1 Urlaub 2007.1 Urlaub 2007 3
2 Der Brenner.2 Der Brenner 4
2.1 Die Gemeinde Brenner 4
2.2 Der Brennerpass 4
2.3 Die Brennerroute 5
3 Die Brennerverkehrswege vom Saumpfad zur Autobahn 6
3.1 Die Brennerstraße 6
3 von den Römern bis heute 6
3 von Innsbruck nach Bozen 7
3.3 Eignung für den Straßenbau und den Verkehr 7
3.1 Straßenbau 7
3.2 Verkehr 8
3.3 Leistungsfähigkeit 8
3.2 Brennerbahn 9
3 Karl von Etzels genialer Entwurf 9
3.2 Streckenverlauf von München nach Verona 10
3.3 Leistungsfähigkeit 11
3 erste alpenquerende Vollautobahn 11
3 Anfang der 60er 11
3.2 Entwicklung 12
3.3 Eckdaten 12
3.4 Finanzierung und PKW Maut 12
3.1 Österreich 13
3.2 Italien 13
3.5 Hauptverbindungen und transportierte Güter 13
4 Probleme der Brennerverkehrswege und Abhilfemaßnahmen.4 Probleme der Brennerverkehrswege und Abhilfemaßnahmen 14
4.1 Natur 14
4.1 Streusalzausbreitung 14
4.2 Luftverschmutzung 15
4.2 Gesundheit 15
4.1 Lärmbelästigung 15
4.2 Luftverschmutzung 15
4.3 Schwerverkehr 15
4 16
4 Die Rollende Landstraße 17
4.2 UKV 18
5 BBT Der Brennerbasistunnel 19
5.1 Notwendigkeit 19
5.2 Positive Effekte 19
5.3 Von der Idee zur Realisierung 19
5.4 Phasen 20
5.5 Das Projekt 20
5.6 Finanzierung 21
5.7 Gegenstimmen 21
6 Die Brennerroute im Vergleich mit anderen alpenquerenden Routen.6 Die Brennerroute im Vergleich mit anderen alpenquerenden Routen 22
6.1 Österreich im Vergleich mit der Schweiz und Frankreich 22
6 2 Der Brenner im Vergleich mit alpenquerenden Routen durch die Schweiz und
Frankreich 22
6.1 Vergleich der Mautgebühren 23
6.3 Der Brenner im österreichischen Vergleich 23
7 Fazit.7 Fazit 25
8 Ausblick.8 Ausblick 26
9 Anhang ................................................................................................................ 27
9.1 Literaturverzeichnis ..................................................................................... 27
9.2 Bildmaterial ................................................................................................. 29
„Nutzen Sie unsere Frühbucherangebote und buchen Sie schon jetzt Ihren Sommerurlaub 2007!“ Kennen Sie Werbesprüche wie diesen aus der Reisebranche? Haben Sie auch schon häufiger davon geträumt wie es jetzt - da es in Deutschland unangenehm kalt ist - wäre an einem Strand der italienischen Adria zu liegen oder eine Fahrt entlang der Amalfiküste zu machen? Vielleicht haben Sie ja auch schon des Öfteren von solch speziellen Angeboten Gebrauch gemacht. Meist handelt es sich um Angebote für Ferienhäuser oder Bungalow- Anlagen in Südeuropa und vor allem in Italien. Die deutschen Feriengäste reisen vorwiegend mit dem eigenen Fahrzeug an. Doch der Weg zur Sonne und zum Meer ist nicht gerade kurz und häufig steht man im Stau. Mal von den üblichen Staus in Einzugsgebieten der Großstäd- te abgesehen, stockt der Verkehr üblicherweise in der Ferienzeit vor Tunnels bzw. Mautsta- tionen. Wer stand nicht schon mal an einer der zahlreichen Ampeln vor dem Tauerntunnel oder am Brenner? Gerade letzterer stellt die wohl am häufigsten gewählte Reiseroute von Deutschland nach Italien dar. Kann man also von der europäischen Nord-Süd-Achse spre- chen? Dieser Frage möchte ich in dieser Arbeit auf den Grund gehen.
Der Name „Brenner“ wird seit dem
14. Jahrhundert verwendet. Zuvor wurde die Region
mit „Wibetwald“ (im Mittelalter) und
„Mittenwald“ (13. Jahrhundert) bezeichnet. Es handelt sich um einen Rodungsnamen, da durch das Niederbrennen des Waldes Höfe angelegt wurden. 2
Der Brennerpass ist mit seinen 1.371m Höhe der niedrigste Alpenpass und ganzjährig überquerbar. Er ist 70km vom nördlichen und 130km vom südlichen Alpenrand entfernt. 3
1
vgl. WIDMOSER (1982, S. 203)
2
vgl. WIDMOSER (1982, S. 203)
3
vgl. RUTZ (1970, S. 3)
Außerdem verbindet er Tirol in Österreich mit Südtirol in Italien. Auf die Geschichte und die
Entwicklung wird in Kapitel 3.1 näher eingegangen.
Mit der Brennerroute bezeichnet man die Wegstrecke oder den geplanten Reiseweg über
den Brennerpass. 4 Im folgenden Kapitel sollen nun die verschiedenen Verkehrswege, mit
denen man die Brennerroute entlangfahren kann genauer untersucht werden.
4 vgl. WISSEN MEDIA VERLAG (2007)
Die Brennerverkehrswege kann man chronologisch in drei Bereiche gliedern. Aus Saumwe- gen und -pfaden entstand zunächst die Brennerstraße, die heute vor allem als Brennerbun- desstraße bekannt ist. Im 19. Jahrhundert folgte die Brennerbahn und in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde schließlich die Brennerautobahn gebaut.
Die Brennerstraße nimmt einen sehr hohen Stellenwert in der Entwicklung der Verkehrswege am Brenner ein. Sie stellte den ersten Verkehrsweg über den Brenner dar. Erst lange später folgten der Bau der Eisenbahntrasse sowie der Autobahnstrecke.
Heute wird die Brennerstraße, die in Österreich als Brennerbundesstraße und in Italien als Via Brennero bezeichnet wird, verhältnismäßig wenig genutzt. Durch den Bau der Brenner- autobahn verlor sie - vor allem für Reisende und den Güterverkehr - an Bedeutung.
„Von einer Straße im heutigen Sinne kann man erstmals in der Römerzeit sprechen.“ 5 Denn
während der Herrschaft Kaiser Augustus und der Eroberung des Alpenraumes 15 vor Chris- tus durch die Römer, wurde der Saumpfad zu einer Straße ausgebaut. Kaiser Septimus Severus baute den Brennerweg im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus schließlich zu einer Heeresstraße aus. 6
Nach dem Untergang des Römischen Reichs 476 nach Christus folgte eine etwa 500 Jahre andauernde Periode des Stillstandes am Brenner aus straßenbaulicher Sicht.
Unter der Herrschaft Karl des Großen (*742, † 814) wurde der Brennerweg verbessert und zur Kaiserstraße umbenannt. 7 Mit der Krönung Ottos des Ersten 962 nach Christus erlangte
die Brennerstraße zusätzliche Bedeutung. Da nun die germanischen Könige wie zum Bei- spiel später auch Friedrich der Erste (König Barbarossa) nach Rom reisen mussten um sich dort zum Kaiser krönen zu lassen. 8 Insgesamt fanden 140 Züge deutscher Kaiser nach Rom statt, immerhin 66 davon gingen über den Brenner. 9
5
JUST (1984, S. 5)
6
vgl. WIDMOSER (1982, S. 37)
7
vgl. JUST (1984, S. 5)
8
vgl. DAL NEGRO (1996, S. 30 f.)
9
vgl. LANGES; PRENTL (1971, S. 13)
In den folgenden Jahrhunderten blühte der Handel über den Brenner. 1300 nach Christus wurden schon 3.000t Waren wie Gewürze, Wein, Zucker, Öl und Baumwolle von Venedig über den Brenner transportiert. 10
1765 wurde die Brennerstraße durch Kaiserin Maria Theresa abermals verbessert und
1840 schließlich wurde die Trassenführung der Brennerstraße neu angelegt und seitdem auch nur geringfügig verändert. 11
1926 wurde das erste Stück der Brennerstraße asphaltiert.
Seit dieser Zeit wurden nur noch Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Als die Brennerauto- bahn erbaut wurde, wurde die Straßenführung teilweise leicht verändert.
Die Brennerstraße wurde weitgehend im Tal gebaut bzw. dort, wo dies aufgrund des das Tal ausfüllenden Flusses nicht möglich war, durch Hangbauweise. Letztere findet man vor allem an der Nordseite.
Des Weiteren mussten kaum Umgehungen vorgenommen werden und auch nur relativ wenige Brücken errichtet bzw. Tunnels gesprengt werden. Die Länge der Brennerstraße im Verhältnis zur Flusslänge (Sill + Eisack) ist kleiner 1, was bedeutet, dass die Straße kürzer
10
vgl. ENNEMOSER (1984, S. 53)
11
vgl. ENNEMOSER (1984, S. 52) und JUST (1984, S. 5)
ist als „der durch die Flußlänge bezeichnete Talweg“ 12 . Betrachtet man alle anderen Alpen- querungen, so sind deren Quotienten von Straße/Flusslänge immer größer 1. Dies zeigt, dass die Geländebedingungen der Brennerquerung aus verkehrsbezogener Sicht als gut, im Vergleich zu anderen Alpenquerungen als sehr gut, bezeichnet werden können. 13
Die Brennerstraße besitzt „keine einheitliche Fahrbahnbreite“ 14 , da sie in mehreren Einzelab- schnitten erbaut wurde. Dies erklärt auch warum die Straße nicht durchgängig die für den alpenquerenden Fernverkehr geltende Mindestbreite von 7,30m erfüllt. Folgender Tabelle
Dank der Brennerautobahn sowie eines eingeschränkten LKW-Fahrverbots auf Bundesstra- ßen in Österreich dient die Brennerstraße heute vorrangig dem örtlichen und regionalen
Spricht man von der Leistungsfähigkeit von Straßen, so meint man wie viele PkwE pro Stunde diese passieren können. Eine PkwE entspricht 1 Pkw, ein Roller entspricht z. B. 0,5 PkwE. 15
Die Leistungsfähigkeit der Brennerstraße wird aufgrund der unterschiedlich gebauten Ab- schnitte von den leistungsschwächsten bestimmt. Die oben aufgezeigte zu geringe Fahr- bahnbreite und ein in den kurvenreicheren Abschnitten, wie z. B. Wilten-Sonnburger Eck oder Steinach-Lueg, zu geringer Kurvenradius von weniger als 120m sind einschränkende Faktoren. Darüberhinaus wirkt sich die 10%ige Steigung oberhalb von Gossensaß hinderlich aus. Heute entspricht die Leistungsfähigkeit der Brennerstraße bei Weitem nicht mehr den
12
vgl. RUTZ (1970, S. 47)
13
vgl. RUTZ (1970, S. 24)
14
vgl. RUTZ (1970, S. 47)
15
vgl. RUTZ (1970, S. 49)
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Sandra Holte, 2007, Die Brennerroute - Eine regionale Geographie der europäischen Nord-Süd-Achse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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