Inhalt:
I. Abstract 2
II. Einleitung 2
2.1 Was ist Krebs? 2
2.2 Wie entsteht Krebs? 2
III. Epidemiologische Forschung 4
3.1 Krebsstatistiken in Deutschland 4
IV. Ernährung und Krebs 5
4.1 Risikofaktoren und protektive Faktoren 5
4.2 Primäre und sekundäre Krebsprävention 7
4.3 Ernährung des Krebspatienten 8
V. Schlussfolgerung 9
VI. Literaturangabe 10
1
I. Abstract
Bei Krebserkrankungen entstehen - aufgrund genetischer Veränderungen - aus gesunden Zellen bösartige Zellen. Diese genetischen Veränderungen kommen zustande durch mutagen wirkende Substanzen und Zellgifte, die die DNA der Zelle schädigen. Dabei spielt die Ernährung eine bedeutende Rolle, wobei es sowohl Risiko- als auch Schutzfaktoren gibt, die teilweise je nach Krebsart variieren. Vor dem Hintergrund der Entstehungsphasen der Zellwucherung wird das Ernährungsverhalten vor, während und nach einer Krebserkrankung näher beleuchtet.
II. Einleitung
Anhand von epidemiologischen Migrationsstudien lässt sich eindrucksvoll der Zusammenhang zwischen der Krebserkrankungsrate und den unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten der jeweiligen Populationen verdeutlichen. Ein Beispiel dafür ist, dass ein für Japaner übliches niedriges Kolonkarzinomrisiko bei einer Emigration in die USA auf die dort übliche Prävalenzrate steigt. Im Gegensatz dazu sinkt die bei Japanern hohe Inzidenz des Magenkarzinoms ab. Das heißt: Ernährung und Umweltfaktoren spielen bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Nach Schätzungen sind (je nach Krebstyp) 10-70% der Erkrankungsfälle durch die Ernährung beeinflusst. Somit kann durch richtige Ernährung und einen gesunden Lebensstil das Risiko einer Erkrankung gesenkt werden (Biesalski et al).
2.1 Was ist Krebs?
Man unterscheidet in gutartige und bösartige Tumoren. Unter einem Tumor versteht man im weiteren Sinne eine Schwellung, im engeren Sinne eine abnorme Gewebemasse, die auf eine autonome, progressive und überschießende Proliferation körpereigener Zellen zurückgeht, sich weder strukturell noch funktionell in das Normalgewebe eingliedert und auch dann noch weiter wächst, wenn der auslösende Reiz nicht mehr wirksam ist. Bösartige Tumoren werden als „Krebs“ oder „Karzinom“ bezeichnet. Sie wachsen aggressiv in die unmittelbare Umgebung ein (Infiltration), zerstören die Ordnung der Zellen im Gewebe (Destruktion), wachsen in Blut- oder Lymphbahnen ein (Invasion) und bilden auf diesem Weg Tochtergeschwülste (Metastasen) aus (Riede et al).
2.2 Wie entsteht Krebs?
Krebs ist eine Erkrankung des alten Menschen und spielt eine zunehmend große Rolle, da Menschen durch die bessere medizinische Versorgung ein immer höheres Alter erreichen.
2
Ausgehend von gesunden Zellen entstehen unter Einfluss verschiedener Faktoren (z.B. Radikale) über Jahre und Jahrzehnte durch genetische Veränderungen zunächst noch gutartige „Dysplasien“, dann schließlich bösartige Krebszellen (z.B. „Adenom-Karzinom-Sequenz“ des colorektalen Karzinoms).
Die Entstehung von Malignomen, die so genannte Karzinogenese, lässt sich in 4 Phasen einteilen:
Bei der Initiation wirkt eine karzinogene Substanz mutagen, d.h. sie löst erste genetische Fehlregulationen aus. Während der Promotion wird die betroffene Zelle in eine Tumorzelle mit autonomem Zellteilungsrhythmus umgewandelt. In der Phase der Progression ist das zunehmend autonome und schließlich auch invasive Zellwachstum mit einer zunehmenden Maskierung verbunden: Die Tumorzellen versuchen, körpereigene Abwehrmechanismen zu unterlaufen (immune escape phenomenon). Zur Metastasierung sind weitere Änderungen der Zelleigenschaften erforderlich (Riede et al).
Die verschiedenen Genveränderungen, die in einer Krebszelle ablaufen, werden in der folgenden Abbildung schematisch dargestellt (DKFZ vgl. www.dkfz.de).
Arbeit zitieren:
Stud. phil. Jan Schultheiß, 2008, Ernährung und Krebs, München, GRIN Verlag GmbH
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