Inhalt:
1. Einleitung. 3
2. Analyse der Quelle 4
3. Fazit. 9
Bibliographie : 10
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1. Einleitung
Die französische Revolution aus dem Jahr 1789 ist eines der wichtigsten und bekanntesten geschichtlichen Ereignisse überhaupt. Sie entstand selbstverständlich nicht vom einen auf den anderen Tag, sondern war Resultat eines mehrjährigen Prozesses. In den Jahren vor der französischen Revolution wurden die Interessenkonflikte zwischen den verschiedenen Schichten immer größer. Die Gegensätze innerhalb Frankreichs wurden immer größer, sodass das Land mehr und mehr auseinander zu brechen drohte. Damit einhergehend ist die Tatsache, dass die finanziellen Verhältnisse der Einwohner Frankreichs immer schlechter wurden. Die Armut schlug um sich, sodass die Situation der Bürger immer miserabler wurde. Dadurch stiegen natürlich auch die Verzweiflung und Wut der französischen Bevölkerung in hohem Maße an, was letztendlich zur Revolution führte.
Diese Arbeit thematisiert die Situation in Frankreich unmittelbar vor der Revolution. Den Schwerpunkt bilden die Situation der Bevölkerung sowie die Schichtenkonflikte. Dabei wird die Lage der Bevölkerung aufgezeigt und die Einstellung und Empfindungen der Bürger deutlich. Die Arbeit zeigt auf, warum die Bürger gezwungen waren, zu handeln und die Revolution herbeigeführt haben. Die Wut der Einwohner auf die Regierung sowie die große Verzweiflung, die sich in Frankreich breit machten, werden dabei ebenfalls deutlich.
Diese Arbeit besteht aus einer Quellenanalyse. Die dafür verwendete Quelle stellt eine anonyme Flugschrift dar, die an die Pariser Bevölkerung gerichtet ist. Sie wurde im Sommer 1788, also etwa ein Jahr vor Ausbruch der Revolution, verfasst. Anstatt einer reinen Beschreibung der damaligen Lage bedient sich die Arbeit also eines zeitgenössischen Dokuments. Dieses wird zunächst bestimmt und danach umfassend wiedergegeben sowie analysiert, woraus sich die entsprechenden Schlüsse für die damaligen Verhältnisse ziehen lassen. Dabei werden sprachliche Besonderheiten genau unter die Lupe genommen und detailliert analysiert. Darüber hinaus enthält die Analyse zahlreiche Erläuterungen und Kommentierungen. Natürlich kann man jedoch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob diese Quelle auch repräsentativ ist und die wirkliche Situation des damaligen Frankreichs widerspiegelt. Man muss sich also im Klaren darüber sein, dass der Inhalt kein Recht auf Untastbarkeit haben kann, auch wenn die Richtigkeit der Ausführungen wahrscheinlich ist.
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2. Analyse der Quelle
In der vorliegenden Quelle, die im Sommer 1788 veröffentlicht worden ist, wird die Pariser Bevölkerung mit Hilfe einer Flugschrift eines anonymen Verfassers dazu aufgerufen, gegen die französische Regierung zu intervenieren. Adressat dieses Schreibens ist die einfache, also unterschichtige, Bevölkerung. Diese sollte nach Ansicht des Verfassers so schnell wie möglich handeln und sich nicht länger zurückhalten. Die Flugschrift hat die Charakteristik eines Warnrufs, weil sie neben dem Aufzeigen der Situation in Frankreich auch versucht, vorherzusagen, was beim Nichthandeln der Einwohner, passiert.
Zu Beginn der Quelle kritisiert der Verfasser die Untätigkeit der Pariser Bevölkerung. Er bezeichnet sie als „leichtfertig“ (S. 19, Z. 1) und wirft ihnen vor, dass sie anstatt zu handeln nur Belustigungen im Kopf hätten (S. 19, Z. 1-2). Der Verfasser bezeichnet sie darüber hinaus als „töricht“ (S. 19, Z. 5) sowie als „unbeteiligt und gleichgültig“ (S. 20, Z. 2). Er prangert an, dass die Bürger nicht helfen würden (S. 20, Z. 1) und fordert sie energisch dazu auf, sich zu verteidigen (S. 19, Z. 6). Des Weiteren spricht der Autor der Flugschrift die missliche Lage des Volks und den daraus resultierenden dringenden Handlungsbedarf an. Er bezeichnet die Bevölkerung als „Sklaven“ (S. 19, Z. 4), spricht von „wankender Freiheit“ (S. 19, Z. 7-8), hält die Situation der Bürger für ein „Joch“ (S. 20, Z. 4) und benutzt die Bildhaftigkeit, dass sie an Ketten seien (S. 19, Z. 3). Der Verfasser bezeichnet die amtierende Regierung als „Feinde“ (S. 19, Z. 3) und will damit gegen diese propagieren und die Bevölkerung aufhetzen. Außerdem versucht der Autor des Schreibens den Patriotismus der Bürger zu erwecken, indem er den Ausdruck „Liebe zum Vaterland“ (S. 19, Z. 7) verwendet. Außerdem weist er darauf hin, dass in anderen französischen Regionen ebenfalls Volksversammlungen und Proteste stattfinden und dass man sich daran ein gutes Beispiel nehmen solle (S. 20, Z. 2-3). Der Verfasser kritisiert, dass sich die Bürger keinerlei Gedanken über eine mögliche Revolution machten (S. 20, Z. 7-8) und dass sie stattdessen ihr Leben durch unnütze Tätigkeiten verschwenden würden (S. 20, Z. 8-9). Darüber hinaus kritisiert der Autor des Schreibens die Verweichlichung der Bevölkerung. Er prangert ihren Lebensstil an, indem er diesen als „lässig und verweichlicht“ (S. 20, Z. 9) bezeichnet. Diese Anprangerung verschärft er sogar noch, indem er die Bürger als „Memmen“ (S. 20, Z.10) anredet. Der Autor will damit an der Ehre der Bevölkerung ansetzen und will sie damit aus ihrer Lethargie herauslocken. Er fordert sie heraus und versucht damit auf äußerst offensive Art, sie zur Intervention gegen den Staat zu animieren. Der Verfasser zeigt damit seine volle Überzeugung und seine innere Wut,
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Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Christian Werth, 2006, Die Situation in Frankreich unmittelbar vor Ausbruch der französischen Revolution, München, GRIN Verlag GmbH
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