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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Vergleich von Mündlichkeit und Schriftlichkeit. 4
2.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten. 4
2.2 Untersuchung von verschiedenen Sprachstilen. 7
3. Gründe für den Vorrang der gesprochenen Sprache 8
4. Bedeutung der schriftlichen Sprache. 10
Zusammenfassung. 12
Bibliographie 13
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1. Einleitung
Das Proseminar „Englisch in Texten“ beschäftigte sich mit der Frage, was eigentlich ein Text ist, und welche verschiedenen Funktionen er erfüllt. Im Verlauf des Semesters wurden unter anderem Textualitätskriterien und Mittel der Textverknüpfung sowie unterschiedliche Textsorten und Textgattungen näher betrachtet. Darüber hinaus befassten sich die Kursteilnehmer mit Texten in den neuen Medien, wie e-mail, Internet und Hypertext, und auch mit der Textproduktion, der Textgestaltung, der Textrezeption und dem Verstehen von Texten. Den Ausgangspunkt bei dieser intensiven Textbetrachtung bildete dabei die Untersuchung der beiden Textformen: mündliche und schriftliche Texte. Die vorliegende Arbeit wird sich mit der Mündlichkeit und der Schriftlichkeit befassen und im ersten Teil mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der mündlichen und der schriftlichen Sprache beschäftigen. Im Anschluss werden zur Verdeutlichung der zuvor gewonnenen Erkenntnisse verschiedene Sprachstile untersucht und mit Hilfe von konkreten Zahlen präsentiert. Im nächsten Kapitel steht die gesprochene Sprache im Vordergrund und es werden Gründe für deren Vorrang aufgezeigt werden. Hierauf wird das Augenmerk auf die schriftliche Sprache gerichtet und deren Bedeutung im Verlauf ihrer Geschichte betont. Den Abschluss der Arbeit bildet die Zusammenfassung der wichtigsten Kernpunkte sowie die Relativierung der Frage, wer nun eigentlich bedeutender ist: die mündliche oder die schriftliche Sprache.
Diese Arbeit stützt sich auf mehrere Aufsätze und Monographien, die alphabetisch in der Bibliographie aufgeführt sind. Die Untersuchung der verschiedenen Sprachstile beruht im Wesentlichen auf Erkenntnissen von Wallace L. Chafe, die Zahlen wurden von ihm aus zahlreichen verschiedenen Studien gesammelt und übernommen. Des Weiteren stammen die im vierten Kapitel genannten acht Gründe für den Vorrang der gesprochenen Sprache aus dem Abschnitt „Spoken and written language: which is primary?“ von Michael Stubbs Monographie „Language and literacy“, ebenfalls in der Bibliographie aufgeführt.
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2. Vergleich von Mündlichkeit und Schriftlichkeit
Mündlichkeit und Schriftlichkeit sind die beiden wichtigsten Formen von Sprache. Im nächsten Abschnitt sollen nun wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden.
2.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Betrachtet man zunächst den lautsprachlichen Kommunikationsprozess, ist er, wie ihn etwa Günther (1989: 6) darstellt, klar strukturiert und leicht nachvollziehbar. Ein Sprecher A äußert ein Sprachsignal, das ein Hörer B empfängt. Dieser wird daraufhin zum Sprecher B, indem er mit einem Sprachsignal antwortet, das wiederum Hörer A, zuvor Sprecher A, vernimmt. Bei einem Gespräch findet hierbei ein ständiger Rollentausch statt, bei dem sich Sprecher und Hörer ständig abwechseln. Auf ähnliche Weise kann auch der schriftliche Kommunikationsprozess dargestellt werden, wie Günther (1989: 11) dies analog zum mündlichen Kommunikationsprozess macht. 1 Demnach verfasst ein Schreiber A einen Text, den ein Leser B liest. Dieser fertigt nun als Schreiber B ebenfalls einen Text an und diesen liest Leser A. Dieses Schema ist bei der schriftlichen Kommunikation natürlich nicht immer passend, bei einem Briefwechsel wäre es jedoch durchaus denkbar. So könnte man meinen, dass Mündlichkeit und Schriftlichkeit zumindest vom Ablauf her sehr ähnlich sind, bei genauerer Betrachtung jedoch werden diese Gemeinsamkeiten hinfällig. Während die Lautsprache kontinuierlich und flüchtig ist und sich in der Zeit erstreckt, hat die Schrift dagegen eine segmentale Struktur, räumliche Ausdehnung und ist nicht flüchtig. Des weiteren ist bei der mündlichen Kommunikation die raumzeitliche Koinzidenz von Sprecher, Hörer und Signal notwendig, das heißt, dass das Sprachsignal nicht unabhängig vom Sprecher gedacht werden kann. Sonst würde nämlich kein Gespräch zustande kommen, was man auch als kanonische bzw. face to face Kommunikationssituation bezeichnet. Bei der schriftlichen Kommunikation ist dies eher der Sonderfall. Texte scheinen „aus eigener Kraft“ (Günther 1989: 12) zu existieren, vom Schreibprozess bekommt der Leser in der Regel nichts mit. Ein weiterer Unterschied ist, dass schriftliche Texte mit Werkzeugen angefertigt werden, damit also zwischen Schreiber und Leser stehen und eine gewisse Distanz schaffen. Daraus ist leicht ersichtlich, dass schriftliche und mündliche Sprachprozesse sehr unterschiedlich organisiert sind. Das Modell des schriftlichen Kommunikationsprozesses ist von daher sehr treffend, als es die Verselbständigung des Textes gegenüber Schreiber und Leser betont. Während sich der
1 Das Folgende bezieht sich im Wesentlichen auf: Günther 1989: 11ff
Arbeit zitieren:
Markus Friedrich, 2003, Mündlichkeit und Schriftlichkeit - Unterschiede und Gemeinsamkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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