dass es zwar möglich ist, dass man urteilt, etwas zu berühren, dass nicht existiert, aber nicht, dass man dieses Urteil fällt, und der Geist, der dieses Urteil fällt, nicht existiert. Die klare und deutliche Erfassung dieser denkenden Substanz wäre somit immanent.
Descartes unterteilt die denkende Substanz weiterhin in die geschaffene denkende Substanz und die ungeschaffene denkende Substanz Gottes. Der Mensch ist grundsätzlich zu den denkenden Substanzen zu zählen, da alles, also sogar der eigenen Körper, bezweifeln werden kann, nur seine Existenz und damit sein Geist nicht. Descartes führt an, dass in jedem Menschen die Gewissheit vorhanden ist, dass es eine ungeschaffene und unabhängig denkende Substanz gibt und fügt hinzu, dass diese nicht außer durch die völlige Unkenntnis Gottes bestritten werden kann. Will heißen: Solange der menschliche Geist auch nur Kenntnis von einem vollkommenden Wesen hat, ist, so Descartes, auch gleichzeitig die Idee Gottes in ihm verwurzelt.
In den ersten Erwiderungen wird hier eingeharkt und gefragt, wie man Gott in seiner unendlichen Vollkommenheit überhaupt deutlich Begreifen kann. Hierzu erwidert Descartes, dass es nicht notwendig sei, diese Vollkommenheit in ihrer Vollständigkeit deutlich zu erkennen, sondern es durchaus ausreiche zu erkennen, dass sie grenzenlos sei und einen Teilaspekt zu beachten und zu versuchen, von diesem erfasst zu werden.
So baut Descartes seine Begründungen zum Einen auf der Erfassung der Umwelt (also eigentlich der Sinneswahrnehmung) und zum Anderen auf einer inneren Überzeugung auf.
Als zusätzliche Gründe könnte man anführen, dass der Mensch schon aus Evolutionsgründen gezwungen war, seine Umwelt sowohl klar, als auch deutlich wahrzunehmen. Die von Descartes getroffene Einteilung in denkende und ausgedehnte Substanzen erscheint durchaus verständlich, da gerade die geistigen Fähigkeiten, also sowohl, das Denken, Glauben, Wollen und Empfinden zu den Dingen gehören, die uns von anderen Lebewesen unterscheiden und Gott in seiner dargestellten Form annähren.
Desweiteren könnte man hinzufügen, dass alles, was der Wahrnehmung unterliegt, ob nun Attribut, die Wesenheit, allgemeine oder spezielle Details - alles was der ausgedehnten Substanz zugeordnet wird, von uns auch eingeordnet werden kann. So
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Christine Natterer, 2008, Descartes über klare und deutliche Ideen der körperlichen, geistigen und göttlichen Substanz, Munich, GRIN Publishing GmbH
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