Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Inhalt der Sitzung. 4
2.1 Hinführung an das Medium Radio 4
2.2 Mediendifferenzierungen 5
2.3 Kurzer Überblick über die Entwicklungsgeschichte
des Rundfunks in Deutschland (1922 bis Nachkriegszeit) 5
3. Brechts Radiotheorie. 6
4. Schluss. 8
5. Literaturverzeichnis. 9
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1. Einleitung 1
„Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf“, so lautet das Motto einer Image-Kampagne, die im Januar 2007 von privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern gestartete wurde. Hinter der Initiative steckt die Organisation „Radiozentrale“. Diese wurde im Frühjahr 2005 unter anderem von NRJ, WDR und RTL Radio gegründet und soll dem Werbeträger Radio zusätzlichen Schub und dadurch mehr Umsatzerfolg verschaffen. Das Konzept entwickelte die Kreativschmiede Grabarz & Partner. Ralf Heuel, Partner und Geschäftsführer von Grabarz und Partner, äußerte sich über das Radio einmal wie folgt: „Kaum ein anderes Medium bietet so viele kreative Möglichkeiten und wird gleichzeitig in der Wahrnehmung immer noch so unterschätzt.“ Die Radiorezeption erfolgt heutzutage beiläufig. Wir erledigen Anderes nebenbei, wie beispielsweise Autofahren oder Zähneputzen. Das Aufkommen des Fernsehens um 1950 trug nicht zuletzt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Die Programmkonzepte der Radiosender passten sich an diesen Wandel, vom ehemaligen, hauptsächlichen Massenmedium hin zum beiläufigen Medium, mehr oder weniger an. Begleitprogramme oder auch Tagesbegleitprogramme lösten frühere Konzepte ab. Das Programm ist hierbei so gestaltet, dass der Hörer einen Sender über einen längeren Zeitraum, ohne viel Aufmerksamkeit aufbringen zu müssen, ununterbrochen nebenbei verfolgen kann (Durchhörbarkeit). Längere Wortbeiträge werden als mögliche Ausschaltimpulse angesehen. Folglich ist der Wortanteil bei derart gestalteten Sendern gering und die Beiträge sind kurz.
Zu Beginn der Sitzung beschäftigte sich die Seminargruppe mit den grundlegenden Merkmalen des Mediums Radio früher und diesen im Vergleich zu heute, dessen wesentliche Unterschiede zu anderen Medien und den Aufgaben, die das Medium in der modernen Medienlandschaft erfüllt. Bertholt Brecht formulierte in seiner Rede über die Funktion des Rundfunks 2 (1932), was seiner Meinung nach aus dem Radio gemacht werden sollte. Brechts Radiotheorie war, nach der einleitenden Hinführung zum Medium Radio und einem kurzen Anschneiden der Entwicklungsgeschichte des Rundfunks von der Weimarer Republik bis zur Nachkriegszeit, hauptsächlicher Gegenstand der Sitzung am 17. Januar.
1 Vgl. auch Siegfried Hermann, Wolf Kahle und Joachim Kniestedt: Der deutsche Rundfunk. Faszination einer technischen Entwicklung. Heidelberg: 1994.
2 Bertolt Brecht (1932): Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Rede über die Funktion des Rundfunks. In: Derselbe: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Bd. 18, S.133 - 137. Frankfurt a. M.: 1990.
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2. Inhalt der Sitzung
2.1 Hinführung an das Medium Radio 3
Was bekommt der Radiohörer heutzutage geboten? Die Rundfunksender bieten zum einen vielfältige Musikbeiträge an. Es gibt sowohl Kanäle, die sich auf eine bestimmte Musikrichtung spezialisiert haben (Spartenprogramme), beispielsweise Schlager-, Kultur-, Klassik- oder auch Rocksender, als auch Kanäle die ihrer Zuhörerschaft ein bunt gemischtes Musikprogramm anbieten, beispielsweise „Radio Regenbogen“, „Die neue Welle“ oder auch „Big Fm“ (Spartenprogramme, die sich auf eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert haben). Ob jemand nun Schlager-, Country-, HipHop-, Rock-, Pop-, Klassik- oder auch Punkbegeisterter ist, die Rundfunksender bedienen mittlerweile (fast) jeden Musikgeschmack und (fast) jede Zielgruppe innerhalb ihres jeweiligen Unterhaltungsprogramms.
Neben den Musikbeiträge, die selbst bei Wortprogrammsendern 4 einen umfangreichen Platz im Programm einnehmen, werden über dieses Medium Informationen und Nachrichten verbreitet. Meistens zu bestimmten, festen Zeiten im Programm. Der Hörer wird beispielsweise jede halbe Stunde über die neuesten Nachrichten informiert oder auch jede volle Stunde. Bei „BigFm“ wird, um an dieser Stelle nur ein Beispiel zu nennen, die Zuhörerschaft nach eigener Aussage „fünf Minuten früher informiert“, als alle anderen. Also fünf Minuten vor jeder vollen oder halben Stunde. Der Zeitpunkt an dem Nachrichten gesendet werden variiert von Sender zu Sender. Der Umfang der Nachrichtenbeiträge und vor allem die Inhalte orientieren sich bei den jeweiligen Sendern an den Zielgruppen. Jugend- und Popsender berichten sicherlich nicht über den aktuellen Börsenkurs, genauso wenig wie „WDR3“ 5 den letzten Absturz der gefallenen Pop-Prinzessin Britney Spears kommentieren beziehungsweise dokumentieren würde. Zu den Informationen, die der Hörer über das Radio neben den Nachrichten erhält, zählen auch Stau- und Unfallmeldungen sowie Warnungen vor Radarfallen oder auch „Geisterfahrern“ auf der Autobahn.
3 Vgl. auch Heinz-Werner Stuiber: Medien in Deutschland. Band 2, Rundfunk. München: 1998.
4 Radiosender mit hohem Anteil an Wortbeiträgen, etwa Informationssendungen, Hörspielen, Interviews, Features, Kultursendungen. Hierzu zählen beispielsweise der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk oder der private Sender Wilantis - Das Wissensradio.
5 Kulturradiosender in Nordrhein-Westfallen
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Arbeit zitieren:
Steffi Mohr, 2008, Sitzung zu Brechts Radiotheorie, München, GRIN Verlag GmbH
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