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In meiner praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, war ich ist seit 1956, als Dipl. Sozialpädagoge, Heilpädagoge, Magister der pädagogischen Psychologie / empirischen Pädagogik in der kirchlichen Heimerziehung tätig. Als Erzieher, Erziehungsleiter, Heimleiter und Direktor einer Großeinrichtung habe ich Erfahrungen sammeln dürfen.
Promotion an der LMU, Tätigkeiten u. a. als Erziehungsberater, Paartherapeut, Kinder- und Jugendpsychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Trainer für Entspannungsmethoden.
Ich habe erfahren, dass wir für „Fehlentwicklungen von Kindern und Jugendlichen“ weder diagnostisch abgesicherte Krankheitssyndrome haben, noch standardisierte Handlungsmethoden als Therapieansätze anbieten können.
Dr. Phil. Hans - S. Fiedler M. A.
Dissertationsschrift: „Jugend und Gewalt“ Sozialanthrop0logische Genesepersonale Intervention - therapeutische Prävention. Herbert Utz Verlag 2003 Die Übungsnachmittage wurden im Anhang (Seite 343 -382) erwähnt.
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Inhaltsverzeichnis
Prolog Seite 5
Einf ührung Seite 8
Programme zur Erlangung, Stärkung und Festigung von
F ähigkeiten des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins
Vorbemerkungen zur Kursplanung: Seite 13
Wer kann die Kurse leiten? Seite 16
Formalit äten zur Kursgestaltung: Seite 20
Das Therapieprogramm Seite 24
Zur Vorbereitung eine kleine Checkliste Seite 26
1. Übungsnachmittag Seite 31
2. Übungsnachmittag Seite 37
3. Übungsnachmittag Seite 44
4. Übungsnachmittag Seite 50
5. Übungsnachmittag Seite 56
6. Übungsnachmittag Seite 61
7. Übungsnachmittag Seite 67
8. Übungsnachmittag Seite 73
Wenden wir uns dem ADS / ADHS zu, Seite 79
Kurzfassung Begründung/Ablehnung Medikation Seite 82
Quellenangaben Seite 83
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Prolog
Fehlentwicklungen?
Julio ein kleiner Junge im Armenviertel Neapels, lebt bei seiner Großmutter, seine Eltern suchten den Weg nach Norden, um den Kindern eine Zukunft zu gestalten.
Sie leben seit sechs Jahren in München und holten die Kinder, wenn sie die Schulpflicht beendet hatten, nach Deutschland. Die vier älteren Geschwister leben bereits in München. Nunmehr mit 14 Jahren kommt auch Julio nach München. Hier ist er mehrmals der Polizei aufgefallen. Immer wegen des gleichen Deliktes: Diebstahl. Handtaschen oder andere Wertgegenstände aus Autos, sind seine Spezialität. Er ist nicht allein unterwegs, sondern schließt sich immer Cliquen an. Für ihn ist es ärgerlich, weil alles fremd ist, dass er immer wieder „geschnappt“ wird.
Er versteht noch wenig Deutsch, wird eingesperrt, von der Polizei verhört, versteht beinahe kein Wort, wird von einem Dolmetscher und Helfer des Jugendamtes vernommen. Er gibt die Taten zu, warum sollte er etwas verheimlichen.
Er kommt wieder nach Hause, soll demnächst vor dem Jugendrichter erscheinen. Der Jugendrichter ermahnt ihn über den Dolmetscher, versucht ihm begreifbar zu machen, dass er in ein Erziehungsheim kommt, wenn er so weitermacht. Wieder Polizeiverhör, Jugendamt und wenige Tage später die Einweisung in eine "Erziehungsanstalt". Sein Heimweh zu den Geschwistern und seiner Familie ist so groß, dass er jede Gelegenheit nutzt um auszureißen.
Wenige Wochen später wird er erneut wegen Fahrraddiebstahls von der Polizei festgenommen. Er war auf dem Wege zu seiner Familie.
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Er wird in "Untersuchungshaft" gebracht, er muss „festgesetzt“ werden. Die Verhandlung vor Gericht wird schnell angesetzt.
Wegen immer der gleichen Delikte und seiner "Uneinsichtigkeit" werden ihm "schädliche Neigungen" zugeschrieben. Es bedeutet, dass er zur Jugendstrafe verurteilt werden kann. Die Familie kämpfte um ihn, vergeblich. Wenn man die Gelegenheit hatte, die Akte, den Werdegang, des Jungen zu lesen, so kann man sich das Leben dieses Knaben in Neapel vorstellen.
Die Familie, von seiner Großmutter geleitet. Die meisten Männer sind in Deutschland, lassen die Frauen nachkommen, auch die älteren Kinder. Es ist die einzige Möglichkeit aus dem Elend und der Kriminalität dieses Stadtviertels heraus zu kommen.
Die Kinder gehen nur zur Schule wenn sie es mögen. Sie bilden Banden auf den Plätzen und Straßen. Sie merken, wie sich die Großeltern quälen müssen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie helfen mit, Geld muss beschafft werden.
So spezialisieren sich die Banden auf kleine Diebstähle, auf Autoaufbrüche. Jedes Mal wenn Julio etwas allein "erworben" hat, wird er von seinen Kameraden, von der Großfamilie und besonders lieb von der Großmutter in den Arm genommen. Es ist für ihn kein Diebstahl, es ist für das Überleben der Großfamilie notwendig.
Wie soll Julio in Deutschland begreifen, dass ein Tun, wofür er jahrelang Ansehen, Anerkennung und Wärme erhalten hat nunmehr verwerflich sei, warum die Bestrafung ? Was mag aus ihm geworden sein?
Dieses Beispiel (Tatsachenbericht) habe ich zu Beginn der „Fehlentwicklung“ gestellt, weil auch ich keine Antwort weiß.
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So ging es mir in unzähligen Fällen, wenn ich Lebensläufe und Akten von benachteiligten Kindern und Jugendlichen gelesen habe. Es liegt mir fern „Grenzüberschreitungen und Vergehen“ von jungen Menschen zu verharmlosen, doch mir ist einsichtig geworden, dass Fehlentwicklungen nur in einem entsprechenden Umfeld auf fruchtbaren Boden fallen.
Wir wurden in der Vergangenheit und werden auch in der Zukunft immer wieder mit „Fehlentwicklungen“ von jungen Menschen (die auch erwachsen werden) konfrontiert. Wie gehen wir damit um?
Die Tendenz läuft seit Jahren in eine Richtung, die wissenschaftlich differenziert, untersucht, begründet und beweisen will, dass endogene Störungen vorhanden sind, die durch Medikation behoben oder stark gemindert werden können.
Erfahrene Pädagogen und Psychologen / Psychotherapeuten warnen vor einer steigenden leichtfertigen Medikation und beklagen hingegen die Bindung zwischen den Generationen als Ursachen jeglicher Fehlentwicklung. Diese Gegensätze müssen zum Streit führen.
Es fällt uns so viel leichter, bei einem Kind eine Störung festzustellen und ihm Tabletten zu geben, als auf seine Bedürfnisse einzugehen. (L. Diller, amerk. Kinderarzt Familientherapeut)
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Einführung
Wollen wir uns über Ursachen von Fehlentwicklungen / Verhaltensstörungen unterhalten und streiten, oder lieber etwas tun? Fehlentwicklungen,
„Verwahrlosung“, „Entwicklungsstörung“ bis zum ADS und ADHS, werden mit immer neuen Attributen beschrieben, obwohl es die gleichen Phänomene sind. Von der Aufmerksamkeitsstörung über Gewalttätigkeit bis zum mutwilligen Zerstören von Gegenständen. Uns begegnet in der empirischen (vergleichenden) Pädagogik seit Jahrhunderten immer das gleiche Problem, mit ständig neuem Namen. Eine kurze (unvollständige) Historie. Das Problem und der Begriff der „Verwahrlosung“
finden wir erstmals in der „Nürnberger Bettelordnung“ ca 1648 (30jähriger Krieg)
Es waren existentielle materielle Nöte der Eltern, Familien und mussten zu Mängeln in der Erziehung (Bewahrung) führen. Die Kinder und Jugendlichen aus getrennten und gefährdeten Familien konnten die damals gültigen Normen nicht erfüllen und wurden auffällig. Vagabundieren, Diebstahl, Raub, Körperverletzungen etc. waren die Folgen. Der Staat musste eingreifen.
Immer wenn in Europa Kriege wüteten oder epochale Umwälzungen stattfanden (Landflucht, Industrieansiedlungen in den Städten) zeigten sich die Familien in besonderer Not und konnten ihren Erziehungspflichten nicht nachkommen.
Die Not hatte immer einen materiellen Hintergrund. Erziehungsziele waren damals Gewöhnung an Arbeit, Zucht und Ordnung. Die Jahre nach dem 2. Weltkrieg zeigten gleiche Phänomene. Das Elend in Europa, die Linderung der materiellen Not, musste im Mittelpunkt stehen.
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Später (ca. 1960) zeigte sich erstmals ein ähnliches bisher unbekanntes Phänomen, durch den steigenden Wohlstand, die Vernachlässigung der familiären Erziehung. (Zerfall der Familien) Kinder und Jugendliche fühlen sich allein gelassen, überflüssig, in ihrer Selbstbehauptung eingeschränkt. Dieser Mangel in der „Bewahrung“ der jungen Menschen führte zum Begriff der „Wohlstandsverwahrlosung“.
Begleitung und Erziehung werden immer häufiger durch materielle Zuwendungen „erkauft“ und erfasste alle Schichten der Bevölkerung. Allgemein gültige Erziehungsziele werden nicht benannt und sind als „Werteverlust“ heute in allem Munde. Die so genannten „Verhaltensstörungen“ waren geboren. Niemand wusste was wirklich damit gemeint war:
Stören die Kinder und Jugendlichen durch ihr Verhalten die Erwachsenen in ihrer „heilen“ Umwelt oder sich selbst in ihrer Entwicklung? Wer kann eine Antwort geben?
Auch für so genanntes „abweichendes Verhalten“ gab und gibt es bis heute keine genaue diagnostische Bewertung und keinen therapeutischen Ansatz. Wovon wird abgewichen?
Denken wir an „no future oder null Bock“, (ca. 1975), diese energielose Haltung der Kinder und Jugendlichen. Wollten oder konnten sie nicht? Wir haben, trotz großer Bemühungen, keine Antwort auf diese Frage gefunden.
Dieses „andere, abweichende“ Verhalten, wurde erstmal als „Krankheit“ anerkannt, auch hier ohne diagnostischen Wert.
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So streiten sich seit dieser Zeit Wissenschaft und Praxis, ob die jungen Menschen an endogenen Störungen leiden, (Krankheit) oder ob die Umwelt, Gesellschaft Ursache dieser „Fehlentwicklung“ ist. Ich vertrete (nach jahrelanger Erfahrung) die Meinung, dass “unser Versagen uns zwingt Krankheiten und genetische Defekte in unseren Kindern zu vermuten oder zu beweisen.
Dann wird wenigstens ein Teil unseres Versagens der Natur, dem lieben Gott usw. zugewiesen. Wir fühlen uns weniger schuldig; wir sind nicht in der Lage Fehlentwicklungen klar diagnostisch zu erkennen und gegenseitig abzugrenzen, mit der Folge, dass die Medikation heute als Ersatz für Bindung und Erziehung immer größere Bedeutung erhält.“ Amerika war uns auch hier voraus:
Man bekannte sich sofort zur Krankheit, und nannte sie zunächst "funktionelle Verhaltensstörung", was die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA aber bald untersagte, es sei zu unspezifisch.
Prompt wurde das „Leiden“ umbenannt in "minimale cerebrale Dysfunktion (MCD)", was sich aber wissenschaftlich auch als unbrauchbares Konstrukt erwies (z.B. Schmidt, M.H. 1992).
Daraufhin geisterte das Syndrom "hyperkinetische Störung" durch Kindergärten und Schulen, bis der amerikanische Psychiatrieverband endlich das Kürzel "ADHS" erfand (nach Blech 2003)."
So werden und müssen wir weiterhin streiten, ob und ab wann eine Entwicklungsverzögerung, oder Entwicklungsstörung zur Verhaltensstörung wird und ab wann mit welchen validen diagnostischen Aussagen sie eine „Krankheit“ ist.
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Wir werden keine Antwort finden.
Wenn gestritten wird, ob es endogene, oder durch die Umwelt entstandene Störungen sind, gewinnen wir Zeit und warten auf Antworten der Medizin oder Pädagogik. Diese wird es jedoch nicht geben. Wie wird es weiter gehen?
Vor wenigen Jahren hat die Hirnforschung die Entdeckung der „Spiegel Neuronen“ (2001 G. Buccino Parma) bekannt gegeben und den „Nachmacher-Effekt“ proklamiert.
Diese Erkenntnis der Vorbildfunktion (Lernen am Modell) und der Nachahmung sind, seit es Menschen gibt, Grundlagen jeder Erziehung und werden es immer sein. Nur auf diesem Wege sind Möglichkeiten der Orientierung für die nachfolgende Generation möglich. Wir wurden in der Begleitung und Erziehung der nachfolgenden Generation immer hilfloser, weil uns die Bedeutung des Vorbilds, Modells, der Nachahmung verloren gegangen ist.
Unsere heutige Elterngeneration hat teilweise - mit steigender Tendenz - die Orientierung an der Vorgeneration verloren.
In meinen Augen schließt sich der Kreis von der Verwahrlosung, über ADHS Syndrom und das Lernen am Modell, als einzige Möglichkeit um Fehlentwicklungen künftig zu vermeiden.
Wenn Generationen auf der Suche nach dem „Selbst“ sind, können sie nicht glaubwürdig auf den Nachwuchs wirken.
Wichtig ist, hier sind sich alle einig, dass Kinder dringend Hilfe benötigen und wir müssen Methoden der Orientierung entwickeln, die dem einzelnen Kind Hilfe bringen können.
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Aus dieser Erkenntnisse heraus habe ich in der Praxis (Zwischen 1970 und 1995) verschiedene Programme für Kinder, Jugendliche entwickelt und in vielen Kursen angeboten.
Bestärkt wurde ich in meinen Programmen, einige Jahre später durch den weiteren Ansatz, wie es Prof. Thomas Metzinger Mainz, als “Anthropologiefolgenabschätzung“ bezeichnet. Er schlägt einen „Meditations-Unterricht“ an den Schulen vor. “Unsere Kinder müssten lernen, ihre Aufmerksamkeit, ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Fähigkeit zur Sammlung gegen die Aufmerksamkeit der Räuber, von denen sie mehr und mehr umgeben sind, zu verteidigen.“
Es bedeutet, dass wir in einer Welt leben, die uns mit unerträglichen Reizen begegnet, die wir nicht verarbeiten oder verinnerlichen können, Dazu ist der Mensch nicht geschaffen. Wir müssen selektieren, für uns das Wesentliche erkennen, immun werden gegen „Aufmerksamkeitsräuber“.
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Programme zur Erlangung, Stärkung und Festigung von Fähigkeiten des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins
Vorbemerkungen zur Kursplanung:
- Die nachfolgenden Übungseinheiten sind aus über 50 Kursen Erfahrung entwickelt worden und sollen zunächst als Anregung und Beispiel dienen.
- Die Abfolge der einzelnen Übungen kann variiert werden und sie richten sich nach dem Teilnehmerkreis und vor allen Dingen an der Sicherheit der Kursleitung.
- Jeder „Könner“ in seinem Bereich, ob es sich z.B. um Sportler, Künstler, Handwerker oder Wissenschaftler handelt, hat eine unendliche Anzahl von Übungsstunden (Trainingsstunden) unter Anleitung hinter sich.
- Nur durch Übung kann man Fähigkeiten erwerben.
- Dieses gilt auch für die hier angestrebten Ziele.
- Vorsatz: Üben, üben….. nicht resignieren. Wichtig und unverzichtbar:
- Die Kursstunde muss „frei“ gestaltet werden und bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung, bei der auch Variablen eingeplant werden müssen. (Auf keinen Fall mit einem schriftlichen Konzept arbeiten.)
- Die Arbeit mit Kindern / Jugendlichen und Mütter /Väter (Großeltern) fordert eine gute Kondition und enorme Selbstsicherheit.
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Bei der Kursplanung ist zu beachten:
- Günstig ist, für Kinder im Alter von 5 - 12 Jahren, die regelmäßige Teilnahme der Bezugsperson zwingend vorzuschreiben, da die Wirkung durch das Üben zu Hause enorm verstärkt wird.
- Es waren auch Mütter mit mehreren Kindern als Teilnehmer angemeldet, wobei die Untergrenze des Geschwister 3 Jahre war.
- Die Bezugspersonen müssen sich bereit erklären, alle Übungen ebenfalls zu versuchen. Das gemeinsame Erleben ist bedeutsam.
- Lockere Kleidung, Isomatten, rutschfeste Socken sind mitzubringen.
Für die Übungen sind bereit zu halten:
- Absolut ruhiger und freundlicher Übungsraum,
- Stühle, Tische.
- Gymnastik- Bälle, -Stäbe (1m lang),
- Bleistift für jeden Teilnehmer Notizpapier,
- später kleine Gegenstände für Kimspiele. (Utensilien der Teilnehmer führten zu Unterbrechungen und erzeugten Unruhe)
- Evtl. Recorder, wenn mit Musik gearbeitet werden möchte / soll.
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Intensive Vorbereitung:
Bitte lesen Sie die einzelnen Übungen vorher genau durch, um zu erkennen, welche Fortschritte erreicht wurden, und Absichten zum Erwerb neuer Fähigkeiten geplant sind.
In der Regel sind Abweichungen der einzelnen Übungsstunden normal. Es ist daher notwendig, nach jeder Übungseinheit ein Kurzprotokoll zu fertigen um in der nächsten Stunde „anschließen“ zu können. Kinder und Erwachsene genau beobachten um individuell reagieren zu können.
„Störer“ mit Aufgaben betrauen, keine Diskussionen zulassen. Auf das Ende der Übungseinheit verweisen. Aufgaben sofort ins Gedächtnis rufen, nach Erledigung fragen Was war gut, gelungen, schwierig; wer muss geführt, angespornt, gerügt etc. werden. Protokoll schreiben.
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Wer kann die Kurse leiten?
Sie werden beim Lesen der einzelnen Übungsabschnitte erkennen, dass es nicht schwer, aber besonders wichtig ist, ein Gefühl für die einzelnen Kinder und Jugendlichen oder auch erwachsenen Teilnehmern zu entwickeln. Eine besondere Vorbildung benötigen sie weniger, dafür mehr die Fähigkeit sich selbst bei den Übungen zurückzunehmen, den Kurs zu führen, jedoch nicht bestimmend aufzutreten. Es ist eher eine Kursbegleitung.
Eine ruhige gleich bleibende Stimme und die Gelassenheit des Erwachsenen, sind die besten Voraussetzungen zur Kursleitung.
Falls es „Dauerstörer“ geben sollte, diese ruhig aber bestimmt allein, d.h. ohne Bezugsperson, für eine gewisse Zeit aus dem Raum entfernen. Von Erwachsenen nicht provozieren lassen, bestimmt auftreten, auf „Anregungen“ am Ende der Übungsstunde verweisen.
Die Erwachsenen oder auch Kinder als Hilfen einsetzen, dadurch eine positive Gruppe bilden. Dann erhalten Störer oder Nörgler wenige Chancen sich zu produzieren.
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Zunächst eine kurze Begründung der einzelnen Kursabschnitte. Übungen der „Selbstverbalisierung“ sind Grundlagen der Selbstsicherheit. Über die Selbstsicherheit finden wir den Weg zum Selbstwertgefühl. Jeder der mit Menschen arbeitet, wird immer wieder feststellen, dass die „Selbstverbalisierung“ in allen Altersgruppen zu wünschen übrig lässt. Man traut sich nicht, hat Angst sich zu blamieren, „das Gesicht zu verlieren“. Deswegen so früh wie möglich, diese Fähigkeit wecken. Ich lerne über mich zu sprechen, mich einzuschätzen, erlebe auch voller Mitgefühl wenn mein Gegenüber von sich berichtet. Ich lerne zuhören. Deswegen wichtig, zu Beginn sich selbst stehend im Kreis vorstellen und immer wieder erzählen, was in der Woche wichtig war, worauf man sich gefreut hat usw.
Auch die Bezugspersonen haben hier zu Beginn Schwierigkeiten. Sie sind intern als „Beobachter“ zu fordern. Die Verbalisierung des Selbst schult die Fähigkeit des Zuhörens und macht den Weg frei für das Mitgefühl. (Emphatie-Schulung) Die regelmäßige Teilnahme der Bezugspersonen gab den Kindern die Möglichkeit in der verbalen Kommunikation die Eltern zu Hause in die Pflicht zu nehmen. (Evtl. Beginn einer regelmäßigen Familienkonferenz) Die Erfahrung zeigte, dass beide Seiten ihr Verhalten änderten. Sie lernen einander zuzuhören und verbal ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. (Grundlagen partnerschaftlicher Erziehung)
Arbeit zitieren:
Dr. Phil. M.A. Hans-Siegfried Fiedler, 2004, Fehlentwicklungen bei Kindern und Jugendlichen verhindern?, München, GRIN Verlag GmbH
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