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Inhaltsverzeichnis
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1. Epidemiologie
1.1. Definition 4
1.2. Aufgaben und Ziele 5
1.3. Methoden 5
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2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
2.1. Epidemiologie 7
2.2. Koronare Herzkrankheit und Myokardinfarkt 8
2.2.1. Koronare Herzkrankheit 8
2.2.2. Myokardinfarkt 9
2.2.3. Prävalenz 10
2.3. Versorgungskonzepte 11
2.3.1. Prävention 12
2.3.2. Therapie 13
2.3.3. Rehabilitation 16
2.4. Aufgaben der Pflege 18
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3. Ausblick
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Literaturverzeichnis
Anmerkung : Wenn im folgenden Text von Einwohnern, Patienten etc. die Rede ist, sind damit
immer beide Geschlechter gemeint. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf eine
durchgehende doppelte Bezeichnung verzichtet
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Tabellenverzeichnis
Tabellen-Nr. Tabellenbezeichnung Seite 1 Herzinfarktmorbidität und koronare Mortalität je 11
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1. Epidemiologie
1.1. Definition
Die Epidemiologie beschäftigt sich seit ihren Anfängen um 1850 in ihrem Kernbereich mit der Verbreitung, den Risikofaktoren und den Ursachen von Krankheiten in Bevölkerungen oder anderen sozialen Gruppen. (vgl. SCHWARTZ u.a. 2003, S. 394) Eine klassische Definition der Epidemiologie lautet daher auch:
„Epidemiologie ist das Studium der Verteilung und der Determinanten von Krankheitshäufigkeiten in menschlichen Populationen.“ (HURRELMANN u.a. 2006, S. 257)
Diese Definition zeigt deutlich die seit der Anfangszeit der Epidemiologie vorherrschende Rolle der Medizin. Jedoch ist die Medizin inzwischen nur noch eine der epidemiologisch tätigen Disziplinen neben der Sozialwissenschaft, der Ökonomie, der Politikwissenschaft und anderen. (vgl. HURRELMANN 2006, S. 257) Daher gibt es mittlerweile modernere Definitionen, die dem aktuellen Profil und Aufgabenbereich der Epidemiologie am nächsten kommen, wie zum Beispiel: „Epidemiologie ist die Bearbeitung von Fragen aus dem Bereich der Medizin, der Gesundheitssystemforschung und der Gesundheitswissenschaften mit Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik.“ (HURRELMANN u.a. 2006, S. 257) Hieraus wird ersichtlich, dass die Epidemiologie deutlich an Inhalt gewonnen hat und im Bereich der Gesundheitswissenschaften eine wichtige Rolle spielt, wenn es um die systematische Erfassung und Auswertung von gesundheitsrelevanten Daten geht, sei es rein für statistische Zwecke oder gezielt für medizinische und andere Forschungsfragen.
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1.2. Aufgaben und Ziele
Heute ist die Epidemiologie somit eine der zentralen Wissenschaften zur Untersuchung der gesundheitlichen Situation von Bevölkerungen. (vgl. HURRELMANN u.a. 2006, S. 255) Ihre Aufgaben und Ziele im Einzelnen sind: Risikofaktoren und Krankheitsursachen, aber auch gesundheits- - förderlicheFaktoren herauszustellen,
aufgrund dessen besonders gefährdete Gruppen zu identifizieren, - regionaleund zeitliche Unterschiede in der Prävalenz einzelner - Krankheitenherauszustellen, den normalen Verlauf von Krankheiten zu beschreiben, - unddie Wirksamkeit von Prävention, Therapie und Rehabilitation - zubeurteilen. (vgl. SCHWARTZ u.a. 2003, S. 394) Damit stellt sie das benötigte Datenmaterial für die verschiedenen Disziplinen der Gesundheitswissenschaften zur Verfügung, mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu optimieren. (vgl. HURRELMANN u.a. 2006, S. 255f.) Zur Realisierung dieser Ziele werden unterschiedliche Methoden verwandt, die im folgenden Abschnitt erläutert werden.
1.3. Methoden
Die Methoden unterscheiden sich in deskriptive, analytische und experimentelle Epidemiologie. (vgl. HURRELMANN u.a. 2006, S. 190) Die deskriptive Epidemiologie beschreibt lediglich die Verbreitung von Krankheiten und die betroffenen Gruppen. Dabei werden Querschnittstudien verwendet, die die Prävalenz von Erkrankungen, bestimmten (Risiko-)Verhaltensweisen, biologischen und genetischen Besonderheiten oder die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zu einem festen
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Zeitpunkt bestimmen. Somit sind Querschnittstudien immer eine Momentaufnahme, ihre Aussagekraft bezüglich der Wirkung länger andauernder Risikofaktoren ist daher begrenzt. (vgl. SCHWARTZ u.a. 2003, S. 411) Bei der analytischen Epidemiologie hingegen wird zusätzlich ein Zusammenhang zu Umgebung, Lebensweise und Belastungsfaktoren der betroffenen Gruppen gesucht. (vgl. HURRELMANN u.a. 2006, S. 263) Hierzu werden zum einen Fall-Kontroll-Studien verwendet, die rückblickend analysieren, inwieweit erkrankte Personen bestimmten Risikofaktoren im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen ausgesetzt waren. Zum anderen werden Längsschnitt- oder Kohortenstudien durchgeführt, die über einen längeren Zeitraum festgelegte Personengruppen (Kohorten) mit und ohne bestimmte Risikofaktoren vergleichen und regelmäßig bezüglich der Risikofaktoren und der vermutlich dadurch verursachten Krankheit untersuchen. (vgl. SCHWARTZ u.a. 2003, S. 413) Schließlich werden bei der experimentellen Epidemiologie Studien mit Test- und Kontrollgruppen durchgeführt, um die Wirksamkeit von Interventionen, beispielsweise einem Medikament oder einer bestimmten Operationstechnik, zu analysieren. Dabei werden bewusst zwei Gruppen gebildet, wobei die eine Gruppe die Intervention erhält und die andere nicht. Um keine unerwünschten Effekte zu erhalten, werden beide Gruppen nicht darüber informiert. (vgl. SCHWARTZ u.a. 2003, S. 415) Für die im folgenden beschriebene Epidemiologie der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die analytische Epidemiologie von größter Bedeutung, um das teilweise langjährige Einwirken von Risikofaktoren auf die Krankheitsentstehung angemessen erfassen zu können.
Arbeit zitieren:
Benjamin Böhme, 2008, Zur Epidemiologie und Versorgungssituation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, München, GRIN Verlag GmbH
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