- II -
Inhaltsverzeichnis ........................................II
1. Einleitung 1
2. Vier Aspekte der verbalen Kommunikation 2
2.1 Die Information 2
2.2 Der Appell 3
2.3 Die Selbstdarstellung 3
2.4 Das Beziehungsgeschehen 3
3. Geschlechtsspezifische Gesprächsrituale 5
3.1 Das Entschuldigen 5
3.2 Kritik verteilen 5
3.3 Sich bedanken 6
3.4 Rituelles Streiten 6
3.5 Stellungsnahme der Mitarbeiter einholen 7
3.6 Der Small talk 8
3.7 Der Lob 8
3.8 Klagen als Solidarität 9
3.9 Der Humor 10
4. Geschlechtsspezifische Kommunikation in Besprechungen 11
4.1 Entscheidungsprozeß in Besprechungen 11
4.2 Leitung einer Besprechung 11
4.3 Wiederholungen 12
4.4 Sich Gehör verschaffen 13
5. Einstellungen und Beförderungen und ihre geschlechts-
spezifischen Unterschiede 14
5.1 Einstellungsgespräche 14
5.2 Beförderungen 14
5.2.1 Gehaltsverhandlungen 15
5.2.2 Anerkennung versus Leistung 15
5.5.3 Die Arbeit und sich selbst präsentieren 15
5.5.4 Reden über die eigenen Leistungen 16
6. Die spezifische Situation von Frauen in Führungs-
positionen 17
6.1 Das Bild der Autorität 17
6.2 Autorität aushandeln 17
6.3 Autorität herunterspielen 18
6.4 Das Dilemma 18
6.5 Der Führungsstil 19
7. Kritische Gesamtwürdigung 20
Literaturverzeichnis III
Petra Pardun, PetraPardun gmx de
- 1 - 1.Einleitung
Der Untersuchungsgegenstand dieser Seminararbeit ist die innerbetriebliche verbale Kommunikation und ihre geschlechtsspezifischen Unterschiede.
Im Rahmen der Seminararbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, wie sich die verbale Kommunikation mit ihren geschlechtsspezifischen Unterschieden im Betrieb darstellt und welche Auswirkungen sich daraus für Frauen, Männer und die Unternehmen ergeben.
Ich werde die geschlechtsspezifischen Unterschiede aufzeigen, da die Lebenswelten von Frauen und Männern auf Grund der bestehenden Arbeits- und Funktionsteilung immer noch weitgehend getrennt sind, wonach die Frauen i.d.R. für den Reproduktionsbereich und die Männer für den Produktionsbereich zuständig sind. Durch die Frauenerwerbstätigkeit werden diese Bereiche jedoch ständig miteinander konfrontiert, wobei die Frauen diskriminiert werden. Darunter verstehe ich die unterschiedliche und ungerechte Behandlung von Frauen gegenüber Männern. Diskriminierungen umfassen alle sozialen Vorurteile, Verhaltensweisen und Maßnahmen in Wort und Tat, die geeignet sind, Frauen herabzusetzen oder auszugrenzen. Diese Diskriminierungen sind zu verstehen als Folge einer männlich-kapitalistisch strukturierten Gesellschaft, deren Ursache in der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung liegen. Diskriminierungen wirken auf Frauen wie bewußte und unbewußte Strategien zur Stabilisierung dieser Ge- 1 sellschaftsordnung.
1 Vgl. Schlüter, Anne: „Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe“ - Zur Geschichte und zu heutigen Formen von Frauendiskriminierung in der Wissenschaft. In: Brigitte Emig (Hrsg.): Frauen in der Wissenschaft. Darmstadt 1988, S. 160 f.
Petra Pardun, PetraPardun@gmx.de
- 2 - 2.Vier Aspekte der verbalen Kommunikation
Unter Kommunikation wird im weitesten Sinne ein Übertragungsprozeß von Nachrichten zwischen einem Sender und einem oder mehreren Empfängern verstanden. Im engeren Sinne handelt es sich um die soziale Kommunikation, die Verständigung bzw. Mitteilung zwischen verschiedenen Personen. Sender und Empfänger teilen etwas miteinander, sie haben etwas gemeinsam, nämlich 2 Durch den Austausch von Informationen, mit der die Information.
Absicht, bestimmte Handlungen und Verhaltensweisen zu bewirken, werden Tätigkeiten von Menschen koordiniert. 3 Im Verlauf der Seminararbeit möchte ich mich hierbei hauptsächlich auf die gesprochene Sprache, konzentrieren. Um über Kommunikation reden zu können, erläutere ich zunächst ihre wesentlichen Aspekte.
Jede Aussage hat vier Bestandteile, die aufeinander bezogen und oft eng miteinander verbunden sind. Diese vier Aspekte des Sprechens sind: Information, Appell, Selbstdarstellung und Beziehungsgeschehen, die ich im Folgenden näher darstellen werde.
2.1 Die Information
In der Information geht es um die Sachlichkeit und Verständlichkeit der Aussage. 4 Sie bezeichnet die Beseitigung von Unwissen bzw. die Unsicherheit in bezug auf Wissen. Durch die Information soll die Möglichkeit entstehen, Entscheidungen sachgerecht zu treffen. Dies setzt jedoch auch eine vollständige und wahrhaftige Information voraus, was nicht immer gegeben ist, da ein Irrtum bzw. Mißverständnis die Information verfälschen kann. 5
Das betriebswirtschaftliche Interesse sollte im gegenseitigen Verstehen der Mitteilungen liegen.
2 Vgl. Gabler Wirtschafts-Lexikon. Gabler Verlag:Wiesbaden, Band 3, 1988, S. 2871.
3 Vgl. Högy, Tatjana/Weiß, Horst: Kommunikation und Information. Moritz Diesterweg Verlag: Frankfurt am Main 1973, S. 34.
4 Vgl. Neuhäuser-Metternich, Sylvia: Kommunikation im Berufsalltag. Verstehen und Verstanden werden. C.H. Beck Verlag: München 1994, S. 138.
5 Vgl. Lay, Rupert: Führen durch das Wort. Langen-Müller/Herbig Verlag: München 1978, S.149.
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- 3 - 2.2Der Appell
Mit einem Appell wird eine Aufforderung zum Handeln an jemanden gerichtet. So hat meist jede Nachricht, bewußt und/oder unbewußt, die Wirkung Einfluß auszuüben. 6 In unserer arbeitsteiligen Gesellschaft sind Koordinationen und damit Entscheidungen nötig, in denen Appelle verborgen sind. Das bedeutet, Führen und Appellieren sind unmittelbar miteinander verbunden. 7
Hierbei sollte ein Miteinander-Sprechen, einen gegenseitigen Austausch im Sinne von aufeinander Einfluß nehmen, bedeuten.
2.3 Die Selbstdarstellung
In jeder verbalen Kommunikation teilt ein Mensch auch etwas von und über sich selbst mit. Diese Selbstmitteilung kann offen sein, wenn jemand direkt etwas über sich selbst erzählt; ist aber meist noch durch unbewußte Ausdrucksmittel, verschlüsselt. Diese sind u.a. das Wie des Sprechens, also der Tonfall, die Lautstärke, die Sprechgeschwindigkeit, die Mimik, etc. 8
2.4 Das Beziehungsgeschehen
Zwischen Sender und Empfänger besteht immer irgendeine Art von Beziehung, die sich durch den Aspekt des Sprechens ändert. Die Vielfalt der Beziehungsmöglichkeiten läßt sich auf die beiden Hauptdimensionen Dominanz versus Unterwerfung und Freundlichkeit versus Feindseligkeit reduzieren. Im Beziehungsgeschehen geraten Konkurrenz und Kooperation leicht in Widerspruch zuein-ander. 9
Es sollte darauf geachtet werden, daß die Sachebene (Information) nicht mit der Beziehungsebene verwechselt wird. Für eine erfolgreiche Kommunikation auf der Sachebene, ist es auch wichtig, daß die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter im Betrieb Berücksichtigung finden, da es sich für den Sachverhalt negativ auswirken kann, wenn diese vernachlässigt werden. 10
6 Vgl. Neuhäuser-Metternich, 1994, a.a.O., S. 141.
7 Vgl. Lay, 1978, a.a.O., S. 173 ff.
8 Vgl. Lay, 1978, a.a.O., S. 152 ff.
9 Vgl. Neuhäuser-Metternich, 1994, a.a.O., S. 146 ff.
10 Vgl. Neuhäuser-Metternich, 1994, a.a.O., S. 159 ff.
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- 4 - ImUnternehmen ist die Kommunikation ein Führungsmittel zur Be-einflussung der Motivation der Mitarbeiter. 11 Den geschlechtsspezifischen Unterschied der innerbetrieblichen Kommunikation, werde ich im Folgenden an verschiedenen berufli-chen Situationen aufzeigen, in denen Sender und Empfänger meist mit gesellschaftlichen Bewertungen und stereotypen Vorstellun-gen konfrontiert werden und es um die Durchsetzung von Zielen und Interessen, um das übernehmen oder ablehnen von Verantwor-tung und um Macht geht.
Im Folgenden werde ich auf die unterschiedlichen Gesprächsstile von Frauen und Männern im Berufsleben eingehen, wobei das Geschlecht nur einer von vielen Einflüssen auf die Sprache ist. Es gibt auch keine grundsätzlich männliche oder weibliche Sprechweise, aber es soll verdeutlicht werden, daß ein großer Prozentsatz von Frauen und Männern auf eine bestimmte Weise redet.
Dabei werde ich die Mißverständnisse aufzeigen, die durch die unterschiedlichen Gesprächsstile entstehen können.
11 Vgl. Wöhe, Günter: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Vahlen Verlag: München 1986, S. 120.
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Arbeit zitieren:
Petra Pardun, 1995, Die innerbetriebliche verbale Kommunikation und ihre geschlechtsspezifischen Unterschiede, München, GRIN Verlag GmbH
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