Inhaltsverzeichnis
Warum Neuseeland? 3
Geographie. 3
Lage , Fläche, Ausdehnung. 3
Plattentektonik. 4
Naturr äumliche Gliederung. 4
Klima. 5
Niederschl äge. 6
Temperaturen. 6
Sonnenscheindauer. 7
Flora und Fauna. 7
Geschichtlicher Hintergrund. 9
Besiedelung durch die Maori. 9
Entdeckung und Inbesitznahme durch die Europäer. 9
Krieg mit den Maori. 10
Goldboom und Entwicklung bis Heute. 11
Neuseeland im 20. Jahrhundert. 12
Staat , Verwaltung. 13
Regierungsform. 13
Verwaltungsgliederung. 13
Der Distrikt Tauranga. 14
Bev ölkerung. 15
Dichte. 15
Entwicklung und Verteilung. 15
Einwanderung. 15
Europ äer, Maori und ethnische Minderheiten. 16
Struktur. 16
Wirtschaft. 16
Landwirtschaft , Forstwirtschaft, Fischerei. 16
Schafhaltung. 17
Rinderzucht und Milchwirtschaft. 17
Schweine. 17
Ziegenhaltung. 18
Wildfarmen. 18
Pferdezucht. 18
Ackerbau , Obst- und Gartenbau. 18
Wald - und Forstwirtschaft. 18
Fischerei. 19
Industrie, Bergbau, Energie. 19
Handel , Dienstleistung. 20
Au ßenhandel. 20
Tourismus. 21
Verkehr- und Transportwesen. 21
Architektur. 22
Geschichtliche Entwicklung. 22
Land der Eigenheime 23
Warum Neuseeland?
Warum behandeln wir in diesem Referat eigentlich Neuseeland? Nun, zum einen ist Neuseeland zweifelsohne ein faszinierendes Land - jeder, der sich einmal näher damit befaßt hat, oder ein paar Bilder gesehen hat, wird da zustimmen. Konkret aber hat es damit zu tun, daß wir für 6 Monate ein Auslandspraktikum in einem Architkturbüro in Te Puke, einer Kleinstadt in der Bay of Plenty auf der Nordinsel Neuseelands machen werden.
Unseren Aufenthalt dort werden wir u. a. für eine Studienarbeit nutzen, bei der wir uns näher mit den Eigenarten des Landes, der Menschen die dort wohnen und deren Art von Planung und Entwurf befassen werden. Insofern sehen wir dieses Referat als einen ersten Einstieg in die Thematik und auch als eine Vorbereitung auf das, was wir vor Ort vorfinden werden. Da uns für ein detailliertes Regio-nalportrait oder die Darstellung der baulichen Eigenarten der lokalen Architektur z. Z. nur wenige
Informationen zur Verfügung stehen, möchten wir versuchen, anhand der uns vorliegenden Daten ein möglichst umfassendes Bild der „Region Neuseeland“, als landwirtschaftlich geprägtes Land, und der dortigen Lebensumstände zu entwickeln. Am Schluß werfen wir einen Blick auf die Auswirkungen der örtlichen Gegebenheiten auf die Architektur und Planung.
Geographie
Lage, Fläche, Ausdehnung
Neuseeland Liegt etwa 25 Flugstunden von Frankfurt entfernt bzw. drei Flugstunden südöstlich von Australien im Südpazifik, etwa auf halbem Wege zwischen dem Äquator und dem Südpol. Mit einer Fläche von insgesamt rund 270500 qkm (Hauptinseln und mehrere kleinere Eilande) ist Neuseeland ein Viertel kleiner als Deutschland (356733 qkm). Die Nordinsel (114500 qkm) und Südinsel (150700 qkm) erstrecken sich vom 34. Bis zum 47. Grad südlicher Breite. Vom südlichsten Punkt bis zum äußersten Norden sind es 1770 Kilometer. Sie südlichste Siedlung Neuseelands liegt auf Steward Island. Die Ausdehnung von West nach Ost reicht vom 166. Bis zum 179. Grad östlicher Länge. Kein Ort auf den beiden Inseln ist mehr als 110 km vom Meer entfernt. Das Staatsgebiet Neuseelands umfaßt neben den beiden Hauptinseln (Nord- und Südinsel) weitere kleinere Inseln und Inselgruppen. Am größten ist die Steward Insel im Süden mit einer Fläche von rund 1700 qkm. Zu den weiter entfernten Inseln zählen die nördlich liegenden Kermadec Inseln, die östlich liegenden Chatham- und Bounty Inseln sowie die südlich liegenden Campbell- und Auck-land Inseln. Weitere neuseeländische Inselgruppen sind die in Polynesien gelegenen Tokelau- und
Neuseeland Seite 3 / 23
Cook Inseln, sowie die Insel Niue. Die Cook Islands und Niue sind als "self-governing terretories" (Gebiete mit eigener Regierung) an Neuseeland angeschlossen. Weiterhin beansprucht Neusee-land das 4,75 Mio. qkm große Ross Dependency in der Antarktis. Diese unbesiedelte Südpolargebiet setzt sich zusammen aus der Ross See, dem Ross Schelfeis und dem östlichen sowie dem nordöstlichen Victorialand. Plattentektonik
Die besondere Lage Neuseelands im Grenzbereich zweier riesiger Platten der Erdkruste (Indisch-Australische und Pazifische Platte) läßt die unruhige erdgeschichtliche Entwicklung des Achipels erahnen. Im Rahmen des Zerfalls des Urkontinents Gondwana wurde Neuseeland bereits vor 80 Mio. Jahren von Australien getrennt. Neuseeland war also schon isoliert, als sich Australien und Antarktika vor 50 Mio. Jahren zu trennen begannen.
Neuseeland liegt auf dem "unstable circumpacific mobile belt". Damit wird die Randzone des Pazifik beschrieben, die geprägt ist von der Kollision kontinentaler und ozeanischer Erdkrustenplatten. Erdbeben, vulkanische Aktivität sowie die Bildung von Gebirgen und Tiefseegräben sind typische Merkmale des unruhigen Gürtels, der bildlich auch "ring of fire" genannt wird.
Die Freisetzung gewaltiger Energien im Grenzbereich der beiden Erdkrustenplatten wirkt sich in Neuseeland landschaftsprägend aus. Seine heutige Gestalt verdankt Neuseeland einer noch andauernden Gebirgsbildung. Der anhaltende aktive Vulkanismus und die immer wieder auftretenden Erdbeben verdeutlichen, daß die Bewegungen im Unter-grund noch nicht abgeschlossen sind. Jedes Jahr erschüttern zahlreiche Beben die Inseln, von denen mindestens eines die Stärke 6 auf der Richter Skala überschreitet. Erdbeben forderten in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Menschenleben. Geringer ist die Gefährdung durch Vulkanausbrüche, doch auch hier kommt es immer wieder zu Unfällen. Naturräumliche Gliederung
Obwohl Neuseeland kein Kontinent ist, sondern aus zwei großen Inseln besteht, die durch die 30 km breite Cook-Wasserstraße getrennt sind, weist es eine ungewöhnliche landschaftliche Vielfalt auf. Hinsichtlich ihrer Landesnatur unterscheiden sich die beiden Inseln grundlegend voneinander. Die Nordinsel ist in starkem Maße von vulkanischen Erscheinungen aller Art sowie von Mittelgebirgen geprägt. Einzelne Vulkane erreichen Höhen über 2500 m. Auf der Südinsel tritt der vulkanische Formenschatz in wesentlich geringerem Umfang in Erscheinung. Hier bestimmen alpine Faltengebirge, die in Eiszeiten stark überformt worden sind, das Landschaftsbild. Abwechslungsreiche Küstenlandschaften sind den beiden Inseln gemeinsam. Für das "Northland" sind ausgedehnte Ausgleichsküsten mit kilometerlangen Sandstränden und Sanddünen charakteristisch. Auf den beiden Hauptinseln sind Schwemmlandebenen, Deltas und an einigen Stellen auch höchst imposante Kliffküsten anzutreffen. Bemerkenswert sind die vom Meer überfluteten Flußmündungen (Riasküste) im Nordosten der Südinsel und vor allem die an norwegische Fjorde erinnernden, einstmals von Gletschern ausgehobelten Täler im Südwesten der Südinsel.
Neuseeland Seite 4 / 23
Die vulkanische Aktivität ist im zentralen Bereich der Nordinsel nicht zu übersehen. Das zentrale Vulkangebiet ist von Mittelgebirgslandschaften (bis über 1700 m) umgeben, die der Nordinsel einen eher hügeligen Charakter verleihen. Von der Südspitze der Nordinsel bis zum "East Cape" ist die Verlängerung des jüngsten Faltengebirges Neuseelands zu verfolgen, das an der Südspitze der Südinsel beginnt und in den "Southern Alps" seine höchsten Erhebungen erreicht. Nördlich von Auck-land erstreckt sich das sogenannte "Northland", eine subtropisch geprägte und recht ausgeglichene Hügellandschaft. Dieser landschaftlich und klimatisch begünstigte Raum bietet geradezu ideale Voraussetzungen. für die Entwicklung der Land-wirtschaft und auch des Tourismus.
Die Südinsel ist in erster Linie von recht jungen Faltengebirge der "Souttrum erhebt sich neben anderen 3000ern 3744 m höchste Berg Neuseelands. Der landschaft wird durch zahlreiche Gletscherströme fallen die "Southern Alps" innerhalb eines nur 50 fens auf Meeresniveau ab. Die Küstenebene durch die Störungszone der "Alpine Fault" von Alps" abgegrenzt. Im Osten dagegen ist das Gebirges geringer. Der Norden der Südinsel ist gebirgslandschaften geprägt. Eine weitere Gemit Höhen bis 2000 m erstreckt sich im süd-terland der Südinsel. Breit angelegte Flußtes Relief sind für diese eher kontinental schaft charakteristisch. Im Süden und birgigen Südinsel erstrecken sich ausge- Klima
Neuseelands schaft spiegelt sich in den hältnissen der einwider. So gibt es Westen der Süregenreiche weit über 2500 der "Southern unter raturverhältnis-Süden der Sükönnen Aus-Tagestemperadinsel auf unter 10
auf der Nordinsel hochsommerliche Temperaturverhältnisse herrschen.
Mit der geographischen Lage von 35 - 47 ° südlicher Breite liegt Neuseeland in den mittleren Breiten der südliche Hemisphäre. Lediglich der nördlichste Teil der Nordinsel, "Northland" liegt im Grenzbereich zur subtropischen-randtropischen Hochdruckzone und weist ein milderes Klima auf. Wie in den höheren Breiten der Nordhalbkugel, so gibt es auch in diesen tiefen südlichen Breiten der Südhalbkugel die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Wenn die Sonne in Europa ihren Höchststand erreicht, dann hat sie in Neuseeland logischerweise ihren tiefsten Stand;
Neuseeland Seite 5 / 23
d.h. wenn es in Europa Sommer ist, dann herrschen in Neuseeland winterliche Verhältnisse und umgekehrt.
Die ganzjährige westliche Hauptwindrichtung ist ein weiteres Charakteristikum der Mittelbreiten und ist in erster Linie für die Niederschlagsverteilung verantwortlich. Typisch für die Mittelbreiten ist das Wechselspiel von vorüberziehenden Tiefdruckgebieten und Hochdruckgebieten. Niederschläge
Die beinahe quer zur westlichen Hauptwindrichtung verlaufenden "Southern Alps" der Südinsel sowie die Mittelgebirge der Nordinsel wirken sich entscheidend auf die Niederschlagshäufigkeit und -intensität aus. Es kommt zur charakteristischen Ausprägung einer Wetterseite und einer dem Wind abgewandten Seite. Die von Westen heranströmenden Luftmassen erhöhen über der Tasman See ihre Luftfeuchtigkeit. Sie werden jedoch von den quer zu ihrer Zugbahn verlaufenden Gebirgen gebremst und aufgestaut. Die Luftmassen müssen an der Luvseite aufsteigen, was von einer intensiven Wolkenbildung und einer erhöhten Niederschlagsaktivität begleitet wird. Dort, wo die Luftmassen zuerst die Gebirge erreichen, also im Westen, sind die Niederschläge am ergiebigsten. Dies trifft in besonderem Maße für das Hochgebirge der "Southern Alps" zu, die im Luv z.T. über 7000 mm Niederschlag pro Jahr erhalten.
Auf der Leeseite kommt es aufgrund des Föneffektes zu einem deutlichen Rückgang der Niederschläge. Die im Windschatten gelegenen Täler, intramontane Becken und Ebenen haben diesem Phänomen ihre Niederschlagsarmut zu verdanken. Örtlich liegen die Jahresniederschlagsmengen unter 500 mm! Von den extremen Luv- und Leelagen abgesehen sind die Niederschläge zwischen 1000 und 1500 mm pro Jahr für Neuseeland die Regel. Zum Vergleich: Stuttgart 700 mm. Während des Winters gelangt die Nordinsel in den Einflußbereich der Westwindzone und erhält während dieser Jahreszeit die meisten Niederschläge Die Sommermonate hingegen stehen unter dem Einfluß subtropisch-randtropischer Hochdruckgebiete. Eine stabile Wetterlage mit geringen Niederschlägen ist die Folge. Tiefdruckgebiete tropischen Ursprungs bzw. Ausläufer tropischer Wirbelstürme können die stabile Wetterlage mit heftigen Niederschlägen und starken Winden im Norden und Osten der Nordinsel sehr stark beeinträchtigen. Sie treten ausschließlich während der Sommermonate auf.
Auf der Südinsel hingegen läßt sich keine eindeutige niederschlagsarme bzw. -reiche Jahreszeit bestimmen. Temperaturen
Das Relief hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Niederschläge. Es ist zusätzlich für erheblich Temperaturunterschiede verantwortlich. So nimmt die Temperatur mit der Höhe um ca. ½ °C pro 100 m ab. Außerdem sinkt die Temperatur nachts in den Hochlagen deutlich tiefer ab als auf Meeresniveau. Die breitenabhängigen Temperaturunterschiede zwischen dem Norden und Süden Neu-seelands sind geringer als eine Distanz von 1500 km vermuten lassen würde. Hierfür ist die ausgleichende Wirkung der umgebenen Wassermassen verantwortlich. Das ozeanisch geprägte Klima Neu-seelands weist sowohl im Jahresgang als auch im Tagesgang selten mehr als 10 °C Temperaturdiffernz auf. Ausnahme hiervon ist insbesondere "Central Otago", eine eher kontinental geprägte Landschaft. Hier sind größere Temperaturschwankungen die Regel.
Die höchsten Jahresmittel zwischen 13 °C und 14 °C weist der Norden der Nordinsel auf. Der äußerste Norden der Südinsel und die übrigen Regionen der Nordinsel liegen im Bereich der 12 °C
Neuseeland Seite 6 / 23
Arbeit zitieren:
Timo Neubauer, 1999, Neuseeland - Aoteatoa - Land der langen weißen Wolke, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Kontroverse zwischen Frank Thieß und Thomas Mann
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 29 Seiten
Rechnungslegungsvorschriften großer Kapitalgesellschaften im internati...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 68 Seiten
Timo Neubauer hat den Text Neuseeland - Aoteatoa - Land der langen weißen Wolke veröffentlicht
Timo Neubauer hat einen neuen Text hochgeladen
Die verschollenen Lehrreden
Anagarika Govinda, Richard Power, Michael Wallossek
Business im Land der aufgehenden Sonne
Strategien für langfristigen E...
Volker Zotz, Ulrike Kroneck
0 Kommentare