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Interpretative Gerontopsychologie

Konkretisierung von Handlungstheorien in der Psychologie

Titre: Interpretative Gerontopsychologie

Essai , 2008 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Dilek Pehlivan (Auteur)

Psychologie - Divers
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Im Verlauf der Entwicklung des Menschen stellt der letzte Lebensabschnitt eine Phase dar, die mit bestimmten differenzierten psychischen und psychosozialen Lebensproblemen einhergeht.
Wie jedoch kann man diese besonderen Probleme am besten beschreiben, wie die Zusammenhänge ihrer Entstehung aufklären und was kann man am besten tun, um diese Probleme zu minimieren? Gibt es im Zeitalter der technischen Vernunft die Möglichkeit, den Alternsprozess durch Einsatz der Technologie zu verlangsamen? Was wären Bedingungen für die Langlebigkeit und wie werden überhaupt die Veränderungen des Alternsprozesses systematisiert ?
An dieser Stelle setzt die Gerontopsychologie an, die sich der Beantwortung dieser Fragen angenommen hat. Es ist vielmehr die Entdeckung eines lebenspraktischen Problems, als nur die drastische Veränderung der häufiger genannten Alterspyramide unserer Gesellschaft, welche die Gerontopsychologie dazu antreibt, den alten Menschen in den Vordergrund seiner psychologischen Forschung zu stellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interpretative psychologische Alternsforschung

2.1 Selbstverständnis der Gerontopsychologie

2.2 Gerontopsychologie als aufgabenorientiertes Fach

2.3 Psychologische Alternstheorien

2.4 Altersdefizite und Kompetenzen

3. Technologisches Interesse in der Gerontopsychologie

3.1 Das mechanistische Denkmodell

3.2 Intervention

3.3 Technologie

3.4 Interventionsgerontologie als Technologie?

4. Systematische Erfassung altersabhängiger Veränderungen

4.1. Die Messung von Alternsvorgängen

4.2 Fehlerquellen der beiden Untersuchungsvarianten

4.3 Repräsentativität der Stichproben

4.4 Methodische Probleme in der Forschung mit dem alternden Forschungspartner

4.5 Altersangemessene Forschungsmethoden

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Fachgebiet der Gerontopsychologie im Kontext ihrer interpretativen Ausrichtung und der zunehmenden Technisierung von Interventionsansätzen bei alternden Menschen, um ein tieferes Verständnis für den Stellenwert des Alterns in der heutigen Gesellschaft zu schaffen.

  • Interpretative versus mechanistische Forschungsansätze im Alter
  • Psychologische Alternstheorien (Defizit-, Aktivitäts-, Austausch- und ökologische Modelle)
  • Technologisches Interesse und Intervention in der Gerontologie
  • Methodische Herausforderungen bei der Erforschung des Alterns (Messung, Stichproben, Rekrutierung)
  • Entwicklung altersangemessener Forschungsmethoden

Auszug aus dem Buch

3.1 Das mechanistische Denkmodell

Die Erschaffung der funktionierenden Maschine hat das Interesse am mechanistischen Denkmodell eingeleitet. Die Maschine als menschliches Erzeugnis wurde als Vorbild für eine funktionierende Welt und als Symbol prinzipieller Machbarkeit, Kontrollierbarkeit und Beherrschbarkeit angesehen. Das Wissen über das Funktionieren einer Maschine vermittelt absolute Sicherheit dadurch, dass es überschaubar, abgeschlossen, komplett und voraussehbar ist. Wissenschaftliches Handeln geht in praktisches Handeln ein.

Die Konsequenz des mechanistischen Denkmodells ist, dass dieses wissenschaftliche Wissen auch auf menschliche Organismen übertragen wird. Der Organismus, der zwar nicht vom Menschen erschaffen ist und Eigenaktivität besitzt, ist mit Hilfe mechanistischen Wissens genauso kontrollierbar wie eine Maschine und unter eben dieser Voraussetzung der Eigenaktivität ist auch die “ziel- gerechte Entwicklung” machbar.

An dieser Stelle ist die Praxisorientierung der Gerontopsychologie wieder zu erkennen, denn laut Kaiser, wird “Handeln, das sich in lebenspraktischen Zusammenhängen eines solchen Wissens bedient, …technologisches Handeln” genannt (Kaiser 1989, S.28).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Dringlichkeit, Probleme des Alterns wissenschaftlich zu erfassen, und legt den Fokus auf die interpretative Gerontopsychologie.

2. Interpretative psychologische Alternsforschung: Dieses Kapitel definiert das Selbstverständnis der Gerontopsychologie, erläutert ihre aufgabenorientierte Natur und stellt verschiedene psychologische Alternstheorien gegenüber.

3. Technologisches Interesse in der Gerontopsychologie: Es wird die Übertragung mechanistischer Denkmodelle auf die Gerontologie sowie das Konzept der Intervention und deren technologische Implikationen diskutiert.

4. Systematische Erfassung altersabhängiger Veränderungen: Dieses Kapitel analysiert methodische Herausforderungen bei der Messung von Alternsprozessen, Fehlerquellen, Repräsentativitätsfragen und die Notwendigkeit altersangemessener Forschungsmethoden.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit plädiert gegen eine rein technologische Behandlung menschlicher Altersprobleme und betont die Bedeutung einer aufklärenden und unterstützenden Gerontopsychologie.

Schlüsselwörter

Gerontopsychologie, Alternsprozess, Lebenszufriedenheit, Interventionsgerontologie, mechanistisches Denkmodell, interpretative Forschung, Altersdefizite, Alterskompetenzen, Methodik, Querschnittuntersuchung, Längsschnittstudie, Forschungspartner, psychologische Alternstheorien, angewandte Gerontologie, technisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konkretisierung von Handlungstheorien in der Psychologie, speziell im Feld der Gerontopsychologie, unter Berücksichtigung sowohl interpretativer als auch technologisch orientierter Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die psychologischen Theorien zum Altern, die methodischen Hürden in der gerontopsychologischen Forschung sowie das Spannungsfeld zwischen technischer Intervention und dem Verständnis für die Autonomie älterer Menschen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Einblick in die interpretative Gerontopsychologie zu geben und die Dringlichkeit einer anwendungsbezogenen Auseinandersetzung mit dem Alternsprozess zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Literatur, insbesondere des „Entwurfs einer interpretativen Gerontopsychologie“ von Kaiser (1989).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Alternsmodelle, die kritische Analyse des technologischen Interesses an der Gerontologie sowie die methodische Diskussion zur Erfassung von Alternsvorgängen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gerontopsychologie, Altersdefizite, Lebenszufriedenheit, technologische Intervention und methodische Forschungsprobleme.

Inwiefern beeinflusst das mechanistische Denkmodell die Forschung?

Es führt zu einer Tendenz, den menschlichen Organismus wie eine Maschine kontrollierbar und manipulierbar zu machen, was ethische Fragen aufwirft und die Vielfalt individueller Lebensformen vernachlässigen kann.

Warum sind Standard-Forschungsmethoden bei alten Menschen oft problematisch?

Viele Instrumente sind nicht an die physischen oder psychischen Bedürfnisse älterer Menschen angepasst, was zu Inkompatibilität und verfälschten Ergebnissen führen kann.

Was wird unter der "dialogischen Methode" verstanden?

Sie ist ein interpretativer Ansatz, bei dem Forscher und betroffene ältere Menschen partnerschaftlich Handlungsinterpretationen erarbeiten, was Vertrauen schafft und als leicht bewältigbare Testvariante dient.

Warum ist das Thema der Altersweisheit für die Gerontopsychologie wichtig?

Altersweisheit dient als Beispiel für eine positive Alterskompetenz, die der negativen Sichtweise von Defiziten und Krankheiten im Alter entgegenwirkt.

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Résumé des informations

Titre
Interpretative Gerontopsychologie
Sous-titre
Konkretisierung von Handlungstheorien in der Psychologie
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Psychogerontologie)
Cours
Seminar
Note
2,0
Auteur
Dilek Pehlivan (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
17
N° de catalogue
V120800
ISBN (ebook)
9783640247400
ISBN (Livre)
9783640247769
Langue
allemand
mots-clé
Interpretative Gerontopsychologie Seminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dilek Pehlivan (Auteur), 2008, Interpretative Gerontopsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120800
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Extrait de  17  pages
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