Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Rhythmus: Definition. 4
2. Die Grundidee von Carl Orff 4
3. Rhythmusvermittlung nach Carl Orff 5
3.1 Körperinstrumente. 5
3.2 "Orff-Instrumente" 5
3.3 Anwendung der Orff-Instrumente im Musikunterricht 7
4. Eigene Idee zur Rythmusvermittlung in der Primarstufe. 8
4.1 Einführungsgeschichte: Stips und Michi. 8
4.2 Das Lied 9
4.3 Begleitvorschlag. 9
4.4 Erweiterungsmöglichkeiten. 9
5. Ziele der musikalisch-rhythmischen Erziehung 10
6. Schluss. 12
Literaturverzeichnis. 13
2
Einleitung
In der folgenden Arbeit soll eine mögliche Art der Rhythmusvermittlung in der Primarstufe dargestellt werden, die auf den Ideen von Carl Orff (1895-1982) basiert.
Doch bevor explizite Beispiele der Rhythmusvermittlung genannt werden, wird zunächst die Definition des Begriffs „Rhythmus“ im ersten Kapitel geklärt, um Missverständnisse auszuschließen.
Anschließend wird die Grundeinstellung Carl Orffs zur Rhythmuserziehung und der pädagogischen Bedeutsamkeit des Musikunterrichts dargelegt. Aus dieser Grundeinstellung heraus entwickelte er eine neue Form der Rhythmusvermittlung. Die dazu notwendigen Vorraussetzungen und die Art und Weise ihrer Realisierung werden im folgenden Kapitel beschrieben. Dazu wird dargelegt, welche Mittel er in seiner pädagogischen Arbeit einsetzte. Die grundlegendsten Dinge, die sich leicht in jeden Musikunterricht übertragen lassen, werden hier aufgeführt. Als elementarstes „Instrument“ im Musikunterricht wird der eigene Körper genannt. Nachdem diese Art und Weise des Musizierens erläutert wird, werden die so genannten „Orff-Instrumente“ dargestellt. Anschließend wird erläutert, wie sich diese Aspekte in den Musikunterricht der Primarstufe integrieren lassen.
Nach der Vorlage von Werner Beidingers „Hügelchen im Wald“ habe ich zu einer von mir erfundenen Geschichte ein Lied mit Begleitung komponiert, um eine Gestaltungsmöglichkeit einer Unterrichtsstunde aufzuzeigen. Orff selbst sah seine Gestaltungsideen nicht als die einzige Gestaltungsform der rhythmischen Erziehung. Er selbst verwies darauf, dass sie einen Aufforderungscharakter erfüllt. Ich habe deshalb auch Erweiterungsmöglichkeiten zu meiner Musikgeschichte gegeben. Dadurch soll deutlich werden, dass mein Beispiel auch nur eine Anregungsmöglichkeit für eine ähnliche Unterrichtsgestaltung sein kann.
Im letzten Kapitel werden die Ziele dargestellt, die durch einen Musikunterricht nach Orffs Ideen erreicht werden, bzw. erreicht werden können. Im Schlusswort habe ich mich auf die aktuelle Vermarktung von Musik und die aktuelle Situation in den Schulen bezogen und im Bezug zum Thema kommentiert.
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1. Rhythmus: Definition
Der Begriff kommt vom griechischen Wort „rhythmós“ und beschreibt den „kontrollierte Fluss hörbarer oder sichtbarer Bewegung“, die durch eine „geordnete Aufeinanderfolge einzelner Bestandteile der jeweiligen Ausdrucksform“ erzeugt werden. (vgl. Microsoft® Encarta® Enzyklopädie Professional 2003 „Rhythmus“) Es gilt als wichtiges künstlerisches Element der Musik, der Kunst, der Dichtung und des Tanzes. Orff wollte sie mit Rhythmus und Bewegung pädagogisch verbinden. Er schreibt: „Rhythmus ist kein Abstraktum. Rhythmus ist das Leben selbst. Rhythmus wirkt und bewirkt, er ist die einigende Kraft von Sprache Musik und Bewegung.“ (Orff, 1976, S. 17) Deshalb sei Rhythmus schwer zu lehren. Man könne ihn nur lösen, bzw. entbinden. (vgl. ebd.)
2. Die Grundidee von Carl Orff
Orff wollte die einigende Kraft des Rhythmus in seiner musikalisch-rhythmischen Erziehung betonen. Rhythmus kann Musik, Sprache und Bewegung einigen. Dies wurde im Orff-Schulwerk verwirklicht. (vgl. ebd.; vgl. Haselbach, 1983, S. 154)
Orff hielt Musik für etwas Elementares und Natürliches. Er sagte: „Die Musik fängt im Menschen an", so habe auch Musikunterricht im Menschen zu beginnen. Ein von seinem inneren Rhythmus bestimmter musizierender Mensch ist nach Orffs Verständnis ein elementar bewegter Mensch. Der Begriff „elementar“ beschreibt in diesem Sinn das Unikale der Musik- und Tanzerziehung (vgl. Wolfgart, 1975, S. 30). Im Wort befindet sich die Vokabel 'Elan'. Elan kommt vom griechischen „ela-ynein“. Dies ist als wurzelhaftes Hervortreiben gemeint. Im Bezug auf elementares Musizieren ist es als das "Elementare im Menschen" und aus sich selbst tätige, das aus sich Wirkende, sich selbst Organisierende, als Vorgang, als Prozess des Hervorbringens zu verstehen. Es beschreibt die spielende und übende Einbindung des Menschen im ständigen Prozess des Hervorbringens durch Kenntnis von Material und Technik: der Fähigkeit, dem Hervorgebrachten Gestalt geben zu können. (vgl. ebd. S. 30ff.)
Wenn Kinder Geschichten im Musikunterricht verklanglichen, nehmen sie Texte mit der Stimme und mit Instrumenten wahr. Sie erfahren den Zusammenhang von Musik und Sprache und deren Ergänzung als Kommunikationsmittel.
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Arbeit zitieren:
Kathrin Niemeyer, 2003, Rhythmusvermittlung in der Primarstufe, München, GRIN Verlag GmbH
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