2
INHALTSVERZEICHNIS
I. Die Bedeutung des Einzelnen und die franziskanische Bewegung
1. Einzelnes und Allgemeines, ein Grundproblem der Philosophie
2. Der franziskanische "Weg der Bejahung" - die Transzendenz im Einzelnen
3. Die Vermittlung der Idee Franz von Assisis: Anschaulichkeit
4. Von der Praxis der Anschaulichkeit zur Philosophie der Anschaulichkeit
5. Zwischen Anschaubarkeit und Verstehbarkeit - die Sprache der Bilder
6. Roger Bacon OFM - Transzendenz des Einzelnen in einer anschaulichen
Philosophie
II. Das Verhältnis von Einzelnem und Allgemeinem bei Bacon
1. Das Sein der Einzeldinge und der Universalien
2. Das Einzelne und das Universale in der Erkenntnis
III. Bacons Theorie der Veranschaulichung
1. Zeichen
2. Die experimentelle Wissenschaft
IV. Exkurs: Einzelnes und Universale bei Giotto
V. Ausblick: Wissenschaft vor und nach Descartes
VI. Bibliographie
5
1 St. Francis of Assisi, New York 1957, p. 31
3 Vgl. Martin M. Tweedales hervorragende Darstellung, Abailard on Universals, Amsterdam 1976, p. 136 et passim, wonach dessen Lehre weit angesehener war, als Salisbury einräumt.
6
1 In der zitierten Ausgabe werden die Schriften, auf die hier angespielt wird, in den Fußnoten genau angegeben.
2 Tweedale analysiert die entsprechende Stelle, op. cit. p. 53 ff., und findet Boethius’ Lösung unzureichend.
8
1 Conv. I, 5, 7, zit. in Vito R. Giustiniani, "Dante e la linguistica medievale e moderna",
Romanische Forschungen 91 (1979), p. 399; vgl. Bacons Communia Naturalium p. 96
2
Vgl. Die Schriften des hl. Franziskus von Assisi, ed. Engelbert Grau, Werl
7
1982, Fragm. I, 41; Fragm. II, 27; NbReg. 17 2
3
Op. cit. p. 152
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1 So Xavier Schnieper in Franziskus, der Mann aus Assisi, Luzern 1981, p. 61 ff, einem Bildband,
der die seltene Kombination von vorzüglichen Fotografien und ebensolchem Text bietet. In einem anderen Jubiläumsbuch, das sich besonders durch erdnah-persönliche Formulierungen hervortut, heißt es, daß Franz von Assisi "kein Intellektueller war, sondern ein Bündel Gedanken, das der Instinkt leitete. Dummkopf war er deshalb noch lange keiner. Er muß sich bei alledem, was er tat, schuftete, in Bewegung brachte, auch stets etwas gedacht haben. Ein Gedankenloser wird nicht Franz von Assisi." Humbert Fink, Franz von Assisi. Der Mann - das Werk - die Zeit, München 1981, p. 116. Da dieser Sachverhalt von niemandem bezweifelt und von jedem bemerkt wird, bedarf er keiner weiteren Diskussion.
2 Vgl.das Vorwort von Raoul Manselli, San Francesco d'Assisi, Rom 1981. Dies Buch scheint nicht nur für das heutige Selbstverständnis der Franziskaner, sondern auch für den Umgang mit den Quellen maßgebend und richtungweisend zu sein. Vgl. auch David Flood, "Die Verwendung der Franziskusgeschichte", Vortrag in der Johannes-Duns-Scotus-Akademie Mönchengladbach am 21. 3. 1983
11
1 "Trattandosi di racconti, tutti di molti anni posteriori agli eventi, si è sempre in qualche modo diffidenti circa la loro autenticità. Ma non si possono respingere senz'altro come falsi, nel senso che anche se non si sono svolti alla lettera, cosi come ci sono raccontati, anche se nella loro "verità" si è insinuato quel tanto di "poesia",... valgono a caratterizzare un stato d'animo generale, un modo di "simboleggiare" un certo passato, ... che ne rende per così dire il profumo." Manselli, op. cit. p. 96 f.
2 Aus den "Rotuli sancti fratris Leonis", deutsch Otto Karrer, Franz von Assisi, Legenden und Laude, Zürich 1975, p. 159; latein Scripta Leonis, Rufini et Angeli, ed. Rosalind Brooke, Oxford 1970, p. 88 ff; Legenda Perusina bzw. Compilatio Assisiensis, dagli scritti di fr. Leone e Compagni su S. Francesco d´Assisi, ed. M. Bigaroni, Porziuncola 1975, P 108 ff.; Raoul Manselli, Nos qui cum eo fuimus, Rom 1980, p. 83 f.; vgl. auch Thomas von Celanos zweite Vita, Nr. 21 f. deutsch Leben und Wunder des hl. Franziskus von Assisi, ed. Engelbert Grau, Werl 1980, p. 246 f.
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1 Vgl. Hierzu Chestertons Einleitung und L. Bracaloni, "Saint François et l'art", Saint François d'Assise, Paris 1927, p. 247: "Aussi saint Bonaventure, dans le chapitre V de sa Légende Majeure,
pouvait parler en même temps de l'austérité de sa vie, et de la joie que lui donnaient les créatures. L'ascéticisme des anciens solitaires et des cénobites, y compris les Bénédictins,
quoique essentiellement chrétien, avait reçu une certaine empreinte des écoles philosophiques, passées de l'orient en occident. Quelques pratiques monastiques nées de bonne heure, divers conseils et sentences des Pères de l'Eglise pour la règle de la vie, pour l'assujettissement de la matière à l'esprit, pour la paix de l'âme rappellent certains préceptes de la Philosophie de Pythagore, des péripatéticiens et des stoiciens. Mais la règle franciscaine dépend directement... de l'imitation du Christ."
2 Compilatio Assisiensis n. 117, p. 364 ff. und Manselli, p. cit., p. 150; dort mit Parallelstellen
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1 Die Dreigefährtenlegende des Heiligen Franziskus, ed. Sophronius Clasen/Engelbert Grau, Werl 1972, p. 202 f.
2 Vgl. hierzu David Flood, "Die wirtschaftliche Grundlage der franziskanischen Bewegung in ihrer Entstehungszeit", Wissweis. 44 (1981) und Raoul Manselli, San Francesco, Kap. II
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1 Die Schreibweise wurde gewählt, weil das Wort nicht auf "mysterium", sondern auf "ministerium" zurückgeht. Vgl. Everyman and Medieval Miracle Plays, ed. A. C. Cawley, London 1956
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4. Von der Praxis der Anschaulichkeit zur Philosophie der Anschaulichkeit
1 "Und wir waren ungebildet und jedermann untertänig", Testament, Die Schriften... p. 218
2 Ibid., p. 220
3 Daß die Franziskaner an Universitäten studierten und lehrten, ist oft als etwas eigentlich "Unfranziskanisches" kritisiert worden, hat aber auch glaubwürdige Verteidiger gefunden. So begründet Hilarin Felder die Notwendigkeit des Studiums mit den Erfordernissen des Apostolats, Geschichte... (Bibliographie Nr. 35 b), p. 12 ff; Gilson weist darauf hin, daß viele Männer vor ihrem Eintritt in den Orden bereits Gelehrte waren, wie etwa Hales, und dies auch danach blieben, "La Philosophie franciscaine", Saint François d'Assise, Paris 1927, p. 149
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1 "Es gab Zeiten, in denen es als Ideal galt, durch einen Blumengarten mit geschlossenen Augen zu gehen, um bei der Schau nach innen nicht abgelenkt zu werden; andererseits gab es Zeiten, da es der christlichen Spiritualität geradezu entsprach, in demselben Garten sich über die Blumen zu beugen, ihre Farben zu schauen, ihren Duft zu erfahren, um so zum Lobpreis angeregt zu werden und in den Geschöpfen den Schöpfer zu entdecken. In diesem Bereich ist Franziskus zu finden und mit ihm jene, die den franziskanischen Weg gehen. ... Hier wird nicht geredet, nicht gedacht, nur geahnt, gespürt, geliebt. Dieser mystische Weg wird der "dunkle" genannt." Cohstantin Pohlmann, Franziskus, ein Weg, Mainz 1980, p. 124, 134
2 Loc. cit., p. 254: "Le mouvement franciscain est donc une des manifestations du dévelop-
pement si complexe du sentiment religieux indiyiduel en Occident" (Hervorhebung von mir)
3 Näheres zu Giottos Beziehung zu den Franziskanern vgl. Exkurs
19
1 Näheres über Franziskus und Dante in meinem Aufsatz "The Spirit of St. Francis in the Divine Comedy", The Cord July/August 1978, deutsch Wissweish. 41/1 (1978)
2 Vgl. Vita Nuova, Sonett X, "Amore e 'l cor gentil", eine Anspielung auf Guido Guinizelli
20
1 Vgl. aus der "Botschaft von Mattli" vom Kongreß über franziskanische Mission und Pastoral in der Dritten Welt, Herder-Korrespondenz Nov. 1982, p. 549:
"daß Franziskus "das Weibliche in der Schöpfung entdeckt und besonders geschätzt hat. ... Er hat sich gerne selbst als Mutter verstanden, die Leben empfängt und hütet (vgl. 2 Cel. 16). Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen suchte er von der Mütterlichkeit her zu deuten."
21
1 Vgl. bes. Itinerarium mentis in Deum
2 Die prominenteste und vielleicht beste von Emile Charles, Bibl. Nr. 5 - bezeichnend der Titel von Nr. 15: "I martiri della scienza".
3 Easton, Bibl. Nr. 152
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1 So Westcott, Bibl. Nr. 156 und Easton, Bibl. Nr. 152, p. 69
2 Vgl. P. Feret, Bibl. Nr. 21
3 Auch gegen das Urteil von Easton, op. cit., p. 124: "I find the spiritual affinity between the 'experimental' method of Bacon and the empirical work of the Franciscans an over-subtle idea."
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1 Freilich braucht man ihm nicht dafür Epigonentum anzulasten, daß er Ansichten seines Lehrers bekräftigt, wie Ludwig Baur, "Der Einfluß des Robert Grosseteste auf die wissenschaftliche Richtung des Roger Bacon" in Little, Bibl. Nr. 66, p. 47
2 Vgl. beispielsweise Hochberg, Bibl. Nr. 156 b, und Frankowska-Terlecka, Bibl. Nr. 180, 181,
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Ph.D, MA Mara Huber, 1984, Roger Bacon - Lehrer der Anschaulichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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