I. Inhaltsverzeichnis
1. Es war einmal 5
2. Theoretische Grundlagen. 6
2.1 Entwicklungen in den Städten 5
3. CentrO. 9
3.1 Allgemeines 9
3.2 CentrO Einkaufszentrum 10
3.3 Coca-Cola-Oase 11
3.4 Die Gastrononomiepromenade 11
3.5 Multiplex Kino 11
3.6 Freizeit- und Vergnügungspark 11
3.7 Der Business Park 12
3.8 weitere Projekte. 12
3.9 Verkehrsanbindung 12
4. Empirische Ausarbeitung 13
5. Auswirkungen auf die Strukturen der Region. 13
5.1 Strukturwandel im Einzelhandel 13
5.2 Auswirkungen auf die Verbraucher 13
5.3 Wirkungen auf die Unternehmen 14
5.4 Effekte auf die Beschäftigung. 14
5.5 Konsequenzen für die Stadtentwicklung 15
5.6 Umweltprobleme. 15
6. Es wird einmal sein 16
7. Literaturliste. 17
8. Internetadressen. 19
9. IMpressionen 22
II. Abbildungsverzeichnis
• Abbildung 1: Urban Entertainment Center; aus: Franck, J.: Urban Entertainment Centers, S. 89
• Abbildung 2: Die Neue Mitte Oberhausen; aus: www.ob-nrw.de/d_e_cen.htm
• Abbildung 3: Einzugsbereich des CentrO; aus: www.wowischule.de/centro/centrO2.html
• Abbildung 4: Einkaufspassage; aus: www.ob-nrw.de/d_e_cen.htm
• Abbildung 5: Einkaufspassage; aus: www.ob-nrw.de/d_e_cen.htm
• Abbildung 6: Coca-Cola-Oase; aus: www.ob-nrw.de/d_e_cen.htm
• Abbildung 7: Die Promenade; aus: www.centrO.de
• Abbildung 8: Freizeitpark; aus: www.centrO.de
• Abbildung 9: Verkehrsanbindung; aus: BASTEN, L. (1998): Die Neue Mitte Oberhausen
• Abbildung 10: ein seltener Moment im CentrO - Alleine sein; aus: www.centrO-online.de
1. Es war einmal
„Es war wohl Strukturwandel, was damals geschah. Ein unaufhaltsames weil unspürbares Schieben, Brechen, Wuchten von Kräften, hinter denen nichts weniger stand als ein Wille und deren Auswirkungen, so ungeheuerlich sie auch scheinen mochten, von den Späteren als Selbstverständlichkeit hinzunehmen waren.
Der Druck kam von Südwesten, von jenseits der Pyrenäen, irgendwo aus Richtung Iberiens, Afrikas, der atlantischen Inseln. In immer neuen Schüben wurde ein Wulst aufgetürmt und hochgepreßt. Damals im späten Devon vor 350 Millionen Jahren. Ein Faltengebirge entstand, dessen Abtragungsstumpf einmal Rheinisches Schiefergebirge genannt werden würde. An seinem Nordrand senkte sich der Boden. Bärlapp, Siegelbäume, Schachtelhalm und Farne wuchsen, moderten und füllten die Mulde mit Waldsumpfmooren. Dann ruckte es wieder, rund zweihundert Mal brach der Boden, wurde gestaucht, gedehnt, verworfen, und jedesmal legten sich Geröll und Schlamm auf die Moorflöze. Bis in die Kreidezeit hinein schmirgelte die Erosion übers Land; schließlich flutete Meer hinein und hinterließ Sand, Kalkgestein, gelben und braunen Mergel. So entstand Oberhausen. Alles folgende ist Exposition.“ (Smoltczyk, A. , in Kursbuch Stadt)
Geprägt durch Industrialisierung und Montanindustrie ist Oberhausen desgleichen charakteristisch wie viele andere Städte der Region. Auch der Niedergang o. g. Industrien ging an Oberhausen nicht vorbei. So entstand im Herzen der Stadt eine ca. 100ha große Brachfläche, die vorher 150 Jahre lang ein Hütten- und Walzwerk beherbergte. Die Stadt Oberhausen verlor durch den Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie fast 40000 Arbeitsplätze. Um dieses Defizit aufzufangen entwickelte sich ein vollkommen neues Profil, abgestimmt auf die moderne Freizeit- und Dienstleistungsgesellschaft. Als Ziel ist gesteckt, die Attraktivität Oberhausens für Städtetouristen und Kurzurlauber zu steigern. Die „Neue Mitte“, beherbergt als ökonomische Basis das CentrO., aber auch der Gasometer, Ausstellungen wie die OLGA´99, ein Meerwasseraquarium oder das Rockmärchen Tabaluga & Lilli verändern das Gesicht Oberhausens oder werden es noch tun.
2. Theoretische Grundlagen
Beruhend auf der Wohlstandssteigerung der 60er Jahre und dessen Fortsetzung erfolgte ein Wertewandel innerhalb der Gesellschaft. Durch die neuen Möglichkeiten, die sich der Bevölkerung eröffnen bildeten sich fünf neue Lebensziele.
1. Hedonismus, Genußorientierung: man möchte das Leben genießen und seine Bedürfnisse ausleben und „Spaß“ haben,
2. Sozialorientierung: man trifft sich mit Freunden und Bekannten, hilft sich, hat Spaß zusammen,
3. Ich-Orientierung: sich selbst verwirklichen, Ideen durchsetzen, sich besser kennenlernen, 4. Leistungsorientierung: etwas Leisten, sich Herausforderungen stellen, vorwärts kommen, sich fortbilden,
5. Materialismus, Besitzorientierung: etwas bleibendes schaffen, viel Geld verdienen / Vermögen bilden. (Franck, J.: Urban Entertainment Centers, S. 79f). Mit der fortlaufenden Entwicklung fokussierten sich vier Freizeitschwerpunkte heraus. Die Konsum- und Erlebnisfreizeit entwickelte sich aus der ständigen Reizüberflutung, der die Gesellschaft unterliegt. Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und authentischem Naturerlebnis verstärkt die Angst irgendetwas zu verpassen. In der Steigerung steht die immer deutlicher hervortretende Sensationslust und Verlangen nach Angst und Nervenkitzel. Dieser Kurs wird auch verstärkt durch neue „Sportarten“. Die Gesellschaft benötigt immer stärkere Schlüsselreize, um die entstehenden Bedürfnisse zu befriedigen. Erlebnisqualität als subjektive Bedeutung wird immer mehr zum Kaufkriterium. Der nächste Item ist Medienfreizeit, die von der ständig verbesserten technischen Entwicklung intensiviert wird. Die freizeitliche Beschäftigung wird immer mehr in den häuslichen Bereich gedrängt. Die Bedeutung von Computern und Spielkonsolen als Zeitvertreib verdrängt das Erlebnis an der „frischen Luft“. Fernsehen macht dabei einen sehr großen Anteil aus. Nach einer Studie verbrachten 1995 Erwachsene ab 14 Jahren durchschnittlich 186 Minuten am Tag vor dem Fernseher. Andererseits nimmt die Technisierung einen Großteil an Arbeit und Wegen ab, so z. B. Telebanking, -shopping, jedoch wächst das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, um nicht zu vereinsamen. Die Sportfreizeit hingegen nimmt in Deutschland einen sehr hohen Teil der Freizeitgestaltung ein. 28% der Westdeutschen und 19% der Ostdeutschen treiben häufig oder
Arbeit zitieren:
Guido Bürger, 2000, Die Zukunft großmaßstäblicher Einkaufseinrichtungen - Beispiel Centro Oberhausen, München, GRIN Verlag GmbH
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