Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2 Figur, Figurenrelation und Figurenkonstellation 4
3 Weibliche Figuren im Roman „Die Mutter“ 6
4 Die weiblichen Hauptfiguren 8
4.1 Mar’â Korsunova 8
4.1.1 Mar’â Korsunovas Aussehen und Auftreten. 8
4.1.2 Mar’â Korsunova und die Mutter 9
4.1.3 Zusammenfassung 13
4.2 Nataša 13
4.2.1 Natašas Aussehen und Auftreten 13
4.2.2 Natašas Herkunft und die Beziehung zu ihrer Familie 14
4.2.3 Nataša und die Mutter. 16
4.2.4 Natašas Beziehung zu Pavel und Andrej 19
4.2.5 Zusammenfassung 22
4.3 Saša 23
4.3.1 Sašas Aussehen und Auftreten 23
4.3.2 Saša und ihre Herkunftsfamilie 23
4.3.3 Saša und die Mutter 25
4.3.4 Zusammenfassung 28
4.4 Sof’â. 28
4.4.1 Sof’âs Aussehen und Auftreten 28
4.4.2 Sof’â und ihre Herkunftsfamilie 31
4.4.3 Sof’â und die Mutter. 33
4.4.4 Zusammenfassung 38
4.5 Lûdmila. 38
4.5.1 Lûdmilas Aussehen und Auftreten 38
4.5.2 Lûdmilas Familie. 39
4.5.3 Lûdmila und ihr Pflegesohn 40
4.5.4 Lûdmilas und ihre Genossen 41
4.5.5 Lûdmila und die Mutter. 42
4.5.6 Zusammenfassung 45
4.6 Tat’âna 46
4.6.1 Zusammenfassung 49
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5 Fazit. 50
6 Literatur. 52
6.1 Primärliteratur. 52
6.2 Sekundärliteratur. 52
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1 Einleitung
Im Zentrum des Romans „Die Mutter“ von Maksim Gor'kij steht Pelageâ Nilovna Vlasova geb. Seregina - die Mutter. Nach ihr ist der Roman benannt und sie kommt, mit Ausnahme des ersten Kapitels des ersten Teils, in jedem Kapitel vor. Im Roman wird ihre persönliche Entwicklung von der verängstigten und gequälten Arbeiterfrau zur bewussten Revolutionärin dargestellt. Sie ist eindeutig die Hauptfigur des Romans. Es lässt sich vermuten, dass sie in ein Beziehungsgeflecht mit anderen Frauen eingebunden ist. Interessant ist jedoch, dass neben der Mutter nur wenige weibliche Personen auftreten und männliche (zahlenmäßig) dominieren. Nach der Begriffsbestimmung von Figur, Figurenrelation und Figurenkonstellation werde ich in dieser Arbeit der Frage nachgehen, welche weiblichen Figuren außer der Mutter im Roman vorkommen, mit welchen Merkmalen sie der Autor ausgestattet hat, in welcher Beziehung sie zur Mutter und zueinander stehen, sowie welche Funktion sie im Roman haben. Im Zentrum der Betrachtung werden also die weiblichen Hauptfiguren, ihr Verhältnis zur Mutter und ihre Funktion stehen. Zitate stammen aus dem russischen Romantext von der CD zum Seminar. Sie werden deshalb in dieser Arbeit eingerückt und in Courier New gesetzt. Als Quelle werden keine Seitenzahlen, sondern Teil und Kapitel angegeben.
2 Figur, Figurenrelation und Figurenkonstellation
Figur stammt aus dem Lateinischen (figura) und bedeutet Gebilde, Gestalt, Erscheinung (vgl. Langermann 2006. S.58). In jedem literarischen Text gibt es Figuren. Man verwendet den Begriff „Figur“, weil außer Menschen auch Tiere, Pflanzen oder Dinge vorkommen können, die denken und handeln. Der Begriff „Figur“ ist deshalb neutraler und umfassender, weist aber auch auf den fiktionalen Status hin, d.h. Figuren lassen sich als „literarische Konstrukte“ (Anz 2007, S.123) verstehen, die sich von der Realität - also realen Personen - unterscheiden und oft auch weniger komplex angelegt sind. Durch die Fiktionalität können Figuren aber auch mit Merkmalen ausgestattet werden, die bei wirklichen Personen nicht vorkommen. Als Beispiel sei die Verwandlung von Menschen in Tiere und umgekehrt genannt. (vgl. Anz 2007, S.122f.)
Es gibt Typologien zum Vergleich und zur Klassifikation der Figuren. So lassen sich Haupt-und Nebenfiguren, Protagonisten und Antagonisten und ihre entsprechenden Helfer, typisierte und individualisierte, statisch und dynamisch strukturierte sowie konsistente und inkonsistente Figuren unterscheiden. (vgl. Anz 2007, S.123). Dafür gibt es verschiedene
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Kriterien, so z.B. für die Unterscheidung von Haupt- und Nebenfiguren die „quantitative und qualitative Dominanz“ (Anz 2007, S.123) der Figuren im Text.
Für die Klassifikation von Protagonisten und Antagonisten untersucht man die Beziehungen der Figuren zueinander und welche Funktionen sie füreinander haben. (vgl. Anz 2007, S.123). Wenn sich Figuren dabei auf der gleichen Seite befinden, handelt es sich um eine Korrespondenzbeziehung. Sind sie dagegen verschiedenen Seiten zuzuordnen, dann spricht man von einer Kontrastbeziehung. (vgl. Langermann 2006. S.63) „Typisierte Figuren haben in der Textwelt oft keine Namen, sondern sind in ihr mit Berufsbezeichnungen (Bergmann, Dachdecker), Geschlechts- und Altersbezeichnungen (Jüngling), Bezeichnungen der Familienrolle ... oder Bezeichnungen ihres Standes ... gekennzeichnet.“ (Anz 2007, S.123)
Statisch angelegte Figuren verändern sich im Gegensatz zu dynamischen Figuren während der Handlung nicht, d.h. sie machen keine Entwicklung durch. Bei inkonsistenten Figuren sind einander widerspechende Merkmale vorhanden, bei konsistenten Figuren dagegen nicht. (vgl. Anz 2007, S. 123)
Unterscheiden kann man weiterhin zwischen „Sympathie- und Antipathieträgern“ (Anz 2007, S.125), denn mit der Merkmalszuschreibung sind natürlich auch Bewertungen der Figuren verbunden und so auch Sympathien oder Antipathien. Die Merkmale der Figuren können dem Leser direkt z.B. durch die Verwendung von Adjektiven (schön, jung, mutig) bzw. indirekt z.B. durch die Beschreibung des Äußeren, der Kleidung, des Denkens und Handelns der Figur oder durch Äußerungen einer anderen Figur vermittelt werden. (vgl. Anz 2007, S. 125) Die Figuren, die im Roman vorkommen, können also nach ihren Merkmalen gruppiert werden.
Figurenrelationen sind Beziehungen von Figuren zueinander. Sie können qualitativ und quantitativ bestimmt werden. Bei der qualitativen Betrachtung werden Merkmale der einzelnen Figuren, wie z.B. Geschlecht, Herkunft, sozialer Stand, Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie deren Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede im Vergleich mit anderen Figuren untersucht. Hier geht es also darum alle Korrespondenz- und Kontrastbeziehungen einer Figur zu erfassen. (vgl. Ludwig 1993, S. 142).
Werden Figurenrelationen quantitativ bestimmt, wird nach der Zahl der Figuren und dem Anteil einer Figur am Text im Verhältnis zu andere Figuren gefragt (vgl. Ludwig 1993, S. 142).
Als Figurenkonstellation werden dynamische Interaktionsstrukturen bezeichnet, die sich aus der Figurenrelation ergeben und durch die Gegensätze der Merkmale der Figuren bedingt sind
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(vgl. Ludwig 1993, S. 142), d.h. es geht um das Beziehungsgeflecht, in das eine Figur eingebunden ist. Das bedeutet, dass es nicht nur zu untersuchen gilt, welche Figuren zu welchen anderen Figuren wie und warum in Beziehung stehen, sondern auch danach zu fragen, ob und wenn ja, wie sich die Beziehungen zwischen den Figuren entwickeln und/oder verändern. Diese Analyse wird auf der Basis der Betrachtung der Figurenrelationen geleistet.
3 Weibliche Figuren im Roman „Die Mutter“
Welche weiblichen Figuren kommen im Roman vor und welche davon sind die Haupt- und Nebenfiguren? Um diese Frage zu beantworten, ist es zunächst notwendig alle weiblichen Figuren zu erfassen und Kriterien zu finden, nach denen sie sich gruppieren lassen. Als Basis für die qualitative Gruppierung, die in der folgenden Übersicht vorgenommen wird, dienen die Figurenbenennung (Name oder Bezeichnung) und Art ihres Auftretens (persönlich oder erwähnt durch andere Figuren). Um einen quantitativen Überblick zu erhalten, wird außerdem die Häufigkeit ihres Auftretens, d.h. die Kapitelnummern, angegeben.
Zusammenstellung aller weiblichen Figuren im Roman „Die Mutter“
1. Teil
persönliches Auftreten: ja / persönlicher Name: ja Mutter in allen Kap. außer Kap.1 Marja Korsunowa Kap. 8,9,14,24,26 Saša Kap. 7,12,15,20,23 Nataša Kap. 5,6,7,23
persönliches Auftreten: ja / persönlicher Name: nein
... starke Frau mit welkem Gesicht (Kap.19)
... kleine Alte mit runzligem Gesicht, jungen Augen, dünnem Hals - Mutter eines Studenten (Kap.19)
... munteres junges Mädchen mit lockigem Haar aus der Stadt, das mit strahlenden Augen Genossin sagt (Kap.21) ... viele Frauen Kap.24 ... Frauen Kap.27 Mutter von Mitja Kap. 27,29
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persönliches Auftreten: nein / persönlicher Name: nein Pflegemutter von Andrej Kap. 5 leibliche Mutter von Andrej Kap. 5 Kinderfrau von Nataša Kap. 7 Schwester von Nataša Kap. 7 leibliche Mutter von Nataša Kap. 7 Lehrerin auf dem Dorf Kap.25
2. Teil
persönliches Auftreten: ja / persönlicher Name: ja Mutter in allen Kap. (Kap 16??) Sof’â Kap. 1,2,3,4,5,6,7,9,11,12,13,14 Lûdmila Kap. 9,10,13,19,22,28 Saša Kap. 7,11,14,22,23,27 Tat’âna Kap. 16,17,18 Nataša Kap. 7,8 Mädchen Mar'ka Kap. 15,16 (Bedienung im Gasthaus) Mar'â Korsunova Kap. 1 Natal'â Samojlova Kap. 24 (Mutter von Griša)
persönliches Auftreten: ja / persönlicher Name: nein ... Frau, Frauen Kap. 12 ... Frau Kap. 16 ... Mädchen Kap. 23, 27 ... Tochter des Popen Kap. 29
persönliches Auftreten: nein / persönlicher Name: nein Frau des Verwalters Kap. 1 Natašas Mutter Kap. 7 Gutsfrau Kap. 17
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Klassifikation der Figuren
Auf der Grundlage dieser Zusammenstellung stufe ich die Figuren als Hauptfiguren ein, die einen Namen haben und in mehr als zwei Kapiteln persönlich auftreten. Die folgende Tabelle zeigt die von mir vorgenommene Zuordnung:
Aus der Tabelle wird deutlich, dass sich zwischen dem ersten und zweiten Teil Unterschiede feststellen lassen. Mar'â Korsunova und Nataša treten im zweiten Teil in den Hintergrund. Neu hinzu kommen Sof’â, Lûdmila und Tat’âna. Neben der Mutter spielt lediglich Saša in beiden Teile eine wichtige Rolle.
Alle anderen weiblichen Figuren sind m.E. als Nebenfiguren anzusehen, auch wenn hier durchaus noch Abstufungen in der Wertigkeit vorgenommen werden könnten. Jedoch wird auf eine weitere Betrachtung dieser Figuren verzichtet, da der Schwerpunkt der Arbeit auf der Auseinandersetzung mit den weiblichen Hauptfiguren liegen soll. Die Nebenfiguren werden deshalb im folgenden nur im Zusammenhang mit der Analyse der Merkmale und des Beziehungsgeflechtes der Hauptfiguren und in dem Umfang wie es für diese Betrachtung notwendig erscheint berücksichtigt.
4 Die weiblichen Hauptfiguren
4.1 Mar’â Korsunova
4.1.1 Mar’â Korsunovas Aussehen und Auftreten
Mar’â Korsunova ist eine Figur, die auf den ersten Blick eindimensional angelegt zu sein scheint und durch ihr Aussehen - sie hat dicke Lippen, eine fleischige Nase, unruhige Augen, dicke Finger und wirkt stets schmierig - und ihr Auftreten - laut, direkt, tratschend - zunächst wenig Sympathie beim Leser hervorruft.
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Khk_^dZ
Lheklu_ ]m[u FZjvb lhjhieb\h re_iZebkv h^gZ h ^jm]mx, fykbkluc ghk khi_e, ]eZaZ fb]Zeb b dhkbebkv ba klhjhgu \ klhjhgm, \uke_`b\Zy dh]h-lh gZ mebp_. (Teil 1, Kapitel 9)
;Z[Z hgZ [heleb\Zy, - g_l!
(Teil 1, Kapitel 14)
Lhj]h\dZ, dZd \k_]^Z aZfZke_ggZy b rmfgZy, \klj_lbeZ __ khqm\kl\_ggh.
- Lhkdm_rv? - kijhkbeZ hgZ, ihoehiZ\ fZlv ih ie_qm `bjghc jmdhc. (Teil 1, Kapitel 14)
IjbreZ Dhjkmgh\Z. HgZ jZafZob\ZeZ jmdZfb, djbqZeZ,
ieZdZeZ b \hklhj]ZeZkv, lhiZeZ gh]Zfb, qlh-lh ij_^eZ]ZeZ b h[_sZeZ, ]jhabeZ dhfm-lh. (Teil 2, Kapitel 1)
4.1.2 Mar’â Korsunova und die Mutter
Erst bei genauerem Hinsehen und im Vergleich mit der Mutter zeigt sich, dass sie eine durchaus interessante und nicht widerspruchsfreie Frau ist, die im Roman als Bindeglied zwischen dem alten und neuen Leben der Mutter fungiert. Obwohl die beiden Frauen auf den ersten Blick unterschiedlich zu sein scheinen, gibt Parallelen in ihrem Leben, denn sie haben das gleiche Lebensumfeld und den gleichen sozialen Stand. Aber auch in ihrem Verhalten und bei ihren Gefühlen lassen sich durchaus Gemeinsamkeiten aufzeigen. So sind Mar’â Korsunova und die Mutter Nachbarinnen, kennen einander schon lange, sind vermutlich etwa gleichaltrig, haben sich in der Vergangenheit auch manchmal gegenseitig beigestanden und sie stimmen darin überein, dass ein Leben als Frau nicht leicht ist. Inzwischen sind sie beide verwitwet. Mar’â Korsunova muss selbst als Händlerin für ihren Lebensunterhalt sorgen, während die Mutter als Hausfrau von ihrem Sohn Pavel ernährt wird, solange dieser nicht im Gefängnis sitzt.
Mar’â Korsunova versucht sich mit allen gutzustellen, kennt jeden, klatscht und tratscht mit Leidenschaft. Durch sie werden die Stimmungen, Meinungen und Haltungen, die in der Vorstadt in Bezug auf Pavel und seine Kameraden kursieren, wiedergegeben.
- Kemo b^_l! - lZbgkl\_ggh khh[sbeZ FZjvy. - G_ohjhrbc, fZlv lu fhy! ;m^lh hg mkljZb\Z_l Zjl_ev lZdmx, \jh^_
- 9 -
oeuklh\. K_dlu - gZau\Z_lky wlh. K_qv [m^ml ^jm] ^jm]Z, dZd oeuklu...
(Begegnung auf dem Markt, Gerücht über Pavel, Teil 1 Kapitel 8)
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-
Lhkdm_rv?
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(Nach Pavels erster Verhaftung, Teil 1 Kapitel 14)
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AZ^_eb-lZdb gZjh^!
Aber Mar’â Korsunova hat auch eine eigene Meinung, die sie der Mutter gegenüber zum Ausdruck bringt:
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Obwohl sie ihr Los als (alleinstehende) Frau beklagt, scheint sie sich aber ein Stück Unbekümmertheit und Lebenslust bewahrt zu haben, denn sie lässt sich immer wieder auf Männer ein. Allerdings jammert sie, dass sie von ihren Liebhabern nur ausgenommen wird, deshalb nie auf eine grünen Zweig kommen und schließlich bettelarm sterben werde.
KljyiZx ^Z lhj]mx, Z mfjm, \b^gh, gbs_c. Ex[h\gbdb f_gy h^he_\Zxl, ZgZn_fu! LZd b ]eh`ml, lZd b ]eh`ml, keh\gh lZjZdZgu dZjZ\Zc. GZdhibrv jm[e_c ^_kylhd, y\blky dZdhc-gb[m^v _j_lbd - b keb`_l ^_gv]b! ;_^h\h_ ^_eh - [Z[hc[ulv! Ih]ZgZy ^he`ghklv gZ a_fe_! H^ghc `blv ljm^gh, \^\h_f - gm^gh! (Teil 1 Kapitel 14)
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Im Vergleich zur lauten, direkten und offenen Art der Händlerin wirkt die Mutter zurückhaltend und introvertiert, ängstlich, sorgenvoll, ernster und nachdenklicher. Aber auch die Mutter gibt die Gespräche und Gerüchte, die sie hört, weiter und zwar zu Hause an ihren Sohn.
FZlv i_j_^Z\ZeZ kugm \k_ wlb jZa]h\hju, ... .
- >_\bpu lh`_ hq_gv h[b`Zxlky gZ \Zk! - ]h\hjbeZ hgZ.
- @_gbob \u ^ey \kydhc ^_\mrdb aZ\b^gu_ b jZ[hlgbdb \k_ ohjhrb_, g_ivxsb_, Z \gbfZgby gZ ^_\bp g_ h[jZsZ_l_! =h\hjyl, [m^lh oh^yl d \Zf ba ]hjh^Z [Zjurgb aZahjgh]h ih\_^_gby... (Teil 1 Kapitel 8)
Andererseits hat Mar’â Korsunova auch eine mitfühlende Seite. So ist sie bereit der Mutter nach Pavels Verhaftung zu helfen. Indem sie die Mutter als Gehilfin einstellt, lässt sie ihr direkte soziale Unterstützung angedeihen. Allerdings ist das von ihr nicht völlig uneigennützig, denn einerseits entlastet sie sich damit und steht andererseits auch noch als Wohltäterin da.
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Die Mutter wiederum kann dadurch schließlich die Flugblätter in die Fabrik schmuggeln, was praktisch der Beginn ihrer revolutionären Arbeit ist und ein weiterer Schritt auf dem Weg in ihr neues Leben. Mar’â Korsunova wird auf diese Weise - zwar unbewusst und sicherlich auch unbeabsichtigt - zur Gehilfin der Mutter.
KZfhceh\ \klZe \ ^\_jyo b kdZaZe:
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Arbeit zitieren:
Karola Schmidt, 2008, Weibliche Figuren in Gor'kijs Roman "Die Mutter", München, GRIN Verlag GmbH
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