstleister wird, meist aufbauend auf langjährige Zusammenarbeit, zum Systemlieferanten und übernimmt somit die komplette Logistik des Kunden. Dazu gehört es dann ggf. auch Value-Added-Services anzubieten (siehe Tabelle 2). 34
Wie man der folgenden Abbildung 2 entnehmen kann, hat der Markt für zusätzliche logistische Spediteurfunktionen (Kontraktlogistik oder auch 3PL) bereits eine große Bedeutung bekommen. Während der deutsche Logistikmarkt um drei bis vier Prozent pro Jahr wächst, werden für die Kontraktlogistik deutlich höhere Zuwachsraten erreicht und weiterhin prognostiziert.
33 Oelfke, W. u.a. (2002), „Güterverkehr, Spedition, Logistik“, Seite 33.
34 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 48,49 und
Kühne, K.-M. (2006), „Ein Tick aggressiver“, Wirtschaftswoche 22 vom 29.05.2006, Sonderbeilage Transport und Logistik aus Wiso-Net.
35 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 49, Bezug auf BSL 2000, Seite 20.
8
Abbildung 2 - € Aufwands-Umsatzvolumen des deutschen Logistikmarkts in 15 Segmenten 36
Grund hierfür ist, dass immer mehr Unternehmen ihre Logistik ganz oder teilweise auslagern und einfache Arbeiten am Produkt von Logistikdienstleistern übernommen werden. Als System- bzw. Kontraktdienstleister ist man voll in den Betrieb und den Ablauf integriert, man ist sozusagen ein Teil der SC (siehe Tabelle 3). 37
36 DHL (2005), „Logistik-Lotse 2005“, Seite 42, Bezug auf Klaus „Top 100“ Ausgabe 2004.
37 Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“. Seite 169.
38 Oelfke, W. u.a. (2002), „Güterverkehr, Spedition, Logistik“, Seite 490.
9
Das theoretisch mögliche Umsatzpotenzial der Kontraktlogistik bezifferte die Bundesvereinigung Logistik zuletzt auf 67 Mrd. Euro. 39 Um als Dienstleister Value-Added-Services anbieten zu können sind ggf. eigene Investitionen in Produktionsanlagen oder Montagehallen nötig. 40 Eine umfassende Definition für Kontraktlogistik ist:„Die Kontraktlogistik bezeichnet integrierte Leistungsbündel, die verschiedene, in ihrem Umfang wesentliche Logistikleistungen, ergänzbar um Zusatzleistungen, enthalten und kundenspezifisch gestaltet von einem Dienstleister für eine andere Partei wiederholt und für einen längeren Zeitraum auf Vertragsbasis erbracht werden“. 41 Der Systemdienstleister (3PL) kann in Verbindung mit dem SCM und unter der Betrachtung der kompletten SC zum Systemintegrator (4PL) weiterentwickelt werden (siehe Abbildung 3).
Der 4PL-Logistikdienstleister wird dabei zum SC-Manager, der die Ressourcen, Kapazitäten und Technologien seines eigenen Logistikunternehmens mit den Ressourcen der anderen, an der SC beteiligten Dienstleistern und Unternehmen, verbindet, um Kosten- und Leistungssynergien zu schaffen. Charakteristisch ist, dass ein 4PL-Logistikdienstleister oft gar keine eigenen logistischen Kapazitäten mehr hat, sondern sich ganz auf die Erbringung von Koordinations- und Integrationsdienstleistungen in der SC konzentriert. Ein Beispiel wäre z.B. die Implementierung
39 Henkhus, F. (2007), „Die Kontrakt-Falle“, Automobil-Industrie, http://www.automobil-industrie.vogel.de/produktion/articles/96346/ , (Stand: 14.07.2008) und Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“, Seite 35,36.
40 Henkhus, F. (2007), „Die Kontrakt-Falle“, Automobil-Industrie, http://www.automobil-industrie.vogel.de/produktion/articles/96346/ , (Stand: 14.07.2008).
41 Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“, Seite 38.
42 Vahrenkamp, R (2007), „Logistik“, Seite 51.
10
einer einheitlichen Software innerhalb des SC-Netzwerks, um Fehler bzw. zusätzlichen Arbeitsaufwand aufgrund von Datenkonvertierungen zu vermeiden. 43 Selbstverständlich gibt es auch im Bereich der temperaturgeführten Logistik Anbieter, die aufgrund ihres Know-hows, Unternehmensgröße und finanziellen Mittel in der Lage sind als Systemdienstleister oder -integrator vielfältige Aufgaben oder die Steuerung der gesamten SC zu übernehmen. So bieten z.B. die Kühlhaus-Zentrum-AG, die Nordfrost-Kühl- und Lagerhaus GmbH oder der Logistikdienstleister Kühne und Nagel ihren Kunden logistische Zusatzleistungen an, die von Lagerung über Etikettieren und Fleischzerlegung bis zum europäischen Transport reichen. 44 Sicherlich ist es das Ziel vieler Anbieter die gesamte Frischelogistik von der Warenbeschaffung bis zur Distribution auf Handelsebene zu übernehmen. Dies ist möglich, weil die großen Logistikdienstleister i.d.R. bereits mit hohen Qualitätsstandards und durchgängigen Informationstechnologien arbeiten. 45
4.2 Ist das Outsourcen von Logistikdienstleistungen eine Lösung mit
Zukunft?
Eine funktionierende und dennoch kostengünstige Belieferung der Lebensmittelgeschäfte und damit der Endverbraucher ist das Ziel aller Akteure der SC. Das Auslagern von Logistikdienstleistungen war bzw. ist für viele Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg und daher ein unverkennbarer Trend. 46 Die Logistik wird bei den Unternehmen nicht mehr als reiner Kostenfaktor gesehen, sondern als wichtige Determinante des Unternehmenserfolgs und als Wettbewerbsinstrument. 47
43 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 50 und
KPMG Consulting AG (2002), „Vom Tracking und Tracing zum Supply Chain Event Managementaktueller Stand der Technik“, Seite 40, http://www.competence-site.de/logistik/scm.nsf/ B192737B2D0AE7FC1256F1700471C88/$File/studie%20tt_scem.pdf , (Stand: 16.07.2008).
44 Logistik Heute (2005), „Cool im Kommen“, Logistik Heute 7-8/2005, Seite 38,39 aus Wiso-Net und Kühne, K.-M.; in Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“, Seite 23 und Müller-Daupert, B. (2005), „Logistik-Outsourcing“, Seite 174.
45 Schütz, G. (2008), „Integration schafft Kostenvorteil“, LZ 01.02.2008, http://lz-net.de/dossiers/ itlogistik/pages/show.prl?id=3815&backid=3806 , (Stand: 28.05.2008).
46 Gleißner, H.; Femerling, Chr. (2008), „Logistik“, Seite 85 und Kalka, R. (2008), „Distributionspolitik“, ProFirma, Heft 05/2008 aus Wiso-Net und Kapell, E.; Loderhose, B. (2008), „Profis: Rollen gut gekühlt zum Kunden“, LZ 01.02.2008 aus Wiso-Net.
47 Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“, Seite 36 und Kalka, R. (2008), „Distributionspolitik“, ProFirma, Heft 05/2008 aus Wiso-Net und Schulze, L. (2007), „Lebensmittellogistik und die Herausforderung für Produktion und Distribution“, FM Fracht und Materialfluss, Heft 10, aus Wiso-Net und Stabenau, H.; Baumgarten, H. (Hg) (2008), „Das Beste der Logistik“, Seite 27.
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Als Vorteile für ein Logistik-Outsourcing werden vor allem Kosten- und Leistungsgründe genannt (siehe Tabelle 4).
Logistikdienstleister sind Spezialisten, die durch bessere Kostenstrukturen und Auslastungsoptimierung eine Kostendegression erreichen und so die Logistikkosten senken können. Häufig werden auch günstigere Tarifstrukturen bei den Mitarbeitern der Logistikdienstleister als Vorteile für ein Outsourcing angeführt. Neben den Kosten-vorteilen sollen auch Leistungsverbesserungen mit dem Auslagern einhergehen, die die Logistikdienstleister durch Spezialisierung, ihr Know-how und aktuelle Transport- und Informationstechnologien erreichen. 49
Dies sind allgemeine Vorteile, die im Non-Food Transportbereich sicherlich im Großen und Ganzen zutreffen, für den temperaturgeführten Transportbereich aber noch genauer betrachtet werden müssen.
Gekühlte und TK-Lebensmittel haben hohe Ansprüche an Transport- und Lagerungsbedingungen und verlangen nach einer geschlossenen Kühlkette mit engen Klimavorgaben. 50 Nur wenige Logistikdienstleister bieten temperaturgeführte Logistikdienstleistungen an, und diese sind oftmals regional begrenzt. 51 Nationale oder internationale Verteilernetze sind auch heute noch keine Realität, außer bei den ganz
48 Müller-Daupert, B. (2005), „Logistik-Outsourcing“, Seite 173, Bezug auf Miebach Logistik Studie (2004), „Outsourcing 2004“.
49 Gleißner, H.; Femerling, Chr. (2008), „Logistik“, Seite 192 und
Peilnsteiner, J.; Truszkiewitz, G. (2002), „Handbuch temperaturgeführte Logistik“, Seite 7 und Müller-Daupert, B. (2005), „Logistik-Outsourcing“, Seite 14,15,16,17,172,173 und Hauptmann, S. (2007), „Gestaltung des Outsourcings von Logistikdienstleistungen“, Seite 58 und Thonemann, U.; u.a. (2005), „Supply Chain Excellence im Handel“, Seite 93,94.
50 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 108.
51 Logistik Heute (2005), „Cool im Kommen“, Logistik Heute 7-8/2005, Seite 38,39 aus Wiso-Net und Schulze, L. (2007), „Lebensmittellogistik und die Herausforderung für Produktion und Distribution“, FM Fracht und Materialfluss, Heft 10, aus Wiso-Net.
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großen Unternehmen der temperaturgeführten Logistik wie z.B. Kühne und Nagel, Dachser, Wincanton oder Salvesen. 52 Für große nationale und internationale Handelsunternehmen sind optimale Logistiknetze aus Kosten-, Zeit- und Qualitätsgründen unerlässlich. Die Schnittstellenproblematik, wenn man mehrere regional agierende Logistikunternehmen zur Erfüllung logistischer Leistungen beauftragen muss, ist für viele Handelsunternehmen ein nicht hinnehmbarer Qualitätsmangel, da die sensiblen Produkte leicht Schaden nehmen können. 53
Als Folge haben einige Handelsunternehmen, wie z.B. Edeka, Tengelmann und Globus die Lebensmittellogistik zu einem Kernkompetenzfeld erklärt und führen die Lebensmittellogistik in Eigenregie. 54 Auf diese Weise kann man die Schwerpunkte individuell setzten und alle Akteure der SC können sich nach vorgegebenen und einheitlichen Standards richten. 55 Gleichzeitig geht man auch den Risiken, die ein Auslagern mit sich bringt, aus dem Weg. Die Nachteile des Outsourcings sind die erhöhte Abhängigkeit, Know-how Verlust, mögliche Probleme mit dem vorhandenen Personal und oftmals auch die Unterschätzung der Transaktions- und Umstellungskosten. 56 Als Vorreiter in diesen Bereich sind sicherlich auch die Discounter Lidl und Aldi zu nennen. Sie haben schon früh auf eigene Logistiklösungen gesetzt, da sie ein begrenztes und standardisiertes Sortiment auf viele Filialen verteilen müssen. 57 Es gibt aber auch weiterhin Unternehmen, wie z.B. die Karstadt Warenhaus AG, die im Outsourcing eine Zukunft sehen und fast ihre gesamte Logistik an externe Dienstleister ausgelagert haben. 58
Man kann also sagen, dass es im Bereich der temperaturgeführten Logistik noch keinen erkennbaren Trend gibt die Logistik komplett oder teilweise an externe Logistikdienstleister outzuscourcen, eher das Gegenteil ist der Fall. In den nächsten Jahren wird sich die laufende Konsolidierungswelle in der Logistik-Dienstleistungsbranche
52 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 108 und Müller-Daupert, B. (2005), „Logistik-Outsourcing“, Seite 174 und
Kille, Chr. (2008), „Europäische Kühllogistiknetze lassen auf sich warten“, LZ 01.02.2008 aus Wiso-Net.
53 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 109 .
54 LZ (2007), „Edeka - Neuausrichtung der Logistik“, LZ 12.10.2007 aus Wiso-Net und Weber, B. (2004), „Lidl bündelt Logistik in eigener Regie“, LZ 51 17.12.2004 aus Wiso-Net und Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 109 und
Kapell, E.; Loderhose, B. (2007), „Coole Konzepte für frischen Umsatz“, LZ 02.02.2007 aus Wiso-Net und Müller-Daupert, B. (2005), „Logistik-Outsourcing“, Seite 11,18.
55 Stölzle, W. u.a. (2007), „Handbuch Kontraktlogistik“, Seite 170,171,172.
56 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 388,389. und Thonemann, U. ; u.a. (2005), „Supply Chain Excellence im Handel“, Seite 95
57 Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 109.
58 Seemann, A. (2006), „Die Logistikausgliederung bei Karstadt“, Logistik für Unternehmen, http://www.mylogistics.net/de/news/themen.jsp?key=news554762&suchfeld=beschaffungs&typ =search&typ=search , (Stand: 02.07.2008) und Vahrenkamp, R. (2007), „Logistik“, Seite 49.
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Arbeit zitieren:
Benjamin Imsirovic, 2008, Die temperaturgeführte Logistik in der Lebensmitteldistribution, München, GRIN Verlag GmbH
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