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Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. TRAININGSGESTALTUNG FÜR AMATEURFUßBALLER. 4
3. TECHNISCHE FERTIGKEITEN 7
3.1 Technik ohne Ball 8
3.2 Technik mit Ball. 9
3.3 Methoden des Techniktrainings 15
4. KONDITIONELLE FÄHIGKEITEN. 16
4.1 Schnelligkeit. 17
4.2 Kraft 21
4.3 Ausdauer. 23
4.4 Beweglichkeit. 27
5. TAKTISCHE HANDLUNGSFÄHIGKEIT. 30
6. PSYCHISCHE QUALITÄTEN 35
7. RÉSUMÉ 38
8. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 40
9. LITERATURVERZEICHNIS 41
10 INTERNETVERZEICHNIS 41
1. Einleitung
Wie in der Abbildung 1 zu sehen ist, wird die Wettkampfleistung (Leistungsfähigkeit) eines Fußballspielers von vielen in sich verzahnten Fertigkeiten, Fähigkeiten und Eigenschaften geprägt.
Wer zum Beispiel die Aufgabe eines Mittelfeldspielers optimal ausfüllen will, darf seinem Gegenspieler nicht an Schnelligkeit oder Ausdauer unterlegen sein. Das schnelle Erfassen und Umsetzen von Spielsituationen sind die Voraussetzung für ein erfolgreiches Mannschaftsspiel. Fehlt es an technischer Fertigkeit, ist ein Direktspiel kaum umsetzbar. Um erfolgreich zu spielen, muss die Mannschaft eine Siegermentalität entwickeln. Psyche und Physis spielen eine wichtige Rolle. Weineck bringt es mit einem Zitat sehr gut zur Sprache:
„Ein optimales Wettkampfverhalten hat eine optimale taktische Einstellung des Sportlers zur Vorraussetzung. Realisierbar aber ist ein taktisches Konzept nur auf dem Boden einer ihm entsprechenden technischen Grundlage, korrespondierenden konditionellen Vorraussetzungen und angemessenen volitiven (willensabhängigen) und intellektuellen Fähigkeiten. Denn wie sollte die taktische Order „Direktspiel“ realisiert werden, wenn nicht das notwendige technische Können vorhanden ist; welchen Sinn hätte die Weisung „Manndeckung“, wenn der Gegenspieler in puncto Schnelligkeit und Ausdauer in allen Belangen überlegen ist; auf welche Weise sollte schließlich ein kooperatives Mannschaftsspiel zustand kommen, wenn dem Mitspieler das Erfassen bzw. Umsetzen gegebener Wettkampfsituationen unmöglich ist“. (Weineck, 1990, S. 309)
Laut Stiehler, Konzag und Döbler besitzen die konditionellen Fähigkeiten Vorraussetzungscharakter für die Abbildung „Komponenten der Leistungsfähigkeit des
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Fußballspielers“. Diese Fähigkeiten stellen eine Vorbedingung für stabile technische, taktische und psychische Leistungen im Wettkampf dar. (vgl. Stiehler, Konzag, Döbler, 1988, S. 108)
Das Fußballspiel kann mit unterschiedlichen Leistungsansprüchen gesehen werden. Umso höher der Leistungsanspruch ist, desto wichtiger ist die Gestaltung des Trainings. Die Elemente zur Spielleistung, wie Technik, Taktik und Kondition, müssen mit inbegriffen werden um erfolgreich zu agieren.
Die Leistungsbestimmenden Faktoren teilen sich jedoch in zwei Bereiche. Zum einen gibt es die Exogenen Faktoren (wirken von außen). Dies sind z.B. der Ausbildungsstand des Betreuerstabes (Trainer, Arzt, Masseur,...), Wirtschaft, Sponsoren, Umfeld,
Rahmenbedingungen, Stellenwert und Budget. Zum anderen gibt es die Endogenen Faktoren (im Spieler vorhanden, Niveau des Spielers), Physis (körperliche Faktoren), Psyche (geistige, mentale Faktoren), Technik/Taktik und Talent.
(vgl. http://www.bafl.at/uploads/media/Fussballinstruktor_2007_ spezielle_Trainingslehre 1_03.pdf.)
Vom Profifußball bis hin zum Freizeitspiel ist der Trainingsaufwand, aber auch das Leistungsspektrum extrem unterschiedlich. Bei Amateurspielern stellt sich die Frage wie aufwendig eine Vorbereitung sein muss. Was muss den Spielern geschult werden, damit der Trainingsprozess erfolgreich ist. Wie muss das Verhältnis von Training und Trainingspause gestaffelt sein, damit die Superkompensation zu tragen kommt. In dieser Hausarbeit spiegeln wir den Verlauf einer Saison wieder und legen Wert auf die technische Fertigkeiten und konditionellen Fähigkeiten.
2. Trainingsgestaltung für Amateurfußballer
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Leistungsverbesserung und Lernvorgänge lassen sich dauerhaft nur über einen kontinuierlichen Trainingsablauf mit kurz-, mittel-, und langfristigen Trainingszielen erreichen. Dadurch, dass eine Saison über ein ganzes Jahr verläuft, wird die Trainingsplanung auch über den gesamten Zeitraum periodisch gegliedert. (vgl. Albrecht, Brüggemann, 1982, S. 282)
Der Fußballer durchläuft in einer Saison viele verschiedene Perioden, wie in der Abbildung 2 zu sehen ist. N Vorbereitung N Wettkampfperiode I N Zwischenperiode N Wettkampfperiode II N Übergangsperiode
Der Jahresplan gibt Auskunft darüber, wie die Formkurve von Spielern im Verhältnis mit dem Trainingsumfang und der Intensität erwünscht ist. Je kürzer jedoch die Zeitspanne, desto komprimierter sind der Umfang und die Intensität. Dies spiegelt sich in der Formkurve wieder.
Die exakte Trainingsplanung muss zum Einen den Jahresrhythmus, aber auch die wöchentlich stattfindenden Meisterschaftsspiele mit ihren unterschiedlichen Anforderungen berücksichtigen. Training als solches ist immer ein ganzheitlicher Prozess, der eindeutig geprägt ist von Belastung und Ruhe.
Im Amateurbereich wird zwei bis drei Mal in der Woche trainiert, wobei die Intensität in der Vorbereitungsphase auf vier bis fünf Mal gesteigert wird. Wichtig ist, den Trainingsplan so zu gestalten, dass zuerst die Ausdauer, dann die Kraft und zuletzt die Schnelligkeit trainiert werden. Die Beweglichkeit sollte in jede Trainingseinheit integriert werden. Zudem sollte an trainingsfreien Tagen kein Stillstand ausgeübt werden, sondern durch individuelles Training, wie z.B. Sauna, leichte Waldläufe, schwimmen oder Gymnastik die Leistungsfähigkeit erhalten bzw. verbessert werden. (vgl. Bauer, 2003, S. 72 - 74) Sportverletzungen bei Fußballern sind zum Einen auf Trainingsfehler zurückzuführen, zum Anderen aber auch auf individuelle Eigenschaften des Spielers, wie zu straffe Muskulatur, anatomische Fehlstellungen, Muskelschwächen und/oder Gelenksinstabilitäten. Hieraus ist schon zu erkennen, dass viele Verletzungen aus einem schlechten konditionellen Zustand resultieren. Um solchen Verletzungen vorzubeugen, ist eine gute Trainingsplanung bzw. - steuerung eine wichtige Voraussetzung.
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Laut Frank (2003) „versteht man unter Training die langfristige, systematische Vorbereitung eines Sportlers oder einer Mannschaft auf ihre sportliche Höchstform hin. Richtig betriebenes Training ist somit ein einheitlicher Prozess, der die physischen Eigenschaften, aber auch die psychischen, verbessern soll“.
Ein Fußballspieler muss die innere Bereitschaft mitbringen und zudem eine ausreichende Kondition, da er sonst seine bestmögliche Leistung nicht abrufen kann. (vgl. Frank, 2003, S.77)
In der Vorbereitungsphase werden 3 Bereiche geschult. N Allgemeine und im späteren Verlauf die spezielle Konditionsschulung N Das Erlernen neuer und weiters Einüben bereits beherrschter technischer Fertigkeiten auf höherem Niveau N Studium taktischer Verhaltensweisen
Der Umfang des Trainings sollte sehr stark und schnell ansteigend aufgebaut werden, wobei die Trainingsintensität erst am Ende der Periode angehoben werden sollte. Während der Wettkampfperiode wird die allgemeine Form der Grundlagen geschult. Zudem werden die Leistungskomponenten für die Wettkämpfe trainiert, um die Maximalleistung zu erreichen, zu festigen und zu erhalten.
Die konditionellen Grundlagen sollten nur noch erhalten bleiben und nicht verbessert werden. Der Primus wird auf die Meisterschaftsspiele gelegt. Daher muss der Trainingsbelastungsumfang reduziert werden.
In der Übergangsperiode wird die Trainingsintensität wieder verringert. Dem Organismus wird ein Wiederherstellungsprozess ermöglicht. (vgl. Albrecht, Brüggemann, 1982, S. 283)
Abb. 3: Fußballjahreszyklus
(vgl. Albrecht, Brüggemann, 1982, S. 284 - 285)
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3. Technische Fertigkeiten
Unter dem Oberbegriff Technik fasst man alle spieltypischen Bewegungsfertigkeiten zusammen, die zweckmäßige Bewegungsabläufe und ein regelgerechtes Spielverhalten ermöglichen. Verallgemeinert versteht man darunter die Geschicklichkeit (Körper- und Ballbeherrschung), den Ball selbst während des Spiels zu beherrschen. Die technischen Fertigkeiten müssen im höchsten Lauftempo beherrscht werden, um situativ zu handeln, z.B. den Ball bestmöglich zu spielen, obwohl man einem „Tackling“ des Gegenspielers ausgesetzt ist. Laut Bauer (2003) darf die Technik nicht als Selbstzweck dienen, sondern ist genauso wichtig, wie die Kondition oder die Taktik (vgl. Bauer, 2003, S. 17) An diesen Facetten soll der Spieler sich situativ bedienen. Wichtig ist jedoch im Amateurbereich, dass der Spieler beidfüssig agieren kann. Das Umlegen kosten extrem viel Zeit und leicht für den Gegenspieler zu berechnen. Dies sollte im Training immer wieder mit eingebaut werden um Automatismen zu entwickeln. Speziell ist die Fußballtechnik in zwei Sparten untergliedert N Technik ohne Ball N Technik mit Ball
(vgl. Bauer, 2003, S. 18 - 19)
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3.1 Technik ohne Ball
Abb. 5: Technik ohne Ball
(vgl. http://www.tobias-erles.de/SPORT/fussball/techniktr.pdf) (Stand 08.2008)
Bei der Technik ohne Ball (siehe Abb. 5) ist die Beherrschung der Körperbewegungen in allen denkbaren Spielsituationen zu verstehen. Unter einer wettkampfgerechten Ballbehandlung ist eine Körperbeherrschung eine Grundlage. Ein Spieler muss fähig sein, vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen zu können und zudem sprintfähig zu sein. Er muss zum Ball springen und seinen Körper beim Kopfstoß einsetzen können. Beim Dribbeln und Takeln sollte er sich schnell drehen können und fähig sein, einen Wechsel zwischen Stoppen und Spurten mit seinem Körper zu vereinbaren. Zudem ist ein geschicktes Abrollen bei einem Foul erforderlich, um Verletzungen vorzubeugen. (vgl. Bauer, 2003, S. 18) Dadurch, dass ein Spieler nur ca. vier Minuten den Ball an den Füßen hat, sind Laufwege von immenser Bedeutung. Jede einzelne Bewegung zwingt den Gegenspieler zu einer Reaktion seinerseits. Durch geschickte Laufwege schafft man Freiräume für seine Mitspieler bzw. steht als Anspielstation zur Verfügung. Das Training ohne Ball dient der Konzentration auf die Laufwege des Mitspielers und übt schnelles Handeln. (vgl. Albrecht, Brüggemann, 1982, S. 78)
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3.2 Technik mit Ball
Abb. 6: Technik mit Ball
(vgl. http://www.tobias-erles.de/SPORT/fussball/techniktr.pdf) (Stand 08.2008)
Im Training werden immer wieder das Passspiel und die Ballannahme trainiert. Die Spieler müssen ein Gefühl dafür bekommen, wie stark sie einen Pass spielen können, damit ein Mitspieler den Ball problemlos annehmen kann.
Bei der Ballannahme müssen die Spieler schon wissen, was sie als nächstes tun. Deshalb ist eine problemlose Ballannahme ganz wichtig, damit das Spiel nicht ins Stocken gerät. Im Amateurbereich wird viel Wert auf Techniktraining gelegt, denn es ist die Basis für das Fußballspiel. Bauen Sie in ihr Training immer Technikübungen mit ein, denn durch viele Wiederholungen entwickeln die Spieler Automatismen und Ballgefühl. Zudem sollte Zweikampftraining im Offensiv- und im Defensivverhalten trainiert werden. Eine alte Weisheit im Fußball besagt „wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, gewinnt auch das Spiel“.
In jedem Spiel kommen zahlreiche Zweikämpfe in der Offensive und in der Defensive vor. Deshalb sind 1-gegen-1-Situationen ein wichtiger Bestandteil im Spiel. Man kann nur erfolgreich sein, wenn man an seinem Gegenspieler vorbeikommt, aber auch in der Defensive die Zweikämpfe gewinnt. Durch die Spezialisierung und durch viele Wiederholungen dieser Fähigkeiten entwickeln sich Automatismen. Die Spieler verinnerlichen den Bewegungsablauf und bekommen dadurch Sicherheit.
Arbeit zitieren:
Trinus Bußmann, Gerrit Frenking, 2008, Leistungsbestimmte Faktoren im Fußball, München, GRIN Verlag GmbH
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