Inhaltsverzeichnis
Weißer Winterwald
(unbekannter Autor,
unbekanntes Entstehungsdatum) 5
Laßt und froh und munter sein
(unbekannter Autor, 19. Jhdt) 6
Leise rieselt der Schnee
(Eduard Ebel, 1900 ) 7
Scheeflöckchen, Weißröckchen
(Hedwig Haberkern, um 1869 ) 8
Morgen, Kinder, wird’s was geben
(Philipp von Bartsch, 1809 ) 9
Morgen kommt der Weihnachtsmann
(Hoffmann von Fallersleben, um 1840 ,
später umgedichtet) 10
Oh Tannenbaum (Ernst Anschütz, 1824 ) 12
Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen
(Hermann Kletke, 19. Jhdt) 13
Kommet Ihr Hirten
(Karl Riedel, 1870 ) 14
Ich steh' an Deiner Krippe hier
(Paul Gerhardt, 1653 ) 15
Still, still, still
(Unbekannter Autor, 1865 ) 17
Stille Nacht Heilige Nacht
(Joseph Mohr, 1818 ) 18
2
Süßer die Glocken nie klingen (Friedrich Wilhelm Kritzinger,
unbekanntes Erscheinungsdatum).........................................................20
In Dulci Jubilo
(Unbekannter Autor,
unbekanntes Erscheinungsdatum).........................................................21
Vom Himmel hoch, da komm ich her
(Martin Luther, 1539)..............................................................................23
Alle Jahre wieder
(Wilhelm Hey, 1837)................................................................................26
Ihr Kinderlein kommet
(Christoph von Schmidt, 1798)..............................................................27
O du fröhliche
(Johannes Daniel Falk, 1816,
umgedichtet von Heinrich Holzschuher, 1829)...................................29
Es ist ein Ros entsprungen
(Michael Praetorius, 1609)......................................................................31
Fröhliche Weihnacht überall
(Hoffmann von Fallersleben, 19. Jhdt).................................................33
O Heiland, reiß die Himmel auf
(Friedrich von Spee, 17. Jhdt).................................................................34
Kling, Glöckchen, klingelingeling
(Theodor Enslin, 19. Jhdt)......................................................................36
Zu Bethlehem geboren
(Friedrich Spee von Langenfeld, 1638).................................................37
Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit!
(Georg Weissel, 17. Jhdt).........................................................................39
3
Maria durch ein' Dornwald ging (Volksweise,
unbekanntes Entstehungsdatum)..........................................................40
Tochter Zion, freue Dich!
(Friedrich Heinrich Ranke, 1826)...........................................................41
Es kommt ein Schiff geladen
(unbekannter Autor,
unbekanntes Entstehungsdatum)..........................................................42
4
Laßt und froh und munter sein
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da, bald ist Nik'lausabend da!
Dann stell’ ich den Teller auf,
Nik’laus legt gewiß was drauf. Lustig, lustig, traleralera! Bald ist Nik'lausabend da, bald ist Nik'lausabend da!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!
Wenn ich aufgestanden bin,
lauf ’ ich schnell zum Teller hin. Lustig, lustig, traleralera! Bald ist Nik'lausabend da, bald ist Nik'lausabend da!
Nik’laus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann. Lustig, lustig, traleralera! Bald ist Nik'lausabend da, bald ist Nik'lausabend da!
Leise rieselt der Schnee
still und starr liegt der See,
In den Herzen ist’s warm,
still schweigt Kummer und Harm, Sorge des Lebens verhallt:
Chor der Engel erwacht,
Morgen, Kinder, wird’s was geben
(Philipp von Bartsch, 1809)
wird in unserm Hause sein!
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch, wie vor’ges Jahr es am Heil’gen Abend war?
Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin, Jettchens Küche mit den Herdchen und dem blankgeputzten Zinn? Heinrichs bunten Harlekin
unsre lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür. o gewiß, wer sie nicht ehrt,
Morgen kommt der Weihnachtsmann
(Hoffmann von Fallersleben, um 1840,
später umgedichtet)
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer, Möcht’ ich gerne haben.
Bring' uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring' auch morgen, bringe Musketier und Grenadier, Zottelbär und Panthertier,
Kennest unsere Herzen.
Kinder, Vater und Mama Auch sogar der Großpapa,
Bunte Lichter, Silberzier,
Kind und Krippe, Schaf und Stier, Zottelbär und Panthertier möchte ich gerne haben.
10
Oh Tannenbaum (Ernst Anschütz, 1824)
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
Wie treu sind deine Blätter!
Ich steh' an Deiner Krippe hier
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel' und Mut, nimm alles hin und laß dir's wohl gefallen.
eh’ ich dich kannt’, erkoren.
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft; einsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
|: Schlafe in himmlischer Ruh! :|
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O wie lacht
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht, Als der Herr vom Grimme befreit, In der Väter urgrauer Zeit |: Aller Welt Schonung verhieß. :|
Stille Nacht! Heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht Durch der Engel Alleluja, Tönt es laut bei Ferne und Nah: |: Jesus der Retter ist da! :|
* * * * *
Süßer die Glocken nie klingen
(Friedrich Wilhelm Kritzinger,
unbekanntes Erscheinungsdatum)
Süßer die Glocken nie klingen
als zu der Weihnachtszeit: S’ist als ob Engelein singen
|: Wie sie gesungen in seliger Nacht, :|
|: Segnet den Vater, die Mutter, das Kind, :|
Klinget mit lieblichem Schalle
über die Meere noch weit, daß sich erfreuen doch alle seliger Weihnachtszeit.
|: Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang! :|
In Dulci Jubilo
(Unbekannter Autor,
unbekanntes Erscheinungsdatum)
In dulci jubilo,
nun singet und seid froh! Unsers Herzens Wonne leit in præsepio und leuchtet als die Sonne matris in gremio.
nach dir ist mir so weh.
Tröst mir mein Gemüte, o puer optime;
und die Schellen klingen
Alle Jahre wieder
(Wilhelm Hey, 1837)
kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.
Kehrt mit seinem Segen
Ihr Kinderlein kommet
seht hier bey des Lichtleins hellglänzendem Strahl,
Da liegt es - ach Kinder! - auf Heu und auf Stroh;
ein Schnee-weißes Lämmchen mit Blumen bekränzt.
Stimmt freudig, ihr Kinder, wer sollt sich nicht freun,
O du fröhliche
(Johannes Daniel Falk, 1816,
umgedichtet von Heinrich Holzschuher,
1829)
Urfassung:
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
O du fröhliche, o du selige,
O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Pfingstenzeit!
Christ unser Meister, heiligt die Geister:
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
O du fröhliche, o du selige,
Es ist ein Ros entsprungen
Es ist ein Ros entsprungen
Aus einer Wurzel zart. Wie uns die Alten sungen,
Mitten im kalten Winter,
Wohl zu der halben Nacht.
Das Röslein das ich meine,
Hat sie ein Kind geboren
Wohl zu der halben Nacht.
Das Bümelein so kleine,
Das duftet uns so süß, Mit seinem hellen Scheine Vertreibt's die Finsternis. Wahr' Mensch und wahrer Gott, Hilf uns aus allem Leide, Rettet von Sünd' und Tod.
31
O Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammertal Laß Dein Hilf uns geleiten Hin in den Freudensaal,
Da wir Dich ewig loben. O Gott, uns das verleih.
* * * * *
Fröhliche Weihnacht überall
(Hoffmann von Fallersleben, 19. Jhdt)
stimmet in den Jubelton,
denn es kommt das Licht der Welt
Licht auf dunklem Wege,
daß bekennen jeder muß,
Christkind kam für mich.
Kling, Glöckchen, klingelingeling
(Theodor Enslin, 19. Jhdt)
Laßt mich ein, ihr Kinder,
ist so kalt der Winter, öffnet mir die Türen, laßt mich nicht erfrieren.
bring’ euch milde Gaben,
Hell erglühn die Kerzen,
öffnet mir die Herzen, will drin wohnen fröhlich, frommes Kind, wie selig.
Zu Bethlehem geboren
(Friedrich Spee von Langenfeld, 1638)
In seine Lieb’ versenken
will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken
O Kindelein, von Herzen
will ich dich lieben sehr,
Die Gnade mir doch gebe,
bitt’ ich aus Herzensgrund, daß ich allein dir lebe jetzt und zu aller Stund’,
darum ich mich dann binde
eia, eia, an dich, mein höchstes Gut.
Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit!
(Georg Weissel, 17. Jhdt)
ein König aller Königreich,
der halben jauchzt, mit Freuden singt:
Maria durch ein' Dornwald ging
Was trug Maria unter ihrem Herzen? Kyrie eleison!
Da haben die Dornen Rosen getragen - Kyrie eleison!
(Friedrich Heinrich Ranke, 1826)
Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!
Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ew’ges Reich. Hosianna in der Höh’. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Hosianna, Davids Sohn,
sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, du, des ew’gen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Es kommt ein Schiff geladen
der Heilig’ Geist der Mast.
Der Anker haft' auf Erden,
da ist das Schiff am Land. Das Wort tut Fleisch uns werden, der Sohn ist uns gesandt.
Zu Bethlehem geboren
im Stall ein Kindelein, gibt sich für uns verloren;
muß vorher mit ihm leiden
groß’ Pein und Marter viel,
42
danach mit ihm auch sterben
und geistlich aufersteh’n,
ewig’s Leben zu erben,
wie an ihm ist gescheh’n.
* * * * *
Quelle der Abbildung auf dem Deckblatt:
Die Welt im Kleinen : zwölf Bilder aus dem Kinderleben. Ein Familienbuch
von Eduard Schulz mit Text von Emil Rittershaus., Flemming, Glogau
1867
44
Arbeit zitieren:
GRIN Verlag (Hrsg.), 2008, Deutsche Weihnachtslieder, München, GRIN Verlag GmbH
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