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Institutionen und Organisationsformen der Medienkontrolle im Nationalsozialismus

Title: Institutionen und Organisationsformen der Medienkontrolle im Nationalsozialismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Sommer (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit soll in einem angemessenen Rahmen die Medienkontrolle im Nationalsozialismus beleuchten.
Dabei werden wir auf staatliche Institutionen wie Propagandaministerium und Reichskulturkammer eingehen.
Um die Auswirkungen der Arbeit dieser Institutionen zu verdeutlichen, widmen wir uns im zweiten Teil dieser Seminararbeit den Medien Film, Presse und Rundfunk.
Anhand dieser Medien wird aufgezeigt, wie die Medien und die dazugehörigen Personenkreise kontrolliert und so zu politischen Zwecken genutzt werden.
Die Seminararbeit erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Um alle Informationen zu diesem Thema zu berücksichtigen, bedarf es eines weitaus größeren Rahmens, der jedoch das Maß dieser Seminararbeit um ein Vielfaches sprengen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Gliederung

1. Einleitung

2. Zweck der Medien

3. Institutionalisierung der Medienkontrolle im Nationalsozialismus

3.1. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

3.2. Die Reichskulturkammer

4. Medien im Nationalsozialismus

4.1. Film

4.2. Presse

4.2.1. Die institutionelle Ebene der Presselenkung

4.2.2. Die rechtliche Ebene der Presselenkung

4.2.3. Die inhaltliche Ebene der Presselenkung

4.2.4. Die wirtschaftliche Ebene der Presselenkung

4.3. Rundfunk

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturelle Medienkontrolle während des Nationalsozialismus, indem sie staatliche Institutionen und deren Einfluss auf die zentralen Massenmedien Film, Presse und Rundfunk analysiert.

  • Analyse der nationalsozialistischen Propaganda- und Indoktrinationsstrategien.
  • Untersuchung der Rolle des Propagandaministeriums und der Reichskulturkammer als Instrumente der Gleichschaltung.
  • Darstellung der totalitären Kontrolle der Medienproduktion und des Zugangs zum Beruf des Journalisten bzw. Künstlers.
  • Evaluation der massenmedialen Strategien zur Umerziehung der Bevölkerung und zur Verbreitung der NS-Ideologie.
  • Untersuchung technischer und wirtschaftlicher Mittel zur Durchdringung des privaten Alltags mit parteipolitischen Inhalten.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Die institutionelle Ebene der Presselenkung

Die wichtigste Institution der Presselenkung war die Reichspressekammer. Die Reichspressekammer ist eine Unterkammer der Reichskulturkammer, deren Präsident Joseph Goebbels war. Der Präsident der Reichspressekammer war Max Amann.

Die Reichspressekammer war verantwortlich für Vorzensur und die personelle Kontrolle der Presse. Ihr wurden alle wichtigen publizistischen Fachverbände angegliedert. Dazu zählen unter anderem auch der Reichsverband der deutschen Presse und der Verein deutscher Zeitungsverleger.

Wer im Berufsfeld der Presse tätig sein wollte, musste Mitglied der Reichspressekammer sein. Über die Mitgliedschaft und damit über einen eventuellen beruflichen Werdegang in der Presse entschied der Präsident der Reichspressekammer, Max Amann.

Max Amann entschied alleine und ohne das Recht auf Nachprüfung über die Zugehörigkeit zur Reichspressekammer. Dadurch wurde die erste Stufe der lückenlosen, personellen Überwachung geschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Gliederung: Dient der strukturellen Übersicht der vorliegenden Seminararbeit.

1. Einleitung: Definiert das Thema der Medienkontrolle im Nationalsozialismus und erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Zweck der Medien: Analysiert den Stellenwert der Medien als Instrumente für Propaganda, Indoktrination und die Erziehung des Volkes.

3. Institutionalisierung der Medienkontrolle im Nationalsozialismus: Beschreibt die organisatorischen Rahmenbedingungen durch staatliche Stellen zur totalen Kontrolle der Medien.

3.1. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda: Untersucht die zentrale Rolle von Joseph Goebbels bei der Etablierung des Propagandaapparates.

3.2. Die Reichskulturkammer: Erläutert das System der Zensur und kulturellen Bevormundung der Kulturschaffenden.

4. Medien im Nationalsozialismus: Beleuchtet detailliert die praktische Umsetzung der Kontrolle in den spezifischen Medienbereichen.

4.1. Film: Analysiert den Einsatz des Kinos und der Wochenschau zur ideologischen Manipulation.

4.2. Presse: Untersucht die vier Ebenen der Presselenkung zur Unterdrückung oppositioneller Meinungen.

4.2.1. Die institutionelle Ebene der Presselenkung: Erklärt die personelle Überwachung durch die Reichspressekammer und Kompetenzaufteilung.

4.2.2. Die rechtliche Ebene der Presselenkung: Behandelt gesetzliche Maßnahmen zur Ausschaltung der Pressefreiheit.

4.2.3. Die inhaltliche Ebene der Presselenkung: Beschreibt die tägliche Anleitung und inhaltliche Steuerung durch das Regime.

4.2.4. Die wirtschaftliche Ebene der Presselenkung: Erörtert die Enteignung und Konzentration von Verlagen.

4.3. Rundfunk: Analysiert die Nutzung des Hörfunks als Instrument zur Massenmobilisierung.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Medienkontrolle, Propaganda, Gleichschaltung, Goebbels, Reichskulturkammer, Indoktrination, Film, Presse, Rundfunk, Zensur, Pressefreiheit, Manipulation, Volksempfänger, Schriftleitergesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die Mechanismen und Institutionen, mit denen das nationalsozialistische Regime die Medienlandschaft kontrolliert und für propagandistische Zwecke instrumentalisiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der institutionellen Gleichschaltung, den gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Medienlenkung sowie der praktischen Beeinflussung von Film, Presse und Rundfunk.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Aufbau eines totalitären Systems zur Bewusstseinskontrolle aufzuzeigen, das darauf abzielte, die öffentliche Meinung vollständig im Sinne der NS-Ideologie zu formen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Ansatz, um auf Basis zeitgenössischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur die institutionellen Strukturen der Medienkontrolle nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Propagandaministerium und die Reichskulturkammer als Steuerungsorgane vorgestellt, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der medien-spezifischen Kontrollmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gleichschaltung, Propaganda, Zensur, Schriftleitergesetz, sowie die spezifische Rolle der Reichskulturkammer und des Propagandaministers.

Welche Bedeutung hatte die "Amann-Verordnung"?

Die Amann-Verordnungen waren zentrale wirtschaftliche Instrumente, um durch Pressekonzentration und Enteignung missliebige Verlage auszuschalten und eine NS-konforme Medienlandschaft zu erzwingen.

Warum war der Volksempfänger so bedeutsam für das Regime?

Durch die günstige Massenproduktion des Volksempfängers wurde der Hörfunk für weite Bevölkerungsschichten zugänglich, was die direkte Verbreitung nationalsozialistischer Ideologie in den privaten Raum ermöglichte.

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Details

Title
Institutionen und Organisationsformen der Medienkontrolle im Nationalsozialismus
College
University of the Federal Armed Forces München  (FB Pädagogik)
Course
Geschichte und Konzeption der Medienpädagogik
Grade
2,0
Author
Christian Sommer (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V11906
ISBN (eBook)
9783638179492
Language
German
Tags
Institutionen Organisationsformen Medienkontrolle Nationalsozialismus Geschichte Konzeption Medienpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Sommer (Author), 2003, Institutionen und Organisationsformen der Medienkontrolle im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11906
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