II
Inhaltsverzeichnis
Verwendete Abkürzungen III
Abbildungsverzeichnis IV
1 Vorgehensweise 1
2 Fehlmengenkosten 2
2.1 Definitionen der Literatur 2
2.2 Bestandteile von Fehlmengenkosten. 3
2.2.1 Zusätzliche Kosten 4
2.2.2 Reduzierte Erlöse 5
2.2.3 Entgehende Deckungsbeiträge. 5
2.3 Eigene Definition. 6
3 Logistik-Controlling. 7
3.1 Betriebliche Logistik. 7
3.2 Grundsätzliche Controllingansätze 7
3.3 Aufgaben und Ziele des Logistik-Controllings. 8
4 Fehlmengenkosten im Logistik-Controlling 10
4.1 Einordnung der Fehlmengenkosten. 10
4.1.1 Kostenrechnerische Erfassung 10
4.1.2 Probleme der Ermittlung 11
4.2 Lieferbereitschaftsgrad und Fehlmengenkosten 12
4.3 Beeinflussungspotenziale des Logistik-Controllings. 13
4.3.1 Verbesserung des Planungssystems 13
4.3.2 Supply Chain Controlling 13
4.3.3 Prozessoptimierung 13
5 Fazit und Ausblick 14
Literaturverzeichnis 15
III
Verwendete Abkürzungen
BSC Balanced Scorecard CLV Customer Lifetime Value DB Deckungsbeiträge KLR Kosten- und Leistungsrechnung KRP Kostenrechnungspraxis, Zeitschrift für Controlling, Accounting & System-Anwendungen SCC Supply-Chain-Controlling SCM Supply Chain Management
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zusammensetzung von Fehlmengenkosten
Abbildung 2: Trade-off zwischen Bestands- und Fehlmengenkosten
1
1 Vorgehensweise
In einer Umfrage zum Thema „Bestandteile der Logistikkosten“ gaben rund 27% der befragten Unternehmen an, Fehlmengenkosten als Kostenart zu erfassen. 1 Dies erscheint gerade in der heutigen Zeit, in der Kostensenkungspotenziale in allen Unternehmensbereichen im Kampf um Wettbewerbsfähigkeit und um das wirtschaftliche Überleben immer mehr an Bedeutung gewinnen, sehr gering.
In dieser Arbeit soll zunächst geklärt werden, welche Kosten unter dem Begriff Fehlmengenkosten verstanden werden; insbesondere die Unterschiede der verschiedenen Definitionen sollen beleuchtet werden.
Fehlmengensituationen sind ein klassisches Problem der Logistik. 2 Durch die zunehmende Globalisierung und die wachsende Zahl von Unternehmensnetzwerken sollte auch die Logistik nicht mehr so stark unternehmensintern aufgestellt sein wie früher. 3 Daher wird auch eine Definition der betrieblichen Logistik erfolgen, bevor das Logistik-Controlling über die klassischen Controllingansätze abgegrenzt und erläutert wird.
Abschließend wird die Bedeutung von Fehlmengenkosten im Rahmen des Logistik-Controllings dargestellt; auch die Probleme, die bei dem Versuch einer exakten Ermittlung auftreten, werden nicht vernachlässigt. Schließlich werden noch Beeinflussungsmöglichkeiten und Handlungspotenziale für das Logistik-Controlling aufgezeigt.
1 n = 316, davon gaben 85 Unternehmen an, Fehlmengenkosten zu erfassen. Vgl. Weber, J. / Blum, H.: Logistik-Controlling - Konzept und empirischer Stand, in: KRP, Vol. 45 (2001), Heft 5, S. 275 -282, S. 279.
2 Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass im Folgenden der Begriff „Logistik“ sowohl für die (klassische) Logistikabteilung in funktionsorientiert aufgebauten Unternehmen als auch für die Gesamtheit der Logistikprozesse in prozessorientiert organisierten Unternehmen gleichermaßen gelten soll. Gleiches gilt für den Begriff des „Logistik-Controllings“.
3 Leider fehlt in dieser Arbeit der Raum, um ausführlich auf die Bedeutung des Supply Chain Managements (SCM) als Weiterentwicklung der klassischen Logistik einzugehen. Daher sei an dieser Stelle lediglich auf die entsprechende Literatur verwiesen, beispielsweise Zäpfel, G. / Piekarz, B.: Supply Chain Controlling, Interaktive und dynamische Regelung der Material- und Warenflüsse, Wien, 1996 oder Weber, J.: Logistik- und Supply Chain Controlling, 5. akt. u. völlig überarb. Aufl., Stuttgart, 2002a.
2
2 Fehlmengenkosten
In der Literatur finden sich verschiedene Definitionen des Begriffes „Fehlmengenkosten“. An dieser Stelle sollen einige von ihnen zunächst vorgestellt werden; anschließend werden einzelne Bestandteile von Fehlmengenkosten genauer betrachtet. Zum Schluss dieses Kapitels wird noch eine eigene Definition des Autors dieser Arbeit vorgestellt.
2.1 Definitionen der Literatur
Stölzle versteht unter Fehlmengenkosten „Kosten, die auf einen Mangel an Beständen zurückzuführen sind. Fehlmengenkosten entstehen überall dort, wo Bestände ihre Pufferfunktion nicht wahrnehmen können, das heißt wo die zeitlichen oder quantitativen Unterschiede zwischen Input- und Outputströmen von Gütern nicht ausgeglichen werden können.“ 4
Als „Kosten logistischer Fehlleistungen“ definiert Weber Fehlmengenkosten als „alle wirtschaftlich nachteiligen Konsequenzen (…), die entstehen, weil ein Unternehmen vertraglich vereinbarte Lieferbedingungen nicht eingehalten hat, sei es, dass die Lieferung zu spät, zum falschen Ort oder in zu geringer Menge erfolgte.“ 5 Dies gilt sowohl für den Absatz (an den Endkunden) als auch in der vorgelagerten Produktion.
Wannenwetsch stellt die Fehlmengenkosten direkt der (fehlenden) Lieferbereitschaft gegenüber. Der Lieferbereitschaftsgrad wird dabei als (Anzahl termingerecht ausgelieferter Bedarfsanforderungen / Gesamtzahl der Be-darfsanforderungen) * 100
bezogen auf einen festgelegten Betrachtungszeitraum, z. B. einen Monat, definiert. 6
Je höher der Lieferbereitschaftsgrad ist, desto niedriger sind mögliche Fehlmengenkosten. 7 Als potenzielle Auswirkungen von Fehlmengen nennt er: Produktionsstill-
4 Stölzle,W. et al.: Erfolgsfaktor Bestandsmanagement, Konzept - Anwendungen - Perspektiven, Zürich, 2004, S. 23. 5 Weber, J. 2002a, S. 103 f.
6 Vgl. Horváth, P./Reichmann, T. (Hrsg.): Vahlens großes Controllinglexikon, 2. neu bearb. u. erw. Aufl., München, 2003, S. 445.
7 Auf diesen Punkt wird im Kapitel 4.2 „Lieferbereitschaftsgrad und Fehlmengenkosten“ noch näher eingegangen.
Arbeit zitieren:
Jörg Hartenauer, 2006, Fehlmengenkosten: Abgrenzung und Bedeutung im Logistikcontrolling, München, GRIN Verlag GmbH
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