Inhalt:
1. Einleitung 3
2. Kindheit und Jugend Augustus´ 4
3. Augustus´ Aufstieg zum römischen Kaiser. 5
4. Voraussetzungen für Augustus´ Aufstieg 7
Bibliographie 10
1. Einleitung
Augustus zählt zweifelsfrei zu den bekanntesten und bedeutendsten Herrschern überhaupt. Er prägte als römischer Kaiser seine Zeit wie auch die darauf folgenden Jahre und Jahrhunderte in großem Maße. Seine Persönlichkeit sowie seine Politik bewirkten grundlegende Veränderungen, die auch weit nach seinem Tod immer noch Bedeutung hatten. Augustus, der mit bürgerlichem Namen Gaius Octavianus hieß, wurde am 23. September 63 vor Christus in Rom geboren. Er wurde im Jahr 27 vor Christus römischer Kaiser. Augustus starb am 19. August 14 nach Christus in Nola bei Neapel. Ihm zu Ehren wurde sein Todesmonat später nach ihm benannt. Er setzte dem Jahrhundert der römischen Bürgerkriege ein Ende und begründete die julisch-claudische Kaiserdynastie. Unter der Devise der Republikswiederherstellung betrieb er deren dauerhafte Umwandlung in eine Monarchie in Form des Prinzipats. Seine Herrschaft mündete in eine lang anhaltende Zeit inneren Friedens, die auch als „Pax Augusta“ beziehungsweise „augusteischer Friede“ bezeichnet wird. Im Vergleich zum vorangegangenen Jahrhundert und zur Herrschaft vieler Nachfolger des ersten Kaisers brachte die augusteische Ära, das so genannte „Saeculum Augustum“, in Rom eine lange währende Zeit von innerem Frieden, Stabilität, Sicherheit und Wohlstand. Durch die Politik Augustus´ blühte die Wirtschaft nun ebenso wie Kunst und Kultur auf. Auch architektonisch setzte Augustus Maßstäbe, indem er Rom mit beeindruckenden Architekturen verschönerte. Außerdem expandierte das römische Reich unter Augustus wie noch nie zuvor und nie wieder danach. Bereits zu Lebzeiten wurde Augustus ein hohes Maß an Verehrung zuteil. Seine Untertanen wussten ihn sehr zu schätzen und waren sich darüber bewusst, dass der wirtschaftliche und finanzielle Aufstieg hauptsächlich Augustus zu verdanken war. Augustus war recht klein, doch hatte er die Fähigkeit, größer zu erscheinen, als er in Wirklichkeit war. Er war eine Persönlichkeit und hatte Ausstrahlung. Durch seinen ausgeprägten Humor und eine volkstümliche Sprache gewann er zahlreiche Freunde im Volk. Augustus war nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch aktiv. Er versuchte sich als Tragödienautor und schuf das Drama „Ajax“, das er jedoch später wieder vernichtete, weil es ihm nicht gefiel.
Diese Hausarbeit soll erklären, wie es Augustus gelang, an die politische Spitze des römischen Reichs zu kommen und zum römischen Kaiser aufzusteigen. Die Arbeit soll Augustus Persönlichkeit, seine Charakterzüge sowie seine Denkweise aufzeigen. Sie gibt die politischen sowie privaten Stationen in Augustus Leben wieder und erklärt seine Vorgehensweisen und wie diese letztendlich zum politischen Erfolg geführt haben.
2. Kindheit und Jugend Augustus´
Augustus wurde mit dem Namen Gaius Octavianus am 23. September 63 vor Christus in Rom geboren. Er war der Sohn vom gleichnamigen Gaius Octavianus und dessen Frau Atia, einer Nichte von Gaius Julius Caesar. Die Familie stammte aus Velitrae und gehörte den „Equites“, also dem römischen Ritterstand, an. Dieser Stand entsprach dem niederen, plebejischen Landadel. Die Familie war zwar wohlhabend, jedoch in der Gesellschaft nicht allzu bedeutend. Gaius Vater war Mitglied des Senats und gelangte bis hin zur Praetur. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 58 vor Christus, als Octavianus gerade einmal vier Jahre alt war, wuchs der junge Gaius zunächst auf dem Landgut seiner Großmutter Julia auf. Diese starb jedoch, als Octavianus zwölf Jahre alt war. Zu diesem Zeitpunkt hielt Gaius seine erste öffentliche Rede, nämlich die Leichenrede zu Ehren seiner Großmutter Julia. Anschließend wuchs Octavianus bei der Schwester Caesars auf und später lebte er im Haus seines Stiefvaters Marcius Philippus.
Da Caesar keinen gesetzlich anerkannten Sohn hatte, nahm er sich seines Großneffen Octavianus an, sodass Gaius von nun an unter der Obhut von Julius Caesar stand. Aufgrund dieser Verbindung erlangte Gaius schon bald Kontakt zur Politik. Er wurde schließlich im Jahr 47 vor Christus, also bereits mit 15 Jahren, von Caesar zum Pontifex ernannt. Caesar ließ ihn 46 vor Christus erstmals an seinem Triumphzug anlässlich des Sieges im Bürgerkrieg teilnehmen. Spätestens seit diesem Zeitpunkt war das Interesse des jungen Gaius an der Politik voll und ganz entbrannt, sodass sein politischer Weg schon da geebnet war. Im Jahr darauf begleitete der erst 16-jährige Gaius Octavianus seinen Großonkel auf dessen Spanienfeldzug, wo er Caesar durch seine Tapferkeit beeindrucken konnte. Bereits mit 18 Jahren bekam Gaius ein hohes Kommando zugeteilt, indem er im geplanten Feldzug gegen die Parther als Reiterführer, als so genannter „magister equitum“, teilnehmen sollte. Dort angekommen erreichte ihn im Frühjahr 44 vor Christus jedoch die Nachricht von Caesars Ermordung.
Nachdem der 18-jährige Octavianus vom Tod seines Mentors Caesar erfahren hatte, kehrte er umgehend nach Rom zurück. Dort erfuhr er, dass der Diktator ihn durch eine Testamentsverfügung adoptiert und zum Haupterben seines Privatvermögens eingesetzt hatte. Entgegen den Ratschlägen seiner Familie trat der 18-jährige Octavianus das Erbe ohne zu zögern an. Der Wunsch nach Vergeltung für den Mord an Caesar begleitete diesen Entschluss. Gaius Octavianus sah es als seine Pflicht an, in die Fußstapfen Caesars zu treten und dessen politische Ziele fortzuführen. Er unterschrieb das Testament Caesars, erkannte somit alle
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Christian Werth, 2007, Augustus Weg zum römischen Kaiser, München, GRIN Verlag GmbH
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