Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1 Zentrale Lehrerfunktionen 3
I. DAS INTERNET: GRUNDLAGEN UND NUTZUNGSMÖGLICHKEITEN
IN DER GRUNDSCHULE 4
2. Das Internet in der Grundschule - Grundlagen 4
2.1 Das Neue Medium Internet 4
2.2 Internet schon in der Grundschule? 4
2.3 Medienerziehung in der Grundschule. 6
2.4 Aussagen der Richtlinien und Lehrpläne zum Einsatz Neuer Medien
in der Grundschule 7
3. Das Internet - Nutzungsmöglichkeiten für den Einsatz in der
Grundschule 10
3.1 Nutzungsmöglichkeiten für den Einsatz in der Grundschule 10
3.1.1 Recherchieren. 10
3.1.2 Publizieren 11
3.1.3 Korrespondieren. 11
3.1.4 Kooperieren. 12
3.2 Die Internetnutzung im Medienkonzept der Musterschule. 12
II. ENTWICKLUNG, ERPROBUNG UND REFLEXION DES KONZEPTES
„FIT FÜR DAS NETZ“ 14
4. Ausgangsbedingungen an der Musterschule. 14
4.1 Technische und räumliche Ausgangsbedingungen 14
4.2 Ausgangsbedingungen in der Klasse 4a 15
4.2.1 Fragebogen zur Ermittlung der Medien- und Internetkompetenz 16
II
5. Vorüberlegungen und Planung 17
5.1 Integratives Konzept. 20
6. Fit für das Netz - Ein Konzept zur Aneignung und Anwendung von
Kompetenzen im Umgang mit dem Internet. 21
6.1 Ziele des Konzeptes. 21
6.2 Aufbau des Konzeptes 21
6.2 Aufbau des Konzeptes 22
7. Durchführung des Konzeptes mit gleichzeitiger Reflexion der
einzelnen Schritte. 23
7.1 Einstieg 23
7.2 Theoriebaustein. 24
7.2.1 Einheit 1: „Trockenübungen“ 24
7.2.2 Theorie-Check. 25
7.3 Praxisbaustein. 26
7.3.1 Einheit 2: „Erste Schritte im Internet“ 26
7.3.2 Einheit 3: „Gute Seiten - Schlechte Seiten“ 27
7.3.3 Einheit 4: „Suchmaschine“ 27
7.3.4 Einheit 5: „E-Mails“ 29
7.3.5 „Praxis-Check“ 30
7.4 „Surfschein-Prüfung“ 31
7.5 Abschluss. 32
7.5.1 Fragebogen zur Evaluation durch die Schüler 32
8. Resümee und Ausblick 33
9. Literaturverzeichnis 36
10. Internetverzeichnis. 38
11. Anhang 39
III
1. Einleitung
Das Thema der vorliegenden Arbeit lautet “Fit für das Netz - Gelingt es Schülern eines vierten Schuljahres sich auf Grundlage eines Medienkonzeptes Kompetenzen im Umgang mit dem Internet anzueignen und anzuwenden?”. Die Idee zu dieser Arbeit entwickelte sich in den letzten Monaten, als ich auf ein Problem meiner pädagogischen Praxis aufmerksam wurde, das bei mir großes Interesse und Neugierde weckte.
Bereits in den Anfängen meines Referendariats an der Musterschule im Jahr 2005 wurde mir bewusst, welchen enormen Stellenwert die Neuen Medien im schulischen Bildungswesen eingenommen haben. Seien es die in jedem Klassenraum vorhandenen Computer, die verbindlichen Anforderungen der Lehrpläne oder der Richtlinien bezüglich des Einsatzes Neuer Medien im Unterricht, die Entwicklung von Medienkonzepten oder aber die Tatsache, dass manche Schüler bereits besser mit einer Computer-Maus als mit einem Füller umgehen können.
Wegen meines wachsenden Interesses an dieser Thematik und aufgrund meiner eigenen Medienkompetenz wurde ich zur Medienbeauftragten der Schule ernannt. Um den Schülern eine umfassende Medienerziehung zu bieten, setzten sich meine Schulleiterin, mein Konrektor und ich dafür ein, unsere Aula zugleich als Medienraum nutzbar zu machen. Die Stadt Musterhausen bewilligte sogar einen Breitband-Internetanschluss. Mein Enthusiasmus war groß, doch ein Großteil meiner Kollegen konnte diese Begeisterung nicht mit mir teilen. Dies lag jedoch nicht am mangelnden Interesse, sondern eher an den geringfügigen Erfahrungen im Umgang mit dem Internet. Einer Fragebogen-Evaluation zum Thema „Meine Kenntnisse im Umgang mit den Neuen Medien“ innerhalb des Kollegiums kann man entnehmen, dass sich nur 4 von 13 Lehrkräften zutrauen, Kinder anzuleiten, im Internet selbstständig zu recherchieren und dass nur 2 von 13 Lehrkräften geeignete Suchmaschinen für Kinder kennen. 1
Auch das vorhandene Medienkonzept der Musterschule ließ bisher den Aspekt, das Internet als Hilfsmittel oder Gegenstand des Unterrichts zu nutzen, unbeachtet. Ich erkannte, dass eine Überarbeitung und Weiterentwicklung des Medienkonzeptes „gewinnbringend“ wäre. Ein Konzept zur Internetnutzung mit konkreten Nutzungshinweisen könnte meinen Kolleginnen als Grundlage, Hilfe und Stütze dienen, das Medium Internet auch in ihren Unterricht sinnvoll zu integrieren. Als Medienbeauftragte der Schule ergriff ich die Initiative und steckte mir das Ziel, ein Konzept zur Internetnutzung zu entwickeln, das den Schülern grundlegende Kompetenzen im Umgang mit dem Internet vermittelt. Es sollte so konzipiert sein, dass auch Internetlaien, in diesem Fall meine Kolleginnen, sich den Einsatz des Internets im Unterricht zutrauen.
1 vgl. Medienkonzept der Melanchthonschule, Anhang (Stand: Mai, 2003)
1
Folgende zentrale Fragestellungen ergaben sich für mich im Hinblick auf mein Konzept:
1.) Gelingt es Schülern eines vierten Schuljahres sich auf Grundlage des Medienkonzeptes „Fit für das Netz“, Kompetenzen im Umgang mit dem Internet anzueignen und anzuwenden?
2.) Gelingt es mir, im Rahmen meines Konzeptes, bei den Schülern einen kritischen Umgang mit dem Medium Internet anzubahnen?
Ich gliedere meine Arbeit formal und inhaltlich in zwei Teile: Er eine Teil erläutert die theoretischen Grundlagen im Bezug auf das Internet, die für das Verständnis des anderen Teils, der Planung, Durchführung und Reflexion meines Konzeptes von großer Bedeutung sind. Ich möchte aktuelle Aussagen der Literatur zum Medien- und Interneteinsatz in der Grundschule vorstellen und diese mit den praktischen Elementen meiner Arbeit verknüpfen. Im ersten Teil werden Grundlagen und Nutzungsmöglichkeiten des Internets in der Grundschule aufgeführt, wobei die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Interneteinsatzes in der Grundschule und die Verknüpfung zu den Aussagen der Richtlinien und Lehrpläne zu dieser Thematik im Mittelpunkt stehen.
Kern des zweiten Teils meiner Arbeit bilden die Entwicklung, Erprobung und Reflexion des Konzeptes „Fit für das Netz“. Im Resümee erfolgt die Beantwortung der zuvor aufgestellten Fragestellungen. Abschließend wird ein Ausblick auf die weitere Arbeit in dieser Lerngruppe an meinem Konzept und an meiner Ausbildungsschule gegeben.
2
1.1 Zentrale Lehrerfunktionen
Während der Planung, Durchführung und Auswertung des Konzeptes wurde ich als Lehrkraft in folgenden Lehrerhandlungsfeldern aktiv:
I. DAS INTERNET: GRUNDLAGEN UND NUTZUNGS-MÖGLICHKEITEN IN DER GRUNDSCHULE
2. Das Internet in der Grundschule - Grundlagen
Zu Beginn kläre ich grundlegende Begrifflichkeiten, die für das weitere Verständnis meiner Arbeit notwendig sind. Anknüpfend daran, greife ich die Diskussion um den Interneteinsatz in der Grundschule auf und nenne wichtige Argumente. Das Kapitel endet mit der Darstellung des Lernbereichs Medienerziehung und dessen Verankerung in den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule.
2.1 Das Neue Medium Internet
Ein Medium ist im Sinne der Mediendidaktik ein Hilfsmittel, bei dem Informationen präsentiert werden. So versteht man unter Medien (lat. Medium = Mittel) Instrumente, mit denen Informationen zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden. 2 Grundsätzlich unterscheidet man zwischen traditionellen und Neuen Medien. 3 Zu den traditionellen Medien gehören Druckmedien (u.a. Bücher, Zeitungen), audiovisuelle Medien (u.a. TV), Tonträger (u.a. Schallplatte, Compact Disc) oder Bildträger (u.a. Videokassette, DVD). Elektronische Medien (u.a. Computer, Internet, Email) fasst man unter den Begriff „Neue Medien“. 4
Das Internet, das den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet, zählt demnach zu den Neuen Medien. Wörtlich bedeutet Internet (lat. inter = zwischen) Zwischennetz, ein Netz zwischen den Netzen. Es bietet einen breiten Zugriff auf Informationen jeglicher Art und stellt verschiedenartige Kommunikationsmöglichkeiten (siehe Kapitel 3) bereit. 5
2.2 Internet schon in der Grundschule?
Die Diskussion um den Computereinsatz in der Grundschule steht nicht mehr zur Debatte. Für die meisten Schulkinder ist der Computer zur Selbstverständlichkeit zu Hause wie auch in der Schule geworden. Hingegen wird der Einsatz des Internets von Seiten der Pädagogen
2 vgl. Wimmers/ Fischbach, Margit: Lehrer-Kursbuch Internet. Einführung, Tipps, kommentierte Adressen. 3., aktualisierte Auflage. Berlin: Cornelsen Scriptor, 2000, S.20 f.
3 An dieser Stelle ist anzumerken, dass man in der Fachliteratur zu dem Terminus „Neue Medien“ keine einheitliche Definition findet.
4 vgl. Busse, Sascha: Neue Medien in der Schule. Widersprüche - Perspektiven - Konsequenzen. Essen: Busse, 2002, S.14 f.
5 vgl. Wöckel, Stephan: Internet in der Grundschule. Medienpädagogische und -didaktische Grundlagen. Ernst Klett Grundschulverlag GmbH: Leipzig, 2002, S.176 f.
4
und Eltern mit Skepsis betrachtet. Die dagegen vorgebrachten Argumente lauten “zu unübersichtlich, zu unkontrollierbar, zu gefährlich.” 6
Auch bildungspolitisch wird der Einsatz des Internets in der Grundschule kontrovers diskutiert. Grundsätzlich fordert die Bildungspolitik die Medienpädagogik auf, nur solche Anwendungen im Internet zu fördern, die aus der Sicht des Anwenders zu einem Nutzen führen. 7
Häufig führen Medienkritiker das Argument an, dass die Neuen Medien eine Umwelt fördern, in der die Kinder kaum noch Primärerfahrungen machen können. Dieses Argument lässt sich jedoch deutlich widerlegen, indem man festhält, dass „der Interneteinsatz in der Grundschule auf Primärerfahrungen der Schüler basiert. Das Internet kann diese auf vielfältige Weise ergänzen, sie aber niemals ersetzen.“ 8
Für die medienpädagogisch-informationstechnische Beraterin Angela Hilger steht der Interneteinsatz in der Grundschule nicht mehr zur Diskussion. Ihrer Ansicht nach sollte vielmehr der pädagogisch-didaktisch sinnvolle Umgang mit dem Internet im Mittelpunkt stehen. 9
Nach Wöckel gibt es drei Hauptargumente, die die Internetnutzung in der Grundschule befürworten:
1) Das Zukunftsargument
2) Das Lebensweltargument
3) Das Lernargument
Das Aufwachsen in multimedialen Welten erfordert dringend die Förderung Kompetenzen im Umgang mit Medien. Um die Kinder frühstmöglich darin zu fördern, sollte bereits in der
6 vgl. Angela Hilger: Kinder im Netz: WWW = Wir wissen, wie´s geht. In: Büttner, Christian/ Schwichtenberg, Elke: Grundschule digital. Möglichkeiten und Grenzen der neuen Informationstechnologien. Beltz Verlag: Weinheim und Basel 2001, S.270.
7 vgl. Toman, Hans: Computerkinder in der Grundschule. Zur Aneignung individueller Medien- und Internetkompetenz auf Basis vorhandener Lesekompetenz am Ende des 1. Schuljahres. Schneider Verlag: Hohengehren 2002, S.152 f.
8 Plieninger, Martin: Das Internet- Katalysator für problemlösende Lernumgebungen. Medialer Wandel in Elternhaus und Schule. In: Praxis Grundschule 1/2003, S. 4.
9 vgl. Hilger 2001, S.271.
10 vgl. Wöckel 2002, S.157 ff.
5
Grundschule der Grundstein gelegt werden. In der MSWWF im Jahr 1999 hieß es, dass der kompetente Umgang mit Neuen Medien eine wichtige Schlüsselqualifikation für die Zukunft darstellt. 11
Aufgabe der Schule ist es, den Kindern Möglichkeiten zu schaffen, einen sinnvollen und kritischen Umgang mit Medien zu erlernen. Die Schüler müssen außerdem lernen, Chancen und Gefahren einschätzen zu können - auch schon in der Grundschule! Als Grundvoraussetzung für die Internetnutzung in der Schule gilt es, mit den Schülern Verhaltens- und Sicherheitsregeln für das Surfen im Internet zu erarbeiten und festzuhalten. Nur so können sie vor Gefahren (Gewaltdarstellungen oder -verherrlichungen, Pornographie, Extremismus) geschützt werden und sich selbst schützen.
2.3 Medienerziehung in der Grundschule
Die Medienerziehung ist zu einem zentralen Ziel schulischer Bildung geworden. Sie ist ein fächerübergreifender Lernbereich in der Grundschule. Somit kommt für die Umsetzung nur ein integratives Konzept in Frage und kein eigenständiges Unterrichtsfach. “Medienerziehung sollte insgesamt auf ein integratives Konzept ausgerichtet sein. Langfristig geht es in der Schule darum, die medienerzieherischen Aktivitäten für die einzelnen Altersgruppen und Bildungsgänge sowie die Aktivitäten in den verschiedenen Fächern und Lernbereichen in einem Orientierungsrahmen der Medienerziehung aufeinander abzustimmen.” 12
Neben den traditionellen Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen bezeichnet man die Medienkompetenz bereits als vierte Kulturtechnik. Zu dem Begriff „Medienkompetenz“ findet man keine einheitliche Definition. Oftmals werden darunter ausschließlich die technischen Handhabungsfähigkeiten verstanden. Unberücksichtigt bleibt immer wieder die Fähigkeit sinnvoll und effektiv mit Medien umzugehen. So beschreibt Tulodziecki den Begriff Medienkompetenz als die Fähigkeit “Medienangebote sinnvoll auszuwählen und zu nutzen, […], Mediengestaltung zu verstehen und zu bewerten”. 13 Internetkompetenz könnte man somit als einen Teilaspekt von Medienkompetenz bezeichnen. Sie umfasst die Fähigkeit, sich die verfügbaren Anwendungsdienste des Internets zur Informationsgewinnung, -verarbeitung und -verbreitung zunutze machen zu können. Anders als bei den bekannten, in der Schule eingesetzten Medien zur rezeptiven
11 vgl.Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Zukunft des Lehrens - Lernen für die Zukunft: Neue Medien in der Lehrerausbildung. Rahmenkonzept. Frechen 2000, S. 10 f.
12 Bund-Länder-Kommission für Bidlungsplanung und Forschungsförderung (Hrsg.): Medienerziehung in der Schule - Orientierungsrahmen. Heft 44. Bonn 1995, S.3.
13 Tulodziecki, Gerhard: Medien in Erziehung und Bildung. Klinkhardt Verlag: Bad Heilbrunn 1997, S.9.
6
Informationsgewinnung, handelt es sich beim Internet um ein “Medium im didaktischen Sinne”. 14 Das bedeutet, der Nutzer des Internets muss aktiv werden, um Informationen empfangen zu können. Zugleich kann er auch als Sender von Informationen auftreten. So stellt der Einzug der digitalen Informationsmedien für die Grundschule eine Herausforderung dar, denn ein frühzeitiger kompetenter Umgang mit dem Internet erscheint sinnvoll, zumal es zur Alltagswirklichkeit der Kinder gehört.
2.4 Aussagen der Richtlinien und Lehrpläne zum Einsatz Neuer Medien in der Grundschule
Die Richtlinien und Lehrpläne legen Aufgaben, Ziele und Inhalte der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Grundschule fest. Ihre Vorgaben für das Lehren und Lernen sind verbindlich. So wird gewährleistet, dass allen Schülern der Grundschule ein gewisser Wissenserwerb und grundlegende Kompetenzen vermittelt werden. Ergänzend werden den Richtlinien und Lehrplänen Vorgaben zu pädagogisch und gesellschaftlich bedeutsamen schulform- und schulstufenübergreifenden Aufgabenbereichen hinzugefügt. In diesen Vorgaben ist die Medienerziehung ein wichtiger Aspekt. 15
Unter Punkt 4 “Lehren und Lernen in der Grundschule” der Richtlinien heißt es, dass es Aufgabe der Grundschule ist, die Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder aufzugreifen und sie mit den Anforderungen fachlichen und fächerübergreifenden Lernens zu verbinden. Die Medien sind neben drei weiteren Aspekten diesem Grundsatz untergeordnet. Sowohl die traditionellen als auch die Neuen Medien können entweder als Hilfsmittel des Lernens oder als Gegenstand des Unterrichts genutzt werden. 16 In meinem Konzept „Fit für das Netz“ sollen beide Elemente miteinander vernetzt werden. Die folgende Grafik visualisiert diese Vernetzung:
14 Hildebrand, Jens: Internet - Ratgeber für den Unterricht. 7., neubearbeitete Auflage. Aulis Verlag Deubner: Köln 2005, S.89.
15 vgl. Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Ritterbach Verlag: Düsseldorf 2003, S.13.
16 vgl. Richtlinien und Lehrplänen 2003, S.18.
7
Abbildung: Medien als Hilfsmittel oder Gegenstand der unterrichtlichen Förderung von
Medienkompetenz 17
Übergeordnetes Ziel der systematischen Arbeit ist die Entwicklung von Medienkompetenz bei Schülern. Des Weiteren werden folgende Ziele und Bedingungen im Bezug auf den Medieneinsatz benannt: Der Grundschulunterricht soll den Schülern Orientierung über wichtige Informationsmöglichkeiten vermitteln und sie zudem anleiten, die Neuen Medien sinnvoll zu nutzen. Die Schüler sollen Möglichkeiten und Grenzen einer durch Medien geprägten Lebenswirklichkeit erfahren, indem die Medien selbst zum Gegenstand der Arbeit im Unterricht werden. 18
Der sinnvolle Einsatz von Medien ist auch ein grundlegendes Anliegen der Lehrpläne. In jedem Unterrichtsfach bietet sich der Einsatz von Medien an. Hier wird jedoch nicht immer explizit zwischen traditionellen und Neuen Medien unterschieden. Bezugnehmend auf mein Konzept richte ich den Fokus der folgenden Ausführungen auf die Aussagen der Lehrpläne für die Fächer Sachunterricht und Deutsch im Bezug auf die 3. und 4. Klasse. Im Sachunterricht dienen Medien insbesondere der Informationsbeschaffung. Zugleich können die Schüler Gestaltungsmöglichkeiten kennen lernen, die die Neuen Medien für die Verarbeitung und Präsentation von Informationen und für die Gestaltung von eigenen Produkten bieten. Zu den Unterrichtsgegenständen der Klassen 3 und 4 gehört es, dass die
17 angelehnt an den Vortrag „Informationen zum Medienbesuch“ von Frau Pribnow-Baues im Rahmen Lehramtsanwärter-Konferenz im Studienseminar Duisburg, 16. März 2006.
18 vgl. Richtlinien und Lehrpläne 2003, S.18.
8
Arbeit zitieren:
Sabrina Gräf, 2006, Fit für das Netz - Gelingt es Schülern eines 4. Schuljahres sich auf Grundlage eines Medienkonzeptes Kompetenzen im Umgang mit dem Internet anzueignen und anzuwenden? , München, GRIN Verlag GmbH
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