INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 1
2. LITERATURÜBERBLICK 1
3. METHODE 3
3.1. Ziele und Fragestellungen 3
3.2. Hypothesen 3
3.2.1. Haupthypothese 3
3.2.2. Nebenhypothesen 3
3.3. Untersuchungsplan und -durchführung 4
3.4. Operationalisierung der Variablen 4
3.5. Erhebungsinstrumente 5
3.5.1. Metaphoric Triads Task 5
3.5.2. Metaphoric Triads Task - modifizierte Version 5
3.5.3. Children´s Test of Nonword Repetition 6
3.6. Stichprobenbeschreibung 7
3.7. Statistische Auswertungsverfahren 8
3.7.1. Alternativhypothese (1) 8
3.7.2. Alternativhypothese (2) 9
3.7.3. Alternativhypothese (3) 9
3.7.4. Stichprobenaufteilung 10
3.7.5. Alternativhypothese (4) 11
3.7.6. Alternativhypothese (5) 12
3.7.7. Alternativhypothese (6) 13
4. ERGEBNISSE UND DISKUSSION 14
4.1. Alternativhypothese (1) 14
4.2. Alternativhypothesen (2) und (3) 14
4.3. Alternativhypothesen (4), (5) und (6) 14
5. ABSTRACT …………………………………………………………………...………… 16
6. LITERATURVERZEICHNIS ………………….…………………………………….…17
7. ANHANG …………………………………………………………………………...…… 18
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Trennschärfen und relative Lösungshäufigkeiten des MTT (nach Schmöger 2004) …………………. 2 Tabelle 2: Trennschärfen und relative Lösungshäufigkeiten des MTT mod. ………………………………….… 6
Tabelle 3: Häufigkeitsverteilung bezüglich Alter und Geschlecht …………………………………...………….. 7
Tabelle 4: Gleichverteilungsprüfung der Stichprobe …………………………………………………………….. 8
Tabelle 5: Normalverteilung der Differenzen (MTT und MTT mod.) ……………………………………..……. 8 Tabelle 6: Wilcoxon-Test (Vergleich MTT - MTT mod.) …………………………………………………......... 8 Tabelle 7: Normalverteilungsprüfung (CNRep und MTT) …………………………………………..…………... 9
Tabelle 8: Korrelation (CNRep und MTT) ………………………………………………..……………………... 9
Tabelle 9: Normalverteilungsprüfung (CNRep und MTT mod.) ………………………………………………. 10
Tabelle 10: Korrelation (CNRep und MTT mod.) …………………………………………………………...…. 10
Tabelle 11: Aufteilung der Stichprobe nach Altersgruppen …………………………………………………….. 10
Tabelle 12: Normalverteilungsprüfung der beiden Gruppen (CNRep) …………………………………………. 11
Tabelle 13: T-Test für unabhängige Stichproben (Altersunterschied CNRep) …………………………….…… 11
Tabelle 14: Normalverteilungsprüfung der beiden Gruppen (MTT) ………………………………………….... 12
Tabelle 15: T-Test für unabhängige Stichproben (Altersunterschied MTT) …………………………………… 12
Tabelle 16: Normalverteilungsprüfung der beiden Gruppen (MTT mod.) ……………………………………... 13
Tabelle 17: T-Test für unabhängige Stichproben (Altersunterschied MTT mod.) ……………………………... 13
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Forschungspraktikums I vor allem mit dem Thema Metaphern. Hauptaugenmerk liegt auf einem Erhebungsinstrument für das Metaphernverständnis, dem Metaphoric Triads Task (Kogan, Connor, Gross, & Fava, 1980). Es wurde geprüft, ob der MTT für Volksschulkinder geeignet ist bzw. ob es möglich ist, dieses Testinstrument durch Modifikation auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zuzuschneidern. Dabei wurde auch versucht, etwaige Alterseffekte innerhalb der Zielgruppe aufzuzeigen. Weiters wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Metaphern und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis besteht. Als Erhebungsinstrument für das phonologische Arbeitsgedächtnis kam der Children´s Test of Nonword Repetition (Gathercole, Baddeley & Emslie, 1994) zur Anwendung.
Bezüglich der Reliabilitäten der verwendeten Testinstrumente wird nur auf die modifizierte Version des Metaphoric Triads Task eingegangen, da zu den anderen Erhebungsinstrumenten bereits Informationen in anderen Untersuchungen gefunden wurden.
2. Literaturüberblick
Eine allgemeine Definition zum Thema Metaphern ist schwierig, da in der Literatur noch Uneinigkeit herrscht. Laut dem Fremdwörter Lexikon (Area Verlag, 2004) bedeutet Metapher (griechisch µεταφορά - "Übertragung", von metà phérein - "anderswohin tragen"): Verbildlichung, Übertragung eines abstrakten Sachverhalts in einen bildhaften Ausdruck.
Metaphern lassen sich in konventionelle und innovative Metaphern gliedern, in dieser Arbeit liegt der Fokus bei innovativen Metaphern.
Eine Definition für innovative Metaphern lieferte Kogan (1980,S.3): „Metaphor clearly entails a special kind of similarity, one that overrides conventional category boundaries and brings together objects or events that normally belong to different domains.“
Ein Anhaltspunkt dafür, dass der Methaporic Triads Task eventuell zu schwierig für Volksschulkinder sein könnte, ist die Annahme, dass das Erklären von Metaphern für Kinder schwieriger ist als das reine Verstehen. (Pollio & Pollio, 1977, zitiert nach Schmöger 2004)
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Weiters wurde in einer Diplomarbeit mit dem Thema Metaphernverstehen und nonverbale Fähigkeiten festgestellt, dass die relativen Lösungshäufigkeiten der Items des MTT recht niedrig sind. Dies lässt darauf schließen, dass die Items für Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren eher schwierig zu lösen sind. (Schmöger, 2004)
Tabelle 1: Trennschärfen und relative Lösungshäufigkeiten des MTT (nach Schmöger 2004)
In der vorliegenden Untersuchung wurden nach der Modifikation der Instruktion des MTT von den Versuchspersonen höhere Lösungshäufigkeiten im Vergleich zu den Ergebnissen bei Schmöger 2004 erreicht. Hier muß man jedoch erwähnen, dass die Auswertungsobjektivität zwar verbessert wurde, jedoch ist nicht auszuschließen, dass sie einen Einfluß auf den Vergleich der Lösungshäufigkeiten hat.
Der Children´s Test of Nonword Repetition weist ab einem Alter von 8 Jahren eine Obergrenze der Fähigkeit Nichtwörter zu wiederholen auf. Daraus kann man schließen, dass sich diese Fähigkeit nach dieser Altersgrenze nur noch langsam entwickelt. (Gathercole et al 1994). In der vorliegenden Untersuchung wurden Kinder der 2., 3. und 4. Klasse Volksschule getestet. Anhand der Obergrenze von 8 Jahren wurden die Versuchspersonen in 2 Altersgruppen eingeteilt.
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3. Methode
3.1. Ziele und Fragestellungen
Die Hauptfragestellung der vorliegenden Untersuchung konzentriert sich darauf, ob die Operationalisierung des Metaphernverstehens im Metaphoric Triads Task geeignet ist, um metaphorisches Denken zu erfassen bzw. ob die Aufgabenstellung des MTT zu schwierig für Volksschulkinder ist.
Ein wesentliches Ziel dieser Arbeit ist es also, die Auswirkungen der Modifikation der Instruktion des MTT (Kogan et al, 1980) festzustellen. Weiters sollen etwaige Zusammenhänge zwischen dem phonologischen Arbeitsgedächtnis und den beiden Instrumenten zum Metaphernverständnis aufgedeckt werden. Die Feststellung eines eventuellen Effekts in Bezug auf das Alter der Volksschulkinder bei den Scores des CNRep bzw. beim Metaphernverständnis ist ebenfalls Ziel dieser Untersuchung.
3.2. Hypothesen
3.2.1. Haupthypothese
Alternativhypothese (1): Aufgrund der modifizierten Instruktion werden beim MTT mod. höhere Scores als beim MTT (Kogan et al, 1980) erzielt
3.2.2. Nebenhypothesen
Alternativhypothese (2): Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem phonologischen Arbeitsgedächtnis (CNRep) und dem Metaphernverständnis (MTT)
Alternativhypothese (3): Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem phonologischen Arbeitsgedächtnis (CNRep) und dem Metaphernverständnis ( MTT mod.)
Alternativhypothese (4): Es gibt Unterschiede in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen bei den Scores des CNRep
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Alternativhypothese (5): Es gibt Unterschiede in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen bei den Scores des MTT (Kogan et. al. 1980)
Alternativhypothese (6): Es gibt Unterschiede in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen bei den Scores des MTT mod.
3.3. Untersuchungsplan und -durchführung
Die vorliegende Untersuchung wurde in Volksschulen und Horten in Niederösterreich (Bezirk Baden) und Wien (9. Bezirk) durchgeführt. Es wurden insgesamt 82 Kinder von der 2. bis zur 4. Stufe der Volksschule getestet. Die Vorgabe des Testmaterials erfolgte mittels Einzeltestung, die pro Versuchsperson in etwa 30 bis 45 Minuten dauerte. Verwendet wurden der Metaphoric Triads Task, sowie die von den Autoren modifizierte Version des MTT und der Children´s Test of Nonword Repetition.
Im Vergleich zum Untersuchungsplan dezimierte sich die Stichprobe von 100 auf 82 Versuchspersonen, was auf fehlende Einverständniserklärungen der Eltern zurückzuführen ist. In Bezug auf die zeitliche Dauer der Einzeltestung lässt sich erwähnen, dass sie mit 20 bis 30 Minuten pro Versuchsperson zu knapp bemessen war, was auf das anfangs geplante Weglassen der Begründung der Paarbildung beim MTT mod. zurückzuführen ist. Weiters konnten die Einzeltestungen nur in der Klasse während des Unterrichts durchgeführt werden, was zu Ablenkungen der Versuchspersonen und somit zu Zeitverzögerungen führte. Bei der Vorgabe der Erhebungsinstrumente wurde die geplante Reihenfolge (MTT, CNRep, MTT mod.) eingehalten.
3.4. Operationalisierung der Variablen
Als abhängige Variablen sind einerseits das Metaphernverständnis (MTT und MTTmod.) und andrerseits das phonologische Arbeitsgedächtnis (CNRep) definiert. Das Alter stellt die unabhängige Variable dar, die Stichprobe wurde anhand dieses Kriteriums in zwei Gruppen aufgeteilt.
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3.5. Erhebungsinstrumente
3.5.1. Metaphoric Triads Task
Ursprünglich wurde der MTT von Kogan, N., Connor,K., Gross, A., & Fava D. (1980) in Form von 29 Bildertriaden erstellt, es handelt sich um einen Test, der das Metaphernverständnis messen soll. Später folgte die Verbalform (Kogan & Chadrow, 1986). Diese besteht aus 24 Items, die in zwei gleichwertige Itemsets zu jeweils 12 Items zu je 3 Wort-Triaden eingeteilt ist. In der vorliegenden Untersuchung wurde das erste Set, also die ersten 12 Triaden verwendet. Der MTT beinhaltet 3 Arten von Metaphern, physiognomische Metaphern (P), konfigurale Metaphern (CF) und konzeptionelle Metaphern (CC).
Die Versuchspersonen werden instruiert, aus den Triaden jeweils ein Paar zu bilden, das für sie am besten zusammenpasst. Wenn das metaphorische Paar gleich beim ersten Versuch gebildet werden konnte, geht man direkt zum nächsten Item. Falls nicht, wird die Versuchsperson so lange angehalten, ein weiteres Paar zu bilden, bis das metaphorische Paar gebildet werden konnte.
Die Codierung der Antworten, die auf einem Protokollbogen festgehalten werden, erfolgt in 3 Kategorien. Wenn das metaphorische Paar nicht gebildet bzw. keine metaphorische Erklärung gegeben werden konnte, darf kein Punkt vergeben werden. Wenn das metaphorische Paar gebildet werden konnte, jedoch die Erklärung unvollständig oder nicht eindeutig ausfiel, wird 1 Punkt vergeben. 2 Punkte werden vergeben, wenn das metaphorische Paar gebildet und adäquat erklärt werden konnte.
Abschließend wird der Summenscore aller Items gebildet, es konnten also in unserer Untersuchung maximal 24 Punkte erreicht werden. Die Reliabilität des MTT (Cronbach´s α) ist mit 0,8382 als mittelmäßig zu bezeichnen.
3.5.2. Metaphoric Triads Task - modifizierte Version (MTTmod.)
Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wurde die Instruktion des MTT modifiziert. Hierfür wurden das metaphorische Paar von drei Items des zweiten Teil des MTT verwendet, die in eine Geschichte eingebettet wurden: „Hör mir mal bitte gut zu, ich erzähle dir jetzt eine kurze Geschichte. Achte darauf, welche Paare hier gut zusammenpassen.“
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„Leo, Caroline und Anton gehen in den Park. Auf einer Parkbank sitzt eine traurige Frau. Leo sagt: „Die Frau sieht aus wie eine Trauerweide.“ Caroline hört einen Kanarienvogel singen. Sie meint: „Der Vogel klingt ja wie eine Violine.“ Bei einem Baum sehen sie eine Fliege, die in einem Spinnennetz gefangen ist. Anton sagt: „Die Fliege sieht aus wie ein Fisch, der in einem Netz gefangen ist.““
„Kannst du mir jetzt aus diesen Begriffen, die du schon kennst, (erste Reihe zeigen und die restlichen verdecken) ein Paar bilden, das so zusammenpasst, wie die Paare in der Geschichte?“ Diese Instruktion sollte so bei den Versuchspersonen die metaphorische Ebene des Tests induzieren.
Es wurde wiederum das Set 1 des MTT verwendet, die Items bleiben also unverändert. Die Codierung erfolgt wie bei der Originalversion des Tests in drei Kategorien (0,1,2), wiederum sind maximal 24 Punkte zu erreichen. Der Reliabilitätskoeffizient (Cronbach´s α) des MTT mod. ist mit 0,8479 mittelmäßig. Keines der Items muss aufgrund einer zu niedrigen oder zu hohen Trennschärfe eliminiert werden.
Tabelle 2: Trennschärfen und relative Lösungshäufigkeiten des MTT mod.
3.5.3. Children´s Test of Nonword Repetition
Der CNRep (Gathercole, Baddeley & Emslie, 1994) misst die Fähigkeit, unbekanntes auditives Material kurzfristig zu speichern (phonologisches Arbeitsgedächtnis). In der vorliegenden Untersuchung wurde die deutsche Fassung, eine Pseudowortliste, (Willinger & Schmöger, 2005) die aus je 10 2-, 3-, 4- bzw. 5silbigen Pseudowörtern, also insgesamt 40
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Nicht-Wörtern besteht. Den Versuchspersonen werden die Pseudowörter vorgelesen, danach werden sie angehalten, diese zu wiederholen. Die Codierung erfolgt in 2 Kategorien, wenn das Nichtwort nicht richtig wiederholt werde konnte, darf kein Punkt vergeben werden, wenn das Nichtwort richtig wiederholt werden konnte, wird 1 Punkt vergeben. Somit können bei diesem Test maximal 40 Punkte erreicht werden.
Der CNRep weist eine Reliabilität von 0,7315 (Cronbach α) auf, was als mittelmäßig anzusehen ist.
3.6. Stichprobenbeschreibung
Im Rahmen der Testung wurden auch Geschlecht und Alter in Monaten der Versuchspersonen miterhoben. Es wurden insgesamt 82 Kinder der 2. bis 4. Schulstufe der Volksschule getestet. Die Stichprobe setzt sich aus 44 Mädchen (53,7 %)und 38 Buben (46,3 %) zusammen.
Nach der altersbezogenen Aufteilung der Stichprobe setzt sich die Gruppe der jüngeren Versuchspersonen aus 17 (47,2 %) weiblichen und 19 (52,8 %) männlichen VolksschülerInnen und die Gruppe der älteren Versuchspersonen aus 27 (58,7 %) weiblichen und 19 (41,3) männlichen VolksschülerInnen zusammen.
Mittels Chi-Quadrat-Test wurde die Homogenität der Stichprobe in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen geprüft. Gleichverteilung konnte bestätigt werden.
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3.7. Statistische Auswertungsverfahren
3.7.1. Alternativhypothese (1)
Die Haupthypothese der vorliegenden Studie besagt, dass aufgrund der modifizierten Instruktion des MTT mod. höhere Scores erzielt werden als beim MTT (Kogan et al, 1980). Zur Überprüfung dieser Hauptfragestellung wurde ein T-Test für abhängige Stichproben gewählt. Die Daten sind intervallskaliert, jedoch sind die Differenzen nicht normalverteilt, wodurch ein parameterfreies Verfahren zum Einsatz kommen muss.
Der Unterschied zwischen den beiden Testinstrumenten wurde mittels Wilcoxon - Test geprüft. Laut Tabelle 6 besteht ein signifikanter Unterschied, in die Richtung gehend, dass bei der Vorgabe des MTT mod. mehr Items gelöst werden konnten.
Tabelle 6: Wilcoxon - Test (Vergleich MTT - MTT mod.)
a MTT2 < MTT1 b MTT2 > MTT1 c MTT1 = MTT2
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3.7.2. Alternativhypothese (2)
Die erste Nebenhypothese besagt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem phonologischen Arbeitsgedächtnis (CNRep) und dem Metaphernverständnis (MTT) gibt. Um einen etwaigen Zusammenhang feststellen zu können, kommt eine Produktmomentkorrelation mit Signifikanzprüfung zur Anwendung. Die Daten sind intervallskaliert und normalverteilt.
Tabelle 7: Normalverteilungsprüfung (CNRep und MTT)
Laut Tabelle 8 ist ein niedriger, aber signifikanter Zusammenhang zwischen dem Metaphernverständnis im MTT und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis im CNRep in der Höhe von 0,264 erkennbar.
Tabelle 8: Korrelation (CNRep und MTT)
3.7.3. Alternativhypothese (3)
Einen etwaigen Zusammenhang zwischen dem phonologischen Arbeitsgedächtnis (CNRep) und dem Metaphernverständnis (MTTmod.) festzutellen, ist Aufgabe der zweiten Nebenhypothese. Dies erfolgt duch eine Produktmomentkorrelation mit Signifikanzprüfung. Die Daten sind wiederum intervallskaliert und normalverteilt.
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Tabelle 9: Normalverteilungsprüfung (CNRep und MTT mod.)
Laut Tabelle 10 ist ein niedriger, aber signifikanter Zusammenhang zwischen dem Metaphernverständnis im MTT und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis im CNRep in der Höhe von 0,322 erkennbar.
Tabelle 10: Korrelation (CNRep und MTT mod.)
3.7.4. Stichprobenaufteilung
Der Children´s Test of Nonword Repetition weist ab einem Alter von 8 Jahren eine Obergrenze der Fähigkeit Nichtwörter zu wiederholen auf. Daraus kann man schließen, dass sich diese Fähigkeit nach dieser Altersgrenze nur noch langsam entwickelt. (Gathercole et al 1994)
Tabelle 11: Aufteilung der Stichprobe nach Altersgruppen
Aufgrund dieser Obergrenze wurde die Stichprobe der vorliegenden Untersuchung für die restlichen altersbezogenen Hypothesen in zwei Gruppen eingeteilt.
3.7.5. Alternativhypothese (4)
Es gibt Unterschiede in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen bei den Scores des CNRep. Um einen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen zu können kommt ein T-Test für unabhängige Stichproben zu Anwendung. Intervallskalierung der Daten ist gewährleistet, Normalverteilung in jeder Gruppe und Homogenität der Varianzen sind nachweislich auch gegeben.
Tabelle 12: Normalverteilungsprüfung der beiden Gruppen (CNRep)
Tabelle 13 zeigt, dass kein signifikanter Unterschied in Bezug auf das Alter der
Versuchspersonen bei den Scores des CNRep besteht. Der Mittelwert der Gruppe der
Versuchspersonen von 9,00 bis 10,11 Jahren ist tendentiell höher als der Mittelwert der
Gruppe der Versuchspersonen von 7,00 bis 8,11 Jahren.
Tabelle 13: T-Test für unabhängige Stichproben (Altersunterschied CNRep)
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3.7.6. Alternativhypothese (5)
Es gibt Unterschiede in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen bei den Scores des MTT (Kogan et. al. 1980) besagt die vierte Nebenhypothese. Um einen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen zu können kommt ein T-Test für unabhängige Stichproben zu Anwendung. Intervallskalierung der Daten ist gewährleistet, Normalverteilung in jeder Gruppe und Homogenität der Varianzen sind nachweislich auch gegeben.
Tabelle 14: Normalverteilungsprüfung der beiden Gruppen (MTT)
Tabelle 15 zeigt, dass kein signifikanter Unterschied in Bezug auf das Alter der
Versuchspersonen bei den Scores des MTT besteht. Die Tendenz eines höheren Mittelwerts
der Gruppe der Versuchspersonen von 9,00 bis 10,11 ist auch bei dieser Hypothese erkennbar.
Tabelle 15: T-Test für unabhängige Stichproben (Altersunterschied MTT)
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3.7.7. Alternativhypothese (6):
Die letzte Nebenhypothese besagt, dass es Unterschiede in Bezug auf das Alter der Versuchspersonen bei den Scores des MTT mod. gibt. Um einen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen zu können kommt ein T-Test für unabhängige Stichproben zu Anwendung. Intervallskalierung der Daten ist gewährleistet, Normalverteilung in jeder Gruppe und Homogenität der Varianzen sind nachweislich auch gegeben.
Tabelle 16: Normalverteilungsprüfung der beiden Gruppen (MTT mod.)
Tabelle 17 zeigt, dass kein signifikanter Unterschied in Bezug auf das Alter der
Versuchspersonen bei den Scores des MTT mod. besteht. Der Mittelwert der Gruppe der
Versuchspersonen von 9,00 bis 10,11 Jahren ist tendentiell höher als der Mittelwert der
Gruppe der Versuchspersonen von 7,00 bis 8,11 Jahren.
Tabelle 17: T-Test für unabhängige Stichproben (Altersunterschied MTT mod.)
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4. Ergebnisse und Diskussion
4.1. Alternativhypothese (1)
Die Haupthypothese besagt, dass beim MTT mit modifizierter Instruktion (MTT mod.) höhere Scores erzielt werden als beim MTT (Kogan et al, 1980). Dies konnte bestätigt werden, was sich auf die modifizierte Instruktion zurückführen lässt. Durch die Induzierung der Metaphernzusammengehörigkeit der Paare in der modifizierten Instruktion, wurde von den Versuchspersonen ein höherer Score erzielt. Weiters muss man jedoch berücksichtigen, dass der MTT sowie der MTT mod. auch einen Lerneffekt beinhalten könnten, der sich eventuell auf den Score ausgewirkt haben könnte. Auch nicht außer Acht gelassen werden darf hierbei ein etwaiger Versuchsleitereffekt, der durch unbewusstes Konditionieren von Seiten der Versuchsleiter bei der Durchführung des MTT zustande gekommen sein könnte.
4.2. Alternativhypothesen (2) und (3)
Es konnte ein niedriger, aber signifikanter Zusammenhang zwischen den beiden Testinstrumenten zum Metaphernverständnis und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis im CNRep festgestellt werden.
4.3. Alternativhypothesen (4), (5) und (6)
Es konnte kein Alterseffekt zwischen den beiden Gruppen bei den Scores des CNRep, des MTT bzw. des MTT mod. festgestellt werden. Die Obergrenze des CNRep lässt sich also nicht auf die Testinstrumente zum Metaphernverständnis umlegen. In einer Diplomarbeit zum Thema Metaphernverständnis bei Volksschulkindern (Schaunig, 2004) konnte ebenfalls kein Altersanstieg in den Leistungen des MTT festgestellt werden. Testergebnisse (Pollio & Pollio 1977) bestätigen das kontinuierliche Wachsen der Metaphernkompetenz im Alter von 9 bis 13 Jahren. Parallel dazu stieg dabei das Verständnis von den konventionellen und den für diese Arbeit relevanten innovativen Metapher. Der Mittelwert der Gruppe der älteren Versuchspersonen ist zwar in der vorliegenden Untersuchung nicht signifikant höher, jedoch lässt sich eine leichte Tendenz erkennen, was konform mit den Ergebnissen (Pollio & Pollio, 1977) ist. Eine weitere Studie (Augst, 1978) besagt, dass Kinder erst zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr beginnen sich Wortwitze zu erzählen. In diesem Alter setzt ein erstes Durchschauen von Sprichwörtern ein. Augst beruft sich hierbei auf das Entwicklungsmodell von Piaget, nach dem der Mensch sich in diesem Alter in der Stufe des formalen Denkens, die
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ihn zu metasprachlichen Reflexionen, befindet. Demnach erwerben Volksschüler erst in der 5. Klasse die Voraussetzungen dafür, Sprache vom Gegenstand zu trennen. Weiters kann ab diesem Zeitpunkt erst die Bezeichnung vom Bezeichneten abstrahiert werden. Die Grundlage für die Metaphernproduktion ist hierbei, Sprache bewusst einsetzen zu können, bzw. mit Sprache spielen zu können.
In der vorliegenden Untersuchung wurde eine relativ kleine Stichprobe von 82 Versuchspersonen getestet, weswegen sich ein eventueller Alterseffekt auch nur schwer feststellen ließe. Weiters ist zu erwähnen, dass es bei der Gruppe der jüngeren Versuchspersonen zu auffällig guten Ergebnissen kam. Nach einem Gespräch mit der Lehrerin wurde festgestellt, dass eine 2. Klasse im laufenden Schuljahr besondere Förderung zum Thema Metaphern bekommen hatte. Dies könnte auch ein Einflussfaktor gewesen sein.
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5. Abstract
Die vorliegende Arbeit befasst sich im Rahmen des Forschungspraktikum I mit dem Metaphernverständnis von Kindern der 2. bis 4. Stufe der Volksschule. Hauptgegenstand dabei ist die Modifikation der Instruktion eines Erhebungsinstruments, des Metaphoric Triads Task (MTT, Kogan et al. 1980). Es wird erhoben, ob ein Zusammenhang zwischen dem Metaphernverständnis in der Originalversion des MTT sowie der modifizierten Version (MTT mod. - von den Autoren modifiziert) und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis besteht. Weiters werden etwaige Alterseffekte beim Metaphernverständnis und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis, welches mittels dem Children´s Test of Nonword Repetition ( Gathercole et al. 1994) erhoben wird, untersucht.
Die Untersuchung betrifft Kinder in Volksschulen bzw. Horten in Wien und Niederösterreich. Insgesamt wurden 84 Kinder der 2. bis 4. Volksschule mittels Einzeltestung getestet, die zwischen 30 und 45 Minuten dauerte. Zuerst wurde der MTT, dann der CNRep und abschliessend der MTT mod. vorgelegt.
In Bezug auf die modifizierte Instruktion zeigte sich, den Erwartungen entsprechend, eine Verbesserung der Scores der Versuchspersonen der modifizierten Version des MTT (MTT mod.). Weiters konnte ein niedriger, aber signifikanter Zusammenhang zwischen dem Metaphernverständnis und dem phonologischem Arbeitsgedächtnis gefunden werden.
Wider Erwarten konnte kein signifikanter Alterseffekt bezüglich Metaphernverständnis und phonologischem Arbeitsgedächtnis gefunden werden.
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6. Literaturverzeichnis
Augst, G. (1978) Zur Ontogenese des Metaphernerwerbs - eine empirische Pilotstudie. Spracherwerb von 6 bis 16. Linguistische, psychologische, soziologische Grundlagen (Schwann), 220-232.
Fremdwörter Lexikon (2004), Area Verlag
Gathercole, Baddeley, Emslie (1994). The Children´s Test of Nonword Repetition: A Test of Phonological Working Memory. Memory, 2 (2), 103-127.
Kogan, N., & Chadrow, M. (1986). Children`s Comprehension of metaphor in the and pictoral modality. International Journal of Behavioral Development, 9, 285-295.
Kogan, N., Connor,K., Gross, A., & Fava D. (1980). Understanding visual metaphor Developmental and individual differences. Monographs of the Society for Research in Child Development, 45, 1-78.
Piaget, J. (1947). Psychologie der Intelligenz. Zürich: Rascher
Pollio, M. & H. (1977). A test of metaphoric comprehension and some preliminary developmental data. Child Language, 6, 111-120.
Schaunig, I. (2002). Das Metaphernverständnis bei Volksschulkindern. Unveröff. Dipl.Arbeit, Universität Wien.
Schmöger, M. (2004). Metaphernverständnis und nonverbale Fähigkeiten. Unveröff. Dipl.Arbeit, Universität Wien.
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7. Anhang
Instruktion MTT
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Instruktion MTT mod.
Modifizierte Instruktion des MTT
„Hör mir mal bitte gut zu, ich erzähle dir jetzt eine kurze Geschichte. Achte darauf, welche Paare hier gut zusammenpassen.“
„Leo, Caroline und Anton gehen in den Park. Auf einer Parkbank sitzt eine traurige Frau. Leo sagt: „Die Frau sieht aus wie eine Trauerweide.“ Caroline hört einen Kanarienvogel singen. Sie meint: „Der Vogel klingt ja wie eine Violine.“ Bei einem Baum sehen sie eine Fliege, die in einem Spinnennetz gefangen ist. Anton sagt: „Die Fliege sieht aus wie ein Fisch, der in einem Netz gefangen ist.““
„Kannst du mir jetzt aus diesen Begriffen, die du schon kennst, (erste Reihe zeigen und die restlichen verdecken) ein Paar bilden, das so zusammenpasst, wie die Paare in der Geschichte?“
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Einverständniserklärung
Liebe Eltern! Liebe Mütter, liebe Väter!
Wir sind Studenten der Psychologie an der Universität Wien und würden gerne in der Schule bzw. im Hort Ihres Kindes eine Befragung zum Thema Metaphern durchführen. Die Befragung erfolgt selbstverständlich anonym und die Ergebnisse werden nur im Rahmen unseres Praktikums verwendet.
Wir werden Ihrem Kind einige Fragen in Form eines Spiels vorlegen. Erfahrungsgemäß haben die Kinder viel Spaß dabei.
Wir würden uns freuen, wenn Sie die beiliegende Einverständniserklärung unterschreiben und Ihrem Kind in die Schule bzw. in den Hort mitgeben.
Mit freundlichen Grüßen
Savic Strahinja & Szoldatics Melanie
Ich bin damit einverstanden, dass meine Tochter/ mein Sohn
_____________________________________________________________
an der psychologischen Befragung zum Thema Metaphern teilnimmt.
_______________________________________
Informationsblatt zur Einverständniserklärung
Unsere Befragung besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil besteht aus 12 Kärtchen zu je drei
Worten, die Ihrem Kind vorgelegt werden. Aus diesen drei Worten soll sich das Kind ein Paar
aussuchen, das am besten zusammenpasst und erklären, warum es am besten zusammenpasst.
Beispiel 1
Beim zweiten Teil der Befragung werden Ihrem Kind lustige Wörter vorgelesen, die es dann
einfach mündlich wiederholen soll.
Beispiel 2
Arbeit zitieren:
Strahinja Savic, Melanie Szoldatics, 2007, Operationalisierung des Metaphernverstehens, München, GRIN Verlag GmbH
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