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A. Einleit
A. Einleit
A. Einleit
A. Einleitende Worte
ende Worte
ende Worte
ende Worte
,,So etwas", sagte er, ,,müsse es auch für die Malerei geben."
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Dieser Ausspruch
stammte von Umberto Boccioni im Zusammenhang mit einer am 15. Februar 1910
stattgefundenen Soirée der jungen Dichtergruppen der ,,Futuristen" im Mailänder
Teatro Lirico. Der Vortrag wurde zwar polizeilich beendet, da der Wortführer
Filippo Tommaso Marinetti, ein späterer Weggefährte Boccionis, ,,Nieder mit
Österreich!" gerufen hatte, Boccionis Wunsch ließ sich jedoch verwirklichen. Nach
Vorbild der literarischen Revolte entspross auch ein Futurismus der bildenden
Kunst.
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Neben Malerei wurden von Boccioni ab 1912 auch futuristische Skulpturen
geschaffen. Zu den Paradebeispielen dieser Kunstrichtung zählt seine Bronzeplastik
,,Urformen der Bewegung im Raum" aus dem Jahre 1913. Diese Figur, Einblicke in
die Kunstbewegung des Futurismus und in das Leben Umberto Boccionis sollen im
nun Folgenden erläutert werden.
B. Hauptteil
B. Hauptteil
B. Hauptteil
B. Hauptteil
I. Futurismus
I. Futurismus
I. Futurismus
I. Futurismus
Um 1910 setzte der Futurismus in Italien ein. Er ,,bezeichnete eine frühe Strömung
innerhalb des europäischen Avantgardismus, die vor allem in der italienischen und
russischen Literatur sowie Bildenden Kunst [...] zu finden war."
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Junge Künstler
wollten gegen den Niedergang der zeitgenössischen Kunst in ihrem Land ankämpfen.
Von Anfang an Vertreter der Strömung waren u.a. Giacoma Balla, Carlo Carrà,
Gino Severini und Umberto Boccioni.
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Die Kunstrichtung des Futurismus war keine rein bildkünstlerische Stilrichtung,
sie hatte auch Auswirkungen auf Architektur, Musik und nicht zuletzt auf den
literarischen Bereich. Man kann sogar sagen, dass der Futurismus seine Wurzeln in
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Schmerz einer Birne. In: Der Spiegel 14/1974 (01.04.1974), S. 144.
2
Vgl. ebda., S. 144.
3
Anja Seifert: Körper, Maschine, Tod: Zur symbolischen Artikulation in Kunst und Jugendkultur des
20. Jahrhunderts. Wiesbaden 2004. S. 106.
4
Vgl. Klaus Richter: Prestel Taschenlexikon, Kunst der Moderne vom Impressionismus bis heute.
München 2000. S. 60.
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der Literatur hat.
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Denn am 20. Februar 1909 veröffentlichte der Schriftsteller
Filippo Tommaso Marinetti (1876-1944, vgl. Abbildung 2, Seite 13) im Pariser ,,Le
Figaro" das erste Manifest des Futurismus, das ,,zum Teil nur auf Literatur
[einging]."
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In dieser Bekanntmachung wird erklärt, dass ,,la splendeur du monde
s'est enrichie d'une beauté nouvelle: la beauté de la vitesse."
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Desweiteren wird
herausgestellt, dass ,,le temps et l'espace sont morts hier"
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. Es wird also betont, dass
die vergangenen Ideale in der Kunst gegenüber der Schönheit von Geschwindigkeit
und Bewegung minderwertig seien. Man will sich von allen überlieferten Formen
lösen und sich neue Maßstäbe, gemäß dem zukunftsvisierten Denken, setzen. Diese
Maßstäbe fand man in der Technik, die zur damaligen Zeit durch die
vorausgegangene Industrielle Revolution rasante Fortschritte machte. Technische
Neuerungen wie die Erfindung des Autos (1886: Karl Benz meldet ,,Fahrzeug mit
Gasmotorenbetrieb" an), der erste Motorflug (1903, USA), die Fotografie (ab ca.
1850) und auch die Eröffnung der ersten Kinos (1896, Cinématograph der Gebrüder
Lumière erstmals im Einsatz) inspirierten die Futuristen. So rief Umberto Boccioni
dazu auf:
Mit dem Dynamismus steigt die Kunst also auf eine
höhere Stufe, schafft einen Stil und wird zum Ausdruck
unserer Epoche der Geschwindigkeit und Simultaneität.
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Das heißt, dass von Hektik und Dynamik erfüllte Stadtleben stellt das durchgängige
Motiv im Futurismus dar. Es wurde nach einer ,,bildhaften Synthese von Zeit, Ort,
Form und Farbe"
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gestrebt. Im Anschluss an Marinettis Manifest wurden weitere
Programme veröffentlicht, unter den Verfassern muss auch Umberto Boccioni
hervorgehoben werden. Als bedeutender Theoretiker des Futurismus fasste er diverse
Konzepte ab. So schrieb er am 11. April 1912 das Manifest der futuristischen
5
Vgl. Art. ,,Futurismus". In: Harald Olbrich (Hrsg.): LdK. Bd. 2. Leipzig 1989, Sp. 620.
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Art. ,,Futurismus". In: Harald Olbrich (Hrsg.): LdK. Bd. 2. Leipzig 1989, Sp. 620.
7
Filippo Tommaso Marinetti: Le Futurisme. In: Le Figaro (20.02.1909, Nr. 61), S. 1.
8
Ebd., S. 1.
9
Drahtlose Phantasie, Auf- und Ausrufe des Futurismus, Hamburg 1985. S. 31.
10
Wieland Schmied (Hrsg.): Prestel Lexikon Kunst und Künstler im 20. Jahrhundert. München
1999. S. 129.
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