Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis.................................................................................................................... II
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis. IIV
1. Problemstellung. 1
2. Prinzipal-Agent-Ansatz 1
2.1. Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie. 1
2.2. Markt - Hierarchie - Versagen 2
2.2.1. Hold-Up-Problem 3
2.2.2. Moral Hazard 3
3. Konzept Interdependenter Präferenzen. 4
4. Anreize im Prinzipal-Agent-Verhältnis 5
4.1. Arten von Anreizen 5
4.2. Auszeichnungen - Natur und Inhalt 7
4.2.1. Merkmale der Auszeichnungen 7
4.2.2. Wirkung der Auszeichnung 9
4.2.3. Träger der Auszeichnung 11
4.3. Rahmenbedingungen der Effizienz von Auszeichnungen. 11
4.3.1. Mitarbeitertypen. 11
4.3.2. Organisationstypen 12
4.3.3. Effizienz und Matching. 13
4.4. Empfehlungen zur Vertragsgestaltung 15
5. Resümee. 17
Anhang V
Literaturverzeichnis. IX
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Markt - Hierarchie.
Abbildung 2: Spezielle Probleme der PAT
Abbildung 3: Modell ungleichheits- averser Präferenzen.
Abbildung 4: Arten der Motivation.
Abbildung 5: Net- outcome of the Price- and the Crowding- Out- Effect
III
Abkürzungsverzeichnis
PAT Principal Agent Theory NIÖ Neue Institutionen Ökonomik TAKT Transaktionskosten Theorie HUP Hold Up Problem
IV
1. Problemstellung
Zu Beginn unseres Jahrhunderts erlebt die Wirtschaft tiefgreifende Wandlungsprozesse. Immer komplexer werdende Aufgaben verbunden mit flacheren Hierarchiestrukturen stellen Unternehmen und damit auch jeden einzelnen Mitarbeiter vor neue, in diesem Umfang nie gekannte Aufgaben. Tradierte Denkweisen vom Unternehmer als einzelnes Führungs-Subjekt, der eine von sich aus unmotivierte Masse nach seinem Willen und Vorgaben steuert, haben heute ausgedient. Je globalere und komplexere Ausmaße das Wirtschaftsleben annimmt, umso mehr müssen Unternehmen zu Gebilden verantwortungsvoll denkender und handelnder "Teamplayer" werden. Die ehemals starre Erfolgmessung entwickelt sich heute weiter zu Zielsystemen vager Vorgaben. Die Abwesenheit einer Berechnungsgrundlage für Leistungslöhne muss durch die innere Motivation des Individuums kompensiert werden. Die vorliegende Arbeit wird im folgenden Punkt die wesentlichen Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie (= PAT) darstellen. Im 3. Abschnitt folgen einige Erläuterungen zum Konzept der interdependenten Präferenzen, da selbige durchaus einige Phänomene in Zusammenhang mit der Effizienzwirkung von Auszeichnungen erklären können. Im 4. Abschnitt werden allgemeine Arten von Anreizen und deren Merkmale beschrieben. Abschließend werden die Wirkungen von monetärer Leistungsentlohnung und Auszeichnungen im Kontext externer sowie intrapersoneller Einflussfaktoren betrachtet.
2. Prinzipal-Agent-Ansatz
2.1. Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie
Die PAT ist ein Teil der Neuen Institutionen Ökonomik (=NIÖ) und sucht nach Erklärungen für das Handeln von Individuen in Hierarchien. Zur Herbeiführung effizienter Allokationen zwischen Prinzipal und Agent wird speziell auf die Vertragstheorie zurückgegriffen (vgl. Stiglitz, 1999, S.567). Jedoch findet auch die Transaktionskosten-Theorie (=TAKT) explizit Berücksichtigung. Somit lässt sich erklären, warum es entgegen allgemeiner volkwirtschaftlicher Theorie auch bei marginalen Preisunterschieden in Märkten nicht zu Arbitrage-Geschäften kommt. Die dafür ursächlichen Transaktionskosten entstehen besonders bei Anbahnung, Aushandlung und Durchführung der Geschäfte. Die PAT baut auf folgenden Grundannahmen auf: So wird allen Individuen opportunistisches Verhalten und persönliche Nutzenmaximierung unterstellt, es können in einer komplexen Umwelt nur unvollständige
1
Verträge geschlossen werden, was besonders auf die beschränkte Rationalität und asymmetrisch verteilte Informationen der Beteiligten zurückzuführen ist. Auch die Verhandlungsmacht spielt eine wesentliche Rolle für das sich einstellende Equilibrium. Unsicherheiten können vom PRINZIPAL mittels Aufwendung von Agenturkosten teilweise beseitigt werden. Bei vollständiger Information würde sich eine „First-Best-Solution“ einstellen, dieser versucht man sich anzunähern und die Effizienzverluste zu minimieren. (Mas-Colell, 1995 S. 477ff) Betrachtet man den Zeitablauf der Aktionen, ist ein Muster grundlegend: 1. Der Prinzipal macht ein Vertragsangebot. 2. Annahme oder Ablehnung des Agent 3. Leistungserbringung des Agent 4.(vgl. Schreyögg, 2005,S.7) Verteilung des Ergebnisses.
2.2. Markt - Hierarchie - Versagen
Die vertragliche Beziehung des Partners impliziert die Notwendigkeit der Wahl einer Bindungsintensität und damit verbundenen Koordinationsmechanismen. Grundsätzlich können drei Formen unterschieden werden: Markt - Kooperation - Hierarchie, wobei die Bindungsintensität zunimmt. Mit bezug auf das Thema der Arbeit soll nun eine Situation analysiert werden, in der ein Agent eine komplexe, recht vage zu spezifizierende Arbeitsleistung für den Prinzipal erbringen soll. Wählt der Prinzipal die Marktlösung, treten die „Hidden Intentions“ in den Vordergrund und es kommt zu Hold-Up-Problemen. Daraus resultieren ineffiziente Investitionsentscheidungen, was heißt, der Agent wird den Vertrag nicht annehmen aufgrund der Gefahr von Nachverhandlungen. Wählt der Prinzipal hingegen die Hierarchielösung, kommt es durch Hidden Actions zu Moral- Hazard- Problemen. Da die Ergebnisverteilung schon klar ist (Gehalt des angestellten Agent), hat
der Agent wenig Anreiz, ein für den Prinzipal wünschenswertes Anstrengungsniveau zu erbringen. In beiden Fällen kommt es zu Markt/Hierarchieversagen, somit ist die Lösung die Kooperation. Durch das wechselseitige Gewähren von Sicherheiten/Kontrollrechten oder die ergebnisabhängige Verteilung der Gewinne stellen sich optimalere Leistungsniveaus ein als in den übrigen Koordinationsformen. Dass diese Lösung jedoch nicht uneingeschränkt den wirtschaftlichen Gegebenheiten entspricht, ist erkennbar. Angestellten-
2
verhältnisse - die Hierarchieform - kommen in großem Umfang in der Wirtschaft vor. Somit ist es naheliegend, dass im Realen noch weitere Anreizfaktoren eine wichtige Rolle spielen müssen als nur die bloße Abwicklung aller Transaktionen nach der Effizienz der Verteilung ihrer monetären Ergebnisse(siehe Abbildung 1) (vgl. Stiglitz, 1999, S. 569ff). Das wichtigste Schlagwort in diesem Kontext ist die intrinsische Motivation sowie deren Beeinflussung durch extrinsische Motivatoren, welche Verdrängungs- oder Verstärkungseffekte nach sich ziehen können (vgl. Grau/Walti/Nag, 2003, S. 1). (vgl. Abb. 2)
2.2.1. Hold-Up-Problem
Das Hold-Up-Problem (= HUP) ist im Grunde ein Resultat des Opportunismus der Akteure, beruhend auf „Hidden Intentions“. Da zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch nicht alle relevanten Informationen verfügbar sind, bleibt der Vertrag unvollständig, d.h. er schließt nicht jeden noch so entfernt möglichen Umweltzustand mit ein (vgl. Schweizer, 1999, S. 230). Aufgrund des Vertrages verpflichtet sich der Anbieter, in Zukunft eine Leistung zu erbringen, für die er in der Gegenwart eine spezifische Investition tätigen muss und somit in die Abhängigkeit des Abnehmens gerät. Annahmegemäß versucht dieser die Situation zu seinen Gunsten auszunutzen und in der Folgeperiode durch Nachverhandlungen (vgl. Leibundgut, 2004, S. 183) die Überschussrenditen des Anbieters abzuschöpfen (Zahlungsbereitschaft des Abnehmens nähert sich den Kosten des Anbieters an). Im schlechtesten Fall muss dieser nachgeben, da eine andere Verwertung der Investitionsergebnisse nicht möglich ist, sonst würde er einen Totalausfall erleiden. Somit würde HUP zu volkswirtschaftlicher Ineffizienz führen, da notwendige Investitionen (vgl. Schweizer, 1999, S. 231) aus Angst vor Opportunismus ausbleiben würden. Die Lösung des Problems wird in den bilateralen Monopolen gesehen, d.h. die Austauschpartner geben sich wechselseitig Sicherheiten und Rechte an Gütern des anderen, sodass sie sich gegenseitig blockieren können oder die Möglichkeit haben, Güter des anderen negativ zu beeinflussen (z.B. Reputation - Rufschädigung, folglich Auftragseinbusen). Da keiner der Partner Interesse an diesem Vorgehen hat, schrecken auch beide vor Nachverhandlungen und Hold-Up-Situationen zurück (somit können HUP durch die Umverteilung residualer Kontrollrechte gelöst werden) (vgl.Rubinfeld, 1995, S. 504).
2.2.2. Moral Hazard
Der Begriff bedeutet ein „moralisches Wagnis“, da der wirtschaftliche Erfolg des Prinzipals von den unbeobachteten Handlungen seiner Agenten abhängt. (vgl. Schweizer, 1999, S. 848) Der Moral Hazard stellt somit ein Problem der „Hidden Actions“ (vgl. Mas-Colell, 1995, S.
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Arbeit zitieren:
Marcus Böhm, 2008, Auszeichnungen statt monetärer Entlohnung in Prinzipal-Agenten-Modellen, München, GRIN Verlag GmbH
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