Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1 Einleitung 3
2 Definition von schwerster Behinderung (Medizinische Sichtweise) 3
2.1 Die Vielfalt sonderpädagogischer Theorienbildung zu schwerster Behinderung nach
Wieczorek. 3
2.2 Krankenhaushalte nach Wieczorek 4
2.3 Übersicht über neue Definitionsversuche nach Burkart. 5
2.4 Medizinisch psychiatrische Sichtweise nach Burkart 5
2.5 Die schulorganisatorische Sichtweise nach Burkart 6
2.6 Die entwicklungsbezogene Sichtweise nach Burkart. 6
2.7 Beschreibungen anhand von Negativkatalogen nach Burkart. 7
3 Psychologie der schwersten Behinderung. 7
3.1 Verhaltensweisen bei schwerster Behinderung nach Wieczorek 7
3.2 Trauma und Körperwissen nach Wieczorek 8
3.3 Individuelle Aktivitätsniveaus nach Wieczorek. 9
3.4 Schritt für Schritt?- Die entwicklungspsychologische Sichtweise nach Burkart 9
4. Pädagogik bei schwerster Behinderung 11
4.1 Wecken von Neugierde und Interesse - Erleben von Urheberschaft nach Wieczorek 11
4.2 Entwicklungsbegleitung statt Training nach Wieczorek. 13
4.3 Pädagogik bei (schweren) geistigen Behinderungen nach Burkart. 14
4.4 Erziehungswissenschaftliche Ansätze nach Burkart 15
5. Resümee 16
6 Literaturverzeichnis. 18
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1 Einleitung
In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Thematik der schwersten Behinderung. Um sich die Tragweite dieser Thematik zu vergegenwärtigen habe ich zwei relevante Bücher miteinander verglichen. Zum einen „Individualität und schwerste Behinderung“, von Marion Wieczorek und zum anderen die Dissertation „Schwerste Behinderung - Anfragen an Förderkonzepte für Menschen mit allumfassenden Hilfebedarf. Diese beiden Bücher habe ich versucht unter medizinischen, psychologischen und pädagogischen Gesichtspunkten zu vergleichen. Leider ist bei beiden Büchern die medizinische Sichtweise vernachlässigt worden. Trotzdem habe ich versucht die vorhanden Informationen in diesen Bereichen zu vergleichen.
2 Definition von schwerster Behinderung (Medizinische Sichtweise)
2.1 Die Vielfalt sonderpädagogischer Theorienbildung zu
schwerster Behinderung nach Wieczorek
Frau Wieczorek bezieht sich in ihrer Definition von „schwerster Behinderung“ auf Andreas Fröhlich, einem Wegbereiter für Förderkonzepte der schwersten Behinderung. Dieser erklärt in seinen Frühwerken: “ Schwerstbehindert nennen wir ein Kind, wenn es nicht absehbar in der Lage sein wird, die vergleichbaren Leistungen eines gesunden Säuglings von 6 Monaten zu erreichen“. (Fröhlich, 1978, 43, Zit.n. Wieczorek 2002, 29) Diese Beschreibung findet, worauf Frau Wieczorek hinweist, eine Orientierung an der Normalentwicklung. Mit sechs Monaten beginnt das Kind sich aus der Zweierbeziehung Beziehung zur Mutter zu lösen. Umwelt kann aktiv aufgenommen, täglich erweitert werden. Später wird diese Darstellung von Fröhlich ergänzt. Das schwerstbehinderte Kinder, körperbehinderte Kinder sind, die in allen Hauptbereichen der Entwicklung (psychomotorisch, emotional, kommunikativ, sozial und kognitiv extreme
Entwicklungsbeeinträchtigungen aufweisen. Es sind Kinder die: • sich auf dem Boden nicht ohne fremde Hilfe fortbewegen können. • ihre Hände nicht gezielt einsetzen können, um ohne Hilfe zu essen, zu spielen, zu
kritzeln und zu gestalten.
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• nicht oder noch nicht mit Lautsprache kommuniziert haben. • noch nicht zu einer Imitation von Gesehenem und Gehörtem fähig sind, und die
Kommunikation auf den Nahraum beschränkt ist.
• ihre Reaktions- und Verarbeitungsmöglichkeiten auf kürzlich erlebtes beziehen, denen
aber einfachste Abstraktionen noch nicht möglich sind.
• bestenfalls auf Kontaktangebote erwachsener Personen reagieren, die noch keine
Beziehungen zu anderen Kindern aufnehmen können und von daher immer wieder einzeln angesprochen werden müssen.
die so stark bewegungsbeeinträchtigt sind, dass sie für alltägliche Verrichtungen, für An- und Ausziehen, Körperpflege, Essen, Fortbewegung, Kommunikation, für die Befriedigung emotionaler und sozialer Bedürfnisse, für Anregungen und Beschäftigung auf Erwachsenenhilfe angewiesen sind. (vgl. Haupt und Fröhlich, 1982b, 22f. Zit.n. Wieczorek, 2004, 29 f.)
Frau Wieczorek weißt darauf hin, dass Fröhlich sich zusehends von Formen der Beschreibung abwendet, die dadurch gekennzeichnet sind was Kinder mit schwerster Behinderung nicht können.
Er gelangt zur Darstellung ihrer Fähigkeiten:
• nehmen andere Menschen durch Haut- und Körperkontakt wahr. • sammeln mit dem Körper unmittelbare Erfahrungen und bewerten diese. • erleben sich selbst, Menschen und Dinge in unmittelbarer emotionaler Beschaffenheit. • Benutzen ihre gesamte Körperlichkeit, um sich auszudrücken und mitzuteilen. (vgl.
Fröhlich, 1993, 12 Zit.n.Wieczorek, 2002, 31)
2.2 Krankenhaushalte nach Wieczorek
Aufgrund einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen, im Rahmen der medikamentösen Einstellung bei Epilepsie, für Ventilkontrollen oder notwendige orthopädische Operationen im Verlaufe des Lebens müssen Kinder und Jugendlichen mit schwersten Behinderungen immer wieder die Erfahrung von Krankenhausaufhalten machen, schreibt Frau Wieczorek. D.h., die Kinder erleben eine (plötzliche Herausnahmen aus ihrer vertrauten Umgebung, sehen sich abgekoppelt von vertrauten Wahrnehmungen und Erfahrungen. (vgl. Wieczorek, 2002, 102)
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Die Kinder erleben einen Kontakt im Krankenhaus in Form von schmerzlichen medizinischen Maßnahmen. Sie vermögen nicht zwischen Schmerzen, die sie bedingt durch eine Erkrankung, und Schmerzen, die sie durch deren Behandlung erleiden müssen, zu unterscheiden. (vgl. Wieczorek, 2002, 103)
2.3 Übersicht über neue Definitionsversuche nach Burkart
Burkart wiederum fragt sich zunächst einmal mehr, was unter dem Begriff schwerster Behinderung überhaupt verstanden wird, und stellt fest, dass es in der Literatur definitorische Unklarheiten gibt. Hierbei stellte er fest, dass es bei diesem Begriff Äquivalente, wie Intensivbehinderung oder Schwerstmehrfachbehinderung verwendet werden. Doch keines dieser alternativen Termini konnte sich gegen den Begriff der „schwersten Behinderung“ durchsetzen. Ein weitere Aspekt ist, wer denn mit „ Menschen mit schwerster Behinderung“, überhaupt gemeint ist.
Bei dieser Überlegung hält sich Burkhart an eine grundlegende Schrift Barbara Fornefelds. Diese schließt Menschen mit schwerster schwersten körperlichen und geistigen geistigen, sowie mit schwersten geistigen Behinderungen ohne gravierende körperliche Beeinträchtigungen mit ein.
Personen die trotz einer schweren Körperbehinderung technische Lern- und Artikulationshilfen verstehen und bedienen können, werden nicht miteinbezogen. (vgl. Fornefeld, 1995, 48 Zit.n. Burkart, 2004, 25)
Weiterhin beruft er sich auf Wilhelm Pfeffer, der schreibt, dass schwere und schwerste geistige Behinderung nicht alleine aufgrund von körperlichen oder geistigen Eigenschaften definiert werden kann, sondern im wesentlichen auf die Merkmale eines Bezuges zwischen Individuum und dem Alltag des Menschen., an deren er teil hat oder teilhaben soll.(vgl. Pfeffer, 1988, 101 Zit. n. Burkart, 2004, 25)
2.4 Medizinisch psychiatrische Sichtweise nach Burkart
Ihre Wurzeln hat die medizinisch psychiatrische Sichtweise der schwersten Behinderung im Begriff der Idiotie. Idiotie wurde als eine Daseinsform betrachtet, die eine extreme oder völlige Einschränkung der Bildungsfähigkeit mit sich brachte. Der Versuch die Einschränkungen der Intelligenz in Werten auszudrücken, hat bei den Autoren der
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Arbeit zitieren:
Diplom Sozialpädagoge Alexander Bauer, 2006, Schwerste Behinderung - Vergleich der Bücher „Individualität und schwerste Behinderung“ von Marion Wieczorek und "Schwerste Behinderung – Anfragen an Förderkonzepte für Menschen mit allumfassenden Hilfebedarf" von Harald Burkart, München, GRIN Verlag GmbH
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