Georg-August-Universität Göttingen Geographisches Seminar Übung zum Großen Geländekurs- Rumänien WS 2001/02 Silke Brämer
Sommer- und Wintertourismus in den
Karpaten
Inhaltsverzeichnis
1. Sommer- und Wintertourismus in den Karpaten
2. Das Angebotspotential des Fremdenverkehrsstandortes Rumänien
a. Standortbegründete touristische Angebotsfaktoren
b. das kapazitätsbezogene touristische Angebot
c. Standortfördernde touristische Angebotsfaktoren
3. Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Rumänien
4. Touristischen Entwicklung Rumäniens
5. Analyse einzelner Ferienstandorte in den Karpaten
6. Vorzüge des Tourismus
7. Problematiken des Tourismus in den Karpaten
8. Soziokulturelle Probleme
9. Alternativen zum Massentourismus
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1. Sommer- und Wintertourismus in den Karpaten
„Tourismus ist der zusammenfassende Ausdruck für alle Erscheinungen und Wirkungen, die mit der Reise von Personen an einen Ort, der nicht ihr Wohn., Arbeits- oder Versorgungsort ist, sowie mit dem, meist längerfristigen, Aufenthalt an diesem Ort zusammenhängen.“ (LESER,1997: S.229)
Auslösende Faktoren für Ortsveränderungen dieser Art begründen sich sowohl im Herkunftsort als auch im Zielort. Bezieht man sich dabei auf den Herkunftsort spricht man von einem push-Effekt, einem „weg-von“, das die Motivation darstellt, eine Ortsveränderung durchzuführen.
Auf das Reiseziel bezogen spricht man von einem pull-Effekt, einem „Hin-zu“, d.h. einer konkreten Zielorientierung, dessen Ziel das Urlaubsland ist. Der Reiseentscheidungsprozeß stützt sich dabei immer mehr auf das Image (Vorstellungsbild), das der potentielle Gast von einem Reiseziel (Land, Region, Ort) hat. Die touristische Nachfrage eines Landes unterliegt dabei einer Vielzahl von unterschiedlichen Einflussgrößen, die sich in sozialer, ökonomischer und ökologischen Hinsicht bemerkbar machen.
So muss das Reiseziel eine bestimmte Attraktivität aufweisen, um in touristischer Hinsicht nachgefragt zu werden, da der Gast bestimmte touristische Bedingungen befriedigt sehen will. Es bildet sich ein Komplementärangebot, das verschiedene Sachdienstleistungen zu erfüllen hat, das sogenannte touristische Angebotspotential, das auch in der Kommunikationspolitik (insbesondere den Werbeaussagen) als Orientierungsgrundlage dienen kann. 1
2. Das Angebotspotential des Fremdenverkehrsstandortes Rumänien
Rumänien als Fremdenverkehrsland weist bestimmte Bedingungen auf, die die Touristen als Anforderung an ein Land stellen, in verschiedenen Hinsichten auf. Das verschiedenartige Relief und die Klimabedingungen erlauben in Rumänien jegliche Art von Tourismus. Es bieten sich Bäder- und Gebirgstourismus, Ferien an der Meerküste, Wintersport, Jagd- und Angelurlaub etc. an.
1 BAUMGARTNER, 1998: S. 2f.
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Die am meisten aufgesuchten Zonen Rumäniens sind die Schwarzmeerküste, das Prahovatal, das Donaudelts, die Bocovina, die maramures, die Zone der sächsischen Kirchenburgen im Süden Transsilvaniens, sowie die Stadt Bukarest und die Karpaten, die eine Vielzahl an Sommer- und Wintertourismusmöglichkeiten bieten..
Anhand bestimmter Angebotsfaktoren wird das touristische Potential Rumäniens dargestellt. a) Standortbegründete touristische Angebotsfaktoren
Die Angebotsbasis eines Fremdenverkehrsstandortes ist zunächst an den landschaftlichen Gegebenheiten zu sehen, da die Möglichkeiten der Erholung im allgemeinen an reizvolle landschaftliche Aufenthaltsbedingungen geknüpft sind.
Besonders im Mittelpunkt stehen dabei heute die Orientierungen; „Landschaft als Aktionsfeld“ genießen zu können, d.h. als Basis für naturverbundene erholsame Freiluftbetätigungen.
Besonders relevant vom naturgeographischen Aspekt für den Erholungsraum sind die Aspekte: Oberflächengestaltung, hydrologischen Verhältnisse, Vegetation, Klima und Heilvorkommen.
Höhenunterschiede markieren und sind visuell anziehend. Auch werden mit ihnen oft eine Erlebniswirkung im sportlichen Sinne verbunden, ebenso wie in der räumlichen Nähe zum Meer oder Seen. Ebenso großen Stellenwert hat der vorwiegend landschaftsräumliche Anspruch der Waldbedeckung, der die Möglichkeiten der dominierensten Urlaubsbetätigung, wie Wandern oder Spazieren gehen, bietet. 2
Die größte landschaftliche Reizvielfalt, der einen häufigen Wechsel zwischen Wald-, Wasser-und landwirtschaftlicher Nutzungsfläche bietet, ist in Rumänien erfüllt. Das verschieden geartete Relief sowie die Klimabedingungen erlauben jegliche Art von Tourismus:
Das Relief Rumäniens ist sehr ausgeglichen:
Die riesigen, vor allem in Westen und Süden gelegenen Ebenen bedecken ca. 36% des Landes.
Hügel und Hochland machen etwas 33% der Oberfläche aus.
31% der Oberflächenstruktur des Landes sind von Gebirgen bedeckt: den Karpaten, die das Land in einer Bogenform auf einer Länge von 900 km durchziehen.
2 Baumgartner, 1998: S.8ff.
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Arbeit zitieren:
Silke Brämer, 2002, Sommer- und Wintertourismus in den Karpaten, München, GRIN Verlag GmbH
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