1. Einleitung. 3
2. Cäsars Kindheit 4
3. Cäsars Jugend 5
4. Bedeutung des Heranwachsens für Cäsars spätere Persönlichkeit sowie für seine
Politik 6
Bibliographie : 8
2
1. Einleitung
Gaius Julius Cäsar wurde am 13. Juli 100 vor Christus in Rom geboren und starb am 15. März 44 vor Christus ebenfalls in Rom. Er war römischer Staatsmann, Feldherr und außerdem auch Schriftsteller. Cäsar eroberte Gallien und führte im anschließenden Bürgerkrieg das Ende der römischen Republik herbei, indem er sich zum alleinigen, diktatorischen Herrscher ausrief. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit wurde er durch ein Attentat des Politikers Marcus Iunius Brutus ermordet.
Julius Cäsar war einer der bekanntesten und bedeutendsten Herrscher überhaupt. Er und sein Leben beschäftigen die Welt auch 2.000 Jahre später noch, sodass seine Herrschaft, wie auch seine Vita, einen zentralen Platz in den Geschichtswissenschaften einnimmt. Sowohl Cäsars persönlicher Werdegang, wie auch seine Bedeutung für seine Zeitgenossen, für die Welt sowie für die weiteren politischen Entwicklungen stand unter der Analyse von zahllosen Geschichtswissenschaftlern. Das Leben Cäsars war Gegenstand zahlloser wissenschaftlicher Arbeiten und literarischer Werke, die vor allem im 20. Jahrhundert verfasst wurden. Zahlreiche Künstler und Schriftsteller wählten Julius Cäsar als Thema von Bildern, Dramen sowie Romanen. Zu kaum einer anderen Persönlichkeit der Antike sind derart viele Schriften, Biographien und Beurteilungen veröffentlicht worden. Zu den bekanntesten Cäsar-Werken zählen „Julius Cäsar“ von William Shakespeare (1599), „Cäsar and Cleopatra“ von George Bernard Shaw (1901) sowie der Roman „The Ides of March“ von Thornton Wilder (1948). Im Comic „Asterix“ von Albert Uderzo und Rene Goscinny ist Julius Cäsar auch auf karikative Weise verewigt worden. Über diesen Mann ranken sich diverse Mythen, die weit über politische Sphären hinausgehen und im Gegensatz zu vielen anderen Herrschern vor allem sein Privatleben thematisieren. Diese Umstände liegen wahrscheinlich an der außergewöhnlichen Persönlichkeit Cäsars, die sowohl seine Zeitgenossen, als auch folgende Generationen bis heute fasziniert hat. Die wirkliche Größe Cäsars wurde in all den Jahrhunderten sehr kontrovers interpretiert, doch stand die große Bedeutung dieses Mannes nie außer Frage.
Diese Hausarbeit beleuchtet die Kindheit sowie die Jugend Julius Cäsars. Dabei werden die Stationen seines Heranwachsens detailliert unter die Lupe genommen. Diese Schilderungen münden in ein abschließendes Fazit, das die Bedeutung seines Aufwachsens für Cäsars späteren Werdegang thematisiert. Die Arbeit soll aufzeigen, in wieweit seine Kindheit und Jugend die spätere persönlichen Entwicklung sowie die späteren politischen Ansichten und Handlungsweisen des römischen Herrschers beeinflusst haben. Des Weiteren soll die Arbeit
3
Cäsars Denkweise verdeutlichen. Sie soll aufzeigen, warum Cäsar später so gehandelt hat und was die Gründe seiner Persönlichkeit sowie seiner Ideologie sind. Diese Analyse enthält eine persönliche Einschätzung, die sich auch zahlreichen anderen geschichtswissenschaftlichen Werken sowie Porträts über Cäsar bedient. Die verwendeten Quellen und Zitate sind selbstverständlich allesamt angegeben beziehungsweise gekennzeichnet worden.
2. Cäsars Kindheit
Gaius Julius Cäsar wurde im Jahr 100 vor Christus am 13. Juli in Rom geboren. Er stammte aus einer der bedeutendsten und vornehmsten Adelsfamilien des römischen Reichs. Er entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier, dessen Wurzeln auf Askanius-Julius, den Sohn des trojanischen Adligen Äneas, zurückführten. Die Julier waren eine Familie, deren Ahnen in der Vergangenheit immerhin zweimal ein Konsulat bekleidet hatten. Allerdings war das bei den Juliern nur in den Jahren 267 und 157 vor Christus der Fall gewesen. Sie rangierten im Kreise der großen Adelsfamilien eher im unteren Bereich, auch wenn sie durchaus recht beachtliches Ansehen aufweisen konnten. Cäsars Familie gehörte zu den ältesten Patriziergeschlechtern der Stadt, allerdings war sie im Vergleich des sonstigen römischen Adels nicht allzu reich. Mütterlicherseits hatte es in Cäsars Verwandtschaft noch mehr Prominenz gegeben. So waren der Vater und Großvater von Cäsars Mutter Aurelia Konsuln gewesen und sie war eine Cousine der drei Gebrüder Cotta, die dreimal das höchste Magistratur-Amt bekleidet hatten. Cäsars Onkel war der bedeutende Feldherr und Popularen-Führer Gaius Marius, der die Kimbern und Teutonen besiegte und als mehrmaliger Konsul die politische Gruppe der Popularen im römischen Senat vertrat. Im Jahr 100 vor Christus, also im Geburtsjahr des späteren römischen Herrschers, bekleidete Cäsars Vater die Quästur, also das unterste Magistratsamt. Im Jahr 92 vor Christus brachte er es immerhin noch zur Prätur, bevor er 85 vor Christus überraschend in Pisa starb.
Im Hause der Julier war man fest entschlossen, Cäsar, der der jüngste Sohn war, eine aussichtsreiche Karriere zu verschaffen. Der Glanz von Cäsars Familie war überwiegend schon vor Jahrzehnten verblichen. Daher war es an der Zeit, dass einer aus der Familie endlich wieder zu hohen Ehren gelangten sollte. Cäsar verlor bereits mit 15 Jahren seinen Vater. Die Erziehung des jungen Cäsars übernahm daher seine Mutter Aurelia. Sie wurde dabei von zusätzlichen Erziehungskräften, wie es damals üblich war, in großem Maße unterstützt. Cäsars Mutter war sehr darauf bedacht, ihrem Sohn eine hervorragende Bildung zu verschaffen und schickte ihn zu einer angesehenen Schulen. Außerdem „stattete [sie] ihn
4
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Christian Werth, 2006, Die Kindheit Cäsars - Bedeutung für seinen späteren Werdegang, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Spielverständnis nach Friedrich Fröbel - dargestellt anhand des geteil...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Ernährungsweise und -situation in der DDR und die Veränderung nach...
Magisterarbeit, 95 Seiten
Christian Werth hat den Text Die Kindheit Cäsars - Bedeutung für seinen späteren Werdegang veröffentlicht
Christian Werth hat einen neuen Text hochgeladen
E. T. A. Hoffmanns Marchenschaffen: Kaleidoskop Der Verfremdung in Sei...
Gisela Vitt-Maucher
Perspektiven Transzendental-PH Nomenologischer Forschung: F R Ludwig L...
K. Held, U. Claesges
La Maldicion de los Cesares: La Cronica Fascinante de una Epoca Convul...
Stephen Dando-Collins, Jorge Conde
Interpretation zu Christoph Hein. In seiner frühen Kindheit ein Garten
Lektüre- und Interpretationshi...
Rüdiger Bernhardt
Spätes Gedenken. Ein Geschichtsverein erinnert sich seiner ausgeschlos...
Ein Geschichtsverein erinnert ...
Joist Grolle, Matthias Schmoock
0 Kommentare