Inhalt
Inhalt........................................................................................................................... 2
1. Einleitung: Die Entstehung des Grundgesetzes 3
2. Wichtige Normen im Überblick 4
3. Streitfragen 7
3.1. Soziale Grundrechte 7
3.2. Direktdemokratische Elemente 8
3.3. Weitere Streitfragen 8
4. Fazit: Das Grundgesetz - Antwort auf Weimar. 9
5. Literatur 10
1. Einleitung: Die Entstehung des Grundgesetzes 1
Mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1949 ging der Untergang der deutschen Staatsgewalt einher. Deutschland wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt, schnell stellte sich heraus, dass eine gemeinsame Deutschlandpolitik der Besatzungsmächte wegen ideologischer Differenzen nicht möglich war. Berlin befand sich unter der gemeinsamen Verwaltung der Siegermächte, hier galt das Grundgesetz bis 1990 nur eingeschränkt. Die UdSSR war als Besatzungsmacht im östlichen Teil Deutschlands an einer Einheit des Landes bzw. der Besatzungszonen interessiert, da die Westmächte aber eine „Sowjetisierung“ fürchteten, kam es nicht dazu. Bei den letzten freien Landtagswahlen 1946 kam die Sozialistische Einheitspartei in den Ländern der Sowjetzone zu keiner absoluten Mehrheit. Unter diesen Voraussetzungen begannen in den westlichen Besatzungszonen die Vorarbeiten für eine verfassunggebende Versammlung: An der Münchner Ministerpräsidentenkonferenz im Juni 1947 nahmen letztmals die Ministerpräsidenten der Sowjetzone teil, im Verlauf der Konferenz verließen sie diese dann auf Geheiß Moskaus. Da nunmehr eine zumindest vorläufige Trennung des Gebietes der vier Besatzungszonen unausweichlich erschien, beschlossen die Westalliierten unter Beteiligung der Nachbarländer Luxemburg, Belgien und der Niederlande auf der Londoner Sechs-Mächte-Konferenz die Frankfurter Dokumente: Durch die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung sollte ein demokratischer und föderalistischer Staat geschaffen werden.
Unter diesen Vorgaben konferierten die westdeutschen Ministerpräsidenten in Koblenz und beschlossen, eine gesamtdeutsche Verfassung zurückzustellen, bis die Voraussetzung, also die Einheit Deutschlands, geschaffen sei. Man einigte sich auf den Namen „Grundgesetz“ für diese provisorische Verfassung. Im Anschluss an eine Sachverständigenkonferenz auf Herrenchiemsee nahm der Parlamentarische Rat am 1. September 1948 seine Arbeit auf. Die 65 Abgeordneten waren zuvor von den westdeutschen Landtagen gewählt worden. Gemäß den politischen
Kräfteverhältnissen setze er sich wie folgt zusammen: CDU/CSU und die SPD waren
1 Laut Aufgabenstellung ist die Verwendung von Fußnoten in dieser Arbeit nicht vorgesehen. Zitate
werden daher neben der Kenntlichmachung durch Anführungszeichen im Text mit einer
Quellenangabe versehen. Soweit es sich um Grundgesetzzitate handelt, ist folgende Fassung
maßgeblich: Gesetzesbeschluss vom 30.6.2006 (BR-Drucks. 462/06).
mit jeweils 27 Abgeordneten bestimmend, die kleineren Parteien (FDP, Zentrum, DP, KPD) stellten zusammen elf Mitglieder. Zum Präsidenten des Rates wurde Konrad Adenauer gewählt.
Am 8. Mai 1949, also genau vier Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation, stimmten die Mitglieder über das Grundgetz ab; eine klare Mehrheit von 53 gegen zwölf Stimmen nahm den Entwurf des Grundgesetzes an. Anschließend wurde das Grundgesetz in elf von zwölf Landtagen angenommen. Da eine Volksabstimmung wegen des provisorischen Charakters nicht gewollt war, trat das Grundgesetz am 23. Mai 1949 in Kraft.
2. Wichtige Normen im Überblick
Bereits die Präambel des Grundgesetzes gehört nach Auffassung der Staatsrechtslehre zu den verfassungsrechtlichen Normen. Sie bestimmt: „[…] Die Deutschen […] haben die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“ Dieser Satz besagt, dass die Bundesrepublik Deutschland keine weiteren Gebietsansprüche erhebt. Der Aufruf, der in der Präambel bis zur Vereinigung zu finden war, „[…] das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, […] die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden“ ist mit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes erfüllt.
Unmittelbar am Anfang des Grundgesetzes sind die Grundrechte zu finden. Im Unterschied zur Weimarer Reichsverfassung räumen die Väter des Grundgesetzes ihnen somit den wichtigsten Platz in der Verfassung ein. Diese Stellung der Grundrechte ist historisch einmalig und als Reaktion auf die NS-Unrechtsregime zu deuten. Es sind vier Grundrechtsarten zu unterscheiden: Freiheitsrechte (Abwehrrechte) geben dem einzelnen Bürger einen Anspruch auf Unterlassung staatlicher Eingriffe in seine persönliche Rechtssphäre. Nach dem klassischen liberalen Verständnis hat der Mensch einen angeborenen Freiheitsbereich, in den nicht eingegriffen werden darf. Dies wird auch als Naturrechtslehre bezeichnet. Die zweite Gruppe stellen die politischen Grundrechte dar. Sie beinhalten Mitwirkungsbefugnisse im Gemeinwesen, zu nennen ist hier insbesondere das aktive und passive Wahlrecht. Ob das Grundgesetz „Teilhaberechte“ gewährt, ist bisher
Arbeit zitieren:
Tim Peters, 2008, Das Grundgesetz - Antwort auf Weimar, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Entwicklung von Bindungsverhalten und Bindungsstörungen aus der Si...
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Studienarbeit, 17 Seiten
Grundlagen des Bindungsverhaltens im Kleinkindalter und ihre Auswirkun...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 15 Seiten
Soziale Ungleichheit in Deutschland
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 17 Seiten
Nationales Regieren in der EU am Länderbeispiel Italien: Sind die ital...
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Sozialisation in und durch die peer-group
Soziologie - Kinder und Jugend
Referat (Ausarbeitung), 36 Seiten
Kinder und Politik- Im Blickwinkel der UN-Kinderrechtskonvention
Soziologie - Kinder und Jugend
Seminararbeit, 23 Seiten
Verschiedene Unterrichtsmethoden
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 16 Seiten
Professionalisierung und Schulentwicklung
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Die Bundesländer und die Europäische Union
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Die Weimarer Reichsverfassung und das Grundgesetz der Bundesrepublik D...
Gegenwart und Zukunft
Jura - Öffentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte
Skript, 78 Seiten
Der Wissensansatz von Helmut Willke - Beschreibung, Reflexion und Krit...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Seminararbeit, 14 Seiten
Handlungsebenen und Mehrebenenregieren
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit, 31 Seiten
Tim Peters's Text Das Grundgesetz - Antwort auf Weimar ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Tim Peters hat den Text Das Grundgesetz - Antwort auf Weimar veröffentlicht
Tim Peters hat einen neuen Text hochgeladen
Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Lehrerband
Kolleg Politik und Wirtschaft,...
Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2009 / Design Award of the ...
Rat für Formgebung
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Rechtsstand: Mai 2010
Hans D. Jarass, Bodo Pieroth
0 Kommentare