In der vorliegenden Arbeit sollen verschiedene Aspekte von Organisationen betrachtet werden. Nach der Begriffserläuterung im alltäglichen und im soziologischen Sprachgebrauch wird näher auf die Rolle der Organisation und der Organisiertheit im alltäglichen Leben eingegangen. Im Anschluss daran werden die Ziele und die historische Entwicklung verschiedener Organisationsformen genauer erläutert. Den Schluss bildet ein aktueller Praxisbezug, der sich auf die doppelte Wirklichkeit der Unternehmen bezieht.
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Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsbestimmung Organisationsbegriff 3
2. Organisiertheit im Alltag 6
3. Ziele von Organisationen 8
4. Organisationsentwicklung 10
5. Doppelwirklichkeit von Unternehmen 12
Literaturverzeichnis
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1. Begriffsbestimmung
Der Begriff Organisation ist eine sehr weit gefasste Bezeichnung, die aus der Umgangssprache abgeleitet wird. Es gibt nicht nur Unterschiede hinsichtlich des Gebrauches in der Alltagssprache und dem der Sozialwissenschaftler, sondern auch verschiedene Interpretationsdifferenzen innerhalb der Soziologie. Organisation ist demnach ein vieldeutiger Begriff, der je nach Zielsetzung, Bezugsrahmen und der vorhandenen Situation auf verschiedene Sachverhalte verweist.
Man kann erstens zwischen einem dynamischen und einem statischen Organisationsbegriff unterscheiden. Bei einer dynamischen Organisiertheit liegt das Augenmerk mehr auf den Prozessen innerhalb einer Organisation und bei dem statischen Begriff wird mehr Bedeutung auf die fixierten Strukturen gelegt. (Vergl. Endrumweit, G. / Trommsdorff, G.(2002)).
Eine zweite Unterteilung wird von Klaus Türk spezifiziert. Er grenzt die Begriffe Organisieren, Organisiertheit und Organisat systematisch voneinander ab. Organisieren bedeutet die Planung und Beschreibung einer Handlungsanordnung. Organisiertheit bezeichnet eine Eigenschaft gemeinsamen Handelns. Hierbei spielen auch Erwartungen an die beteiligten Personen untereinander eine große Rolle. Wenn man keine Annahmen über die Handlungen der teilhabenden Mitglieder präzisieren kann, ist es auch nicht möglich von einer Organisiertheit der Teilnehmer zu sprechen, da keine Strukturen von Handlungen vorgegeben sind. In diesem Fall ist wohl eher von Unorganisiertheit und Chaos die Rede. Das Organisat gilt nicht als ein Merkmal der Organisation selbst, sondern umschreibt das komplette Gebilde. Ein Organisat ist also eine Schule, ein Verein oder ein Autohaus, welche in der Lage sind sich selbst zu reproduzieren und abgrenzt von der Umwelt bestehen. (Vergl. Türk, K. (1992)). Unterschieden werden muss auch zwischen dem instrumentellen und dem institutionellen Organisationsbegriff. Instrumentell bedeutet, dass eine Organisation innerhalb eines Unternehmens notwendig ist um eine Kooperation und Struktur zu ermöglichen. In diesem Fall ist die Organisation das Mittel zum Zweck. „Ein Unternehmen hat Organisation“ (Vergl. Picot / Dietl / Franck (2002), S. 28).
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Der institutionelle Begriff dagegen wird als Bezeichnung für die Organisation als soziales System angewandt. „Das Unternehmen ist eine Organisation“ (Vergl. Picot / Dietl / Franck (2002), S.28).
Allgemein kann man sagen, dass Organisationen als Zusammenschlüsse von Personen folgende Merkmale gemeinsam haben:
1. Sie werden zur Verwirklichung spezifischer Zwecke geschaffen. Deswegen ist jede Organisation auf Grund ihrer eindeutigen Bestimmung von anderen Einrichtungen abgegrenzt. Je größer die Organisation ist, umso mehr Zwecken dient sie. Somit verschwimmen die Grenzen, das heißt man kann keine eindeutige Zweckzuschreibung mehr vornehmen. Außerdem ist fraglich, welche man als die primären Aufgaben deuten soll. Meistens steht hinter dem öffentlichen Hauptziel noch ein anderes, internes Ziel, welches es zu verwirklichen gilt. 2. Ein weiteres wichtiges Merkmal von Organisationen ist die Gliederung in verschiedene Sachbereiche. Es gibt in jedem Unternehmen eine, mehr oder weniger, scharf getrennte Aufgabenteilung, die eine Spezialisierung eines Mitarbeiters im jeweiligen Fachbereich zur Folge hat. Diese Untergliederung der Aufgaben wird in Organisationsplänen, so genannten Organigrammen, festgehalten. Am Beispiel der Universität Chemnitz ist dies gut nach zu vollziehen. (siehe Abbildung 2.1) 3. Jedes Unternehmen muss mit einer Leistungsinstanz aufgestattet sein. Dieser unterliegt die gesamte Verantwortlichkeit in Hinblick auf die Verwirklichung des Zweckes und der festgelegten Zusammenarbeit. Diese Leistungsinstanz muss nach innen und nach außen die Organisation vertreten. (Vergl. Büschges (1983)) Wie aus dem Organigramm der TU Chemnitz hervorgeht ist die Leistungsinstanz in diesem Fall durch den Senat, das Konzil und das Kuratorium festgelegt. Nach außen hin ist jedoch besonders das Rektoratkollegium repräsentativ. 4. Ein weiteres Merkmal ist die formale oder informelle Verfassung, die einer jeden Organisation zu Grund liegt.
David Silvermann erachtet andere Merkmale als bedeutend und weist auf eine strikte Unterscheidung zwischen Organisation und Institution hin. Bei ihm werden die Merkmale einer bewussten Gründung der Organisation und somit ein festgelegter Zeitpunkt, daraus entstehende Beziehungsverflechtungen und die Diskussion um
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Soz. Katja Hüttner, 2006, Betrachtung verschiedener Aspekte von Organisationen, München, GRIN Verlag GmbH
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