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Die Ökonomie der Ethik

Titel: Die Ökonomie der Ethik

Hausarbeit , 2005 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Gräbe (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unternehmenskultur und Wirtschaftsethik gehören vor dem Hintergrund von Globalisierung, Ressourcenknappheit und Wirtschaftsskandalen wie, Brent Spar oder Enron zu den neuen Schlagwörtern der Wirtschaftslehre. Die Forderungen von Politik und Gesellschaft nach sozialer Verantwortung durch Unternehmen werden immer lauter. Dennoch, so scheint es, keimt der Samen Ethik in der Wirtschafts-landschaft nur vereinzelt und zaghaft. Diese Arbeit soll untersuchen, ob das Oxy-moron Wirtschaftsethik wirklich existiert, ob Unternehmen eine Unternehmensethik brauchen und ob Ethik ökonomisch relevant ist. Anstoß zur Diskussion ist der Artikel Friedmann, der immer noch Diskusionsgrundlage vieler Wirtschaftsethikgegner ist. Die Argumentation wird aus ökonomischer und nicht ideologischer Sicht geführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. CHARAKTERISIERUNG UNTERNEHMENSETHIK

2.1. ABGRENZUNG ZWISCHEN ETHIK UND MORAL

2.2. TELEOLOGISCHE UND DEONTOLOGISCHE ETHIK

2.3. UNTERNEHMENSETHIK

2.3.1. Abgrenzung zwischen Unternehmensethik und Wirtschaftsethik

2.3.2. Handlungsraum der Unternehmensethik

3. DISKURS ÜBER DAS OXYMORON ETHIK ANHAND DER THESE VON FRIEDMANN

3.1. EINFÜHRUNG IN DIE THESE FRIEDMANNS

3.1.1. Ökonomische Relevanz der Gewinnmaximierung

3.1.2. Soziale Verantwortung der Gewinnmaximierung

3.2. UNETHISCHES AGIEREN GENERIERT WETTBEWERBSVORTEILE – BEGRÜNDUNG AUF BASIS EINER SPIELTHEORIE

3.2.1. Differenzierung des Gefangenendilemmas

3.2.2. Das ethische Paradox

3.2.3. Fazit

4. ÖKONOMISCHE RELEVANZ DER ETHIK

4.1. ANSATZ SPIELTHEORIE - ETHIK ALS GRUNDLAGE DER MARKTWIRTSCHAFT

4.1.1. Irritierende Dilemmata sind Nash-Gleichgewichte

4.1.2. Nash-Gleichgewichte erzwingen kooperative Strategien

4.1.3. Ethisches Handeln rentiert sich durch sinkende Transaktionskosten

4.2. MARKETINGANSATZ- PRODUKTDIFFERENZIERUNG DURCH ETHIK

4.2.1. Product - Präferenzen durch ethischen Mehrwert

4.2.2. Price - Limitierung des Wertschöpfungsfaktors Ethik

4.2.3. Promotion - Verknüpfung von Ethik und Marke

4.2.3.1. Risiken des Societal Marketings

4.2.3.2. Vertrauensverlust und Kundenverlust

4.2.3.3. Integrität zwingt zur moralisch vollentwickelten Organisation

4.2.3.4. Unternehmensethik – Vorraussetzung für die moralisch vollentwickelte Organisation

4.2.4. Fazit Marketingansatz

4.3. ORGANISATORISCHER ANSATZ - QUALITÄTSMANAGEMENT DURCH UNTERNEHMENSETHIK

4.3.1. Human Relation- Ansatz

4.3.1.1. Theorie Y- Gewinnen von Humankapitalen durch Menschenführung

4.3.1.2. Werte sind Basis einer fruchtbaren Unternehmenskultur

4.3.2. Fazit Organisationsansatz

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomische Relevanz und Notwendigkeit von Unternehmensethik vor dem Hintergrund kritischer Standpunkte, insbesondere der These von Milton Friedman, mit dem Ziel, den Zusammenhang zwischen ethischem Handeln und langfristigem wirtschaftlichem Erfolg zu analysieren.

  • Wirtschaftsethik als ökonomische Notwendigkeit vs. moralische Pflicht
  • Anwendung spieltheoretischer Modelle auf unternehmerische Entscheidungen
  • Marketing-Ansätze zur Differenzierung durch ethischen Mehrwert
  • Rolle des Human-Relation-Ansatzes in der Unternehmenskultur
  • Risiken und Chancen bei der Implementierung von Unternehmensethik

Auszug aus dem Buch

3.2. Unethisches agieren generiert Wettbewerbsvorteile - Begründung auf Basis einer Spieltheorie

Die oft zitierte Annahme, Ethik rentiere sich nicht, stützt sich auf Neumanns und Morgensterns 1944 erschienenem Buch „Theory of Games and Economic Behavior“. Oft zitiertes Modell ist in diesem Zusammenhang ihr Gefangenendilemma. Eine kürzere Variante des Themas mit gleicher Aussagekraft sind zwei Händler A und B, die miteinander Waren tauschen wollen. Dazu hinterlegen sie jeweils die Waren an zwei vorher angegebenen Orten. Das Problem hierbei ist, dass derjenige der beiden Händler, der seine Ware nicht hinterlegt, aber die des anderen abholt, den höchsten Gewinn macht. Genau das wird B, nach rationalen Erwägungen auch tun und ebenfalls nichts hinterlegen. Die These, dass unethisches Verhalten rentabel ist, wird vorerst bestätigt. Es wird sogar der Schluss zugelassen, unethisches Verhalten sei zwingend, um nicht unrentabel zu sein. Denn agiert A ethisch und hinterlegt Ware und Händler B nicht, so macht Händler A einen Verlust. Agiert A unethisch und hinterlegt seine Ware nicht, kann er entweder Gewinn machen, wenn Händler B seine Ware hinterlegt oder falls B ebenfalls nichts hinterlegt, ohne Verlust aus dem Geschäft gehen.

Aus ökonomischer Sicht liegt somit die Betrachtungsweise nahe, dass schlechte Ergebnisse nicht zwingend auf schlechtem, intuitivem Handeln beruhen, sondern unbeabsichtigt oder erzwungen zu Stande kommen. Unternehmern zum Beispiel zu unterstellen, dass sie bewusst als Ziel haben die Umwelt zu schädigen, ist sicherlich irrational. Jedoch kann einem Unternehmer unterstellt werden, er habe als Ziel wirtschaftlichen Erfolg. Dieser kann unter bestimmten Rahmenbedingungen durch ökologisches Handeln bedroht werden, z.B., wenn der Konkurrent einen Wettbewerbsvorteil erhält, indem er durch Unterlassen entsprechender ökologischer Maßnahmen Geld spart.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Unternehmensethik im Kontext der Globalisierung und Vorstellung der grundlegenden Forschungsfrage.

2. CHARAKTERISIERUNG UNTERNEHMENSETHIK: Definition und Abgrenzung grundlegender Begriffe wie Ethik, Moral und Unternehmensethik sowie Bestimmung des Handlungsraums.

3. DISKURS ÜBER DAS OXYMORON ETHIK ANHAND DER THESE VON FRIEDMANN: Kritische Auseinandersetzung mit der Position Friedmans zur Gewinnmaximierung und Untersuchung des Wettbewerbsvorteils durch unethisches Handeln mittels Spieltheorie.

4. ÖKONOMISCHE RELEVANZ DER ETHIK: Detaillierte Analyse wie Ethik durch Transaktionskostensenkung, Marketingstrategien und eine wertebasierte Unternehmenskultur wirtschaftlich rentabel wird.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit, dass ethisches Handeln eine ökonomische Notwendigkeit darstellt, wenn es durch eine entsprechende Unternehmenskultur gestützt wird.

Schlüsselwörter

Unternehmensethik, Wirtschaftsethik, Gewinnmaximierung, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Transaktionskosten, Marketing, Unternehmenskultur, Human-Relation-Ansatz, Stakeholder, Shareholder, moralische Integrität, Wettbewerbsvorteil, CSR, Wirtschaftslehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Ethik und geht der Frage nach, ob ethisches Handeln im unternehmerischen Kontext ökonomisch rentabel ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung der Unternehmensethik, die spieltheoretische Analyse von Marktverhalten, Marketingstrategien durch ethischen Mehrwert und der organisatorische Ansatz zur Förderung einer wertebasierten Kultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die weit verbreitete Ansicht, dass Ethik und wirtschaftlicher Erfolg im Widerspruch stehen, zutrifft, und unter welchen Bedingungen Ethik zur Gewinnmaximierung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen diskursiven Ansatz, der ökonomische Theorien (insbesondere die Spieltheorie) mit betriebswirtschaftlichen Konzepten wie Marketing und Organisationslehre verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Auseinandersetzung mit Friedmans Thesen, die spieltheoretische Begründung von Wettbewerbsvorteilen sowie eine detaillierte Betrachtung von Marketing- und Organisationsansätzen zur praktischen Implementierung von Ethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensethik, Gewinnmaximierung, Gefangenendilemma, Transaktionskosten, Unternehmenskultur und Stakeholder-Management.

Was bedeutet das im Text erwähnte "ethische Paradox"?

Das Paradox beschreibt den Umstand, dass ein ethisch handelndes Unternehmen durch Gewinnrückgänge in seiner Existenz gefährdet sein kann, während eine rein gewinnmaximierende Strategie wiederum unethisch sein kann, wenn sie auf schädlichem Verhalten basiert.

Welche Rolle spielt der Human-Relation-Ansatz in der Arbeit?

Der Ansatz dient dazu zu verdeutlichen, dass eine fruchtbare Unternehmenskultur, die auf Werten und der Selbstverwirklichung der Mitarbeiter basiert, maßgeblich die Produktivität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit steigert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ökonomie der Ethik
Veranstaltung
Seminar Unternehmenskultur
Note
1,3
Autor
Sebastian Gräbe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V119241
ISBN (eBook)
9783640226047
ISBN (Buch)
9783640227495
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Seminar Unternehmenskultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Gräbe (Autor:in), 2005, Die Ökonomie der Ethik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119241
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