Inhaltsverzeichnis
1. Der Autor 3
2. Einleitung. 3
3. Die Sozialarbeitswissenschaft als Transdisziplin. 4
3.1. Die Soziologie (vgl. Erath 2006, S. 26/27) 4
3.2. Die Psychologie (Erath 2006, S. 27-29) 5
3.3. Die (Sozial-)Pädagogik (Erath 2006, S. 29-31) 6
3.3.1 phänomenologisch 6
3.3.2 wissenschaftshistorisch 7
3.3.3 systematisch. 7
3.3.4 methodologisch 8
3.4. Die Politikwissenschaft: 9
3.5. Zusammenfassung der 3. These 10
4. Die Interdisziplinarität der Sozialarbeitswissenschaft 11
4.1 Das Modell der Schrebergartenkolonie (Erath 2006, S. 34) 12
4.2 Das Modell des Flickenteppichs (Erath 2006, S. 34) 13
4.3 Das Modell des erweiterten Restriktionensets (Erath 2006, S. 35/36) 13
4.4. Zusammenfassung der 4. These 15
5. Gesamtfazit 15
Quellenangaben 18
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1. Der Autor
Prof. Dr. Peter Erath wurde 1952 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Allgemeinen Pädagogik und der Sonderpädagogik absolvierte Erath eine Ausbildung zum Sonderschullehrer. Bis zu seiner Promotion zum Doktor der Pädagogik an der PH Reutlingen an der Universität Tübingen arbeitete er mehrere Jahre im Sonderschul-und Frühförderungsbereich. Seit 1988 ist Erath Professor für Pädagogik und Sozialarbeit an der Fakultät für Sozialwesen an der Katholischen Universität Eichstätt. Seit 2003 ist er zudem Privatdozent an einer finnischen Universität in Kuopio.
2. Einleitung
Peter Erath beschreibt in seinem Buch „Sozialarbeitswissenschaft - Eine Einführung“ im ersten Kapitel die „Begründung der Sozialarbeitswissenschaft“. Erath unterteilt das erste Kapitel in acht Unterkapitel und beendet das Kapitel mit einer Zusammenfassung.
Erath zeigt den Handlungsgegenstand der wissenschaftlichen Disziplin Sozialarbeitswissenschaft auf und geht dabei insbesondere auf die Suche nach einer Meta-theorie ein. Hierzu stellt Erath fest, dass sich die Einzigartigkeit der Sozialarbeitswissenschaft auf die „Analyse und Reflexion von Gesellschaft und damit verbundener (psycho-)sozialer Probleme hinsichtlich ihrer Entstehung, Vermeidung, Behebung und ihrer professionellen Bearbeitung“ (Erath 2006, S. 25) bezieht. Infolge dessen sieht Erath Sozialarbeitswissenschaftliches Denken und das daraus abgeleitete Handeln als ein neues Denken und Handeln an, „das sich an einer neu geschaffenen, noch von keiner anderen Disziplin besetzten Perspektive orientiert.“ (Erath 2006, S. 25) Um die Einflüsse der vier Bezugsdisziplinen Soziologie, Psychologie, Sozialpädagogik und der Politikwissenschaften darzulegen, beschreibt er ihre Einflüsse auf die Sozialarbeitswissenschaft, zeigt aber auch auf, wie diese sich von den Bezugsdisziplinen abgrenzt.
Erath zeigt anhand von drei Theorien über die Interdisziplinarität der Sozialarbeitswissenschaft auf, dass diese Probleme birgt, wie beispielsweise die drohende Vereinnahmung durch andere Wissenschaften, oder das Nichtzusammenpassen der Ergebnisse der verschiedenen Wissenschaften. Erath zeigt auch die Problematik auf, dass die Ergebnisse der Bezugsdisziplinen und anderer Disziplinen der Fragestellung der Sozialarbeitswissenschaft nicht gerecht werden, so dass sie weiterentwickelt werden müssten.
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3. Die Sozialarbeitswissenschaft als Transdisziplin These 3:
„Die Sozialarbeitswissenschaft ist eine Transdisziplin mit eigenen Fragestellungen und Handlungsfeldern, die jedoch eng mit anderen Wissenschaften, insbesondere ihren Bezugsdisziplinen, vernetzt ist.“
3.1. Die Soziologie (vgl. Erath 2006, S. 26/27)
Soydan geht davon aus, dass die Wurzel der sozialarbeiterischen Denkweisen auf den Sozialanalysen des 18. Jahrhunderts beruhe und in Folge dieser Analysen Verbesserungen der Prognosen innerhalb des 19. Jahrhunderts angestrebt wurden. Die Lebensbedingungen der Menschen sollten verbessert, und Probleme gelindert werden.
Die Soziologie liefert somit wissenschaftliche Erklärungsansätze für die Soziale Arbeit um „krankhafte soziale Bedingungen“ zu verändern. (Erath 2006, S. 26) Diese „krankhaften sozialen Bedingungen“ sollten mithilfe von „agents of change“ verbessert werden. Als Grundlage hierfür sieht Erath die These der Soziologen, dass „der Mensch fähig ist Sympathie und Empathie mit anderen Menschen zu empfinden“. (Erath 2006, S. 26)
Saint-Simon ist der Auffassung, dass soziale Probleme verhindert oder überwunden werden können, wenn es wissenschaftliche bzw. soziologische Erklärungsansätze aufgrund der Erforschung der Gesellschaft über deren Probleme gäbe. Soydan analysierte das Werk von Saint-Simon und hält seine Erklärungsansätze für empirisch evident, „da sich seiner Ansicht nach die Entwicklung des schwedischen Wohlfahrtsstaats genau gemäß dieser Denkrichtung vollzogen hat.“ (Erath 2006, S. 27) So versuche Schweden seit den 1930er und 1940er Jahren soziale Probleme mithilfe von Wissenschaft und rationaler Planung zu lösen, seit den 1970er Jahren sei dann der konsequente Ausbau des Systems an Hilfen durch die Sozialarbeit erfolgt. (Erath 2006, S. 27)
In Schweden sei ab den 1970er Jahren die Sozialarbeit, die Sozialplanung und die Sozialanalyse zu unverzichtbaren Partnern „im Kampf um die Verbesserung der sozialen Sicherheit“ geworden. (Soydan 1999 zitiert nach Erath 2006, S. 27) Zusammenfassung
Die Soziologie untersucht wissenschaftlich die gesellschaftlichen Bedingungen und liefert somit der Sozialen Arbeit Modelle und Erklärungsansätze gesellschaftlicher
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Probleme. Die Soziale Arbeit kann aufgrund der Erklärungsansätze der Soziologen Erklärungen ableiten, wie „die Menschheit soziale Probleme verhindern bzw. überwinden kann“. (Erath 2006, S. 27)
Der Schwedische Wohlfahrtsstaat dient mit seiner rationalen Planung auf wissenschaftlicher Grundlage für Soydan als Beweis, dass die These von Saint-Simon richtig ist, dass soziale Probleme aufgrund dieser Planung und der Gesellschaftsanalyse behoben werden könnten.
3.2. Die Psychologie (Erath 2006, S. 27-29)
„Die Psychologie kennt die individuellen Ursachen für soziale Probleme aus ihrer eigenen Anwendungspraxis und verfügt über Methoden zur Bearbeitung dieser.“ (Erath 2006, S. 29)
Mary Richmond hält nicht die Gesellschaft, sondern das Individuum als verantwortlich für die Entstehung sozialer Probleme. (Erath 2006, S.27/28) Durch den Standpunkt von Mary Richmond rückte die Sozialarbeitswissenschaft in die Nähe der Psychologie und bekam somit einen viel stärkeren „Praxis- und Methodenbezug.“ (Erath 2006, S. 28) Abbildung: (Erath, 2006, S. 28)
Schlecht anwendbar besser anwendbar
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Arbeit zitieren:
Angelika Stopp, 2007, Begründung der Sozialarbeitswissenschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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