Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Der Finanzintermediär 5
3. Das Grundmodell von Diamond 6
3.1. Arten direkter Finanzbeziehungen 7
3.1.1 Anreizverträge mit nichtmonetären Strafen 7
3.1.2. Monitoring des Projektertrages 10
3.2. Die Einführung eines Finanzintermediärs 10
3.2.1. Die Delegation des Monitoring an einen Finanzintermediär 10
3.2.2. Kostensenkung durch Diversifikation des Finanzintermediärs 11
4. Weitere Ausarbeitungen zum Diamond Modell 12
5. Fazit 13
Literaturverzeichnis…………………………………………………………………………..15
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 8
Abbildung 2 9
Abkürzungsverzeichnis
Abb Abbildung
bspw beispielsweise
GE Geldeinheit
z B zum Beispiel
3
1. Einleitung Die vorliegende Arbeit wird die Grundaspekte des Diamond-Modells erörtern. Diamond schuf mit seiner Arbeit „Financial Intermediation and Delegated Monitoring“ 1984 die erste vollständige Existenzerklärung der Finanzintermediation.
Mit der Existenzerklärung der Finanzintermediation haben sich neben Diamond eine Vielzahl von Autoren beschäftigt. Es gibt neoklassische Erklärungsansätze, die die Existenz von Finanzintermediären damit begründen, dass durch die Einbeziehung eines Intermediärs die Anzahl der Transaktionen und die Transaktionskosten zwischen Kapitalgeber und –nehmer gesenkt werden.
In informationsökonomischen Erklärungsansätzen wird die Existenz eines Finanzintermediärs dadurch begründet, dass der Intermediär die durch asymmetrische Informationen entstehenden Kosten senken kann. Doch die Einbeziehung des Finanzintermediärs verschiebt das Problem der Informationsasymmetrie nur. Es entstehen nicht nur durch eine direkte Beziehung zwischen Kapitalgeber und –nehmer Kosten, sondern auch durch die Zwischenschaltung eines Intermediärs. Das Modell von Diamond knüpft an die obigen Überlegungen an. In seinem Modell begründet er, wie, trotz des verschobenen Problems der asymmetrischen Informationen, die Kosten durch einen Finanzintermediär gesenkt werden. Um sich dem Modell von Diamond anzunähern, werden zuerst die Begriffe des Finanzintermediärs und der asymmetrischen Informationen definiert. Im Grundmodell werden die Rahmenbedingungen für die Existenzerklärung festgelegt. Der darauf folgende Abschnitt stellt die zwei Arten der direkten Finanzbeziehungen vor. Dazu gehören die Anreizverträge mit nichtmonetären Strafen und das Monitoring der Projekterträge.
Danach wird der Finanzintermediär in das Modell eingeführt. Das Monitoring wird nun an den Finanzintermediär delegiert und durch eine Diversifikation des Intermediärs werden die Gesamtkosten für die Delegation und das Monitoring gesenkt.
Der letzte Abschnitt enthält erweiterte Ausarbeitungen zum Diamond Modell.
2. Der Finanzintermediär Der Begriff des Finanzintermediärs umfasst grundsätzlich eine Reihe von Institutionen. Finanzintermediäre sind z.B. Rating-Agenturen, die sich auf das Sammeln von Informationen spezialisiert haben. Daneben werden auch Wertpapierhändler als Finanzintermediäre verstanden. Unter dem Begriff des Finanzintermediärs wird also nicht nur die klassische Bank verstanden. Aufgrund ihrer Tätigkeit können Finanzinstitutionen in drei Gruppen gegliedert werden: Es gibt Finanzgutachter, Finanzhändler und Finanzauktionäre. 1 Als Grundsatz für die Erklärung der Existenz eines Finanzintermediärs nimmt man einen Markt an, auf dem Finanzkontrakte gehandelt werden. In Erklärungsmodellen werden die Märkte als nicht perfekt angenommen. Auf diesen nicht perfekten Märkten entstehen für die Schaffung von Finanzkontrakten Transaktionskosten. Für die Kontrakte relevante Informationen sind asymmetrisch verteilt.
Die Transaktionskosten nehmen hier die Form von Informationskosten an. Durch asymmetrische Informationen ist in Finanzbeziehungen meist eine Seite besser informiert als die andere Seite und kann sich nur durch eine kostenintensive Informationsanhäufung besser stellen. In Finanzkontrakten gibt es drei Typen von Unsicherheit: Die Qualitätsunsicherheit, die Verhaltensunsicherheit und die Costly State Verification.
Für Kreditbeziehungen bedeutet die Qualitätsunsicherheit bspw. , dass der Kreditnehmer die Projektqualität ex ante besser einschätzen kann. Die Projektqualität beeinflusst natürlich auch die Rückzahlungsfähigkeit und den Rückzahlungswillen des Kreditnehmers.
Die Verhaltensunsicherheit spielt insofern eine Rolle, weil der Kreditnehmer im Projektverlauf Entscheidungen treffen oder Verhalten setzen kann, das vom Kreditgeber nicht beobachtet werden und das den Projektausgang verändern kann.
Die Costly State Verification nimmt an, dass nur der Kreditnehmer ex post seinen Rückzahlungswillen beziehungsweise seine Rückzahlungsfähigkeit kennt. 2 Doch auch wenn ein Finanzintermediär zwischen den Parteien auftritt, bestehen wiederum Informationsasymmetrien, die durch ihren Abbau Kosten verursachen. Als Ziel der Existenzerklärung von Finanzintermediären gilt es zu beweisen, dass durch einen Finanzintermediär die Vertragskosten zwischen Kapitalgeber und –nehmer gesenkt werden. 1 vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber, 2007, S. 110.
2 vgl. Obst/Hintner, in: von Hagen/von Stein, 2000, S. 209.
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Daniela Sindermann, 2008, Analyse des Diamond-Modells zur theoretischen Fundierung bankbezogener Intermediationsleistungen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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